Tyra
Sehr aktives Mitglied
ich finde es irgendwo ziemlich paschamäßig...nicht hilflos wenn ein Vater erwartet, dass seine Untertanen auf ihn zugehen....mein Vater war genauso...bis er mal etwas umerzogen wurde. Oft entspringt eine solche Haltung um etwas gebeten werden zu wollen aus einem überkandidelten EGo, patriarchale Kiste...klischeehafter machomäßiger Männerstolz...den ich ehrlich gesagt nicht besonders mag. Mit Schwäche hat das an sich nix zu tun, sondern eher mit der Erwartungshaltung dass sich alles um den Mann dreht und die (devote) Frau hinter ihm herdackelt und ihn um Erlaubnis bittet und fragt etc...
Mit sowas geht man ganz einfach um Man sagt: also hör zu, wenn du Interesse hast mit einbezogen zu werden bei Entscheidungen erwarte ich dass du dich regelmäßg meldest um dich auf den neuesten Stand zu bringen. Oder man macht aus dass man sich abwechselnd wöchentlich meldet und allgemeine Dinge, die zu klären sind bespricht.
Was du da mit deinem Mann ausfichst ist immer noch son altes Machtspielchen...bei dem du unterliegst wenn du dir durch seine Vorwürfe ein schlechtes Gewissen einreden läßt oder unangemessen reagierst. Du zappelst immer noch an seiner Angel, wenn du dich auf Spielchen einläßt...hier ist halt Achtsamkeit gefragt und Selbstbewusstsein um angemessen zu reagieren.
Es ist normal dass dein EX sich ggü Bekannten oder Freunden über dich ausheult..über sowas muss man drüber stehen. Du tust ja an sich hier dasselbe...sowas ist einfach Seelenhygiene...und manchmal auch gemischt mit ein wenig Bosheit und dem Impetus dich anderswo madig zu machen..Buhmannspielchen nenne ich das, aber auch hier gibt es simple gut wirksame Gegentaktiken.
Lies mal: Macchiavelli für Frauen von Harriet Rubin und versuch einen fürstlichen Habitus ein wenig zu internalisieren...dann wirst du deinen Ex im Falle dass er irgendwo Gegner ist leichter aushebeln können 😀😀
Ich vermute dein EX wird knallhart deine Schwächen ausnutzen und eine deiner Schwächen sind halt deine Kinder...deine Haltung, dass die Gäule mit dir durchgehen wenn es um deine Kinder geht...also bemüh dich da mehr die Zügel in der Hand zu behalten...immer schön leicht nachgeben und wieder straff ziehen, so wie man ein Pferd reitet, dass durchgehen will. 😉 Genügend gesundes EGO gegen sein EGO setzen, dann klappt es schon.
Was deine Komplexe angeht: ggf. ist es ein Problem, wenn man sich zu einseitig über seine Kinder oder Rolle als Mutter definiert und dann wenn die Kids groß sind man sich natürlich automatisch überflüssig fühlt? Also ein selbstkreiertes Problemchen?
Denk daran, dass du neben einer Mutter noch viele Rollen einnehmen könntest/kannst. Du bist in erster Linie ein vollwertiger Mensch, eine Frau, die in verschiedene Rollen in ihrem Leben schlüpft oder schlüpfen könnte. Menschen sind evolutionär gesehen die anpassungsfähigsten und vielseitigsten Wesen auf diesem Planeten..nur nutzen viele Menschen nur einen Bruchteil von dem was an sich potenziell in ihnen steckt.
Ich würde dir raten ruhig mal neue Wege zu gehen, dich selber mal in anderen Rollen auszuprobieren, sowas macht Spass und erweitert den Horizont, baut Selbstbewusstsein auf....ein gutes Programm gegen Minderwertigkeitskomplexe. Leider ist der Mensch ja ein Gewohnheitstier und unsichere Menschen haben oft Angst vor Veränderungen...an sich oft unnötig Angst...denn Veränderung passiert ohnehin und ich sage immer: wenn schon Veränderung, dann auch so wie ich das will und in die Richtung die ich selber mit vorgebe....
Ich habe in meinem Leben stets darauf geachtet mich nicht zu sehr von anderen auf gewisse Rollen festlegen zu lassen um mir immer ein gewisses Maß an Freiheit und Eigenbestimmtheit zu sichern.
