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Schwere Erkrankung der Mutter im Ausland

Suche am Besten mal eine Beratungsstelle für Familienhilfe auf
Außer der rein praktischen Beratung, wärst du vor Ort nicht alleine , hättest einen Ansprechpartner
 
Eine Person in Russland sollte sie pflegen und dafür ihre Rente bekommen .
Naja, die ganze Rente? Wo das eh schon so wenig ist.
Die Mutter muss ja noch ihre Miete, Essen und was sonst so anfällt, bezahlen können.

Ich denke, das Problem würde schon an der Stelle beginnen aus der Ferne überhaupt eine kompetente, zuverlässige und vertrauenswürdige Person zu finden, die bereit ist die (24 Stunden-)Pflege einer ihr nicht nahestehenden Frau zu übernehmen. Zumal niemand vor Ort schnell erreichbar ist, wenn Entscheidungen (z.B. über medizinische Behandlungen) getroffen werden müssen oder die Pflegeperson selber krank wird oder aus anderen Gründen ausfällt. Die Frage wie das finanzierbar ist kommt dann noch dazu...
 
Nein, diesmal nicht.
Ich werde nicht in ein abgelegenes Dorf in Russland auswandern – und schon gar nicht ohne finanzielle Mittel. Das wäre auch für mich existenziell gefährlich. Ich bin selbst auf Medikamente angewiesen und brauche vor allem Stabilität und möglichst wenig Stress. Eine solche Situation würde mich gesundheitlich völlig aus der Bahn werfen.
Gleichzeitig belasten mich Schuldgefühle und große Ohnmacht, weil ich meiner Mutter nicht wirklich helfen kann.
Ich habe mich intensiv informiert: Würde sie nach Österreich kommen, hätte sie hier keinen Anspruch auf Leistungen. Ich müsste vollständig für sie sorgen – was ich weder gesundheitlich noch finanziell leisten kann.
So lebe ich täglich in Anspannung, prüfe ständig, ob neue Nachrichten kommen, und fürchte immer das Schlimmste. Das ist für meine eigene Genesung alles andere als hilfreich.
 
Es wäre schön möglich sie rüberzuholen aber das ist mit einem sehr großen Aufwand verbunden.
Du müsstest dich an die deutsche Botschaft wenden und die Situation erklären.
Sie könnte dir helfen und sagen was getan werden müsste.
Vielleicht funktioniert es ja ?
 
Es wäre schön möglich sie rüberzuholen
@JPreston hat doch gerade sehr ausführlich zum x. Mal wiederholt und sachlich begründet, warum das nicht in Betracht kommt. Warum kann man das nicht respektieren?

@JPreston Ich finde es sehr gut, dass du deine Möglichkeiten so klar bewertest und dich da nicht beirren lässt, so schmerzhaft das für dich ist. Achtsamkeit dir selber gegenüber ist kein Egoismus, sondern die notwendige Grundlage für alles andere.

Mir ist klar, dass du keine zuverlässigen Kontakte dorthin hast - was auch sehr belastend ist - , aber vielleicht besteht ja doch noch die Chance, dass der Lebensgefährte deiner Mutter dann, wenn ihm klar wird, dass du nichts tun kannst und wirst, sich nicht einfach verpisst, sondern zuvor schaut, wie deiner Mutter dort geholfen werden kann.
 
Es wäre schön möglich sie rüberzuholen aber das ist mit einem sehr großen Aufwand verbunden.
Du müsstest dich an die deutsche Botschaft wenden und die Situation erklären.
Sie könnte dir helfen und sagen was getan werden müsste.
Vielleicht funktioniert es ja ?
@JPreston hat doch gerade sehr ausführlich zum x. Mal wiederholt und sachlich begründet, warum das nicht in Betracht kommt. Warum kann man das nicht respektieren?

@JPreston Ich finde es sehr gut, dass du deine Möglichkeiten so klar bewertest und dich da nicht beirren lässt, so schmerzhaft das für dich ist. Achtsamkeit dir selber gegenüber ist kein Egoismus, sondern die notwendige Grundlage für alles andere.

