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Schluckbeschwerden nach Trauma (Ursprünglicher Titel: Erfahrungen mit Brainspotting oder EMDR)

Weißt du rückblickend betrachtet, was dir geholfen hat, so dass es jetzt wieder besser klappt?
Nein, ich glaube vieles, meine Kinder, Tagesstrukter was auch immer. Ich glaube alles und Therapie.

Ich war immer auf der Suche mit Google, Ärzten, Therapeuten, vielen Ratschlägen, aber ich musste meinen Weg finden. Aber ich glaube, ich habe es erst gefunden, als ich zugelassen habe was der Kopf so spinnt. Bei mir hat es mit dem Missbrauch zu tun.

Manchmal bin ich total froh, wenn irgendetwas gut ging und beim nächsten Mal wird mir plötzlich schon beim ersten Löffel fast schwarz vor Augen. Ich verstehe das selbst nicht.

Ich schon. So geht es mir auch.

Hast du für dich eine andere Möglichkeit gefunden, dein Essverhalten so zu strukturieren, dass es einfacher für dich ist?

Etwas hilft die Struktur mit meiner Familie. Isst du mit ihnen?

Hast du mal angeschaut was gerade schwer ist? Farbe, Form, Konsistenz...?
Ich habe in deinem Tagebuch nur 12 Seiten gelesen, weil ich die erste Seite unsympatisch fand. Ich habe nicht deine ganze Geschichte gelesen. Vielleicht tue ich das jetzt mal, weil vieles mir bekannt vorkommt. (Das was ich gelesen habe fand ich aber so ehrlich, liebevoll und respektvoll!)

Du musst nicht antworten, du hast ja auch Kinder wie machst du es dort?
Isst du mit ihnen? Deckst du für dich mit?
 
Danke für deine ehrlichen Beiträge, @Funkenregen , es tut gut sich mit jemandem auszutauschen, der die Problematik aus eigener Erfahrung verstehen kann.
Aber ich glaube, ich habe es erst gefunden, als ich zugelassen habe was der Kopf so spinnt. Bei mir hat es mit dem Missbrauch zu tun.
Zulassen was der Kopf so spinnt… mein erster Gedanke, der mir spontan in den Sinn kommt: „Hilfe, gefährlich!“ Es klingt für mich danach alle Schleusen zu öffnen und alle Verdrängungsmechanismen zu lösen und allein darüber nachzudenken, löst in mir ganz viel Angst aus. Aber nach und nach (und begleitet durch Therapie) ist das sicher nötig und elementar.

Missbrauch, v. a. in der Kindheit, ist ja noch weit komplexer und schwerwiegender als ein einmaliges Gewalterlebnis, wie es bei mir der Fall war. Aber es macht rational ganz viel Sinn, dass der Verstand die Dinge begreifen und ordnen muss, damit sich alle anderen psychischen, physischen, psychosomatischen Probleme lösen lassen.
Auf Knopfdruck geht das natürlich nicht, sondern es braucht viel Geduld und Zeit. Letzteres läuft mir im Moment davon, weil ich wegen einem anderen körperlichen Thema mein Essverhalten wirklich dringend geregelt bekommen muss, am besten vorgestern oder gestern.
Hast du mal angeschaut was gerade schwer ist? Farbe, Form, Konsistenz...?
Vor allem Konsistenz, teilweise Temperatur. Farbe und Form sind egal.
Ich habe in deinem Tagebuch nur 12 Seiten gelesen, weil ich die erste Seite unsympatisch fand.
Haha, lieb ich! 😀 Tatsächlich geht es mir ähnlich und mir kommen einige meiner ersten Beiträge mittlerweile auch total fremd und seltsam vor. Ich glaube, dass ich da noch zu benommen und im Schock war und mir aus Naivität und Hilflosigkeit vieles schön geredet habe. Das Gewalterlebnis war da auch grade erst passiert. Naja, wie auch immer - ich würde besser nicht nachlesen, ich bin mir leider nicht mehr sicher, wie achtsam ich mit Triggerwarnungen war und wie konkret in manchen Schilderungen. Also besser mal nicht. (Ich kann leider grade nicht kontrollieren ob es viele kritische Stellen gibt, weil ich immer nur phasenweise nachlesen kann. Momentan halte ich es emotional nicht so gut aus.)
Du musst nicht antworten, du hast ja auch Kinder wie machst du es dort?
Isst du mit ihnen? Deckst du für dich mit?
Ja, ich setze mich immer mit an den Tisch und esse mit ihnen. Weil unser Alltag so zerfasert ist, schaffen wir es wochentags aber nur zum Frühstück alle gemeinsam zu essen, für alles andere sind die Stundenpläne und Freizeitaktivitäten der Kinder zu unterschiedlich. Das empfinde ich für meine akute Situation aber nicht als Nachteil. Wenn ein Kind um 12:30 nach Hause kommt, das nächste um 13:45 und das nächste um 15:00 und abends eines um 18:00 und mein Mann um 19:00 kann ich mich jeweils dazu setzen und eine kleine Portion mitessen.
Generell ist Essen in unserer Familie sehr wichtig und sehr rituell geprägt. Uns allen ist Essen wichtig und es ist etwas total positiv besetztes.

