Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Schlechte Gene ---> keine Kinder zeugen?

  • Starter*in Starter*in Klabautermann
  • Datum Start Datum Start

Ist es moralisch vertretbar trotz miserabler Gene Kinder zu bekommen?

  • Ja

    Teilnahmen: 14 56,0%
  • Nein

    Teilnahmen: 11 44,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    25
Der Grund lautet: Ich habe schlechte Gene

  • Ich bin sehr klein (1,62 m), darunter leide ich schon mein ganzes Leben :/
  • Ich bin handwerklich und künstlerisch völlig unbegabt
  • Muskelaufbau war trotz Ernährungs- und Trainingsplans immer eine Katastrophe im Vergleich zu Anderen
  • Ich habe miserable Augen (9 Dioptrien, nicht behandelbar, da völlig "verkrüppelte" Augenhornhaut -,-) (meine gesamte Familie hat schlechte Augen und sind ausnahmslos alle Brillenträger)
Ich habe besonders große Angst davor, dass mein Kind ein Junge werden könnte, der dann genauso wie ich, unter seiner mikrigen Körpergröße und seinen schlechten Augen leiden muss.

Würdest du ein solches Kind trotzdem lieben?
 
Ich finde es gut, wenn jemand sich solche Gedanken macht, auch weil ich ähnliche Gedanken hatte und ich mir treu geblieben bin, also kinderlos geblieben bin.

Leider stößt das bei vielen Menschen auf Unverständnis, aber das sollte einen nicht davon abbringen sich treu zu bleiben. Millionen unglücklicher Kinder und Erwachsener zeugen davon.
 
Unter miserablen Genen verstehe ich was anderes.
Deine Kurzsichtigkeit übertreffe ich aber bei weitem. Eine richtige Erbkrankheit hast du offensichtlich nicht.

Möglicherweise wäre dein Sohn keine 1,80 und auch nicht muskulös. Aber wäre es nicht deine Aufgabe als Vater ihm zu helfen, derartige Komplexe, wie du sie offensichtlich hast, nicht zu bekommen? Und wie er sich im Leben durchsetzt?

Du hast eine Partnerin, die gerne ein Kind mit dir will. Und du fragst ernsthaft, was dir das Leben gebracht hat.

Willst du überhaupt Kinder? Das sollte die Frage sei.
 
Mal zwischen deinen Zeilen eine Antwort:

Der Grund lautet: Ich habe schlechte Gene

  • Ich bin sehr klein (1,62 m), darunter leide ich schon mein ganzes Leben :/
Dein - DEIN! - Problem damit kann ich verstehen. Obwohl es eigentlich ein Problem der
Gesellschaft ist, wird es zu dem deinigen gemacht. Wie alles, was nicht der heutigen Norm
entspricht - und die Menschen werden nunmal immer größer, Fakt - , wird verunglimpft.
Aber darauf komme ich gesondert nochmal zurück, okay?

  • Ich bin handwerklich und künstlerisch völlig unbegabt
Oki, das mag sein - obwohl (ich bin Musiklehrerin mit jahrzehntelanger Erfahrung) ich selbst
in all den Jahren nicht wirklich Schüler hatte, wo musisch so absolut nichts zu machen war!
Das nur am Rande; gilt irgendwie für alle Bereiche!
Aber nun die Umkehrfrage: Wo sind deine Stärken? Ich denke da so an meinen Bruder. Er hat
im Gegensatz zu mir auch kaum künstlerische Begabungen.
Und dachte auch - weil unser Vater es
ihm bitter eingeredet hat.... - , dass er handwerklich nichts könne (und hat später ein Haus aus-
gebaut).
Aber seine eigentliche Stärken, die erst sehr, sehr viel später fand, lagen im mathematischen
Bereich. Find deine Stärken, nicht deine Schwächen!!

