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Schlaftyp Eule, Arbeit, Leben...

Wildkatz

Aktives Mitglied
Sicher habt ihr schon einmal von den Schlaftypen Lerche und Eule gehört; die Lerche ist morgens besonders aktiv, während die Eule am Abend produktiv wird.

Leider Gottes muss ich nach jahrelanger Frühzubettgeherei feststellen; es bringt nichts, ich bin morgens nicht zu gebrauchen. Meine Konzentration geht gegen Null, ich bin langsam, schwerfällig, unaufmerksam. Richtigen Schlaf bekomme ich erst gegen 2 Uhr morgens, davor wälze ich mich. Mein Körper lässt sich nicht zu einem anderen Rhythmus zwingen.

Das Leben ist auf diese Weise extrem anstrengend. Wenn man nicht gerade dauerhaft eine Spät- oder Nachtschicht belegen kann, dann hat man verkackt. Die Gesellschaft hat ihren Arbeitsschwerpunkt auf den Morgen gelegt, die Zeit der Lerchen.

Seid ihr Eulen? Wie geht ihr damit um?
 
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kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Ich bin eine Eule und habe mir darum den spätesten Arbeitsbeginn ausgesucht der möglich war.
Ich fange erst um 8.30 Uhr an, habe keinen großen Anfahrtsweg und muss daher erst zwischen 7 Uhr und 7.30 Uhr aufstehen, was auch noch früh genug ist.
Zu Arbeitsbeginn erledige ich meistens Routinearbeiten, die schwierigen Dinge packe ich vor 9.30 Uhr nicht an.
 

Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Ich bin auch die Extremform einer Eule. Im Grunde ist es für mich schon eine Qual vor 9 aufzustehen. Die Schulzeit war für mich die Hölle: Dieses tägliche Aufstehen um 7 ...ich habe mich nie auch nur ansatzweise dran gewöhnen können. Dafür kann ich gut und gerne zwischen 1 und 3 Uhr Nachts noch Sport machen, meinen Haushalt oder uch konzentrierte Arbeiten.
Bei mir war das auch mit entscheidend bei der Berufswahl. ich hätte zB die Qualifikation ins Lehramt zu gehen, aber jeden Tag um 7:45 den Dienst anzufangen wäre für mich auf Dauer nicht machbar. Ich habe jetzt glücklicherweise einen Lebensweg gewählt, wo ich meistens Abends aktiv sein muss.
Unter diesem Zustand leide ich auch ziemlich, denn man wird ja gern als faul hingestellt, wenn man eben nicht der frühe Vogel ist, der den Wurm fängt. zB seit Monaten haben wir eine Baustelle vorm Haus: Die fangen jeden morgen pünktlich um halb 7 an...was natürlich super ist, wenn man frühestens um 3 Uhr einschlafen kann so wie ich :rolleyes:.
Bei mir ist das so: Wenn ich zB von 3-9 schlafe geht es mir ganz gut damit, aber wenn ich von 12- 6 schlafe, ist der Tag für mich im Grunde wertlos: Ich komme nicht in die Gänge bleibe den ganzen Tag wie in Trance und spätestens Mittags schlaf ich bei erster Gelegenheit ein. Ideal ist für mich von 3-10.
Ich beneide Leute, die irgendwann zu einer einigermaßen vernünfitgen Zeit am Morgen ausgeschlafen aufstehen können. Das kann ich nie: Ich bin eigentlich nie wirklich ausgeschlafen: Das Gefühl, morgens fit in den Tag zu starten kenne ich nicht. Wenn ich mal sehr früh raus muss (zB vor 6) dann bleibe ich manchmal komplett wach, weil das leichter für mich ist, als nur 2 Stunden Schlaf zu bekommen, oder ich muss starke Schlafmittel nehmen.
Also ja: Für mich ist dieses Thema echt ein Problem und obwohl ich gedacht habe, dass es mit zunehmendem Alter besser wird. Was nicht der Fall zu sein scheint.
 

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Ich glaube nicht dass es diese Schlaftypen gibt. Es fällt für mich in die Kategorie Sternzeichen und Weißsagungen. Es kann Prägungen und Tendenzen geben, Schlaf ist aber primär ein Ergebnis von Lebenswandel, Erziehung und Gewöhnung.