Du schreibst, dass dich keine 10 Pferde halten können wenn es um deine Kids geht..das ist in Ordnung solange dasselbe auch in Hinsicht auf dich selber zutrifft..ich vermute aber das ist ein Gefälle und du stellst eigene Ansprüche nach dem althergebrachten frauenfeindlichem Klischee der aufopferungsvollen "guten Mutter" immer hintenan? Nun: musst du selber wissen...natürlich ist es schwer nach einer langen Zeit in einer solchen Haltung sich da ein wenig zu ändern und wieder mehr an sich selber zu denken...aber es lohnt sich, du solltest also alte Freundschaften ruhig weiter aktivieren und mal entgegen alter Gewohnheiten mehr eigene Interessen aufbauen. An sich hat das Leben enorm viel zu bieten. Nutze deine Möglichkeiten solange du es noch kannst. Das Leben ist kurz und an sich sollte man jeden Tag so leben, dass man ohne Reue oder das Gefühl irgendwas verpasst zu haben sterben kann...wenn es mal soweit ist. Das jedenfalls ist mein Lebensmotto.
Man sollte sich stets wie die Buddhisten sagen Mujo = Vergänglichkeit/Veränderung bewusst sein, es akzeptieren und dem Leben Achtung erbringen indem man es sinnvoll ausnutzt, jeden Moment voll genießt, aktiv am eigenen Leben beteiligt ist, nicht nur passiv schicksalsergeben sklavisch da sitzt und wartet was man serviert bekommt...Vielseitigkeit ist hier gefragt...ein gewisses Maß an Flexibilität und Mut zu ständiger Veränderung. Denn ein zu statisches System muss logischerweise scheitern angesichts der ständigen Dynamik/Veränderung des Lebens. Manche Menschen stolpern durchs Leben andere tanzen...weil sie sich anpassen und Schritt halten können...apropos Tanzen....Sport ist total gut fürs Selbstbewusstsein..wie wäre es mal mit nem Tanzkurs...lateinamerikanische Tänze....mal ein wenig Glut in die alten Hauspantoffeln bringen und auf High Heels (oder zumindest halbhohe Tanzschühchen) wechseln um sich mal wieder als begehrenswerte Frau zu fühlen? Anstatt nur als Muttertier, dass 24 Stunden am Tach nur an ihre Kids denkt.
Sich pflegen, sich mal was gönnen, genügend Freizeitinteressen pflegen sind das A und O für ein gesundes Wohlfühlgefühl.
Ich habe selber keine Kinder, bin aber mit Leib und Seele Tante...und mag auch die Kinder meiner Bekannten, bin ne beliebte Babysitterin...Ehrlich gesagt reicht mir das auch und ich genieße nach sandverstaubten Nachmittagen auf Spielplätzen in denen ich sehr gerne über alle Kletterdinger mitklettere und rutsche und schaukle, was das Zeug hält, oder Kindergeburtstage arrangiere, mit meiner Nichte zum Reiten gehe etc...auch meine kinderlosen Freiheiten, die mir erlauben noch anderen vielfältigen Interessen nachzugehen. Viele meiner Freunde oder Bekannten haben Kinder, einige auch nicht..jeder nach seiner FAsson. Ich denke wenn ich vor einigen Jahren den richtigen Mann getroffen hätte wäre es ggf. bei mir auch anders gelaufen und ich hätte ggf. Kinder....aber das es nicht so gekommen ist bereue ich nicht sehr, denn dadurch haben sich andere schöne Möglichkeiten für mich ergeben...ich nehme es so wie es kommt und bin zufrieden mit dem wie es ist...mache stets das Beste aus allem, bemühe mich zumindest das hinzukriegen.
Jeder muss da halt auf seine Weise gucken wie er seinem Leben ständig wieder Sinn gibt.
Was Freunde angeht: ich habe nur eine Handvoll sehr enger Freunde und eine Menge Bekannter und weiss dass man mit einigen gut Party feiern oder einen lustigen Nachmittag verbringen kann, mehr aber auch nicht. Man muss halt gucken, dass man einigermaßen realistisch bleibt mit seiner Erwartungshaltung ggü Freunden oder Bekannten. Von meinen Freunden erwarte ich nicht, dass sie unparteiisch sind sondern zumindest sachlich-neutral und meine Wünsche achten/beachten, so wie ich umgekehrt auch die Wünsche meiner Freunde/Freundinnen achte, was selbstverständlich sein sollte.
