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Sarrazin über Türken und Araber

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Für das absolute Highlight halte ich den Hinweise, das es sich bei dem Namen "Sarrazin" auch nicht um einen "deutschen Namen" handelt.😀

😀

Habe mal nach der Namensbedeutung gesucht und
auch was gefunden. 😀
Man scheint in dieser Familie bereits in der ersten Generation
Probleme in Richtung Orient gehabt zu haben.😀


Das deutsche Namenslexikon bietet folgende Erklärung des Namens:

Sar(r)azin (frz. Sarrasin): der im Land der Sarazenen, im Morgenland geweilt hat

(Kreuzzugsteilnehmer?)


L.G.Karin
 
wai;1213171]Ja eben, es gibt genug Dumpfbacken, ob deutsch oder mit Migrationshintergrund. Daher erübrigt sich doch diese Schuldzuweisung an “Türken und Araber”.

Es gibt genug "Dumpfbacken" - aber was ist das eigentlich, eine Dumpfbacke? Menschen mit einem IQ unter 100, der "Norm"?
Und selbst wenn, dann haben doch auch diese Menschen eine Daseinsberechtigung, oder?

Aber............und dann kommt das von Dir genannte Argument:

Nee, hauptsache es gibt genug intelligente Leute. Und die kann man nur kriegen, wenn man sie auch dementsprechend fördert, der Staat also eingreift. Von Kindesbeinen an.

Intelligente Menschen.
Warum muss "mensch" eigentlich immer "intelligenter WERDEN"?
Reicht es nicht auch einfach nur "Mensch" zu SEIN?

Das Problem, meiner Meinung nach, ist, dass es nicht genug Arbeitsplätze gibt die auch von "Dumpfbacken" erledigt werden können (achtung Ironie) UND dadurch die Möglichkeit erhalten für sich und ihre Familie zu sorgen.

Es gibt da eine nette Weisheit:
"Der Mensch braucht Liebe, bekommt er sie nicht, dann gib ihm Hoffnung, geht auch DAS nicht, dass gibt ihm wenigstens Beschäftigung.

Mein Eindruck: Die Liebe ist weg, die Hoffnung geht gerade und Beschäftigung ist fraglich: was bleibt da denn noch?

Nichts?
Und was macht das aus Menschen?

Gut, ich gestehe, dass mir Einiges was Türken oder allgemein bei Moslems furchtbar "aufn Keks" geht, aber läuft nicht GENERELL was falsch?

WIE, das frage ich mich, soll aus "missverstandenen" (noch viele andere Adjektive) Kindern Menschen werden, die wissen/fühlen was Liebe, Respekt, Toleranz und "Anerkennung als "MENSCH" bedeutet und aus diesen Gefühlen heraus ein Leben führen, welches nicht nur für sie selbst als geldgeile Egozentriker, sondern auch für ihre Mitmenschen von positiven Nutzen ist und das sowohl physisch als auch psychisch?

Und auch hier klage ich wieder das System Kapitalismus an, ein von menschenhand selbst erschaffes und erfundenes "irres" System, welches derart gestaltet ist, dass "Menschenwürde" ZWANGSLÄUFIG auf der Strecke bleibt.

Dieses System fördert vielleicht "anfangs" etwas was wir "Wohlstand" nennen, aber auf Dauer nimmt es den meisten Menschen ihre Würde und zwar derart, dass Lebensfreude, Lust am Lernen und Lust am Leben schlechthin verloren geht.
Von "Weisheit" will ich erst gar nicht anfangen.

Die Menschen vergessen eins: wir werden sterben - ALLE!!!
 
Es gibt genug "Dumpfbacken" - aber was ist das eigentlich, eine Dumpfbacke? Menschen mit einem IQ unter 100, der "Norm"?
Und selbst wenn, dann haben doch auch diese Menschen eine Daseinsberechtigung, oder?
Wenn ich von Dumpfbacken spreche, rede ich mit Sicherheit nicht vom IQ, der meiner Meinung nach sowieso nur ein unzuverlässiger Index ist.

Dumpfbacken sind für mich asoziale Leute. Das hat nichts mit dem IQ zu tun, sondern mit ihren Handlungen. Die sich der Bildung verweigern, die emotional verkrüppelt sind, die kein Reflexionsvermögen besitzen, die ihre eigenen Taten nicht gut einschätzen können.

