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Scheidung ohne Geld möglich?

Mrs_Munster

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,

nach langem hin und her und wirklich viel Stress, Streit und Unterdrückung habe ich es vor einigen Monaten endlich geschafft mich von meinem Mann zu trennen und wohne seitdem bei meiner Schwester. Nun möchte ich gerne so bald wie möglich den endgüligen Schlussstrich ziehen und mich auch von ihm scheiden lassen.

Mein Problem ist allerdings, dass ich derzeit arbeitslos bin, dadurch, dass mein Chef während Corona so lange schließen musste, hat er mich und einige andere Mitarbeiter entlassen müssen. Jetzt frage ich mich, wie ich mir die Scheidung überhaupt leisten soll, denn alleine ein Anwalt kostet ja schon ein Vermögen.... ich hatte erst gedacht ich könnte vielleicht Prozesskostenhilfe bekommen, aber mir hat jemand erzählt, dass es das gar nicht gibt bei Scheidungen, weil es da wohl nur Verfahren und gar keine Prozesse gibt.... Aber andererseits muss es ja die Möglichkeit geben sich auch scheiden zu lassen, wenn man nicht so viel Geld hat, denn sonst müsste ich ja zwingend mit meinem noch-Mann verheiratet bleiben und das kann ja eigenlich nicht sein, oder?

Vielleicht hat hier ja jemand schon mal von so einem Fall gehört und könnte mir ein paar Tipps geben, ich wäre in jedem Fall super dankbar!!!
 

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Meghan

Mitglied
Hallo Zusammen,

nach langem hin und her und wirklich viel Stress, Streit und Unterdrückung habe ich es vor einigen Monaten endlich geschafft mich von meinem Mann zu trennen und wohne seitdem bei meiner Schwester. Nun möchte ich gerne so bald wie möglich den endgüligen Schlussstrich ziehen und mich auch von ihm scheiden lassen.

Mein Problem ist allerdings, dass ich derzeit arbeitslos bin, dadurch, dass mein Chef während Corona so lange schließen musste, hat er mich und einige andere Mitarbeiter entlassen müssen. Jetzt frage ich mich, wie ich mir die Scheidung überhaupt leisten soll, denn alleine ein Anwalt kostet ja schon ein Vermögen.... ich hatte erst gedacht ich könnte vielleicht Prozesskostenhilfe bekommen, aber mir hat jemand erzählt, dass es das gar nicht gibt bei Scheidungen, weil es da wohl nur Verfahren und gar keine Prozesse gibt.... Aber andererseits muss es ja die Möglichkeit geben sich auch scheiden zu lassen, wenn man nicht so viel Geld hat, denn sonst müsste ich ja zwingend mit meinem noch-Mann verheiratet bleiben und das kann ja eigenlich nicht sein, oder?

Vielleicht hat hier ja jemand schon mal von so einem Fall gehört und könnte mir ein paar Tipps geben, ich wäre in jedem Fall super dankbar!!!
Muss man nicht "sowieso" das Trennungsjahr abwarten? Bis dahin hast du bestimmt Arbeit.

Einen gemeinsamen Anwalt würde ich nicht nehmen. Nimm einen, der dafür sorgt, dass du das bekommst, was dir zusteht.

Zur Verfahrenskostenhilfe: https://www.klugo.de/rechtsgebiete/familienrecht/scheidung/scheidungskosten
 

Eisherz

Sehr aktives Mitglied
Ein Anwalt muss nicht zwangsläufig ein Vermögen kosten. Gibt es denn soviel zu klären bei Euch?

Wichtiger wäre jetzt auch, dass Du Dich beraten lässt, was Dir finanziell zustehen könnte, Unterhalt für Dich, sind Kinder da? Was passiert mit der Wohnung ... Konten ... Wertsachen usw. usf.