Es gibt dazu auch Untersuchungen, die belegen, dass 90% des Schlafverhaltens durch das Verhalten geprägt wird und bestenfalls (!) 10% wirklich vorherbestimmt nicht.

Mir selber fällt es z.B. sehr leicht Abends zu schlafen wenn ich einen stressfreien und körperlich aktiven Tag hatte. Hatte ich das nicht, wälze ich mich abends, das Gedankenkarussel hält mich wach und ich schlafe spät ein.

Es gibt dazu auch schöne Bücher wie "a miracle morning". Das Morgens in die Gänge kommen ist weniger eine Vorherbestimmung sondern eine Frage was man tut. Wer morgens zum Beispiel Sport treibt ist schnell wach. Das sind natürlich Reaktionen des Körpers, die man so auch nicht abstellen kann. Versuch mal nach einem halbstündigen morgendlichem Training mit hoher Ausschüttung von Endorphinen wieder zu schlafen. Das geht nicht.

Ein anderer Punkt sind äußere Faktoren und Schlafqualität. Viele schlafen erst spät gut ein, weil im Haus bis Mitternacht noch Lärm ist. Selbst ein Hamster im Hamsterrad kann den Schlaf stören und gerade die ersten Ruhestunden gelten als besonders wichtig. Bei meiner Mutter ist es z.B. die innerliche Unruhe und Angst. Sie kann kann erst schlafen wenn sie weiß dass der letzte Nachbar auch eingeschlafen ist.
 

Wildkatz

Aktives Mitglied
Es gibt dazu auch schöne Bücher wie "a miracle morning". Das Morgens in die Gänge kommen ist weniger eine Vorherbestimmung sondern eine Frage was man tut. Wer morgens zum Beispiel Sport treibt ist schnell wach. Das sind natürlich Reaktionen des Körpers, die man so auch nicht abstellen kann. Versuch mal nach einem halbstündigen morgendlichem Training mit hoher Ausschüttung von Endorphinen wieder zu schlafen. Das geht nicht.
Ich komme morgens gerade so aus dem Bett um rechtzeitig fertig zu werden. Klar, kann ich drei Mal Hampelmann machen und dann bin ich zu aufgedreht um Weiterzuschlafen. Aber das macht mich nicht WACH, dadurch bin ich nicht konzentrierter, aufmerksamer, sondern nur aufgedreht.

Unter diesem Zustand leide ich auch ziemlich, denn man wird ja gern als faul hingestellt, wenn man eben nicht der frühe Vogel ist, der den Wurm fängt. zB seit Monaten haben wir eine Baustelle vorm Haus: Die fangen jeden morgen pünktlich um halb 7 an...was natürlich super ist, wenn man frühestens um 3 Uhr einschlafen kann so wie ich :rolleyes:.
Ich schlafe deswegen mit Ohropax. Da mir das alles sowieso schon schwer fällt, vermeide ich unter allen Umständen, unnötig aufgeweckt zu werden.
 

Yado_cat

Aktives Mitglied
Ich bin die Lerche 🐤.

Fahre ich ins Büro klingelt der Wecker gegen 4:40 Uhr, bleibe ich im Homeoffice, stehe
ich gegen 5:30 Uhr auf.
Ich kann mich ganz gut konzentrieren, frühmorgens habe ich meine Ruhe - zu Hause und im Büro.
Der Rest der Kollegen erscheint zwischen 7:30 und 9 Uhr.

Am Wochenende stehe ich nicht ganz so früh auf, aber ich bin da leider oft auch schon gegen 6 oder 7 wach... was natürlich ziemlich ärgerlich ist.
Dann stehe ich auf und gehe laufen, Samstags gehe ich vorm laufen oft noch einkaufen.