Solche Leute lassen sich schwer platzieren in unserer Gesellschaft. Darum muss man sie fördern, wo es geht und sie in die “richtige” Bahn lenken.

Du sprichst, glaube ich, eher von problematischen Rahmenbedingungen wie Arbeitsplätzemangel usw. Ja, es ist mit Sicherheit so, dass dadurch viele Menschen in die Resignation und Hoffnungslosigkeit getrieben werden. Definitiv. Und dieses Verhalten finde ich auch menschlich und verständlich. Das klage ich nicht an und es ist logisch, dass auch hier der Staat was machen muss.

Aber es gibt zusätzlich zu diesen Problemen eben noch wirklich "asoziale" Leute, die sich sowieso allem verweigern. Und um die geht es Sarrazin, glaube ich. (Auch wenn er sich ekelhaft-einseitig-rassistisch nur auf Türken und Araber beschränkt.)
 
mit etwas mehr achtsamkeit würde man das "problem" näher anschauen und dann besprechen. mit pauschalaussagen kann man um sich werfen, sie führen aber zu keiner erkenntnis (geschweige denn zur "problem"erkennung).
oft wird etwas als "problem" hingestellt, das eigentlich nur ein persönliches, subjektives urteil darstellt. man darf und kann ja auf diesem level "diskutieren"... aber bringen tut es nicht viel ausser der ausschüttung von stresshormonen, die dem eigenen geist und körper schaden. es verdummt und ist destruktiv. man wirft sich bloss urteile um den kopf. natürlich ist das völlig normal und gehört seit jeher zum erscheinungsbild der menschen. umso wichtiger ist es, dass es menschen gibt, die das a) merken und sich b) dem entziehen. ohne etwas totzuschweigen und zu tabuisieren. es ist wichtig und richtig das leben anzuschauen. aber nicht gleich munition zu laden und schlechte vibes rüberzubringen. man trägt schliesslich verantwortung. führungsköpfe im speziellen. es ist auch gar kein deutsch-türkisches phänomen, es ist auf der ganzen welt verbreitet und findet sich in allen kulturen. dass man anfängt ein faschodenken anzunehmen und das gesellschaftliche leben schwarz-weiss anfängt zu sehen.
manche nennen das dann auch tatsächlich politik oder eine meinung haben. vielleicht ist es tatsächlich eine meinung. vielleicht sollte man weniger meinen und statt dessen mehr forschen. das braucht zeit. die sollte man sich nehmen.

man kann solche aussagen locker aushebeln, in dem man das gegenstück dazu danebenstellt. und dann würde man schliesslich merken.

aber irgendwie.. kann es nicht sein, dass eine gesellschaft so eine verdummung zulässt, toleriert, solche aussagen zu millionen raus transportiert, den menschen ans gesicht wirft (wer hat bock sich ständig mit probleme auseinanderzusetzen? wir wollen leben, gut leben und zwar alle) und man dann als individiuum sich damit auseinandersetzt. es sei denn man hat nichts besseres zu tun.

ein staat, eine gesellschaft hat den frieden zu wahren. dazu braucht es weise, intelligente menschen.

man soll sich ja auseinandersetzen. man könnte damit beginnen, die eigenen vorurteile zu entdecken, die eigene begrenzte sicht. das braucht mut.

wir leben im zeitalter des gesundheits- und jugendwahnsinns. auch hier gibt es viel paradoxes. dasselbe gilt bei solchen themen. und einige geniessen es sich als problemlöser und tabubrecher hinzustellen, dabei.. tun sie weder das eine noch das andere. das einzige was sie tun ist noch mehr hass und vorurteile säen.

achtung: man ist für die verarbeitung der realität total selber verantwortlich.


alle macht der wahrheit (wider der manipulation und verdummung)
 
wai;1213534]Dumpfbacken sind für mich asoziale Leute. Das hat nichts mit dem IQ zu tun, sondern mit ihren Handlungen. Die sich der Bildung verweigern, die emotional verkrüppelt sind, die kein Reflexionsvermögen besitzen, die ihre eigenen Taten nicht gut einschätzen können.