Mir ist klar, dass du keine zuverlässigen Kontakte dorthin hast - was auch sehr belastend ist - , aber vielleicht besteht ja doch noch die Chance, dass der Lebensgefährte deiner Mutter dann, wenn ihm klar wird, dass du nichts tun kannst und wirst, sich nicht einfach verpisst, sondern zuvor schaut, wie deiner Mutter dort geholfen werden kann.
Ja das hat man erklärt,ich habe nur nach einer anderen Möglichkeit gesucht.
Aber danke für die freundliche Erklärung

Das ist hier immer wieder zu bemerken,diese Freundlichkeit 🙂
 
Es wäre schön möglich sie rüberzuholen aber das ist mit einem sehr großen Aufwand verbunden.
Du müsstest dich an die deutsche Botschaft wenden und die Situation erklären.
Sie könnte dir helfen und sagen was getan werden müsste.
Danke für den Hinweis. Das wurde leider schon mehrfach geprüft und ist in meinem Fall nicht umsetzbar.
Meine Mutter besitzt ausschließlich die russische Staatsangehörigkeit. Nach österreichischem Recht hätte sie hier keinen Anspruch auf Krankenversicherung, ich müsste sämtliche Kosten privat tragen. Dafür reichen meine finanziellen Mittel nicht aus, und der österreichische Staat würde einen solchen Aufenthalt auch nicht genehmigen.
Die deutsche Botschaft kann hier ebenfalls nichts bewirken, da ich in Wien lebe und es sich nicht um einen deutschen Aufenthaltsstatus handelt.
Ich habe diese Möglichkeiten recherchiert und bereits geschildert, warum sie leider ausscheiden. Genau darin liegt die derzeitige Sackgasse.
Das Schlimmste ist nun, dass man mich über den sehr schlechten Zustand meiner Mutter zwar in Kenntnis gesetzt hat, ich sie aber weder telefonisch noch über Nachrichten erreichen kann – ebenso wenig die Menschen vor Ort.
 
Hallo liebe @JPreston ,

puh, was für eine schwere, belastende Situation. Erstmal fände ich wichtig, dass du Unterstützung bekommst und damit nicht ganz alleine bist, gerade wenn du selbst psychisch angeschlagen bist. Wie sieht dein eigenes soziales Netz aus, hast du Freundschaften oder professionelle Helfer*innen um dich herum? Falls nicht, würde ich zu einer Beratungsstelle raten, um gemeinsam einen Plan zu machen, welche realistische Optionen du hast. Oft hilft es schon, wenn eine außenstehende Person beim strukturieren hilft. Ich kenne leider das Hilfesystem in Österreich nicht, aber wahrscheinlich gibt es auch sowas wie psychosoziale Beratung von sozialen Trägern? Ich hatte auch noch überlegt, ob es eine russische Community in Österreich gibt, die evtl. Beratung anbietet. Das wäre sicherlich sehr hilfreich, um konkrete Infos zu bekommen, was in Russland überhaupt rechtlich möglich oder auch nicht möglich ist.
Hast du in dem Ort, in dem deine Mutter jetzt wohnt, selbst mal gewohnt? Kennst du dort noch irgendwelche Menschen, die du kontaktieren könntest, um ein grobes Bild zu bekommen?

Das sind erstmal die Dinge, die mir in den Kopf kommen. Auch wenn es schwer ist: Versuche, gut auf dich zu achten. Wenn du wieder in eine Krise kommst, kannst du gar nicht mehr unterstützen und gar nichts mehr tun, das wäre der Worst Case.
 
Ganz ehrlich, ich würde mich an Deiner Stelle nicht so herunterziehen lassen von der Situation, denn es war Deine Mutter selbst die sich mal dazu entschieden hat, in die russische Pampa zu ziehen, ohne damals zu ahnen wie sehr sie das mal in den Hintern beißen würde. Wenn alle Kinder an schweren eigenen Baustellen tragen sind auch äußerst selten die Eltern ganz unschuldig dran. Ich habe keine Ahnung wie Deine Familiengeschichte aussieht, ob Du die mal geschrieben hast ( keine Zeit zum langen Suchen), aber wenn Du selbst darüber nachdenkst muss die Frage lauten, bist Du bereit noch mal eine Last zu tragen, von der Du Dich wenigstens halbwegs schon befreit hattest? Bei Demenz besteht die Möglichkeit dass es relativ schnell dahingeht, dass also alles was Du tun könntest ohnehin bald sinnlos wäre. Der Lebensgefährte ist natürlich auch ein Herzchen, hat wahrscheinlich gedacht dass er im Alter von ihr gepflegt werden würde und jetzt ist sie es, die Pflege braucht.
 
