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Schwere Erkrankung der Mutter im Ausland

Eine sehr schwierige Situation. Wenn du die einzige Tochter bist und deine Mutter nicht verheiratet ist, wird man sich wahrscheinlich an dich halten.

Leider gibt das russische staatliche Gesundheitssystem in Bezug auf alte, kranke, demenzkranke Menschen nicht viel her, also nicht vergleichbar mit z.B. Deutschland. Ich glaube, so etwas wie Pflegegeld gibt es dort auch nicht.

Ich weiß aus meiner ehemaligen Stadt, dass es einige Einrichtungen für russischsprachige Menschen gibt.




Ob es sowas in Österreich gibt, weiß ich nicht.
Damit ist dein Problem auch nicht gelöst, da du deine Mutter nicht nach Österreich holen kannst.

Vielleicht erkundigst du dich mal bei der Caritas international, evtl. können die dir Anlaufstellen nennen:

"Caritas international und ihre Partnerorganisationen helfen allen Menschen in Not - unabhängig von Religion, Herkunft oder politischer Anschauung. Deswegen geht unsere Arbeit auch in Russland weiter. Viele Menschen leben dort in Armut. Neben ukrainischen Flüchtlingen unterstützt die Caritas in ihren Projekten suchtkranke und pflegebedürftige Menschen, Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen sowie Menschen mit Behinderung."

 
mal ganz ehrlich gesagt.... ich glaube, weder das eine noch das andere ist für dich machbar.
Weder finanziell, noch die ganze Bürokratie und dann kommt noch der Zeitfaktor hinzu.

Ja das glaube ich dir, das ist aber auch eine F.... Situation.
Eigentlich gänge nur, irgendwie vor Ort Hilfe zu organisieren.
Könntest du eventuell da hinreisen (also nicht dauerhaft) und einiges für sie regeln?
Das sie dort in Betreuung kommt ( Heim oder häuslich)
Was anderes fällt mir da nicht ein. 🙁
Danke Dir für Deine ehrliche Einschätzung. Ja, genau so sehe ich es leider auch: Weder finanziell noch bürokratisch ist eines der beiden genannten Szenarien realistisch, und der Zeitfaktor verschärft alles zusätzlich.
Vor Ort Hilfe zu organisieren wäre im Moment tatsächlich der einzig denkbare Weg. Das Problem ist, dass ich aus der Ferne kaum Zugriff auf verlässliche Informationen habe und mir vieles verwehrt bleibt. Eine kurzfristige Reise dorthin, um Dinge zu regeln, habe ich auch schon in Betracht gezogen, allerdings bin ich selbst gesundheitlich eingeschränkt, was das ebenfalls sehr schwierig macht.
Ein Heim oder eine häusliche Betreuung vor Ort wären vermutlich die sinnvollsten Optionen – wenn es denn gelingt, so etwas überhaupt zu organisieren. Genau an dieser Stelle stecke ich aktuell fest.
Trotzdem danke für Deinen Input. Manchmal hilft es schon, wenn jemand von außen bestätigt, dass es tatsächlich eine objektiv schwierige Lage ist.
 
Eine sehr schwierige Situation. Wenn du die einzige Tochter bist und deine Mutter nicht verheiratet ist, wird man sich wahrscheinlich an dich halten.
Man wird sich an eine Tochter halten, die Sozialleistungen bezieht?
Denke ich nicht.
Liebe TE, hättest du deine Mutter denn gerne bei dir?
Das verpflanzen alter, dementer Menschen geht selten gut.
Hat Russland ein soziales Netz für Alte?
Wovon lebt sie jetzt?
Kann ihr Partner ihr nicht einen Heimplatz suchen, bevor er abhaut?
 
Mir hat Mr.Google gerade gesagt, die durchschnittliche Rente in Russland ist um die zweihundert Euro.
Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass sie bei Bekannten unterkommt und die kriegen dafür von dir einen Obulus?
Was wäre, wenn es dich nicht gäbe? Da müsste doch auch Hilfe für sie gegeben sein, oder?

Liebe Preston, ich habe das Gefühl, Demenz ist für die, die darunter leiden eher ein Glück, weil sie viel nicht mehr registrieren, viel nicht mehr mitkriegen, wie in einer anderen Zeit leben und mit einem Fuß schon weg sind. Das wird für Außenstehende schlimm sein, aber für sie selber?
Kannst du sie mal besuchen und schauen, vor Ort, welche Möglichkeiten es gibt?
Ich habe derzeit weder Zugang zu dem Lebensgefährten noch zu meiner Mutter, seit ich vor diese Tatsache gestellt wurde. Die Kommunikation ist sehr schwierig: Wenn ich anrufe, hebt niemand ab. Auch auf schriftliche Nachrichten erhalte ich keine Antworten.
Das letzte Mal, als ich zufällig mit meiner Mutter sprechen konnte, war sie online. Sie sagte mir, dass sie Angst habe und es ihr sehr schlecht gehe.
Ich befinde mich selbst in einer Stabilisierungsphase nach fünf Jahren schwerer Psychose. Eine solche Reise könnte mich vollständig aus dem Gleichgewicht bringen. Hinzu kommt, dass eine Reise Geld kostet, das ich nicht habe.
 
Wie weit ist die Demenz denn fortgeschritten?
Kann man sie zu Hause alleine lassen?
Kann sie noch selber Einkaufen oder können die Nachbarn helfen?

