Bis zu einem gewissen Grad sollte man Menschen schon vertrauen, aber nicht bis 360°.
Eine andere Idee: Bewerbe dich jetzt auf eine Ausbildungsstelle in Berlin. Vorstellungsgespräche in Berlin sind doch machbar. Vorher mit dem Betrieb abklären, ob sie dir die Bahnfahrkarte 2.Klasse zum Bewerbungsgespräch erstatten, das i.d.R. vom Betrieb übernommen wird. Hältst du dann einen Vertrag in deinen Händen, kannst du nach Berlin ziehen. Evtl. stellt dir der Ausbildungbetrieb eine Unterkunft zur Verfügung. Das ist das erste Standbein.
Das zweite (zusätzliche) Standbein ist die Online-Agentur mit deinem Freund. Hört sich gut an, allerdings in der Anfangsphase mit einem sicheren Job in der Tasche wird's von gut auf besser.
Mit deinen sehr guten Zeugnissen wird's sicher eine Ausbildungsstelle als Koch in Berlin geben. Deine Elteern sind in deiner Ausbildung weiterhin unterhaltspflichtig und du hast Anspruch auf das Kindrgeld. Somit bekommst du noch ein bisschen Geld zu deiner Ausbildungsvergütung hinzu.
Nur, ich würde halt nichts in so kurzer Zeit von einem Monat überstürzen. Nicht nur planen, sondern auch den Plan umsetzen und in trockene Tücher zu wissen, ist die halbe Miete für Berlin. Auch wenn's mal wieder ein bisschen länger dauert. ;-) September ist normalerweise Ausbildungsbeginn?! Eine sehr kleine Zeitverzögerung für deinen Umzug nach Berlin, die du evtl. in Kauf nehmen kannst?!
Sternerestaurants werden sicher nicht die Katze im Sack kaufen...
Aber ich bin offen für konstruktive Vorschläge. Man kann es ja versuchen.
Der Hauptgedanke: Ich möchte es mir mit den Restaurants NICHT verscherzen. Ich habe pro Restaurant (28 potentielle, die in Frage kommen, die anderen sind mir zu "minderwertig") nur eine einzige Chance.
Was sollte ich nach meiner jetzigen Situation(Arbeiten beim Fleischer, Ausbildungsplatz gekündigt, weil ich umziehen möchte und der Platz der letzte dreck ist) in eine Bewerbung reinschreiben?
Ich muss auch sagen, dass ich von meinem 2. Ausbildungsbetrieb nichts erwarten kann.
Keine Unterschriften für das Berichtsheft( Ich würde denke ich sowieso wieder im 1. Jahr anfangen, dann aber sicher verkürzen(Leistung wird erbracht)), kein Gutes Arbeitszeugnis(Das wird so schlecht sein, dass ich es verbrennen kann), wenn das Restaurant anruft, werden die auch nichts gutes von mir erzählen.
Der Grund war, dass ich dort absolut keine Motivation hatte.
Ich musste zwar nicht Spülen, Schälen und putzen(Wie in meinem alten Betrieb), jedoch habe ich dort mit Pulver, TK und ich sagte immer DRECK gekocht. Alles hat mich angekotzt. Ich habe von Gesellen gelernt, die erst seit einem Jahr Gesellen sind und selber keine Ahnung haben, oder von Altgesellen, die kochen, wie man vor 40 Jahren gekocht hat. Azubi's wurden da auch wie Luft behandelt. Ich wurde mal vom Küchenchef gefragt, wie ich seine Curry Creme finde. Ich sagte, dass diese mir nicht so gut schmeckt, weil sie zu wenig säure hätte. ICH WURDE 4 TAGE LANG NICHT ANGEGUCKT! Ich finde das so respektlos. Obwohl ich konstruktive Kritik, mit Verbesserungsvorschlag gemacht habe, wird mir gesagt, dass ich keine Ahnung habe(okok Natürlich habe ich die nicht, ich bin ein Azubi aus dem ersten Jahr), ich habe aber einen persönlichen Geschmack, und den dann so vehement runterzureden, finde ich einfach in der Küche unglaublich unpassend.Er fragt mich, obwohl ihn meine Meinung nicht interessiert...
Ich sag mal so: Ich habe am Ende da offen darüber gesprochen, dass ich finde, dass die sich nicht als "Gourmetrestaurant" beleidigen sollen, weil was die dort produzieren absolut nichts mit Gourmet zutun hat.
Tiefkühlpizza für 16,50€ verkaufen ... Wenn ich da zurückdenke, werde ich richtig sauer!!! Das ist so unverschämt!
Ich habe über das alles auch mit meinem ehemaligen Küchenchef gesprochen. Seine Antwort könnt ihr im Anhang lesen.
Ich sag mal so: Ich hatte ein Gutes Bewerbungsschreiben, mit dem mich jedes Restaurant in meiner Heimatstadt das Angebot gemacht hat, bei Ihnen die Ausbildung zu machen. Ich würde das dann umschreiben, nur weiß ich nicht, wie...
Danke für die Antwort!