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Schlechte Mutter ... so fühl ich mich

Tilda82, danke für den Beitrag. Du hast schon viel angesprochen.


Wenn du dich unbedingt mit Catley im ewigen "Wir haben es als arme Mutter soooo schwer, wir sind doch perfekt, bitte bewundert und bemitleidet uns! Und wenn wir doch etwas falsch gemacht haben, bitte bewundert und bemitleidet uns noch mehr!", Opferchor einstimmen willst, nur zu. Jedoch wird es dir langfristig weder dir, noch deinen Sohn etwas bringen und vielleicht eines Tages noch böse enden.

Sorry, Sil, aber Du musst schon unterscheiden zwischen normalen Kindern und speziellen.
Es gibt Behinderungen, die sind nicht gleich ersichtlich. Ich habe mir damals oft gedacht "Mir wäre es sogar lieber, wenn es ein Down Syndrom hätte, dann würde wenigstens jeder eine Behinderung sehen können."
Das Kind der TE ist laut ihrer Beschreibung nicht ganz normal, schon längere Zeit, mehrere Jahre.
Glaube es mir, als Mutter kann man da am Krückstock gehen, und es liegt NICHT an fehlender Mutterliebe. Vielleicht darfst Du die gleiche Erfahrung auch machen, wenn Du einmal Mutter bist. Nicht daß ich es Dir wünschen würde.
Es hat nämlich nichts mit Fehlverhalten in der SS oder Unterschichten-Umfeld oder mangelnder Erziehungsfähigkeit zu tun, wenn man so ein Kind hat.

Die TE ist auf dem Weg in einen Ausgebranntsein-Modus. Ist Dir das nicht klar? Oder reagierst Du stereotyp aus etwas, das Dich wegen Deiner eigenen Vergangenheit antriggert?
 
Die Antworten sind ja sehr aufbauend.

Ich muss gestehen, ich bin auch etwas geschockt...


Auch Liebe hab ich gegeben ... alles. Ich hab grade an diesem Punkt nur das Gefühl mich totgerannt zu haben. Einfach nur leer zu sein. Darf ich nicht auch mal müde sein?

Darfst du.

Ich muss auch zugeben das ich seinen Vater in der ersten Zeit sicherlich nicht in den Himmel erhoben hab. Ich war verletzt.

Absolut menschlich!

Das habe ich geändert und bemühe mich grade um ein gutes Verhältnis. Was grade gut funktioniert. Wenn ich auch schon etwas neidisch bin. Er hat ein Leben mit Job, Freundin, Urlaub und Hobbys.

Ebenfalls total menschlich!

Deswegen fällt mir das alles zur Zeit sehr schwer. Nicht weil ich dumm, faul und egozentrisch bin.

Bist du nicht. Und jeder, der das sagt, war noch nie ganz unten. Schön für diese Menschen.

Du, ich habe keine Lösungsvorschläge für dich, möchte dich aber mal virtuell ganz fest drücken. :kuss:
Ich habe weit weniger um die Ohren und selbst ich komme hin und wieder an meine Grenzen. Schmeiße dann mein Zeug von mir, heule vor Wut oder schlage auf einen Haufen Wäsche ein. Ich tue damit keinem weh, kann aber Dampf ablassen. Wir sind keine Maschinen. Niemand ist perfekt. Kinder, so sehr wir sie auch lieben, können oft furchtbar undankbare, anstrengende Kreaturen sein. Glaub's mir, rückblickend war ich mehr als einmal ein wahres Monstrum meinen Eltern gegenüber und ich staune auch heute noch, dass die mich damals nicht vom Balkon geworfen haben.
Damit überfordert zu sein ist normal. Ich kenne keine perfekten Eltern. Auch die Eltern, die ihre Kinder als absolute Sonnenscheine beschreiben, hassen sie manchmal aus tiefstem Herzen. Im Internet ist es immer einfach, sich die Realität zurecht zu biegen und andere nieder zu machen, um selbst besser da zu stehen. Ignorier solche Kommentare einfach (Ich weiß, das ist schwierig!).

Dass du neidisch bist, gern mal was für dich machen würdest, ist total normal. Ja, auch Eltern verdienen ein Privatleben. Niemand lebt nur für seine Kinder. Mütter und Väter dürfen ihre Kinder auch manchmal Schei*e finden.
Du machst nichts falsch. Du bildest dich weiter, willst arbeiten, deinem Kind den Kontakt zum Vater ermöglichen und hast ihm einen augenscheinlich guten Therapeuten gefunden. Ich bewundere dich. Ich weiß, das hilft dir alles nicht, aber ich musste dir das einfach sagen.

Gib nicht auf! Du schaffst das! Du wirst Lösungen finden und dein Leben wieder mehr genießen können. Da bin ich sicher!

LG und alles Gute
Möpp :blume:
 
Vielleicht darfst Du die gleiche Erfahrung auch machen, wenn Du einmal Mutter bist.