  • Muskelaufbau war trotz Ernährungs- und Trainingsplans immer eine Katastrophe im Vergleich zu Anderen
  • Ich habe miserable Augen (9 Dioptrien, nicht behandelbar, da völlig "verkrüppelte" Augenhornhaut -,-) (meine gesamte Familie hat schlechte Augen und sind ausnahmslos alle Brillenträger)
Du hast also Astigmatismus. Okay. Na und? (Das "nicht behandelbar lasse ich jetzt mal
außenvor; die Lasertechnik vermag heute viel, dito Kontaktlinsen)

Mein Exmann hat - 13 (nein, kein Tippfehler) Dioptrin. Ich selbst bin weitsichtig und habe
Astigmatismus. Na und? Weder mein Ex, Vater der Jungs, noch ich sind deswegen extrem
eingeschränkt! Und meine Jungs sinds auch nicht.


Ich habe besonders große Angst davor, dass mein Kind ein Junge werden könnte, der dann genauso wie ich, unter seiner mikrigen Körpergröße und seinen schlechten Augen leiden muss.

Zunächst einmal:
Die meisten Kinder werden größer als ihre Eltern. Meine Jungs zB können mir (1,65; mein Ex 170) heute auf den Kopf spucken 😉
Nur meine Tochter ist kleiner als ich (1,63 - aber sie hat einen anderen Vater, der fast 1,80 groß ist. Und nun? WO bleibt da jetzt deine Paniktheorie???)


Für mich kämen daher im Falle einer Familiengründung nur ein Samenspender mit guten Genen oder eine Adoption infrage.

Darf ich mal Klartext sprechen grad? Weil - der würde lauten: Du hast einen Knall! Und deine Freundin, die dich - DICH!!! - liebt, wie du bist, unendlich verletzt damit!

Mit dieser Ansicht bin ich bisher ausnahmslos (auch bei meiner [ex]-Freundin) auf völliges Unverständnis gestoßen. Es entsetzt mich, dass für alle mit denen ich darüber gesprochen habe die Erfüllung des eigenen Kinderwunsches wichtiger zu sein scheint, als seinem Kind die besten Eigenschaften und Voraussetzungen für ein gutes Leben mitzugeben. Und was ist wichtiger als ein gesunder, starker Körper, talentierte Hände und ein scharfer Verstand, damit das Kind mit anderen Menschen mithalten kann, mit sich selbst im Reinen ist, viel leichter sein Glück finden kann und auch seinen Kindern das Gleiche mit auf den Weg geben kann?!

Was DU deinen potentiellen Kindern mit auf den Weg geben kannst, musst und sollst, ist ein gesundes Selbstbewusstsein! Etwas, das dir offenbar nie vermittelt worden ist.
Doch eigentlich - sollte dir die Liebe deiner Freundin, die dich doch GENAUSO kennt und liebt, wie du bist, nicht genug Bestätigung sein? Ahnst du eigentlich auch nur im Entferntesten, wie sehr du sie mit alledem verletzt hast??


Und nehmt es mir bitte nicht übel, weil ich es schon kommen sehe: Bitte kommt mir nicht mit "ArBeItE aN dEiNeM sElBsTwErTgEfÜhl".

DOCH! Genau das! Tu es für den Menschen, der dich liebt und mit dir Kinder will - DEINE und ihre Kinder, nicht die irgendeines anonymen Samenspenders (ehrlich, gehts nocht??)

In diesem Sinne - freu dich daran, dass du einen Menschen an deiner Seite hast, der dich SO, genauso liebt, wie du bist!
 
Du tust mir Unrecht. Ich mache den "Wert" eines Menschen nicht an Körpergröße oder Muskeln fest. Je kleiner du bist, desto schwerer hast du es im Leben. Männer weit mehr als Frauen. Du hast offenbar keine Ahnung was kleine Männer teilweise erdulden müssen.
Egal ob auf dem Arbeitsmarkt, bei der Partnersuche oder bei der Interaktion mit anderen Menschen im Allgemeinen ---> kleine, schwache Männer will nahezu niemand haben.
Sie rufen bei den meisten Menschen im besten Fall Mitleid hervor, in den meisten Fällen allerdings eher Unbehagen, Häme oder Abscheu. Oft ist das nichtmal Absicht, sondern hat evolutionäre Gründe.

