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reichen fast 1400€ Netto als Single zum Leben??

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Es gibt keine Brennpunkt-Stadtteile oder Asi-Stadtteile!

Das sind Gebiete mit Entwicklungspotenzial.

So manche en vogue Quartiere haben sich mittlerweile in ihrer Entwicklung als ziemlich kaputt herausgestellt. Aber die Leute zahlen ja gerne die überhöhten Mieten, weil sie sich einreden, sie gehören dann zur Schickeria.

Doch, das gibt es.

Ich wohne nun einmal in so einem Stadtteil.
Ich finde es nicht schlimm, dass es hier nur wenig Deutsche zu sehen gibt und 2 Moscheen hier gibt.
Was ich als Veganerin, die sich für Kultur interessiert, aber störend finde ist die Tatsache dass es hier nur Döner-Läden und Shisha-Orte gibt und Händyläden und Nagelstudios und Sonnenbänke.
Die Tatsache, dass es hier kein Reformhaus gibt und dass ich für den nächsten Bioladen gut eine Stunde fahren muss und kulturell nichts abgeht.
Zu allen Orte wo interessante Kinos oder Clubs sind muss man mindestens eine Stunde fahren.
Leute machen dumme Sprüche, wenn man sagt woher man kommt und das wird in Comedy-Sendung thematisiert etc...
 
Ich würde auch unterstellen das es Brennpunkt-Stadtteile gibt, zu identifizieren an einem deutlich erhöhten Maß an jugendarbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Perspektivenlosigkeit und verwarlosung.

Es gibt sie ggf nicht überall aber mir kann keiner erzählen das Große Städte keine Stadtteile haben in denen zumindest einige der nachfolgenden Punkte zusammen kommen:
- vielen Schulschwänzern
- überdurchschnittlich viel Kleinkriminalität wie Diebstahl und Drogenbesitz.
- überdurchschnittlich vielen Anrufen bei der Polizei wegen lärm Belästigung und/oder Häußlicher Gewalt
- vergleichsweise niedrigen Mieten
- hohem Anteil an arbeitslosen
- hoher anteil an Teenager schwangerschaften.

Natürlich haben die Stadtteile auch Potential wenn denn jemand kommt und dieses entwickelt/fördert. Aber ohne diese Entwicklung sind das Stadtteile in denen man freiwillig nicht wohnen möchte.

Ich zahl auf dem Land (Kleinstadt) 650 warm was absolut billig ist für die Region. die nächstgelegenen Städte mit mehr als 45 000 Einwohnern liegen alle bei Mietstufe 6, mein Kaff mit seinen 10 000 liegt bei Stufe 4. Ich hab mich bewusst gegen die 6er Gebiete entschieden da ich mobil bin und mir Patz wichtiger ist als die disse vor der Haustür.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch der Unterschied zu Hartz 4 IST riesig.
409€ ist der Höchstbetrag den man bekommen kann
Dazu zahlt das Amt auch Miete und Nebenkosten in angemessener größe, d.h. für eine Person ca. 45m²
Da kommt es jetzt stark auf den Wohnort drauf an, aber durchschnittlich sind das um die 400-500€

Dann wären wir also bei maximal 909€ die ein Hartz4 bezieher bekommt.

Soweit sogut. Da aber die Miete bei einem Arbeitnehmer und Hartz4 Empfänger direkt abgezogen wird kann man hier nicht von verfügbaren Mitteln reden. Es ist ein durchlaufender Posten.

Das was einem Hartz4 Mitglied frei zur Verfügung steht sind die 409€
Bei einem Arbeitnehmer der 1400€ bekommt, unter gleichen Voraussetzungen, 900€

Das ist eine Differenz von ca. 500€, das sind aufs Jahr dann schon 6000€

Natürlich gibt es da auch noch ein paar weitere Abzüge. Ein Auto ist ein Luxusgut, wenn man sich eins kauft ist man umgangsprachlich "selbst schuld" bzgl. der Kosten. Ich selbst arbeite 80km von meinem Wohnort entfernt und benötige kein Auto.
Handy, Essen, Trinken, mal ausgehen, usw usw
- schon klar, da kommt noch bisschen was an Abzügen drauf. Bei beiden!

Es war mir nur wichtig, den Unterschied klar zu machen. Denn er IST riesig. Für mich jedenfalls sind 500€ mehr in der Tasche oder nicht ein riesiger Unterschied.
 
Es war mir nur wichtig, den Unterschied klar zu machen. Denn er IST riesig. Für mich jedenfalls sind 500€ mehr in der Tasche oder nicht ein riesiger Unterschied.

Einverstanden, Hartz 4 ergibt rund 900 € laufende Einnahmen.
1.400 € ist 500 € mehr.