So, das war nun mein Roman zum Sonntag. Viel Vergnügen damit und viel Spass bei deiner Freundin!
Tyra
Mit sowas geht man ganz einfach um Man sagt: also hör zu, wenn du Interesse hast mit einbezogen zu werden bei Entscheidungen erwarte ich dass du dich regelmäßg meldest um dich auf den neuesten Stand zu bringen. Oder man macht aus dass man sich abwechselnd wöchentlich meldet und allgemeine Dinge, die zu klären sind bespricht.
Was du da mit deinem Mann ausfichst ist immer noch son altes Machtspielchen...bei dem du unterliegst wenn du dir durch seine Vorwürfe ein schlechtes Gewissen einreden läßt oder unangemessen reagierst. Du zappelst immer noch an seiner Angel, wenn du dich auf Spielchen einläßt...hier ist halt Achtsamkeit gefragt und Selbstbewusstsein um angemessen zu reagieren.
Es ist normal dass dein EX sich ggü Bekannten oder Freunden über dich ausheult..über sowas muss man drüber stehen. Du tust ja an sich hier dasselbe...sowas ist einfach Seelenhygiene...und manchmal auch gemischt mit ein wenig Bosheit und dem Impetus dich anderswo madig zu machen..Buhmannspielchen nenne ich das, aber auch hier gibt es simple gut wirksame Gegentaktiken.
Lies mal: Macchiavelli für Frauen von Harriet Rubin und versuch einen fürstlichen Habitus ein wenig zu internalisieren...dann wirst du deinen Ex im Falle dass er irgendwo Gegner ist leichter aushebeln können 😀😀
Ich vermute dein EX wird knallhart deine Schwächen ausnutzen und eine deiner Schwächen sind halt deine Kinder...deine Haltung, dass die Gäule mit dir durchgehen wenn es um deine Kinder geht...also bemüh dich da mehr die Zügel in der Hand zu behalten...immer schön leicht nachgeben und wieder straff ziehen, so wie man ein Pferd reitet, dass durchgehen will. 😉 Genügend gesundes EGO gegen sein EGO setzen, dann klappt es schon.
Was deine Komplexe angeht: ggf. ist es ein Problem, wenn man sich zu einseitig über seine Kinder oder Rolle als Mutter definiert und dann wenn die Kids groß sind man sich natürlich automatisch überflüssig fühlt? Also ein selbstkreiertes Problemchen?
Denk daran, dass du neben einer Mutter noch viele Rollen einnehmen könntest/kannst. Du bist in erster Linie ein vollwertiger Mensch, eine Frau, die in verschiedene Rollen in ihrem Leben schlüpft oder schlüpfen könnte. Menschen sind evolutionär gesehen die anpassungsfähigsten und vielseitigsten Wesen auf diesem Planeten..nur nutzen viele Menschen nur einen Bruchteil von dem was an sich potenziell in ihnen steckt.
Ich würde dir raten ruhig mal neue Wege zu gehen, dich selber mal in anderen Rollen auszuprobieren, sowas macht Spass und erweitert den Horizont, baut Selbstbewusstsein auf....ein gutes Programm gegen Minderwertigkeitskomplexe. Leider ist der Mensch ja ein Gewohnheitstier und unsichere Menschen haben oft Angst vor Veränderungen...an sich oft unnötig Angst...denn Veränderung passiert ohnehin und ich sage immer: wenn schon Veränderung, dann auch so wie ich das will und in die Richtung die ich selber mit vorgebe....
Ich habe in meinem Leben stets darauf geachtet mich nicht zu sehr von anderen auf gewisse Rollen festlegen zu lassen um mir immer ein gewisses Maß an Freiheit und Eigenbestimmtheit zu sichern.