Ich wurde von meinen Eltern zu einem liebevollen, ehrlichen und gewaltfreien Menschen erzogen. Und was hat es mir gebracht?
Alles was ich heute habe und habe musste ich mir 10x so hart erkämpfen wie ein "Durschnittsmann". Ich wurde mein halbes Leben lang nicht ernst genommen, ausgelacht, gequält und behandelt wie ein Mensch zweiter Klasse. Es gibt auf dieser Welt unglaublich viele böse Menschen die Schwäche sehen und gnadenlos ausnutzen. Das hat bei mir die ein oder andere schwere Depression und eine gewisse Abgebrühtheit vor dem Leben beschert.

Genau DAS möchte ich einem Kind nicht zumuten, bzw. das Risiko dazu minimieren. Ich bin nicht bereit mein eigenes Glück über das Leben eines anderen Menschen zu stellen. Ist das wirklich nicht nachvollziehbar?
Schwachsinn..
Es kommt drauf an wie man dazu steht, man kann seinen "Defizit" mit Charakter ausgleichen.
Natürlich kann das schwer sein, man muss es wollen.
Zb. Audie Murphy, er kämpfte im Zweiten Weltkrieg und wurde der Höchstdekorierte Soldat aller Zeiten,
die Medal of Honor bekamm er sogar zweimal,
nach dem Krieg wurde er erfolgreicher Schauspieler und Sänger, und das alles obwohl er nur 1,65m groß war!
Also brauchst du keinen erzählen dass das Leben unmöglich ist wenn man kleiner ist.
 
@Klabautermann , einen großen Teil meines Lebens war ich unglücklich, Außenseiterin, habe auch aus diesem Grund keine Kinder. Ich verstehe dich also ganz gut. Obwohl ich heute gerne lebe und weitgehend glücklich, würde ich mir eine Wiederholung meines Lebens nicht wünschen, weil es zu schwer und schmerzhaft war über weite Strecken.

Bleibt die Frage: kann man für einen anderen Menschen die Entscheidung treffen, ob ein eingeschränktes Leben lebenswert ist? Ich meine: nein.

Letztendlich bin ich der Auffassung, daß es ein Zeichen für Verantwortungsbewusstsein sein kann, keine Kinder zu bekommen. Allerdings sollten die Gründe dafür die richtigen sein, denn heute - ich bin bald 60 - bin ich immer noch manchmal traurig darüber, keine Kinder zu haben. Trost gibt mir in solchen Momenten das Wissen, richtig entschieden zu haben. Wäre ich im gebärfähigen Alter schon in der Lage gewesen, meinen Kindern die Kraft und Stärke zu vermitteln, über die ich heute verfüge, hätte ich gerne welche gehabt.
 
Es kommt drauf an wie man dazu steht, man kann seinen "Defizit" mit Charakter ausgleichen.
Was denkst du wei @Klabautermann dazu steht.
Natürlich kann das schwer sein, man muss es wollen.
Es funktioniert nicht in allen Bereichen, auch wenn ich (man) es noch so sehr will !
Also brauchst du keinen erzählen dass das Leben unmöglich ist wenn man kleiner ist.
Für andere weiß ich auch oft, was für sie das Beste ist.
Leider ist das "bei denen" und ab da wird es schwierig 😉🙂

Gruß Hajooo
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ging ja nicht darum, eine Entscheidung zu diskutieren, sondern der TE fragt nach der Nachvollziehbarkeit seiner Argumente und der moralischen Vertretbarkeit. Entscheiden muss das jede*r selbst und dafür sind nicht einmal Gründe notwendig. Ein schnödes “Ich will eben nicht.“ ist ausreichend und legitim.

Da es aber um die dahinter liegende Argumentation ging: die finde ich eben nicht nachvollziehbar, zumindest nicht mit der Grundlage “schlechte Gene”.

Allerdings finde ich es vernünftiger, keine Kinder zu erziehen, wenn ich mich selbst als derart defizitär und belastet erlebe. Und dabei ist es völlig wurs, ob es eigene oder adoptierte Kinder sind.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben