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Schlechtes Verhältnis zu den Eltern

Liz98

Neues Mitglied
Guten Tag zusammen,

Auch wenn ich schon 28 bin, seit meinem 16. Lebensjahr bedrückt mich ein Thema was mir schon Jahre schlechte Gefühle gibt.

Ich habe leider eigentlich schon seit Teenie an ein schlechtes Verhältnis zu meinen Eltern. Als ich mit 25 auszog hatte ich wirklich gehofft es wird dadurch vielleicht besser werden, es ist leider noch schlimmer geworden, besonders zu meinem Vater.

Zu meinem Verwandten habe ich auch keinen Kontakt mehr weil der Kontakt fast immer einseitig war, und zu meinen Großeltern habe ich auch ein schlechtes Verhältnis. Ich bin in der ganzen Familie dass schwarze Schaf, weil ich nicht so funktioniere und lebe wie es alle gerne gehabt hätten. Es geht eigentlich nur darum dass man funktioniert und fertig.

Mein Vater wirft mir immer wieder Geld hin, und gibt mir damit die Aussage von „hier nimm, du bist eh wertlos“. Ich werde quasi mit Geld unterdrückt.

Seit meinem Auszug, interessiert sich auch einfach keiner mehr für meine Gesundheit oder mein Leben. Es hat sich alles total ins Negative verändert. Wenn ich ausspreche wie ich fühle & denke wird es entweder mit negativen Kommentaren Beschüttet, oder ich werde als undankbar und belastend abgestempelt.

Ich habe mir schon immer eine mentale &
Emotionale Beziehung gewünscht, aber die bekam ich bis heute nicht. Ich fühle mich wie der letzte Schmutz, und total unbeliebt. Reden hat auch noch nie geholfen weil mir nie zugehört wird oder wurde, stattdessen kamen immer nur Erniedrigende Vorwürfe oder Abwertungen meiner Person gegenüber.

Ich habe oft versucht mich damit abzufinden oder es einfach zu schlucken, merke aber immer mehr dass ich es nicht hinkriege weil es einfach zu sehr weh tut.

Ich spiele immer wieder mit den Gedanken, den Kontakt abzubrechen oder zu reduzieren, weiß aber einfach nicht wie ich dass machen soll. Dazu habe ich große Angst vor Kritik und Vorwürfen.
Aber ich merke einfach wie sehr mich dieser Kontakt immer mehr belastet und mich runter zieht, und ich langsam einfach kp mehr habe wie ich damit noch umgehen soll.

Hat vielleicht hier jmd. ähnliche Erfahrungen, oder kann mich verstehen oder sonstiges?

Danke wer bis zum Schluss gelesen hat.

Lg
 
Wenn Leute abwertend und demütigend mit dir reden ist es eine emotionale Misshandlung.
Deinen Eltern ist dies vermutlich nicht bewusst.

Den Kontakt würde ich für eine gewisse Zeit abbrechen.

Machst du eine Therapie ?
Hast du einen Job ?

Versuche finanziell unabhängig zu werden.
Du brauchst andere emotionale Bezugspersonen.
 
Die Frage ist doch, mit wem du da redest, sind deine Eltern wirklich deine Eltern? Und wie gehst du mit den Vorwürfen und den Abwertungen um? Auch wenn man denken könnte, dass man das als Schwäche werten könnte, musst du nicht auf alles mit einer Gegenrede reagieren. Wie sagt man? Schweigen ist Gold? Oder ausgewählte mindestens halbwegs vertretbare Sachverhalte kommentieren bzw. besprechen, falls dir danach ist, wäre das was für dich?

Mit manchen Dingen könnten ja Eltern durchaus manchmal recht haben, auch wenn es erstmal nicht danach aussehen könnte und damit meine ich keine Vorwürfe und Abwertungen. Vielleicht erkennt man ja manchmal ein paar Probleme als Eltern bei den eigenen Kindern, was diese lieber abstellen sollten, sagen wir mal z. B. viel zuviel Unordnung oder ungesunde Ernährung etc. etc. Vielleicht ja auch mit Hilfe.

Auch kannst du dich als Gesprächsbereit signalisieren, wo du erstmal nur zuhören könntest und später reden könntest und ihr redet und hört euch abwechselnd zu, anstatt euch alle nur ins Wort zu fallen, falls das so ablaufen sollte. Da ist es vielleicht auch mal ratsam über die eigenen Gefühle zu sprechen. Über vergangene bessere Zeiten? Über bessere zukünftere Zeiten, wie es besser gehen könnte? Sag was du vermissen tust oder gerne möchtest, ob es etwa nette Worte sind, Mitgefühl, Umarmungen sind oder was dir selbst einfallen würde. Nur wenn das was für dich oder euch wäre.

Wenn du willst, dann kannst du natürlich auch den Kontakt abbrechen, sollte sowas gar nicht möglich sein und du genug vom Verhalten deiner Eltern haben solltest. Manchmal muss man einer Sache aber auch Zeit geben und muss nichts überstürzen. Manchmal ist auch ein vorrübergehender Kontaktabbruch vielleicht nicht so verkehrt. Nichts für Atheisten eventuell: Manche glauben etwa offenbar, die gläubig sind, dass man das der Wirkung von Gott überlassen solle, der wohl so interpretiere ich das in die Menschen hineinwirken könne solle, in das Innere. Wenn dieser was für deine Eltern tun kann, wird es eher etwas Gutes passieren und wenn nicht, dann nicht, würden wohl manche sagen.

