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Schlechte Gene ---> keine Kinder zeugen?

  • Starter*in Starter*in Klabautermann
  • Datum Start Datum Start

Ist es moralisch vertretbar trotz miserabler Gene Kinder zu bekommen?

  • Ja

    Teilnahmen: 14 56,0%
  • Nein

    Teilnahmen: 11 44,0%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    25
Du tust mir Unrecht. Ich mache den "Wert" eines Menschen nicht an Körpergröße oder Muskeln fest. Je kleiner du bist, desto schwerer hast du es im Leben. Männer weit mehr als Frauen. Du hast offenbar keine Ahnung was kleine Männer teilweise erdulden müssen.
Egal ob auf dem Arbeitsmarkt, bei der Partnersuche oder bei der Interaktion mit anderen Menschen im Allgemeinen ---> kleine, schwache Männer will nahezu niemand haben.
Sie rufen bei den meisten Menschen im besten Fall Mitleid hervor, in den meisten Fällen allerdings eher Unbehagen, Häme oder Abscheu. Oft ist das nichtmal Absicht, sondern hat evolutionäre Gründe.

Ich wurde von meinen Eltern zu einem liebevollen, ehrlichen und gewaltfreien Menschen erzogen. Und was hat es mir gebracht?
Alles was ich heute habe und habe musste ich mir 10x so hart erkämpfen wie ein "Durschnittsmann". Ich wurde mein halbes Leben lang nicht ernst genommen, ausgelacht, gequält und behandelt wie ein Mensch zweiter Klasse. Es gibt auf dieser Welt unglaublich viele böse Menschen die Schwäche sehen und gnadenlos ausnutzen. Das hat bei mir die ein oder andere schwere Depression und eine gewisse Abgebrühtheit vor dem Leben beschert.

Genau DAS möchte ich einem Kind nicht zumuten, bzw. das Risiko dazu minimieren. Ich bin nicht bereit mein eigenes Glück über das Leben eines anderen Menschen zu stellen. Ist das wirklich nicht nachvollziehbar?
Ich will nicht behaupten, dass es menschen, die nach augenscheinlichen Maßstäben "schöner" sind an gewissen Punkten in ihrem Leben leichter haben. Aber bedeutet das, dass die anderen nicht genauso wichtig sind und sich nicht genauso fortpflanzen sollten, wenn sie das möchten?
Deine Eltern haben Dich zu einem liebevollen menschen erzogen: Ist das nichts, was Du weitergeben möchtest? Das ist doch etwas, das es sich lohnt weiterzugeben auch wenn es vielleicht nicht in KOmbination mit einem Herkuleskörper auftritt.

Ich wurde von meinen Eltern zu einem liebevollen, ehrlichen und gewaltfreien Menschen erzogen. Und was hat es mir gebracht?
Was hat es Dir gebracht? ZB eine Freundin, die Dich offenbar sehr geliebt hat und mit Dir ein Kind machen wollte. Ist das nichts?

Ich wurde mein halbes Leben lang nicht ernst genommen, ausgelacht, gequält und behandelt wie ein Mensch zweiter Klasse. Es gibt auf dieser Welt unglaublich viele böse Menschen die Schwäche sehen und gnadenlos ausnutzen. Das hat bei mir die ein oder andere schwere Depression und eine gewisse Abgebrühtheit vor dem Leben beschert.
DAs kann Dir auch als großem Modeltypen passieren: Das kann immer passieren.
Und nur um es kurz dazuzusagen: ich weiß, wie sich Mobbing anfühlt. Das habe ich auch Jahrelang durch und ich weiß, was das mit einem Menshcen macht. Aber das darf einfach nicht dazu führen, dass man den Mobbern den Gefallen tut, sich selber zu hassen oder klein zu machen: NEIN! Dann erstrecht!

Alles was ich heute habe und habe musste ich mir 10x so hart erkämpfen wie ein "Durschnittsmann".
ja das mag schon sein, aber ist es deswegen weniger wert? Du hast kämpfen müssen, aber glaubst du, du wärst glücklicher zB mit einer Beziehung, wenn Du nicht hättest kämpfen müssen, sondern es Dir in den Schoß gefallen wäre? Wäre es denn dann mehr wert oder ein größeres Glück?


Genau DAS möchte ich einem Kind nicht zumuten, bzw. das Risiko dazu minimieren. Ich bin nicht bereit mein eigenes Glück über das Leben eines anderen Menschen zu stellen. Ist das wirklich nicht nachvollziehbar?
Würdeset Du denn sagen, deine Eltern haben ihr Glück über Deins gestellt, als sie sich entschlossen haben, Dich zu bekommen?
Wäre es Dir lieber gewesen, Deine Eltern hätten Dich garnicht erst in die Welt gesetzt? Doch wohl kaum. Dein Leben ist doch was wert und es ist nicht weniger wert nur weil Du gewissen oberflächlichen Idealen nicht so ganz genügst.

Du hattest (hast) offenbar ein liebevolles Elternhaus und bis vor kurzem eine liebevolle Beziehung zu einer Frau, die Dich geliebt hat: Warum wirfst Du das weg, bzw redest es so klein? Das ist doch viel mehr wert als Muskeln und Größe.
In meinen Augen hat ein Mann, der eine Familie hat, eine liebevolle Ehe führt und seinen Kindern ein toller Vater ist, um Welten mehr erreicht, als ein Muskelprotz, dem vielleicht alles mögliche zugeflogen ist und der dafür nie einen Finger krumm machen musste.
Klar: es ist immer schön, wenn man sagen kann, dass es leicht war und dass man schön, groß und auch noch ein Glückspilz ist, aber wer ist das schon?
 