ABER:
- Hartz 4 Empfänger zahlen keine Rundfunkgebühren
- Hartz 4 Empfänger erhalten Zuschüsse/Übernahme von Versicherungen
- Hartz 4 Empfänger haben keine Ausgaben im Zusammenhang mit Arbeit
- Hartz 4 Empfänger bekommen Sonderleistungen (ist wenig geworden, aber z.B. Schulausflüge)
- Hartz 4 Empfänger bekommen nahezu kostenlosen Rechtsbeistand

Vor allem haben Hartz 4 Empfänger aber auch sehr viel Zeit. Zeit, mit der sich einiges an Geld sparen lässt indem man z.B. selber kocht oder Dinge im Haushalt selber macht.
Ich behaupte, nach allem bleiben von den 500 € vielleicht noch 300 € übrig.

Vergleicht man sich dann noch mit einem Hartz 4 Aufstocker, der vielleicht mit ein paar Stündchen Arbeit im Monat 150 € dazu verdient, dann bleiben noch 150 €.

Also ich würde für 1400 € definitiv arbeiten und kann davon leben. Es klingt aber so als wäre es wie du sagst ein riesen Unterschied. So groß finde ich den Unterschied nicht. Er ist deutlich spürbar, vor allem auch weil man nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis steht. Du sagst zurecht, man kann über sein Geld frei verfügen, aber es ist eben nicht viel Geld.
 
@Veigar
Unter gleichen Voraussetzungen mag deine Theorie schon stimmen. Allerdings sind es nicht die gleichen Voraussetzungen.
Einige ungleichen Voraussetzungen hat Andreas schon aufgegriffen.
Je nach Wohngebiet hat man dann mit 1400€ auch nicht mehr als einer, der Hartz 4 bezieht.
Sobald du auf dem Land wohnst sind die Fahrtkosten teils enorm. Als jemand der Hartz 4 bezieht bekommt man oftmals noch die Möglichkeit auf Vergünstigung von Zug-/Bustickets und muss die gratis Tickets einfach nur schlau nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Argumente bzgl. Rundfunkgebühre und Rechtsbeistand stimmen. Habe ich tatsächlich nicht bedacht.
Sonderleistungen wie Schulausflüge, ist das von Bundesland her unterschiedlich? ein guter Freund von mir wohnt in Berlin, hat ein Kind. Die mussten ALLES selbst zahlen, von Schulsachen bis hin zu Ausflügen.
Ausgaben in Zusammenhang mit der Arbeit, was meinst du damit? Essen&Trinken? Mein Tageskonsum sollte, unter gesunden Bedingungen, nicht schwanken nur weil ich arbeite. Außer ich arbeite auf dem Bau oder anderweitig stark Körperlich beanspruchende Tätigkeit. Wenn Du das Auto meinst, dazu sagte ich ja schon was. Aber ich gebe euch Recht, dass ein Ticket für die ÖPNV auch viel Geld kostet.

Die Zeit die Hartz4 Empfänger haben ist deutlich mehr, das stimmt. Diese Zeit optimal zu nutzen, zb irgendwo zu Fuß hingehen oder sich jeden Tag selbst was günstiges zu kochen ist aber nur in der Theorie, oder meint ihr nicht?

Grundsätzlich ruder ich aber ein bisschen zurück. Aufstockung mit Nebenjob, ÖPNV Ticket (Bekommt man das wirklich gestellt?) ggf. günstig Einkaufen und kochen das sind alles "Vorteile" die ein Leistungsempfänger hat. Wirtschaftlich gesehen.
Soweit ich aber weiß, korrigiert mich, muss ein Empfänger aber auch sehr oft beim Amt vorstellig werden und wenn er seine Bemühungen eine Arbeit zu finden nicht erfüllt muss er mit Kürzungen rechnen. Abgesehen von Fallmanagern und dessen "Sonderfälle".

Müsste man vllt mal genau aufschlüsseln was man alles für "Zwangsausgaben" hat um am sozialen und arbeitsleben teilnehmen zu können. Aber das wäre dann nicht das Thema von diesem Thread.
 
Einverstanden, Hartz 4 ergibt rund 900 € laufende Einnahmen.
1.400 € ist 500 € mehr.

ABER:
- Hartz 4 Empfänger zahlen keine Rundfunkgebühren
- Hartz 4 Empfänger erhalten Zuschüsse/Übernahme von Versicherungen
- Hartz 4 Empfänger haben keine Ausgaben im Zusammenhang mit Arbeit
- Hartz 4 Empfänger bekommen Sonderleistungen (ist wenig geworden, aber z.B. Schulausflüge)
- Hartz 4 Empfänger bekommen nahezu kostenlosen Rechtsbeistand

Vor allem haben Hartz 4 Empfänger aber auch sehr viel Zeit. Zeit, mit der sich einiges an Geld sparen lässt indem man z.B. selber kocht oder Dinge im Haushalt selber macht.
Ich behaupte, nach allem bleiben von den 500 € vielleicht noch 300 € übrig.

Vergleicht man sich dann noch mit einem Hartz 4 Aufstocker, der vielleicht mit ein paar Stündchen Arbeit im Monat 150 € dazu verdient, dann bleiben noch 150 €.