Du meinst also u.A. Großverdiener die in diverse Steueroasen flüchten um von ihren Millionen ja nix abgeben zu müssen. Oder Milliardäre(innen) die auf ihrem Privatvermögen hocken und nach staatlicher Unterstützung schrein.

Ob die wissen was sie tun? Ich denke mal schon.

Bildung verweigern - interessant. Du weißt doch was man so in der Schule lernen muss, oder? Das meiste davon braucht man nie mehr und der Satz des Pytharogas ist nicht für Jeden verständlich. Es gibt sogar Menschen, hab ich gehört, die mit dem Dreisatz überfordert sind und das sollen gar nicht mal so wenige sein.🙄
Vielleicht sollte "Bildung" (wer immer das auch definiert) an den Menschen angepasst werden und nicht umgekehrt.

Solche Leute lassen sich schwer platzieren in unserer Gesellschaft. Darum muss man sie fördern, wo es geht und sie in die “richtige” Bahn lenken.

Die da wäre?
Wer früher nicht so fit war in der Birne der wurde halt Kfz-Mechaniker, aber selbst DAS ist heute schon sehr schwierig. Wohin soll man denn "platzieren", wenn´s nix Passendes gibt?

Du sprichst, glaube ich, eher von problematischen Rahmenbedingungen wie Arbeitsplätzemangel usw. Ja, es ist mit Sicherheit so, dass dadurch viele Menschen in die Resignation und Hoffnungslosigkeit getrieben werden. Definitiv. Und dieses Verhalten finde ich auch menschlich und verständlich. Das klage ich nicht an und es ist logisch, dass auch hier der Staat was machen muss.

Aber WAS tun?

Aber es gibt zusätzlich zu diesen Problemen eben noch wirklich "asoziale" Leute, die sich sowieso allem verweigern. Und um die geht es Sarrazin, glaube ich. (Auch wenn er sich ekelhaft-einseitig-rassistisch nur auf Türken und Araber beschränkt.)

Mit dem richtigen Ton findet man auch bei diesen Menschen Gehör. Ein IQ von 100 oder weniger bedeutet ja nicht, dass ein Mensch grundsätzlich zu doof ist für Alles - aber die spürn doch, dass man sie nicht will, dass sie evtl. auch als Sündenböcke benutzt werden. Ich hab den Eindruck, dass dieses "oh-ey"-Gehabe ein seltsames Ersatz-Grunz-Gehabe ist um sich irgendwie "wertvoll" zu fühlen.

Ich sags immer wieder: es liegt am System, welches den Wert eines Menschen und was er so tut NUR und AUSSCHLIEßLICH in Euro/Dollar/Yen etc. beWERTet.

Wieso muss ich grad an ne Großschlachterei denken?😕
 
Bildung verweigern - interessant. Du weißt doch was man so in der Schule lernen muss, oder? Das meiste davon braucht man nie mehr und der Satz des Pytharogas ist nicht für Jeden verständlich. Es gibt sogar Menschen, hab ich gehört, die mit dem Dreisatz überfordert sind und das sollen gar nicht mal so wenige sein.🙄
Vielleicht sollte "Bildung" (wer immer das auch definiert) an den Menschen angepasst werden und nicht umgekehrt.
Ich habe schon ein bisschen in der Schule gelernt. Lesen und Schreiben zum Beispiel. Findest du das auch nutzlos? Es gibt nämlich Leute, die das nicht können und wenn, nur fehlerhaft.
Und das nicht, weil sie Legastheniker sind, sondern weil sie in beschissenen Elternhäusern aufwachsen, die sich um solche elementaren Dinge nicht kümmern, warum auch immer.

Deswegen geht es nicht um den Satz des Pythagoras oder physikalische Gesetze, sondern darum, überhaupt eine Grundlage zu schaffen, damit diese Leute im Leben auch Perspektiven haben. Dafür ist Lesen und Schreiben unabdingbar. Und das macht Schule SEHR wichtig.