Kinder sollten Eltern haben, die sozial integriert sind, so viel Geld haben, daß Kinder sorgenlos und unbeschwert aufwachsen können. Wenn es schon an der Gesundheit scheitert, sollte man keine Kinder zeugen.
 
Ich bin nicht bereit mein eigenes Glück über das Leben eines anderen Menschen zu stellen. Ist das wirklich nicht nachvollziehbar?
Nein, das ist mir nicht nachvollziehbar. Du könntest ein Kind zu einem selbstbewussten Menschen erziehen, welches Mobber aushebelt und lernt, sich zeitnah Hilfe zu holen.
Aber es ist ok so. Wenn DU das nicht möchtest, ist es gut, dass du keine Kinder bekommst. Blöd für deine Freundin, aber gut, dass sie sich jetzt wen zur Familiengründung suchen kann.
 
Ob ein Kind mit seinem Leben und seiner Umwelt zurecht kommt, wird von so vielen Faktoren beeinflusst. Wie groß der Anteil der Gene oder die Erziehungsfähigkeiten der Eltern dafür verantwortlich sind, hängt wohl sehr vom Einzelfall ab. Sich als Elternteil darüber Gedanken zu machen, spricht aus meiner Sicht gerade FÜR solche erzieherischen Fähigkeiten, auch und gerade weil @Klabautermann die Folgen selbst durchlebt und sicher auch nicht selten durchlitten hat.

Gibt es nicht hier und überall schon genug Beispiele für kurzsichtiges und egoistisches Denken und Handeln? Darf man als Eltern wirklich noch darauf vertrauen, dass gute Absichten auch zu einem guten Ergebnis führen? Und das gipfelt dann noch darin, dass man jemandem Fähigkeiten und Reife abspricht, nur weil dieser die Meinung anderer erfragt, um seinen eigenen Standpunkt zu überprüfen? Also wenn das nicht genau den Nachweis liefert, NICHT auf die hier empor beschworenen Vorzüge der Menschheit zu vertrauen, dann weiß ich auch nicht. Handikaps können zu Höchstleistungen anspornen, aber das ist weder die Regel, noch selbstverständlich.

Für die Allermeisten sind Handikaps nur eine furchtbare Last und wie sich das auswirken kann, darüber sprechen auch hier im Forum viele Beiträge eine deutlich Sprache. Angesichts dieser unumstößlichen Realität ist mir wirklich schleierhaft, wie man jemandem empfehlen kann, sich über die Folgen für seine möglichen Kinder keine solchen Gedanken zu machen und lieber den eigenen Selbstwert zu hinterfragen. Als ob blinder Mut und Realitätsferne eine gute Idee wären. So sehr das Glück herauszufordern und dies jemandem zu raten, nur weil man selbst die Folgen nicht zu tragen hat ... dazu schreibe ich jetzt lieber nichts weiter. Alles "könnte", "hätte" und "sollte" hilft einem nachher nicht dabei, die richtigen Schritte zu wählen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde, bei solchen Dingen gibt es kein allgemeingültiges Falsch und Richtig. Unmoralisch fände ich persönlich es jetzt sicher nicht, wenn du ein Kind in die Welt setzt, aber es ist am Ende deine Entscheidung, ob und wie du Kinder bekommst und die musst du verantworten und kein anderer.
Du hast dir dazu offensichtlich viele Gedanken gemacht und hast für dich eine Entscheidung getroffen, die du Partnern offen kommunizierst. Und das ist vollkommen in Ordnung.
 
Wie kann man dir helfen?

Du hast eine Entscheidung getroffen. Jetzt könnten dir 100 Leute sagen "Nein, du solltest ein Kind bekommen!" -was dann? Machst du es dann einfach?

Es ist deine Entscheidung. Und da sollte man dir weder reinreden noch dich dafür verurteilen.

wenn es sich für dich richtig anfühlt war es die richtige Entscheidung.

Man sollte Kinder bekommen wenn man es will und wirklich dahintersteht. Nicht "einfach so" oder weil irgendjemand es von dir erwartet.

Alles Gute dir
 
Deine Beschreibung erinnert mich 1 zu 1 an meinen Vater, nur das der zu allem übel noch eine Glatze und schwere Neurodermitis hat. Insofern kann ich dich verstehen - die Gefahr, seinem Kind solche Merkmale aufzudrücken, unter denen man selbst leidet, ist eben da.
Und du weißt ja selbst am besten, wie sich das anfühlt. Aber - nur weil es für dich so schwer war/ist, muss es ja für andere nicht so sein.

Ich kann deine Entscheidung aber gut verstehen und ich finde, wenn sie sich für DICH richtig anfühlt, solltest du sie auch durchsetzen.

Ich nehme es meinem Vater schon übel, dass er mich in Die Welt gesetzt hat- nicht deswegen, weil ich einen Teil mitgeerbt habe, sondern weil er sich die furchtbarste Frau überhaupt dazu ausgesucht hat. Die Psychopathin hätte niemals Kinder bekommen sollen.
Aber gut, er war ein junger, verwirrter Mann und sie war ganz hübsch.

Hätte ich die Chance, auf ein stabiles und liebevolles Elternhaus gehabt, wäre mir alles andere auch egal gewesen.

Übrigens habe ich nur die kleine Körpergröße geerbt, ich bin die Einzige aus der Familie, die sehr gute Augen hat. Genetik läuft manchmal echt Komisch...
 
das was Du hast sind jedenfalls keine schlechte Gene und ich finde, Du hättest die Beziehung darum nicht auslaufen lassen sollen.
 

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