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Schluckbeschwerden nach Trauma (Ursprünglicher Titel: Erfahrungen mit Brainspotting oder EMDR)

Guten Morgen aus der Vorhölle.

Meine Familie hat sich nen Virus eingefangen, das erste Kind fing Sonntagnacht an zu kotzen und in den folgenden Stunden erwischte es ein Familienmitglied nach dem anderen inkl. mir. Montagmorgen waren dann fünf von sechs down.
Mich hat das Gespucke so krass getriggert. Ein paar Mal war ich sehr nahe dran an vollkommenen Kontrollverlust und Dissoziation. Ich hatte irre Flashbacks und Todesangst, weil ich dachte, ersticken zu müssen. Es war furchtbar. Ich weiß nicht, wie ich das ohne meinen Mann überstanden hätte, der hat mich so unterstützt und gehalten, obwohl ihm selbst kotzeübel war und er sich auch noch mit um die Kinder kümmern musste.
Mittlerweile können alle wenigstens Wasser und Brühe bei sich behalten und in den letzten Stunden musste sich niemand mehr übergeben. Hoffentlich, hoffentlich bleibt das so. Ich bin von Essen weiter entfernt als je zuvor, mein Hals ist zugeschnürt, der "Kieselstein" kratzt und schmerzt und mir ist total elend zumute. Hatte die ganze Nacht so merkwürdige und teilweise sehr grausame Albträume, die noch nachklingen. Wah. Bestimmt verblassen die jede Stunde mehr und bestimmt klingt auch das grade übertrieben starke Gefühl, nie wieder auch nur einen einzigen Bissen runterzukriegen, schnell wieder ab. Aber grade ist S****.

Liebe, liebe Schneelöwin,
Aber ich kann dir sagen, dass es bei mir jetzt schon ein paar Jahre so ist. So richtig schlimm geworden ist es aber erst nach einem für mich weiteren teaumatischen Ereignis vor nun zwei Jahren, das auf das Ursprungstrauma obendrauf kam.
das tut mir so, so leid. Jahre... und nichts hat nachhaltig geholfen, meine Güte. Ausführliche Antwort folgt, du schreibst vieles, in dem ich mich sehr wiederfinde. Danke für deine Offenheit!
 
Puuuuuh, was für ein Albtraum!! Das tut mir sooo soo leid für euch und vor allem für dich. Kannst du akut einen Termin machen oder hast du bald einen?
Ich drücke sehr die Daumen dass es bergauf geht und wünsche euch gute Besserung!
 
Gute Besserung, liebe @Splitterbunt! Dieses Virus hatten wir auch ab Heiligabend; 6 von 10 lagen komplett flach. Schlimm genug, aber für dich ja nochmal doppelt belastend, eben auch in psychischer Hinsicht.

Ich drücke euch allen fest die Daumen, dass es schnell ausgestanden ist; bei uns war das zumindest so ✊✊
 
Danke, ihr Lieben!

Ich hoffe, dass das Schlimmste überstanden ist und das ganze eine krasse, aber kurze Angelegenheit war. Die Kinder sind, soweit wir das überblicken, schon wieder einigermaßen fit. Keine Ahnung, wie das überhaupt möglich ist. Mein Mann und ich liegen halbtot aufm Sofa rum und fühlen uns beide richtig mies. Ein Kind, das gestern wirklich sehr, sehr arm dran war, hüpft grade draußen Trampolin. Ein andres habe ich vorhin gefragt, ob ich ihm was zu essen hochbringen soll, Salzstangen oder so. Antwort: nee, hab mir vorhin schon was geholt, Kakao und Ketchup-Brote. Boah. Hoffentlich gibt das nicht den Startschuss für eine weitere Runde Kotzerei. 😵🤢

Diese Woche habe/hätte ich mehrere Arzt- und Therapietermine, weiß nicht, ob das klappt. Aber am wichtigsten: Donnerstag haben wir mit unserer Sorgenkindtochter einen Termin an einer Uniklinik, auf den wir seit Monaten warten. Bitte drückt uns die Daumen, dass wir hinfahren können.