Notwendig ist das natürlich nicht. Sie können auch ohne solche grundlegenden Fähigkeiten “Mensch sein”, wie du es nennst. Nur will ich, jetzt mal ganz überspitzt und mit Vorurteilen, solchen Leuten auf der Straße begegnen? Die mich anpöbeln mit falscher Grammatik und dann vielleicht auch noch ein Messer ziehen? Nö.
Die muss man gesellschaftsfähig machen. Und das geht, beim Nullpunkt angefangen, am besten, indem man ihnen lesen und schreiben beibringt und ihnen in der Schule ein paar wichtige Werte vermittelt. Das verstehe ich unter Bildung. Und wenn man Glück hat, zieht man sich so kritische Denker heran, die halbwegs reflektiert durch die Welt laufen. Und die nicht irgendwann gewalttätig werden und im Gefängnis landen.

Die da wäre?
Wer früher nicht so fit war in der Birne der wurde halt Kfz-Mechaniker, aber selbst DAS ist heute schon sehr schwierig. Wohin soll man denn "platzieren", wenn´s nix Passendes gibt?

Die von dir erwähnten Kfz-Mechaniker oder sonstige Leute beziehe ich übrigens ganz und gar NICHT mit ein in die “Asozial”-Kategorie. Das sind ehrenwerte Leute. Und wenn die Probleme haben, einen Job zu finden, dann ist das System schuld, da hast du recht.
Was man da machen soll? Keine Ahnung. Ich wünschte, ich würde Politik und VWL studieren, dann hätte ich da vielleicht genauere Vorschläge.

Und, ganz wichtig, nochmal: ich rede hier nicht vom IQ oder dass die Leute nichts in der Birne haben. Ich rede davon, dass man sie nicht genug fördert.
Vielleicht hat der “krass ey”-Junge das Potenzial in sich, der zweite Goethe zu werden. Aber aufgrund einer schlechten Erziehung ist ihm diese Chance vergönnt. Deswegen muss man ihn, meiner Meinung nach, halt richtig fördern. Und ihm Zugang zur Bildung eröffnen.

Darum geht es eben auch. Man kann nicht nur die Rahmenbedingungen anklagen, sondern muss auch die “Fehler” der Menschen selbst betrachten und diese auszubessern versuchen.

Klar, und du kritisierst hier jetzt den Kapitalismus allgemein. Da stimm ich dir ja auch zu, grundsätzlich. Aber selbst, wenn wir ein anderes System hätten, fänd ich es trotzdem schön, wenn reflektierte Leute durch die Welt laufen. Und Schule und ein gutes Elternhaus ist dafür erstmal nicht schlecht.
 
Bildung verweigern - interessant. Du weißt doch was man so in der Schule lernen muss, oder? Das meiste davon braucht man nie mehr und der Satz des Pytharogas ist nicht für Jeden verständlich. Es gibt sogar Menschen, hab ich gehört, die mit dem Dreisatz überfordert sind und das sollen gar nicht mal so wenige sein.🙄
Vielleicht sollte "Bildung" (wer immer das auch definiert) an den Menschen angepasst werden und nicht umgekehrt.
"Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen, und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst." [Albert Einstein]

Also wer den Satz des Pythagoras nicht versteht der ist einfach zu faul ihn verstehen zu wollen.

Heutzutage werden viele Arbeiten von Maschinen verrichtet. Die Leute, die viele Dinge die sie in der Schule gelernt haben für nützlich erachten werden diese Maschinen konstruieren, bauen und warten. Diejenigen die das meiste aus der Schule gelernte für überflüssig halten werden von Maschinen ersetzt.


Ich sags immer wieder: es liegt am System, welches den Wert eines Menschen und was er so tut NUR und AUSSCHLIEßLICH in Euro/Dollar/Yen etc. beWERTet.

Es liegt nicht am System. Es liegt am Mensch. Nicht das System gibt dem Geld den Wert, sondern der Mensch. Nicht das System schreibt dem Menschen vor soviel Besitz anzuhäufen wie möglich, er selbst ist derjenige der sich dieses Bestreben auferlegt.
 
wai;1213714]Ich habe schon ein bisschen in der Schule gelernt. Lesen und Schreiben zum Beispiel. Findest du das auch nutzlos?

Hallo Wai,

Lesen, schreiben und rechnen zu können finde ich total wichtig und sehr nützlich!! 🙂 Praktisch betrachtet, man kommt OHNE halt nicht oder nur sehr schwer durch. Das alleine macht aber leider noch keinen "vernünftigen" Menschen.