Natürlich könntest du auch zu einer Therapie gehen, wo du deine Vergangenheit aufarbeiten kannst und Verhaltensweisen üben könntest, sodass du besser im Leben klarkommen kannst. Wie du willst. Oder/und du könntest dir, falls nicht schon geschehen, dir etwas Gutes tun, lies ein Buch, spaziere mal umher, gehe einem Hobby nach oder engagiere dich in einem Verein. Oder was dir halt selbst einfällt.
 
Mein Vater wirft mir immer wieder Geld hin, und gibt mir damit die Aussage von „hier nimm, du bist eh wertlos“. Ich werde quasi mit Geld unterdrückt.
Du bist 28 - du musst dieses Geld nicht nehmen.
Das kannst du freundlich tun, du kannst ihm einfach sagen, dass es nett war, dich so lange zu unterstützen, aber jetzt bist du lange erwachsen und es ist nicht mehr nötig.
Ich spiele immer wieder mit den Gedanken, den Kontakt abzubrechen oder zu reduzieren, weiß aber einfach nicht wie ich dass machen soll. Dazu habe ich große Angst vor Kritik und Vorwürfen.
Du wohnst doch gar nicht da.
Den Kontakt zu Leuten zu reduzieren, die sowieso nie proaktiv auf einen zugehen, ist doch denkbar einfach!

Du gehst einfach selbst nicht mehr hin. Und du rufst auch nicht an. Wenn sie sich beklagen sollten, kannst du sagen, du warst sehr beschäftigt.
Vielleicht fällt es ihnen ja nichtmal auf, so, wie du sie beschreibst.

Das einzige, was du brauchst: den Mut, einfach dein ureigenes Leben zu leben.
Es gibt keine Verpflichtung, soundso oft anzurufen oder hinzugehen zu deinen Eltern - was sollten sie schon tun, wenn du es reduzierst?
 
Ich habe mir schon immer eine mentale &
Emotionale Beziehung gewünscht, aber die bekam ich bis heute nicht. Ich fühle mich wie der letzte Schmutz, und total unbeliebt. Reden hat auch noch nie geholfen weil mir nie zugehört wird oder wurde, stattdessen kamen immer nur Erniedrigende Vorwürfe oder Abwertungen meiner Person gegenüber.
Du bist 28 und hast noch nie Zuwendung und Nähe bekommen, auch als Kind nicht? 😒
Ich weiss ja nicht, aber wenn die eigene Familie so zu einem ist, muss es doch einen Grund geben.
Was genau meinst du mit...du funktionierst nicht so?
Sind das Dinge, wofür du nichts kannst oder könntest du da was ändern?
 
Aber ich merke einfach wie sehr mich dieser Kontakt immer mehr belastet und mich runter zieht, und ich langsam einfach kp mehr habe wie ich damit noch umgehen soll.

Hallo liebe Liz, das beruht doch auf Gegenseitigkeit, du vermittelst, ich mag euch nicht, ihr seid so seltsam zu mir. Das ist ein Kreislauf, sobald du dieses ""ihr mögt mich nicht" im Kopf hast, gehts dir nicht normal, du wirst dann auch nicht normal rüberkommen auch für sie und für sie als seltsam und schwer gelten, nicht angenehm, nicht entspannend.

Fang wieder von vorne an. Besuche sie, geh herzlich rein bei der Tür, ( das gelingt dir, brauchst nur liebevoll von ihnen denken) dann sehen sie das an deinen Augen und sie werden erleichtert sein und zurückfunkeln. Ohne Worte... oder ohne besondere Worte. Es reichen Sekunden, Bruchteile von Sekunden, Sympathie wird wahrgenommen in Lichtgeschwindigkeit.

So würde ich vorgehen an deiner Stelle und nicht brechen mit ihnen. Bricht mit eurem komischen Gedankenmuster, das wäre besser für alle von euch. Fangt euch an zu vertragen, zu mögen, zu achten, zu schätzen, sie warten drauf dass du so bist, du wartest, dass sie so sind. Einer wird anfangen müssen. Postwendend wirst du dann erfahren, dass sie immer weniger seltsam sind, weil du es auch nicht mehr bist. Ganz normal umgänglich, wie man eben untereinander ist, so sei.
Auf gut deutsch: ihr seid okay, ich bin okay, bei so einer Haltung gibts kein mieses Feeling mehr.
 
Es ist sehr wichtig fiese und toxische Leute aus seinem Leben zu entfernen und nicht in einer rosaroten Verdrängungswelt zu leben.

Viele schreckliche Eltern kann man nicht verändern....auch nicht durch Gespräche.

Man kann diese Eltern verstehen...z.B. hatten sie früher oft selber fiese Eltern und eine schwierige Kindheit gehabt.

Aber der Selbstschutz, der gesunde Egoismus und die Distanz zu schrecklichen Leuten sind wichtig .
 
Fang wieder von vorne an. Besuche sie, geh herzlich rein bei der Tür, ( das gelingt dir, brauchst nur liebevoll von ihnen denken)
Ja, das ist ein guter Rat! Denke einfach liebevoll von ihnen, und sie werden gut zu dir sein!
Keine Ahnung, wie das konkret funktioniert bei Menschen, die einen nicht gut behandelt haben, aber es liest sich super und hilft sicher in allen Lebenslagen.
Einfach mal herzlich reingehen, einfach mal liebevoll denken.
Egal, was war.
Ich probiere das direkt aus.
Danke für den wertvollen Rat.
 

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