Weiterhin kann man auch kostensparend eine Scheidungsfolgenvereinbarung bei einem Notar abschließen, da müsst ihr Euch aber einig sein, was für jeden darin bestimmt werden soll, das wäre dann im Scheidungsverfahren alles nicht mehr streitig und kostet ein Bruchteil von dem, was ein Anwalt kosten würde.
Weiterhin kann man Kosten in Raten abzahlen.
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Erstmal brauchst du einen Anwalt, der dich berät. Dir steht vermutlich Trennungsunterhalt zu. Die Scheidung kannst du frühestens ein Jahr nach erfolgter Trennung einreichen. Bis dahin kannst du dir neue Arbeit suchen und alles sieht vielleicht anders aus. Die Kosten des Anwalts errechnen sich aus dem Unterhalt, um den es geht.
 

Portion Control

Urgestein
Hallo TE,
eigentlich steht jedem Ehepartner zu, die Kosten eines Anwalts über das eheliche Vermögen zu bezahlen. Also von dem gleichen Geld das auch dein "noch" Mann einsetzt, um seinen Anwalt zu bezahlen.
Das gleiche Thema hatten wir die Woche schon mal und es ist interessant wie wenig das wissen. Sein Einkommen gehört euch beiden. Nicht einem allein.

Sonst könnte man sich bei einer Hausfrauen-Ehe ohne eigenes Einkommen nie scheiden lassen.

Der Einwurf mit dem Trennungsjahr ist übrigens wichtig. Datum des Auszuges festhalten und dies als Einläutung des Trennungsjahres rückwirkend angeben. Das kannst du alles mit deinem zukünftigen Anwalt angehen.

Das du bereits ohne Anwalt ausgezogen bist, macht es wohlmöglich schwierig jetzt noch von eurem gemeinsamen Geld die Kosten für den Anwalt zu bezahlen. Hast du noch Zugriff auf das gemeinsame Konto? Normalerweise sollte jetzt, nach Beginn des Trennungsjahres, alles getrennt werden. Sein jetztiges Einkommen ist nicht mehr euch beiden, nur Gelder die über den Trennungsunterhalt geregelt sind.
Aber auch das geht ein Anwalt mit dir im Detail durch.

Viel Glück.
 
Zuletzt bearbeitet:

Caro898

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
nur weil es Prozesskostenhilfe im allgemeinen Sprachgebrauch genannt wird, bedeutet es nicht, dass es das Gleiche nicht für ein Scheidungsverfahren gibt. Da wird es im Fachterminus dann als Verfahrenskostenhilfe bezeichnet.
Möglicherweise hast du gute Chancen, Prozesskostenhilfe zu erhalten. Du kannst dir zunächst einen kostenlosen Beratungsschein beim Amtsgericht holen. Dann gehst du damit zum Anwalt und lässt dich beraten. Der sagt dir dann auch, wie deine Chancen auf Prozesskostenhilfe stehen. Wenn hier Chancen auf Erfolg vorhanden sind, beantragt der Anwalt für dich Prozesskostenhilfe bei Gericht.
Von daher: Verlieren kannst du nichts, und wenn es gut läuft bekommst du dein Scheidungsverfahren finanziert.
Caro
 

Mrs_Munster

Neues Mitglied
Hallo ihr,

erstmal vielen Dank für eure hilfreichen Antworten, da war wirklich vieles bei, was ich bisher gar nicht wusste. Ich habe jetzt erstmal angefangen mich entsprechend euren Hinweisen ein wenig einzulesen und werde auch direkt einen Termin zur Beratung bei einem Anwalt vereinbaren. Ich hatte mir das ganze irgendwie viel schwieriger vorgestellt, aber das stimmt natürlich, irgendwie muss es ja auch für eine "Hausfrau" möglich sein sich scheiden zu lassen.....

Bei uns gibt es zum Glück gar nicht so viel zu klären, allerdings möchte ich natürlich, dass das alles vernünftig abläuft.

Und natürlich bin ich auch auf der Suche nach einem neuen Job, das wäre natürlich das beste (nicht nur für die Scheidung, auch so möchte ich gerne wieder selbst für mich sorgen können :-D), allerdings ist es zurzeit nicht einfach, viele Unternehmen haben noch an den Schließungen der letzten Monate zu knabbern und stellen daher keine neuen Leute ein....
 

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