Du schreibst, dass dich keine 10 Pferde halten können wenn es um deine Kids geht..das ist in Ordnung solange dasselbe auch in Hinsicht auf dich selber zutrifft..ich vermute aber das ist ein Gefälle und du stellst eigene Ansprüche nach dem althergebrachten frauenfeindlichem Klischee der aufopferungsvollen "guten Mutter" immer hintenan? Nun: musst du selber wissen...natürlich ist es schwer nach einer langen Zeit in einer solchen Haltung sich da ein wenig zu ändern und wieder mehr an sich selber zu denken...aber es lohnt sich, du solltest also alte Freundschaften ruhig weiter aktivieren und mal entgegen alter Gewohnheiten mehr eigene Interessen aufbauen. An sich hat das Leben enorm viel zu bieten. Nutze deine Möglichkeiten solange du es noch kannst. Das Leben ist kurz und an sich sollte man jeden Tag so leben, dass man ohne Reue oder das Gefühl irgendwas verpasst zu haben sterben kann...wenn es mal soweit ist. Das jedenfalls ist mein Lebensmotto.
Man sollte sich stets wie die Buddhisten sagen Mujo = Vergänglichkeit/Veränderung bewusst sein, es akzeptieren und dem Leben Achtung erbringen indem man es sinnvoll ausnutzt, jeden Moment voll genießt, aktiv am eigenen Leben beteiligt ist, nicht nur passiv schicksalsergeben sklavisch da sitzt und wartet was man serviert bekommt...Vielseitigkeit ist hier gefragt...ein gewisses Maß an Flexibilität und Mut zu ständiger Veränderung. Denn ein zu statisches System muss logischerweise scheitern angesichts der ständigen Dynamik/Veränderung des Lebens. Manche Menschen stolpern durchs Leben andere tanzen...weil sie sich anpassen und Schritt halten können...apropos Tanzen....Sport ist total gut fürs Selbstbewusstsein..wie wäre es mal mit nem Tanzkurs...lateinamerikanische Tänze....mal ein wenig Glut in die alten Hauspantoffeln bringen und auf High Heels (oder zumindest halbhohe Tanzschühchen) wechseln um sich mal wieder als begehrenswerte Frau zu fühlen? Anstatt nur als Muttertier, dass 24 Stunden am Tach nur an ihre Kids denkt.
Sich pflegen, sich mal was gönnen, genügend Freizeitinteressen pflegen sind das A und O für ein gesundes Wohlfühlgefühl.
Ich habe selber keine Kinder, bin aber mit Leib und Seele Tante...und mag auch die Kinder meiner Bekannten, bin ne beliebte Babysitterin...Ehrlich gesagt reicht mir das auch und ich genieße nach sandverstaubten Nachmittagen auf Spielplätzen in denen ich sehr gerne über alle Kletterdinger mitklettere und rutsche und schaukle, was das Zeug hält, oder Kindergeburtstage arrangiere, mit meiner Nichte zum Reiten gehe etc...auch meine kinderlosen Freiheiten, die mir erlauben noch anderen vielfältigen Interessen nachzugehen. Viele meiner Freunde oder Bekannten haben Kinder, einige auch nicht..jeder nach seiner FAsson. Ich denke wenn ich vor einigen Jahren den richtigen Mann getroffen hätte wäre es ggf. bei mir auch anders gelaufen und ich hätte ggf. Kinder....aber das es nicht so gekommen ist bereue ich nicht sehr, denn dadurch haben sich andere schöne Möglichkeiten für mich ergeben...ich nehme es so wie es kommt und bin zufrieden mit dem wie es ist...mache stets das Beste aus allem, bemühe mich zumindest das hinzukriegen.
Jeder muss da halt auf seine Weise gucken wie er seinem Leben ständig wieder Sinn gibt.
Was Freunde angeht: ich habe nur eine Handvoll sehr enger Freunde und eine Menge Bekannter und weiss dass man mit einigen gut Party feiern oder einen lustigen Nachmittag verbringen kann, mehr aber auch nicht. Man muss halt gucken, dass man einigermaßen realistisch bleibt mit seiner Erwartungshaltung ggü Freunden oder Bekannten. Von meinen Freunden erwarte ich nicht, dass sie unparteiisch sind sondern zumindest sachlich-neutral und meine Wünsche achten/beachten, so wie ich umgekehrt auch die Wünsche meiner Freunde/Freundinnen achte, was selbstverständlich sein sollte.
So, das war nun mein Roman zum Sonntag. Viel Vergnügen damit und viel Spass bei deiner Freundin!
Tyra
Zuletzt bearbeitet: