lena7, gott gibt es nicht. gott ist keine person. gott ist ein gedankenkonstrukt. gott steht für alles, was wir nicht erklären können. oder auch für ne gewisse theorie.
niemand weiss, wo wir eingebettet sind. warum all das hier ist. warum all das hier passiert. manche können mit fragezeichen nicht leben. es ist auch sehr mühsam, mit so vielen fragezeichen und ungewissheiten rumzurennen. da ist es einfacher sich an was halten zu können.
alles wissenschaftlich erklären wollen...
lena7.. fakt ist, dass gerade die gläubigen, die dem volke religiöse logik aufzwingen, selber am forschen sind. im mittelalter waren viele der pfarrer und co. belesen, studiert und überhaupt. es war ne elite unter sich. die das volk dumm da stehen lies. wissen ist macht.
wissen ist keine sünde. im gegenteil. sie ist pflicht. es ist die aufgabe des menschen, dinge zu entdecken und zu begreifen, zu lernen. schliesslich hat ja mensch auch gelernt, dinge anzupflanzen. zu begreifen, wie man essen besorgt, wie man an nahrung herankommt. aufzucht und so.
gott als vorwand zu gebrauchen, um nicht zu lernen, ist sicherlich nicht im sinne gottes.
man wird nie bis ins letzte alles wissenschaftlich erklären können. zumindest nicht in meinem leben. vielleicht mal jahre später. gibt es vielleicht wieder einen quantensprung. so wie damals, wo man sagte, die erde ist keine scheibe sondern rund.
das hat jede kultur durchgemacht. vielleicht .. wird mal unsere erklärung, dass das universum unendlich ist, wiederlegt werden. wenn man jemand ans ende des universums gelangt. so wie damals, wo jemand aufs meer hinaus ist und ne runde gedreht hat.
gott schliesst wissenschaft nicht aus.
wenn früher ein erdbeben statt fand, dachte man, die menschen hätten was böses getan und werden jetzt von gott bestraft.
heute weiss man, weshalb erdbeben entstehen.
und auch wenn ich so vieles gelernt habe, weil man mich durch die schule gejagt hat, so heisst das nicht, dass ich für alles ne erklärung bekommen habe. und die forschung wird weitergehen.
und auch der kampf darum, dies sinnvoll einzusetzen.
und all das wissen bedeutet nicht, dass ich mich gross und mächtig oder gar allmächtig fühle. im gegenteil. je mehr ich erfahre, um so mehr sehe ich, dass ich "nur ein kleiner mensch" bin.
wissende menschen können unwissende manipulieren. das geschieht auch. man hat ja früher frauen auch eingeredet sie hätten das kleinere gehirn und wären nicht fähig logisch zu denken. oder dass der mann unbedingt f**** müsse, die frau aber nicht. (und derlei mist).
ich glaube, die herausforderung liegt eher darin, einzelne menschen nicht zu mächtig werden zu lassen. die das dann ausnützen. die herausforderung liegt darin, gemeinsam unsere lebensgrundlage zu sichern und dafür zu sorgen, dass man leben schützt.
gott wortwörtlich zu verstehen.. das machen vielleicht kinder. die glauben auch an den weihnachtsmann. religiöse diskurse unter erwachsenen sollen helfen zu reflektieren. und nicht moralisieren. und dem denken einhalt gebieten.
das ist das schlimmste, was man tun kann! denken verbieten!
gott hat auch ne spirituelle seite. viele menschen erleiden schwere schicksale. wie diese trösten? wie diesen menschen wieder kraft und glück schenken? ich hatte auch meine gedankendiskurse mit gott. aber es waren diskurse. und kein blindes nachahmen.