@Northern Light Oh, nein - lese ich erst jetzt! Und dann auch noch an Weihnachten, Mist, ihr Armen! Wie lange habt ihr denn in etwa gespuckt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie lange habt ihr denn in etwa gespuckt?
An uns Vieren ist der Kelch vorbeigegangen, aber die Schwägerin hat Heiligabend in der Toilette verbracht und beide Schwiegerfamilien haben ab Abend des 2. Feiertages dann gelegen. Hohes Fieber, Durchfall, Erbrechen. Insgesamt aber nur ca 24 Stunden, dann war der Spuk vorbei. Kann also schon passen mit den Ketchupbroten 😅. Merkt der Körper ja meistens selbst, was geht und was nicht. Alles Gute für euch; hoffentlich habt ihr das Schlimmste schon ausgestanden!
 
Danke, besser. Vor allem die Kinder haben sich superschnell wieder erholt. Das morgen (orthodoxe Weihnachten) normalerweise bei uns übliche Festessen lassen wir aber trotzdem aus. Normalerweise kochen wir dann immer ein paar meiner Balkan-Kindheitsrezepte, die sehr lecker, aber vor allem sehr deftig sind. Nach dem vielen Gekotze trauen wir uns das noch nicht.
 
Wie oft und über welchen Zeitraum hast du denn EMDR gemacht? Toll, dass es dir geholfen hat!

Relativ kurz, die Therapie ging insgesamt nur ein paar Monate (vier oder so). War aber von vorneherein klar, weil ein Umzug bevorstand, ich aber das Gefühl hatte, noch etwas aufarbeiten zu müssen.
 
Ich hole mal den Thread wieder hoch, auch wenn es grade nur bedingt zum Titel passt, aber ich schrieb hier schon mal ausführlich von meinem Problem mit Essen und Schlucken.

Heute ist mal wieder ein sehr verzweifelter Tag. Verzweifelt deswegen, weil ich den Eindruck hatte, dass es die letzten zwei, drei, vier Wochen gut lief und ich eine akzeptable Routine ins Essen kriegen konnte. Aber wie das so ist, wenn man denkt „Läuft schon“: man guckt weniger genau hin und bemerkt nicht, dass es so gar nicht läuft.
Vormittags waren wir mit Freund*innen und deren Kindern unterwegs, sind mit den Fahrrädern zum Schlittschuhlaufen gefahren, danach wollten wir noch mit zu den Freund*innen, um bei ihnen Mittag zu essen. Als ich dort vom Rad stieg, wurde mir plötzlich schwarz vor Augen und ich bin mehr oder weniger umgekippt. Es war abgesehen von ein wenig Schwindel und Schummrigkeit dann sofort alles wieder okay.

Mir ist aber aufgefallen, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt gerade mal ein oder zwei Bissen gefrühstückt hatte, mehr ging nicht (wegen meiner Psycho-Fremdkörper-S****). Ich habe mein Frühstück beiseite gestellt und wollte etwas später weiter essen, aber hab’s einfach vergessen. Offenbar passiert mir das ständig, denn als ich über die letzten paar Tage nachdachte und versuchte mich zu erinnern, was ich gegessen habe, war das nicht viel. Zu Hause habe ich mich mal wieder gewogen, wieder fast ein Kilo runter, obwohl ich dachte, es läuft grade total prima. Mein Hungergefühl ist schon länger nicht mehr existent, Appetit ist zwar glücklicherweise vorhanden, aber es funktionieren nur so winzige Portionen, dass es in Summe einfach nicht reicht. Ich MUSS das dringend ändern. Ganz, ganz dringend.

Jetzt versuche ich es damit, mir alle zwei Stunden einen Alarm zu stellen und dann jedes Mal etwas zu essen.
Aber langfristig muss ich dieses Schluckproblem aus dem Weg schaffen. Beim Brainspotting-Therapeuten war ich zuletzt vor Weihnachten, weiß nicht, ob ich da noch mal ansetzen soll... Leider habe ich es seither einfach nicht geschafft, wir hatten so viel um die Ohren. 😵

Wenn jemand andere Ideen hat, ich wäre superdankbar.
 

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