Ich weiß nicht ob Du Kinder hast, ich hab zwei. Eine Tochter, 16, die in der 11. Klasse ist und einen Sohn, 12, der in der 7. Klasse ist. Und ich kann Dir sagen WAS die armen Hascherls streckenweise für einen völlig unnützen Kram lernen müssen. Ich selbst genoss auch viele Jahre Schule, habs sogar aufs Gymnasium geschafft - aber wirklich Nützliches gelernt habe ich nicht. Was ich gelernt habe ist: wenn´s ne schlechte Note gibt, gibts Ärger!
Ich sehe Schule mittlerweile als eine "Anstalt zur Bücklingshaltung", Kopf runter in Arschhöhe..........🙄

Um noch kurz völlig OT bei Schule zu bleiben, dann hätte ich z.B. für den Mathematikunterricht ein paar Vorschläge zu machen, die was wären:
"Wie funktioniert Geld, Zinsen, Börse?"
"Warum braucht man einen Dreisatz?"
"Wie liest man Statistiken richtig?"
"Warum braucht man Mathematik überhaupt?"

Die Kinder -so meine Erfahrung- bekommt irgendeinen Stoff "aus heiterem Himmel" präsentiert, ohne jeglichen Zusammenhang. Es heißt nur: DA, zack peng, irgendwelche Formeln auswendig lernen und dann damit rumrechnen. Wozu diese Formeln gut sind sagt anscheinend Niemand.

Hinzu kommt ein übler Konkurrenzkampf zwischen den Schülern, der Leistungsstress, der Notenstress und die Lehrer geben den Kindern den Rest indem sie ausdrücklich betonen, dass sie OHNE Abitur NICHTS sind.

Obs generell so ist weiß ich nicht, aber meine Tochter erzählt mir das so.

Der Spruch: "Für unser Leben lernen wir" empfinde ich als Hohn.
Wir werden "geformt", SO wie es gesellschaftlich gebraucht und benutzt werden kann.

War OT - ich weiß. Note 6 - setzen. 🙄

Es gibt nämlich Leute, die das nicht können und wenn, nur fehlerhaft.
Und das nicht, weil sie Legastheniker sind, sondern weil sie in beschissenen Elternhäusern aufwachsen, die sich um solche elementaren Dinge nicht kümmern, warum auch immer.

Die gibt es, aber liegts immer am Elternhaus?
Ich muss gestehn, dass meine Kinder völlig selbständig ihre Schule absolvieren. Ich häng mich da kaum rein. Gut, ich hab Glück, weil sie recht intelligent geraten sind, aber wie ich schon sagte: nicht jeder hat solche Voraussetzungen.
Der Halbbruder meiner Kids (gleicher Vater) hat im dritten Anlauf die Mittlere Reife nicht geschafft. Er rechnete in der 4. Klasse immernoch im 10er-Bereich, manchmal auch bis 100, aber nur mit Hilfe und mit Fingern. Aber der arme Kerl kann nix dafür. Er ist halt so. Jetzt ist er 25 und versucht sich als Künstler, auch mehr schlecht als recht.

Natürlich gibts auch Leute bei denen das Umfeld einfach S**** ist und so was färbt ab. Aber grundlegend kann man Menschen nicht ändern.

Deswegen geht es nicht um den Satz des Pythagoras oder physikalische Gesetze, sondern darum, überhaupt eine Grundlage zu schaffen, damit diese Leute im Leben auch Perspektiven haben. Dafür ist Lesen und Schreiben unabdingbar. Und das macht Schule SEHR wichtig.

Die Grundlagen-Messlatte liegt heutzutage viel höher als noch vor 20 Jahren. Durch die Computertechnik hat sich so Vieles grundlegend verändert, da gibt es nunmal Menschen die da nicht mitkommen. Deshalb sag ich immer: es müssen einfache Arbeiten her die Jeder machen kann.

Vor ca. 25 Jahren war es einer alleinerziehenden Mutter -so wie ich- noch möglich ganz simple Arbeit zu finden und damit sich und Kinder zu ernähren, trotz nur 70 DM!!! Kindergeld. Eine Bekannte meiner Mutter fand z.B. einen Arbeit bei der sie Brillen zusammenbastelte, Andere fanden Arbeit in Nähereien, Büglereien und Viele ernährten sich mit Putzen. Ich finde besonders für Frauen die alleine sind wirds immer schlimmer. Aber das war ja schon immer so, dass Frauen die Arschkarte ziehn. Selbst heute noch: durchschnittlich ca. 20% weniger Lohn für gleiche Arbeit im Vergleich zu Männern.