Die Standardausrede: Solang man noch nicht Mutter ist, darf man diese perfekten Opfergeschöpfe nicht kritisieren, die immer Opfer von bösen Kindern und bösen Vättern/Männern sind und man ganz doll bemitleiden muss 🙄 Nicht dass die TE auf die Idee kommt, dass sie ein Großteil der Depression zu verantworten hat, in dem sie ihren Sohn das Gefühl gibt nicht in Ordnung zu sein , neinneinnein! ^^
 
Die Standardausrede: Solang man noch nicht Mutter ist, darf man diese perfekten Opfergeschöpfe nicht kritisieren, die immer Opfer von bösen Kindern und bösen Vättern/Männern sind und man ganz doll bemitleiden muss 🙄 Nicht dass die TE auf die Idee kommt, dass sie ein Großteil der Depression zu verantworten hat, in dem sie ihren Sohn das Gefühl gibt nicht in Ordnung zu sein , neinneinnein! ^^

Du wirkst sehr überheblich und herablassend. Es geht doch genau NICHT darum, dass Mütter Überwesen sind, die alles richtig machen und bitte dafür jeden Tag nen Orden überreicht bekommen.
Es geht darum, dass diese glorifizierten Gestalten Namens "Mütter" eben NICHT perfekt sind ! Mutterliebe und ne Gebrauchsanweisung fürs Leben werden eben nicht mal so eben mit der letzten Presswehe rausgehauen. Ganz im Gegenteil. Der scheiss ist erschreckend und beängstigend und man weiss manchmal eben NICHT, wie man alles unter einen Hut bekommen soll. Während um dich herum alle Platzhalter heraushauen , wie

" du bist mutter,du MUSST bedingungslos lieben"

" du musst dich immer hinten an stellen "

" tja, du hast es dir ja so ausgesucht "

kommst du dir vor wie der letzte Depp und wie der schlimmste Mensch auf der Welt,weil deine Kräfte eben endlich sind.
Weil du natürlich bedingungslos liebst, aber einfach keinen Bock mehr hast,alles hinwerfen willst, auswandern willst, dir die Gebärmutter rausreißen willst....

Und dann siehst du den genetischen Gegenpart. Coole sau mit nem Job, nem Leben, ner Freundin, genug Geld, hobbies, Freizeit und zu fragst dich, wer zur Hölle eigentlich entschieden hat, dass nur DEIN Leben sich um 180 Grad dreht , wenn dort noch ein Vater ist, der die gleiche Verantwortung hat wie du.

Ich finde schon, dass man das mal sagen darf. Mütter sind eben darum auch nur Menschen und keine Maschinen. Und natürlich darf einem mal, sorry,der A**** platzen , wenn man immer der Depp vom Dienst ist , weil "man ist nunmal Mutter..."

Keine Mutter will nen Orden oder nen Altar gebaut bekommen. Es reicht schon,wenn man ihnen einfach mal zugestehen könnte, dass sie meistens einen guten Job machen. Trotz aller Schwierigkeiten als Alleinerziehende. Und sich nicht die paar Prozent herauspicken , die vielleicht nicht gut laufen um sich darauf zu stürzen.

Die TE findet ihren Sohn seltsam und ist genervt. Na und? Trotzdem ist sie 24h am Tag für ihn da und kümmert sich darum, dass er gut durchs Leben kommt. Sich jetzt darauf zu werfen und zu sagen, dass sie ihm das Gefühl gibt, sie liebt ihn nicht, er ist nicht erwünscht etc...ist einfach unfair.
 
Die Standardausrede: Solang man noch nicht Mutter ist, darf man diese perfekten Opfergeschöpfe nicht kritisieren, die immer Opfer von bösen Kindern und bösen Vättern/Männern sind und man ganz doll bemitleiden muss 🙄 Nicht dass die TE auf die Idee kommt, dass sie ein Großteil der Depression zu verantworten hat, in dem sie ihren Sohn das Gefühl gibt nicht in Ordnung zu sein , neinneinnein! ^^

Und ich frage Dich jetzt noch einmal:
Oder reagierst Du stereotyp aus etwas, das Dich wegen Deiner eigenen Vergangenheit antriggert?
 
Wirklich? Ich meine die Frage total ernst.
Spüren Eltern ihren Kindern gegenüber auch Hass?

Das sagen Dir wahrscheinlich alle Eltern die so ehrliche Worte zu finden wagen, sie lieben ihre Kinder über alles, aber manchmal gibt es einfach Zeiten, da würden sie sie am liebsten an die Wand klatschen. O-Ton von Eltern.
Normale Familienverhältnisse wohlgemerkt, nix dysfunktionales. Aber trotzdem. Kinderhaben ist keineswegs immer ein Kinderspiel.
Wenn aber noch extra Probleme mitspielen - und als ich den Eingangspost las, dachte ich mir, diese Mutter muß sehr jung gewesen sein, als sie den Sohn bekommen hat, um heute so negativ eingestellt zu sein, hat praktisch ihr ganzes eigenes Leben, ihre eigene Zukunft geopfert, und für was? Für ein Leben mit tausend Problemen, von denen ein gut Teil tatsächlich mit dem Kind zusammenhängt, denn ein Kind ist eben nicht nur reine Freude, sondern auch oft genug Belastung. Beruf mit entsprechenden finanziellen Möglichkeiten, neue Freundschaften, ungestörte Zeit für sich selbst, ist alles kaum drin für eine Alleinerziehende, die dann auch noch mit den psychischen Problemen dieses Kindes klarkommen soll.
 