Schwierig ist, dass sowohl mein Mann als auch drei von vier Kindern meine Essprobleme am Schirm haben. Zwischen meinem Mann und mir ist das Thema wahnsinnig belastet, klar, er macht sich Sorgen und meint es gut, aber dennoch ist es nicht hilfreich, wenn er mir ständig auf den Teller glotzt oder mich sehr besorgt anschaut, wenn ich wegen diesem Erstickungsgefühl rumräuspere und huste oder halt aufstehen und weggehen muss, weil ich merke, dass es krasser wird. Wir hatten schon oft Streit deswegen, weil ich darüber ziemlich aggro werden kann, aber andererseits: was soll er auch anderes machen? Ich wäre auch besorgt und würde gucken, wenn er an meiner Stelle wäre. Die großen Kinder (Teenageralter) und das sehr sensible Zehnjährige beobachten auch viel. Mich setzt das unter Druck, aber zugleich kann ich es nachvollziehen. Die kriegen das halt mit, das ist schwer zu vermeiden.
 
Hi grüß dich,
ich habe einige Erfahrungen mit EMDR machen können. Es ist ein unglaublich intensives und konfrontatives neu Erleben des Traumas. Dir geht es davor, dabei und danach schlecht. Doch nach knapp 3-6 Monaten bemerkt man eine Veränderung. So war es bei mir und bei einigen meiner Bekanntschaften.
Man sollte definitiv ein Art von Stabilität erreicht haben, bevor man sich auf das Verfahren einlassen sollte. Dennoch rate ich jedem dazu. Allerdings benötigt man Durchhaltevermögen.
Es ist oft schwer zu ertragen, das Trauma im Detail, in Gefühl und in den Gedanken noch einmal zu durchleben.
EMDR: Simple erklärt. Bei z.b. einer PTBS wird das Erlebte in dem falschen Gehirnarial abgespeichert. Mit dem wiederholten Erleben des Traumas und der konstanten Fingerbewegung, wird das Erlebte im "richtigen" Teil des Gehirns abgespeichert.
Der Effekt bei mir war. Das das Trauma, zu einer Erinnerung wurde. Die im Hintergrund verschwand. Nicht vergessen, aber nicht mehr andauernd da.
Für mich war es ganz wichtig, den richtigen Therapeuten dabei zu haben. Da ich in der Vergangenheit viele Probleme mit Autoritäten und Dominanten Personen hatte, brauchte ich auch so einen Therapeuten, da er mich schnell in das Gefühl brachte und ich meine Ängste vor der Autoriät nutzen konnte um das EMDR zügig zu absolvieren. Außerdem lernte ich da durch, dass dieser Therapeut zwar autoritär ist, aber auch nur ein Mensch. Es hat mir geholfen mich besser damit auseinander zusetzen und zu wachsen.
Eine Bekannte von mir, brauchte das genau Gegenteil: Verständnis, Wahrnehmung, ...
 

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