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Rockstar werden

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Re: Rockstar werden
Hallo jack7,

schau mal hier:
Rockstar werden. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Ich wollte auch vor einigen Jahren mal Gitarre lernen, damals hatte ich angefangen richtigen Unterricht zu nehmen, was dann allerdings zu wenig war und sich der Fortschritt somit in Grenzen hielt. (2x Woche je 1 Stunde)

Ich habe mich dann in meiner Freizeit informiert und mir verschiedene Seiten und Blogs angesehen die 'angeblich' dasselbe Wissen vermitteln und einem das Spielen sogar beibringen können ohne das derjenige Noten lesen kann. 🙄Dementsprechend skeptisch war ich damals, hat aber alles gut geklappt, die sog. 'Tabs' (= Tabulatoren) die man dort beigebracht bekommt reichen völlig aus um ein Gefühl dafür zu entwickeln.

(Quelle: https://music2me.de/blog/wie-liest-man-tabs)
 
Ich kenne diverse Berufsmusiker.

Von Musik alleine kann keiner leben. Nicht mal die, die 10.000 Alben absetzen und an 200 Tagen im Jahr Konzerte spielen.
 
Ungefähr 3 Prozent aller Musiker verdienen über 90 Prozent des Geldes in der Musikszene.

Nun kannst du dir ausrechnen wie hoch die Wahrscheinlichkeiten sind.

Mal im Ernst. Ich halte Rockstar werden eher für einen Traum aus Teenagerzeiten.

Glück, Beziehungen und Talent sind hier die Stichwörter.
Es gibt zig gute Musiker, die aber alle Pech hatten, nicht in die richtige Zeit kamen oder nicht die Beziehungen hatten.

Youtube kann man als Fluch oder Segen sehen. Dadurch kann heute jeder Musik machen, aber es ist viel schwerer geworden sich von der Menge abzuheben.

Und dann noch international bekannt zu werden ist noch unmöglicher.

Wenn ich bei manchen deutschen Musikern den Akzent im Englisch höre, kommt mir das Essen wieder hoch.

Ich würde jedem der meint Rockstar zu werden, lieber parallel einen Plan B empfehlen.

Man kann auch hobbymäßig Musik machen. Oder man sollte es wenn man nicht zwangsläufig beim Arbeitsamt landen will.
 
Ich kenne mich zwar nicht in der Musikbranche aus, dafür mehr im Bereich der bildenden Kunst. Wollte schon immer Kunstmaler werden. Aber wie üblich, bekam ich immer Sprüche zu hören wie "Mach was vernünftiges" oder "Das ist brotlos. Davon kann man nicht leben" usw. Ja, ich bin durchaus dafür, erst einmal etwas "vernünftiges" zu lernen, worauf man im Notfall aufbauen kann. Witziger Weise hat mich persönlich die achso vernünftige Ausbildung kein Stück weiter gebracht. Ich konnte nie einen Fuß in meinem erlernten Beruf fassen. Ich war total verzweifelt bis ich anfing mich darauf zu konzentrieren, was ich wirklich kann und was ich schon immer wollte.
Der Anfang war nicht leicht. Malen und zeichnen zu können reicht allein nicht aus. Man muss sich und seine Bilder auch gut vermarkten können. Marketing ist das A und O! Ich denke, in der Musikbranche ist das ähnlich. Ich verkaufe auch weltweit. Denn ich wusste, dass es nicht ausreichen würde, mich nur auf den deutschen Markt zu konzentrieren. Habe dafür auch meine Englischkenntnisse stark verbessert. Die waren bei mir eher schlecht. Es ist immer gut, die Spache der Kunden sprechen zu können und viele sprechen nun mal Englisch.
Ich habe mit der Zeit - über Ausstellungen, Wettbewerbe und Internet - einige Künstlerkollegen kennengelernt. Einige haben sich bewusst dafür entschieden, es nur als Hobby zu betreiben. Doch die, die hauptberuflich Künstler sind, können durchaus davon leben. Manche mehr manche weniger gut. Bei mir reicht es auch noch nicht ganz zum Leben. Aber es wird. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen, wie man so schön sagt.
Als Künstler braucht man eventuell auch Gönner. Das war schon früher so und wird auch so bleiben. Bei mir war es mein Mann. Ohne ihn wäre das alles nicht möglich gewesen. Ich kenne auch eine Illustratorin, welche auch nur auf eine private Kunsthochschule in Italien konnte, weil ihre Eltern sie unterstützten (über 30.000€ Studiengebühren im Jahr mussten ja irgendwie bezahlt werden). Andere wiederum versuchen z.B. über Kickstarter bestimmte Projekte zu finanzieren. Patreon nutzt auch der ein oder andere. Das Gute ist: Zu Zeiten des Internets ist vieles möglich. Man muss sich nur von der Masse abheben können. Dann kann ein Leben als Künstler auch funktionieren!
 
Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Vorurteile über das Leben als Musiker kursieren. Die einen scheinen zu meinen, alle Musiker leben auf der Straße oder machen nebenher andere Jobs und die anderen meinen, man wird zum Star, nur weil man sich eine Gitarre kauft!🙄
natürlich stimmt weder das eine noch das andere.
Die meisten Absolventen deutscher Musikhochschulen leben später von ihrer Kunst (mehr als zB Absolventen, die Biologie studiert haben- die machen ja zu 80% hinterher was anderes)
Neben Begabung gehört halt ein großes Maß an Fleiß, Ausdauer, Mut, Realismus und Geschick in Marketing und Selbstverwaltung dazu. Wenn man das hat, dann findet man auch seinen Platz ist der Musikwelt. Wenn nicht, dann sollte man es lassen: Wer ein Problem damit hat, zB den ganzen Tag zu üben, oder auch Musik zu machen, die ihm garnicht gefällt, der sollte es lassen.
Ich denke, so ist das in jeder kreativen Branche!
 
Ich bin immer wieder erstaunt über deine Beiträge, Violetta Valerie. Im positiven Sinne natürlich 🙂 Kurz und knapp auf den Punkt gebracht deine Aussagen.

Was mich immer sauer aufstoßen lässt ist, dass man eine Künstlerseele auf Biegen und Brechen davon abhalten will Künstler zu werden. Seien es Verwandte, Bekannte oder eben auch User in Internetforen. Ich kenne ähnliche Diskussionen wie hier auch aus anderen Foren. Es ist jedes Mal das gleiche Schema. Ist dieses Bild des "brotlosen Künstlers" in den Köpfen der Menschen tatsächlich so tief verankert? Sicher ist es ein stark risikobehafteter Beruf und man sollte das gut durchdenken und nicht so blauäugig sein. Doch wenn der ein oder andere sich nicht für einen künstlerischen Werdegang entscheiden würde, wäre die Welt um einiges ärmer. Arm und trostlos an Kunst.
 

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