Die meisten waren sehr unruhig. Wollten immer wieder aufstehen, einige schliefen ein.
Eine Bewohnerin beschwerte sich dann ständig darüber, dass sie keine Lust habe, da sie fast nichts verstehe.
Ich spreche generell ziemlich leise, war dann aber um lautes Sprechen bemüht. Manchmal brüllte ich ihr etwas ins Ohr, um sie zu motivieren. Viel half das aber nicht und es war ziemlich frustrierend.
Die Betreuungsasstistentin ließ mich in dieser Situation komplett allein und fragte mich anschließend ca. fünfmal, ob ich etwa überfordert gewesen sei. Ja, ich war überfordert!
vorweg: ich habe nicht alles gelesen...ich war nämlich bei dieser Beschreibung wieder bedient. Ich habe nämlich mal als Aushilfe im Pflegeheim gearbeitet. Ich war Gott sei Dank nicht von deren Bewertung abhängig. Zuerst haben die mich sogar gemobbt. Dann sagte ich: wenn hier mir gegenüber kein ordentlicher Ton mit entsprechender Höflichkeit und Respekt angewandt wird, gehe ich...ich finde als Studentin über einen Job. Daraufhin ist Ruhe.
Die Beschreibung macht mich wütend. Erwachsenen Menschen werden in so einen Stuhlkreis gesetzt um Gedächnistraining zu machen und zu singen. Das die unruhig werden oder einschlafen oder sagen: 0 Bock...ist deren gutes Recht. Wir leben immerhin in einem Land, indem wir, ob alt oder jung, bei solchen blödsinnigen Ideen nein sagen können aufgrund unseres freien Willen. aber nein, so alte Leute müssen das machne und so blöde Mitarbeiter werden auch noch als überfordert tituliert, wenn sie eine Horde Menschen nicht den Willen von irgendwelchen Gedächnisschulungen aufgezwungen haben wollen. Weiß Du wieviel Kohle bezahlt wird für so ein Heim? Anbieten ist ja noch okay, aber wenn jmd auf so einer "Maßnahme" keinen Bock hat, so ist das doch okay. Mit mir braucht auch keiner mehr mit 90 Gedächnistraining zu machen! Punkt!
Nicht DU bist falsch, sondern das System, nur die meisten kapieren das nicht!
Liebe Grüße
Kolya
P.S.: ich bin es noch mal. Habe mir nun alles durchgelesen und was mich eher schockt, liebe Annika, ist Deine rasche Beeinflussung. Viell. solltest Du Dir ein wenig mehr Schlagfertigkeit aneignen. Es ist schwer. Früher war ich auch so und das war anscheinend eine Einladung für alle mich fertig zu machen bis ich mir schwor: nein, nie wieder.
Die Angelegenheit mit der Sekretärin:
In dem Moment hättest Du fragen sollen, ob es zu ihren Aufgaben gehört, Zeugnisse zu beurteilen oder nur abzutippen und abzuheften? Wenn nein, sollte sie dies auch tun und nicht mehr. Ungefragte Meinungen kannst Du doch ned gebrauchen, oder?
Zum anderen solltest Du bedenken, daß alle Menschen, die LANGE im Berufsleben stehen diese Routine NICHT von Anfang an hatten! Es dauert und dauert und dauert...bis man wirklich mit einem Job vertraut ist.
Was ich noch sagen möchte, ist, daß, was Der_der_um_den_Baum tanzt Recht hat!!! Anstatt zu verzweifeln, solltest du diese Chance wahrnehmen und so schnell wie möglich, als im Anschluß, zusehen, daß du dich höher qualifizierst. Du bist Helferin und IMMER wirst Du verantwortlich für den Sch*** der Leute gemacht, die über Dir stehen, gerade in diesen Berufen. Ich habe selbst im Pflegeheim gearbeitet. Da arbeiten wirklich (oftmals) Besen! Nicht immer...Aber viele und dann auch noch ein typischer Frauenberuf. Warum lernst Du nicht Altenpflegerin, warum bist Du nur "Gehilfin". Du KANNST mehr. Was Du im mom mit Dir machen läßt, ist nicht gerechtfertigt.
Ich würde mir für Dich mehr Selbstbewußtsein wünschen (man kann alles lernen im Beruf, andere können das ja auch) und die mehr Zuversicht.
Es liegt nicht daran, daß Du es nicht schaffst eine Horde unwilliger alter Menschen zu Gedächnistraings und Singen zu bewegen (ich hasse Singen und werde zu denjenigen Alten gehören, die den pseudopädagogischen Quatsch verweigern werde) oder noch zu langsam bist, denn das kommt noch, glaube mir...es liegt daran, daß Du Dich automatisch in die Windrichtung Deiner lieben Mitmenschen bewegst. DAS ist nicht gut...
Kolya
Selbstständig würde ich mich erst nach JAHREN Berufserfahrung und kaufm. Wissen machen und wenn ich fest genug wäre, Mitarbeiter zu leiten. Im mom sehe ich da keine Alternative.