Auch Ot - aber es blubbert grad so raus aus mir. Mein Frust.

Notwendig ist das natürlich nicht. Sie können auch ohne solche grundlegenden Fähigkeiten “Mensch sein”, wie du es nennst. Nur will ich, jetzt mal ganz überspitzt und mit Vorurteilen, solchen Leuten auf der Straße begegnen? Die mich anpöbeln mit falscher Grammatik und dann vielleicht auch noch ein Messer ziehen? Nö.

Der Halbbruder ist geistig wirklich kein Überflieger, aber dennoch pöbelt er nicht rum. Er ist ein feiner Mensch, passt aber nicht ins Leistungssystem.

Ich glaube der Grund für die Pöbelei, für das Daneben-Benehmen liegen woanders. Mehr im Herzen.

Die muss man gesellschaftsfähig machen
.

Was bedeutet denn gesellschaftsfähig? Lieb und brav?

Gestern traf ich aufm Markt -wir essen dort zu mittag- einen Mann der hochgebildet ist. Mediziner und Professor. Ich trag mein Herz eigentlich immer recht locker auf der Zunge und komme mit Jedem ins Gespräch (wenn ich das will). Dieser Mann ist Mitgründer des Tibethauses in Frankfurt, fliegt jedes Jahr nach Indien zu buddhistischen Studienzwecken, ein wirklich intelligenter Mensch....und dennoch: er lebt seit 1 Jahr in Trennung und wie er das so schilderte....um es kurz zu machen: ein A*******.

Aber halt ein "unauffälliges" A*******. Verstehst Du.

Und das geht, beim Nullpunkt angefangen, am besten, indem man ihnen lesen und schreiben beibringt und ihnen in der Schule ein paar wichtige Werte vermittelt. Das verstehe ich unter Bildung. Und wenn man Glück hat, zieht man sich so kritische Denker heran, die halbwegs reflektiert durch die Welt laufen. Und die nicht irgendwann gewalttätig werden und im Gefängnis landen.

Nicht jeder unkritische Mensch wird gewalttätig, aber jeder kritische Mensch "könnte" gewalttätig werden.

Was für WERTE haben wir hier in Deutschland?
Ich musste als Kind noch einen Knicks machen, wehe wenn nicht, das war schon fast ne Revolte.

Die von dir erwähnten Kfz-Mechaniker oder sonstige Leute beziehe ich übrigens ganz und gar NICHT mit ein in die “Asozial”-Kategorie. Das sind ehrenwerte Leute. Und wenn die Probleme haben, einen Job zu finden, dann ist das System schuld, da hast du recht.

Danke🙂

Was man da machen soll? Keine Ahnung. Ich wünschte, ich würde Politik und VWL studieren, dann hätte ich da vielleicht genauere Vorschläge.

Und, ganz wichtig, nochmal: ich rede hier nicht vom IQ oder dass die Leute nichts in der Birne haben. Ich rede davon, dass man sie nicht genug fördert.

Ich nehme als Beispiel nochmal den Halbbruder. Er hat wie schon gesagt die Mittlere Reife im dritten Anlauf nicht geschafft, aber anscheinend eine künstlerische Ader. Hätte man das nie viel früher entdecken "müssen"? Ihm wäre viel erspart geblieben.

Förderung sollte was ganz Individuelles sein, findest Du nicht?
Warum ein Kind bis zur 10. Klasse mit mathematischen Formeln quälen, wenn die geistigen Fähigkeiten einfach nicht vorhanden nicht - ohne dass ich das jetzt negativ meine.
Warum kann man nicht sehen, dass ein Kind eher praktisch begabt ist um dann gezielt mit Förderung anfangen.

Grundlegend sollten Menschen lesen, schreiben und rechnen können, Grundrechnen. Danach sollte es individuell gestaltet werden.
Meine Meinung.

Vielleicht hat der “krass ey”-Junge das Potenzial in sich, der zweite Goethe zu werden. Aber aufgrund einer schlechten Erziehung ist ihm diese Chance vergönnt. Deswegen muss man ihn, meiner Meinung nach, halt richtig fördern. Und ihm Zugang zur Bildung eröffnen.