Das sagen Dir wahrscheinlich alle Eltern die so ehrliche Worte zu finden wagen, sie lieben ihre Kinder über alles, aber manchmal gibt es einfach Zeiten, da würden sie sie am liebsten an die Wand klatschen. O-Ton von Eltern.
Normale Familienverhältnisse wohlgemerkt, nix dysfunktionales. Aber trotzdem. Kinderhaben ist keineswegs immer ein Kinderspiel.
Wenn aber noch extra Probleme mitspielen - und als ich den Eingangspost las, dachte ich mir, diese Mutter muß sehr jung gewesen sein, als sie den Sohn bekommen hat, um heute so negativ eingestellt zu sein, hat praktisch ihr ganzes eigenes Leben, ihre eigene Zukunft geopfert, und für was? Für ein Leben mit tausend Problemen, von denen ein gut Teil tatsächlich mit dem Kind zusammenhängt, denn ein Kind ist eben nicht nur reine Freude, sondern auch oft genug Belastung. Beruf mit entsprechenden finanziellen Möglichkeiten, neue Freundschaften, ungestörte Zeit für sich selbst, ist alles kaum drin für eine Alleinerziehende, die dann auch noch mit den psychischen Problemen dieses Kindes klarkommen soll.

Nein, es ist kein Kinderspiel.
Wollte eigentlich auf was anderes hinaus. Merke aber, dass ich es nicht richtig formulieren werde und eigentlich OT.
Danke Dir, trotzdem.
 
Ich bin seit 1,5 Jahren alleinerziehend. Ex hatte sich „weiterentwickelt“ ... naja er ist dann quasi ohne Ankündigung zu seiner Freundin gezogen. Kind, Haustier, alles blieb mir. Aber gefragt hat mich keiner ob mir das recht ist. Er zahlt bis heute Unterhalt, nicht viel ... komme so eben hin. Habe Kurse gemacht um in die Arbeitswelt zurück zukommen. Aber es ist schwer einen Job zu finden. Dem gemeinsamen Kind geht es immer schlechter - Depression. Es verweigert die Schule, immer wieder. Es ist schwierig gute Hilfe zu finden. Man wird von Stelle zu Stelle geschoben. Man muss kämpfen. Kind erstickt mich - bindet sich nur an mich, verweigert Vaterkontakt. Es lastet alles auf mir. Ich gehe nie abends weg, habe keine Betreuungsmöglichkeiten. Ich sitze immer beim Kind, das sich immer seltsamer verhält. Ich will eine Arbeit finden die mir Freude macht und wieder etwas Positives empfinden.
Habe sehr negative Gefühle in Bezug auf mein Kind. Versuche beim Einkauf zu bummeln um ja nicht nachhause zu müssen. Kind hat keine Freunde verweigert alles. Liegt oft nur noch im Bett. Saugt mich aus.
Ich weiss nicht ob das für mich mein Leben sein soll?
Warum ist es zu 100% selbstverständlich das Mütter die Kinder übernehmen, schwer einen Job finden (Einschränkung Kind), dann auch nur schlecht bezahlt, während Männer einen nach vielen Jahren aussortieren, ihren gut bezahlten Job haben/behalten, immer neue Liebschaften, Urlaube, Hobbys machen können?
Kind verweigert den Vater ... leider. Er würde ihn sonst ab und an am Wochenende nehmen.
Ich fühle mich total überfordert. Ich werde krank in dieser Situation.
Ich würde mir wünschen das der Vater das Kind mit all seinen Problemen übernimmt und ich arbeite und ein neues glückliches Leben lebe / aufbaue. Ich kann das so nicht mehr. Ich habe keine Chance ... ich bin in diesen Problemen gefangen. Ich weiss nicht vor und nicht zurück. Viele Freunde bieten mir Hilfe an ... aber sie können ja auch nichts machen.

Gruss D.

@TE: wie alt warst Du, als Du Deinen Sohn bekommen hast?
 
Und könnte es in Richtung Asperger-Autismus gehen? Dann gäbe es andere Anlaufstellen als die normalen Kinder-und Jugendpsychiater. Wenn du entspannenden Austausch mit ähnlich betroffenen Eltern suchst, empfehle ich dir das Rehakids-Forum.
Das hätte ich jetzt auch so interpretiert. Genau so. Ich habe auch nicht gewußt, daß man hier den Hinweis zu anderen Foren öffentlich nennen darf. Bei Rehakids habe ich damals viel Hilfe erfahren. Das allermeiste lief nicht öffentlich ab, sondern hinter den Kulissen. Es gibt bei psychischen Behinderungen auch einige Komorbiditäten. Auch für diese gibt es Foren.
 

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