Hahahahahaha
lustig, genau diese Antworten habe ich erwartet.
Typisch moderner Mensch. Eurer Meinung nach sollte ich also still arbeiten gehen, mich ins System einschleusen, mich von der Regierung versklaven lassen, jeden Tag in die Glotze schauen und dann. Was soll ich mit dem ganzen Geld machen, ein Haus kaufen, ein Auto...oh nein das Leben ist mir zu langweillig. Ich werde nicht zu einem programierten Standartmenschen.
Wenn mehr denkende Menschen in der Welt rumlaufen würden hätten wir schon lange die Regierungen gestürzt und die ganzen Banken und Konzerne zerstört.
Sobald man aus dem System austritt und sich der Gesellschaft widersetzt passiert immer das Gleiche man wird verachtet.. (keine Angst, eure Antworten entmutigen mich nicht, im Gegenteil)
Alle haben klein angefangen.....
Ja, alle haben mal klein angefangen, aber die Betonung liegt auf ANFANGEN! Der Entschluß, seinen Traum zu leben bedeutet erstmal, konkret zu wissen, was man überhaupt tun kann und muss.
Es spricht nichts dagegen, sich mit vollem Eifer in die Sache zu schmeißen und alles dafür zu geben: Im Gegenteil, wenn man Erfolg haben will MUSS man das sogar! Aber dennoch gibt es sowas wie die Realität und wer die vergisst, hat in dem Buisness meist schon von vornherein verloren. Denn dort wimmelt es nur so von Möchtegerns und glaub mir: Keiner, der es geschafft hat hat großen Respekt vor Leuten, die meinen, das geht so hopla hop. Genau deswegen wird Dir vermutlich auch keiner dieser Leute eine Chance geben, aber genau das ist es, was man braucht: Vitamin B.
Die meisten Leute, die im Musikbuisness Erfolg haben, haben hart dafür gearbeitet UND hatten großes Glück.
Also wenn Du Gitarre lernen willst, dann tu es: Hab Spaß dabei- das kann was wunderbares sein. Aber bitte sei nicht so blind, zu denken, mit ein bißchen klimpern würde das werden. Dazu braucht man schon auch nen knallharten Realitätssinn.
Wie schon gesagt: Ich selber arbeite im Musikbuisnes und lebe davon. Der Weg ist IMMER steinig.
Wenn malou schreibt: "Dann studier Musik oder werd Gitarrenlehrer" übersieht sie die Situation an Musikhochschulen. Da kommen auf einen Studienplatz ca 100 Bewerber! Du musst unglaublich gut und abgebrüht sein. Die Leute, die da vorspielen/ singen aben bereits ihre Karriere gestartet: Sie sind fertige Musiker! Und selbst wenn Du einen Platz bekommst, so ist das keine Garantie auf eine Karriere: Viele müssen sich später mit unterrichten über Wasser halten oder müssen sachen machen, die sie nicht wollen.
Ich will nicht sagen, dass das schlecht ist: Im Gegenteil- wenn man seine Musik so liebt, dann ist JEDER Job, in dem man sie aufüben kann ein Geschenk.
OK, ein Musikstudium ist nicht unbedingt nötig, aber es ist immernoch der sicherste Weg- alle anderen Wege hängen noch mehr mit Glück und zufall zusammen.
Harte- Megaharte!-Arbeit ist Grundvorraussetzung! Talent und überdurchschnittliche Fähigkeiten werden vorausgesetzt!
Ich habe den schritt gewagt: Mein Weg ist noch nicht zuende, aber glaub mir: So viel Zähigkeit, wie ich brauchte, um überhaupt bis hier hin zu kommen, das hat nicht jeder.
Einfach nur Musik gern mögen, das reicht nicht- bei weitem nicht! Da muss man alles geben! Ich liebe meine Musik so sehr, dass ich die Entscheidung treffen konnte, aber glaub mir: Du gibts damit viel auf und Du musst unglaublich gut mit Schmerz und Zurückweisung umgehen können.
Und da hapert es bei Dir, wenn ich deinen Post lese: Wenn Du gleich pampig wirst, wenn Gegenwind kommt, kannste's vergessen: Wenn Du im Buisnes bist, wird man Dir sagen, dass Du unbegabt bist, hässlich, dumm usw...Und Du wirst dazu lächeln müssen und weitermachen müssen.
Glaubst Du nicht, dass alle Musikstars wären, wenn es so einfach wäre, dass man sich einfach nur eine Gitarre kauft?
Was hast Du denn bereits musikalisch gemacht? Bereits komponiert? Einen eigenen Stil gefunden? Wie alt bist Du? Spielst Du bereits ein Instrument? Kannst Du mit einem gängigen Notensatz- schneide- und Soundprogramm umgehen? Hast Du das nötige Werkzeug? (Instrumente? Boxen? Mischpult? PC? Mikos? Probenraum?)
Hast Du das Geld für einen Lehrer (ca 40 Euro die Stunde mind einmal in der Woche)?
Und das wichtigste: Hast DU einen Plan B? Ohne Plan B geht es nicht! NIE! JEDER Musiker, den ich kenne (und ich kenne sehr viele) hat einen Plan B, falls er es nicht weit genug schafft, oder etwas passiert (Unfall usw)
Das hat nichts mit madig machen zu tun, aber das sind die Fakten, mit denen du dealen musst.
Aber weißt Du, wie Du es am besten herausfindest, wenn Du es WIRKLICH wissen willst: Schau mal, ob Du es schaffst täglich mind 5 Stunden zu üben (7 Tage die Woche). Zieh das mal einen Monat durch, dann bist Du schon schlauer!