Warum Goethe? Ich finde man sollte nicht zu hoch greifen. Es kann nicht jeder ein Goethe oder Steven Hawkins sein.

Da fällt mir grad ein: stell Dir mal vor Steven Hawkins wäre keine Ausnahme, sondern die Regel - ICH würde arg alt aussehen neben ihm, wie die meisten Menschen. Aber stell Dir mal vor man würde das von uns verlangen? Ich wäre der Oberversager.

Darum geht es eben auch. Man kann nicht nur die Rahmenbedingungen anklagen, sondern muss auch die “Fehler” der Menschen selbst betrachten und diese auszubessern versuchen.

Ist es ein Fehler binomische Formeln nicht zu begreifen?
Ein Fehler ist Frustabbau durch Gewalt, als Beispiel. Aber warum haben so viele junge Menschen Frust? Bringen sich wegen der Schule gar um?

Ich muss mal wieder Bhutan hier rein bringen. Der dortige König hat den Begriff "brutto-GLÜCKS-Produkt" erfunden und es wird jedes Jahr JEDER einzelne Bürger nach seiner Zufriedenheit, nach seinem "Glück" gefragt. Dann versucht man heraus zu finden, WAS einen Menschen unglücklich macht und sucht nach Lösungen.
Bhutan, eines der ärmsten Länder der Welt und dennoch viel zufriedenere Menschen als hier.
Das sollte zu Denken geben.

Wir entfernen uns immer mehr von unserer angeborenen Emotionalität, von unseren Ursprüngen, von dem was mensch wirklich braucht um sich rund zu fühlen.


Klar, und du kritisierst hier jetzt den Kapitalismus allgemein. Da stimm ich dir ja auch zu, grundsätzlich.

Danke. Es ist das System. Es produziert nicht nur "asozial auffällige Menschen", sondern Menschen die immer mehr unter Depressionen und Ängsten leiden. Es produziert oberflächichen Reichtum, aber auch Armut und mehr und mehr seelisches Leid. Und es produziert gefühltkalte, nach Geld geiernde unglückliche Wesen die wie ein trauriger Hamster rennen wie verrückt und dennoch nicht von der Stelle kommen.

Soll DAS "Leben" sein?

Aber selbst, wenn wir ein anderes System hätten, fänd ich es trotzdem schön, wenn reflektierte Leute durch die Welt laufen. Und Schule und ein gutes Elternhaus ist dafür erstmal nicht schlecht.

Ich wünsche mir auch Menschen die reflektieren, aber auch unter den unauffälligen, gebildeten Menschen finde ich nur sehr, sehr selten einen dieser Menschen.

Das macht mich sehr traurig, mein Ernst. 🙁
 
Blackjack;1213780]"Sollen sich auch alle schämen, die gedankenlos sich der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen, und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst." [Albert Einstein]

Also wer den Satz des Pythagoras nicht versteht der ist einfach zu faul ihn verstehen zu wollen.

Danke 🙄 Richtig verstanden hab ich das nicht - und das hat nichts mit Faulheit zu tun. Ich bin einfach zu blöde.

Und nu?

Heutzutage werden viele Arbeiten von Maschinen verrichtet. Die Leute, die viele Dinge die sie in der Schule gelernt haben für nützlich erachten werden diese Maschinen konstruieren, bauen und warten. Diejenigen die das meiste aus der Schule gelernte für überflüssig halten werden von Maschinen ersetzt.

Ja genau, gibts den dummen Schweinen 🙄🙄:mad: Verarbeiten wir sie zu soilent green, damit sie wenigstens zu Irgendetwas nutze sind.................ich kotz gleich 🙁🙁

Es liegt nicht am System. Es liegt am Mensch. Nicht das System gibt dem Geld den Wert, sondern der Mensch. Nicht das System schreibt dem Menschen vor soviel Besitz anzuhäufen wie möglich, er selbst ist derjenige der sich dieses Bestreben auferlegt.

Ja es liegt am Menschen der dieses System "erfunden" hat, denn mehr ist es nicht, eine Erfindung. Eine blöde Erfindung die sich verselbständigt hat und Menschen produziert die nur noch nach zwei Dingen streben: mehr Geld und MACHT!
 
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