Ich hatte eine demenzkranke Tante ein Jahr begleitet, aber irgendwann fand sie ihre Wohnung nicht mehr und erkannte auch mich nicht mehr. Daher musste sie ins Heim und hatte sich dort noch eine Weile relativ gehalten bevor sie auch körperlich nicht mehr zurecht kam.
Wie weit die Demenz tatsächlich fortgeschritten ist, kann ich leider nicht zuverlässig sagen. Mir wurde am Telefon geschildert, die Lage sei „sehr schlimm“ und ich müsse dringend etwas unternehmen. Gleichzeitig wurde stark darauf gedrängt, dass ich persönlich komme. Seitdem herrscht jedoch fast völlige Funkstille.
Ich hatte nur noch ein einziges direktes Gespräch mit meiner Mutter, zufällig, als sie online war. Sie wirkte sehr hilflos und sagte mir, dass sie Angst habe. Wie ihr Alltag aktuell konkret aussieht, weiß ich daher nicht.
Mein Vorschlag war damals, vor Ort eine gute Pflegekraft zu organisieren, die ich – sofern es mir finanziell möglich wäre – zumindest teilweise unterstützen würde. Daraufhin wurde mir gesagt, dass Geld vorhanden sei und notfalls auch das Haus verkauft werden könne. Offen bleibt jedoch die entscheidende Frage: Wer soll das alles organisieren, wenn ich aus Wien keinen Zugang habe und niemand erreichbar ist?
Es gibt noch meinen Bruder in Weißrussland. Er ist schwerer Diabetiker, alkoholkrank, hat keinerlei finanzielle Mittel und verlässt seit Jahren kaum noch das Haus. Auf ihn kann ich diese Verantwortung nicht übertragen.
De facto lastet alles auf meinem über 70-jährigen Vater, der selbst gesundheitlich angeschlagen ist, aber weiterhin arbeitet, um die laufenden Rechnungen zu bezahlen. Sollte ihm etwas zustoßen, stünde auch mein Bruder vollkommen ohne Absicherung da, da er nie in einer staatlichen Einrichtung gearbeitet hat und keinerlei staatliche Unterstützung erhält.
 
Schwierige Situation 🌻

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Infos stimmen?
Hattest du Kontakt zu deiner Mutter in der Vergangenheit?
Die Wahrscheinlichkeit, dass die geschilderten Informationen stimmen, kann ich schwer einschätzen. Ich habe keine Möglichkeit, mir selbst ein objektives Bild zu machen, da mir seitdem der direkte Zugang fehlt.
Früher, als meine Mutter noch gesund war und es Skype gab, standen wir in ständigem Kontakt. Dann brach bei mir eine schwere Psychose aus, und der Kontakt riss für mehrere Jahre vollständig ab. Erst nach fast fünf Jahren meldete sich ihr Lebensgefährte wieder bei mir.
Ob sie verheiratet sind, weiß ich bis heute nicht genau. Auch das macht mich unsicher. Inzwischen gehen bei mir Alarmglocken an – nicht aus Vorwurf, sondern aus Sorge: Sollte die Situation tatsächlich so schlimm sein, wie sie beschrieben wurde, wäre meine Mutter kaum noch in der Lage, sich selbst zu schützen oder Entscheidungen zu überblicken.
Ich hoffe sehr, dass diese Befürchtungen unbegründet sind. Aber faktisch befinde ich mich in einem Zustand der Ungewissheit, ohne Einblick, ohne verlässliche Informationen und ohne Möglichkeit, von hier aus steuernd einzugreifen.
 
Wenn Deine Mutter Österreicherin laut Pass ist, kannst Du vielleicht mal übers diplomatische Amt gehen. Botschaften sind verpflichtet, sich um eigene Staatsbürger zu kümmern die im Ausland unverschuldet in Not geraten, auch ggf. mit Transport nach Hause und allem bürokratischen Kram. Wenn sie aber Russin ist, hat Russland die A**karte. Wie es da mit Pflegeheimen und Übernahme der anfallenden Kosten aussieht weiß ich nicht.
Sie ist Russin laut Pass.
 
Man wird sich an eine Tochter halten, die Sozialleistungen bezieht?
Denke ich nicht.
Liebe TE, hättest du deine Mutter denn gerne bei dir?
Das verpflanzen alter, dementer Menschen geht selten gut.
Hat Russland ein soziales Netz für Alte?
Wovon lebt sie jetzt?
Kann ihr Partner ihr nicht einen Heimplatz suchen, bevor er abhaut?
Meine Mutter lebt derzeit von ihrer Rente und einem Invalidengeld.
Ich könnte sie schon aus Platzgründen kaum bei mir aufnehmen. Dazu kommt, dass ich ehrlich sagen muss: Aufgrund meiner eigenen psychischen Erkrankung und Instabilität wäre ich nicht in der Lage, sie dauerhaft und verantwortungsvoll zu pflegen. Auch die fehlende Krankenversicherung in Österreich ist ein zentrales Problem – sie bräuchte regelmäßige ärztliche Betreuung, Medikamente und Untersuchungen, die ich weder organisatorisch noch finanziell abdecken könnte.
Im letzten Gespräch sagte meine Mutter selbst, dass sie nicht nach Österreich kommen möchte, sondern dass ich zu ihr ins Dorf kommen solle. So verständlich dieser Wunsch ist, er ist aus allen genannten Gründen für mich nicht realistisch.

Aus meiner Sicht bleibt daher nur eine praktikable Lösung: Bevor ihr Lebensgefährte weggeht, muss vor Ort entweder eine geeignete Unterbringung organisiert werden oder eine verlässliche Pflegekraft. Das ist das Einzige, was ihr aktuell helfen würde.
 

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