Ich stehe zwar früh auf, aber ich kann vor 12 Uhr absolut nichts essen!
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Ich bin auch eine Eule. Bettgehzeit normal zwischen 12 und 1 Uhr, Aufstehen ca. 8 Uhr ist der beste Rhythmus, wenn ich zu früh aufstehen muß werden die Traumphasen am Ende des Schlafes abgeschnitten, und die holt sich der Körper später zurück, indem ich dann tagsüber leicht einnicke, was bei mir eine Art Quasi-Traumphase auslöst, sobald ich mich geistig entspanne. Vom Schlaf sind nicht nur die Tiefschlafphasen wichtig, sondern eben auch das Träumen.
Unmittelbar nach dem Aufstehen bringe ich auch kaum was herunter, nur weil ich wach bin ist es mein Verdauungssystem trotzdem noch nicht, wenn ich zu diesem Zeitpunkt zu viel hinunterzuwürgen versuche, fühle ich mich eine halbe Stunde später als müßte ich reihern. Daher lieber ein anständiges "zweites Frühstück" etwa 2 Stunden später. Die "gemeinsames Familienfrühstück"- Tradition ist mir daher schon vor meinem Single-Leben ein Rätsel gewesen, warum soll man sich krampfhaft und gegen sein Körpergefühl zwingen zu essen.
Die dämliche Frühaufsteherei, die von der Gesellschaft übrigens aus purem Eigennutz (Früher Vogel fängt den Wurm, früher Arbeiter arbeitet länger) propagiert wird, richtet mehr Schäden an als auf den ersten Blick erkennbar ist.

Ich glaube auch, daß die Schlaftypen Eule/Lerche angeboren sind, sonst würde sich der Typ Eule wegen seiner chronischen Benachteiligung schon im Kindesalter, wenn die Kleinen hopphopp in aller Herrgottsfrühe für KiGa oder Schule bereit gemacht werden müssen (besonders früh auf dem Land, weil da der Bus erwischt werden muß, und der fährt früh ab um die ganze Einsammel-Route bis zur Schule rechtzeitig zu machen) nicht halten können. Und mit fortschreitendem Alter wird es auch nicht anders, man lernt nur bis dahin, mit seinem Schlafbedarf besser Haus zu halten.
 
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Daoga

Sehr aktives Mitglied
Es gibt dazu auch schöne Bücher wie "a miracle morning". Das Morgens in die Gänge kommen ist weniger eine Vorherbestimmung sondern eine Frage was man tut. Wer morgens zum Beispiel Sport treibt ist schnell wach. Das sind natürlich Reaktionen des Körpers, die man so auch nicht abstellen kann. Versuch mal nach einem halbstündigen morgendlichem Training mit hoher Ausschüttung von Endorphinen wieder zu schlafen. Das geht nicht.
Der Frühsport-Wahn ist mir auch so ein Rätsel. Am leistungsfähigsten für Sport ist der Körper bekanntlich am frühen Nachmittag, nicht gleich nach dem Aufstehen, aber dummerweise ist diese Zeit für die meisten Leute mitten in der Arbeitszeit, und abends ist man ohnehin oft müde, nur darum wurde der Sport in die Frühe verlegt. Da werden die Endorphine wohl als natürliche Wachmacher mißbraucht, sonst müßte man Chemie einwerfen um so früh schon auf Hochleistung zu kommen.
 

Saskia05

Aktives Mitglied
Tendenziell bin ich eher eine Eule, aber nicht so stark ausgeprägt wie bei anderen. Bis zu einem gewissen Grad kann ich meinen Rhythmus anpassen, aber eben nur bis zu einem gewissen Grad. Bei mir ist es leider eher so, dass ich anscheinend 9h Schlaf brauche, um vollständig fit zu sein. Bei 7-8h geht es, aber alles, was darunter ist, ist eine Katastrophe. Im Urlaub schlafe ich immer 9h oder länger. Momentan muss ich 2x die Woche „früher“ raus, um 6.15 Uhr. Allerdings schaffe ich es nie, vor 0 Uhr einzuschlafen. Und die 6h Schlaf scheinen mir nicht zu reichen. Ich bin förmlich kein Mensch mehr an solchen Tagen. Als ich mal ein Jahr ständig so früh aufstehen musste, war ich ständig krank. Das halte ich wirklich für ein Problem, aber was soll man machen?
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Du benötigst wohl auch die ausgedehnten Traumphasen, die immer am Ende des Schlafes kommen, die sind wichtig unter anderem fürs psychische Gleichgewicht, die "Kommunikation zwischen Unterbewußtem und Wachbewußtsein", wenn die beiden ihre Memos austauschen. Gestörter Schlaf wirkt sich negativ aufs Immunsystem aus, ist nichts neues.
 

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