Hallo liebe @JPreston ,

puh, was für eine schwere, belastende Situation. Erstmal fände ich wichtig, dass du Unterstützung bekommst und damit nicht ganz alleine bist, gerade wenn du selbst psychisch angeschlagen bist. Wie sieht dein eigenes soziales Netz aus, hast du Freundschaften oder professionelle Helfer*innen um dich herum? Falls nicht, würde ich zu einer Beratungsstelle raten, um gemeinsam einen Plan zu machen, welche realistische Optionen du hast. Oft hilft es schon, wenn eine außenstehende Person beim strukturieren hilft. Ich kenne leider das Hilfesystem in Österreich nicht, aber wahrscheinlich gibt es auch sowas wie psychosoziale Beratung von sozialen Trägern? Ich hatte auch noch überlegt, ob es eine russische Community in Österreich gibt, die evtl. Beratung anbietet. Das wäre sicherlich sehr hilfreich, um konkrete Infos zu bekommen, was in Russland überhaupt rechtlich möglich oder auch nicht möglich ist.
Hast du in dem Ort, in dem deine Mutter jetzt wohnt, selbst mal gewohnt? Kennst du dort noch irgendwelche Menschen, die du kontaktieren könntest, um ein grobes Bild zu bekommen?

Das sind erstmal die Dinge, die mir in den Kopf kommen. Auch wenn es schwer ist: Versuche, gut auf dich zu achten. Wenn du wieder in eine Krise kommst, kannst du gar nicht mehr unterstützen und gar nichts mehr tun, das wäre der Worst Case.
Danke Dir sehr für Deinen warmen, verständnisvollen Beitrag. Das tut gut zu lesen.🌸

Ein ausgeprägtes soziales Netz habe ich leider nicht. Ich tue mich mit Menschen schwer – und umgekehrt wohl genauso. Psychiatrisch werde ich im Moment ausschließlich medikamentös behandelt; darüber hinaus habe ich dort wenig Unterstützung erfahren.
Ich versuche deshalb, selbst so gut wie möglich für Stabilität zu sorgen: möglichst wenig Stress, Medikamente regelmäßig einnehmen, kein Alkohol, keine anderen Substanzen, Meditation. Ich halte mir einen strukturierten Alltag, schreibe mir täglich einen Plan und setze mir monatliche Ziele. In meiner Nähe bietet eine Apotheke Yoga-Kurse und Nordic Walking an, das möchte ich demnächst ausprobieren.

Mit russischen Communities in Wien kenne ich mich nicht aus. Nach meiner letzten schweren Psychose meide ich größere soziale Kontakte bewusst. Einzelne, überschaubare Begegnungen funktionieren: Ich treffe mich gelegentlich mit einer Bekannten und habe weiterhin guten Kontakt zu meinem Ex-Partner, den ich mehrmals pro Woche sehe. Smalltalk im Alltag ist für mich möglich, solange es oberflächlich bleibt.
Den Ort, in dem meine Mutter lebt, kenne ich kaum. Ich bin zwar in Russland geboren, habe dort aber nie gewohnt, nur ein paar Mal kurz besucht. Es gibt ein, zwei Personen, die ich flüchtig kenne, doch offenbar haben sie selbst kaum Kontakt zu ihr. Wie sie aktuell ihren Alltag organisiert – etwa Lebensmittel – weiß ich ehrlich gesagt nicht.
Telefonate mit meiner Mutter sind sehr schwierig. Sie geht kaum auf Fragen ein, wiederholt sich oft und sagt vor allem, wie schlecht es ihr geht. Ihr Lebensgefährte drängt ausschließlich darauf, dass ich sie entweder zu mir hole oder selbst auswandere, und lässt keine Argumente gelten. Ich habe den starken Eindruck, dass er möglichst bald zu seiner Tochter ziehen möchte.

Meine größte Sorge ist, dass er irgendwann geht und meine Mutter dann völlig allein zurückbleibt. Dieser Gedanke macht mich im Moment am meisten fertig.
 

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