Also ich würde für 1400 € definitiv arbeiten und kann davon leben. Es klingt aber so als wäre es wie du sagst ein riesen Unterschied. So groß finde ich den Unterschied nicht. Er ist deutlich spürbar, vor allem auch weil man nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis steht. Du sagst zurecht, man kann über sein Geld frei verfügen, aber es ist eben nicht viel Geld.

Für welche Versicherungen?
 
Die Argumente bzgl. Rundfunkgebühre und Rechtsbeistand stimmen. Habe ich tatsächlich nicht bedacht.
Keiner denkt an alles, kein Problem. 🙂

Sonderleistungen wie Schulausflüge, ist das von Bundesland her unterschiedlich? ein guter Freund von mir wohnt in Berlin, hat ein Kind. Die mussten ALLES selbst zahlen, von Schulsachen bis hin zu Ausflügen.
Ob es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist weiß ich nicht. Ich weiß nur, wie es hier in Bayern ist. Für mich gab es 70€ fürs Schulzeug. Und zum Halbjahr gab es glaube ich nochmal in etwa 30€. Das ist aber schon ein paar Jahre her, daher keine Garantie auf richtige Zahlen, nur so in etwa. Das klingt erst mal nach viel. Dachte ich. Da stand ich dann mit meinen 70€ am Schuljahresanfang. 3 Arbeitshefte mussten her, eines kostet zwischen 10 und 20€, Sportschuhe habe ich auch gebraucht. Hefte und Ordner waren noch nicht gekauft. Ein Taschenrechner musste dann auch noch her, der auch knappe 30€ kostet. Damals mussten wir zum Glück noch keine Bücher kaufen. Denn jetzt in der 11. Klasse mussten schon wieder neue Taschenrechner her, die dann zum Abi zugelassen werden, sowie ein Buch. Beides kostet 30€. Da ist das Geld schneller weg als man denkt. Aber es sind immer noch 100€ weniger, die man aus eigener Tasche zahlen muss.
Schulausflüge werden bei uns (zum Teil) übernommen, wenn man sich an den Elternbeirat wendet. Dort gehen so einige Spenden ein für Schüler aus ärmeren Familien. Einen Teil kann man glaube ich sogar vom Staat wieder zurück fordern. Ich musste jedenfalls damals immer eine Bestätigung mit nach Hause bringen, dass der Ausflug so und so viel gekostet hat und wir das gezahlt haben, damit meine Mutter das irgendwo abgeben konnte. Aber damals war ich eben noch jünger, deswegen weiß ich das alles nicht mehr so genau.

Ausgaben in Zusammenhang mit der Arbeit, was meinst du damit? Essen&Trinken? Mein Tageskonsum sollte, unter gesunden Bedingungen, nicht schwanken nur weil ich arbeite. Außer ich arbeite auf dem Bau oder anderweitig stark Körperlich beanspruchende Tätigkeit. Wenn Du das Auto meinst, dazu sagte ich ja schon was. Aber ich gebe euch Recht, dass ein Ticket für die ÖPNV auch viel Geld kostet.

Teils ist das Auto wohl tatsächlich billiger. Für eine einfache Fahrt von 10 km muss ich bei uns bis zu 10€ zahlen und das obwohl ich Schüler bin. Selbst die Monatstickets sind nicht billig, da muss ich auch mit in Richtung 300€ rechnen, Schülerpreis! Die Kosten bei uns sind so unglaublich unverschämt. Bei Schülern und Azubis wird das ganze bei Hartz 4 komplett übernommen. Ansonsten darf man das aus eigener Tasche zahlen/vorstrecken, wobei es sicherlich auch wieder ein paar Ausnahmen gibt.

Die Zeit die Hartz4 Empfänger haben ist deutlich mehr, das stimmt. Diese Zeit optimal zu nutzen, zb irgendwo zu Fuß hingehen oder sich jeden Tag selbst was günstiges zu kochen ist aber nur in der Theorie, oder meint ihr nicht?
Das kommt denke ich auf dem Menschen individuell an. Sicher gibt es die, die sich zu Familie im Brennpunkt mal 5 Halbe und 2 Chipstüten reinziehen, andere nutzen ihre Zeit wirklich sinnvoll.

Grundsätzlich ruder ich aber ein bisschen zurück. Aufstockung mit Nebenjob, ÖPNV Ticket (Bekommt man das wirklich gestellt?) ggf. günstig Einkaufen und kochen das sind alles "Vorteile" die ein Leistungsempfänger hat. Wirtschaftlich gesehen.
Man muss oft genug beim Jobcenter sonstigen Ämtern anrücken, die Fahrtkosten kann man erstattet bekommen. Wenn man das also schlau nutzt, dann kann man sich da auch einiges an Fahrtkosten sparen.

Soweit ich aber weiß, korrigiert mich, muss ein Empfänger aber auch sehr oft beim Amt vorstellig werden und wenn er seine Bemühungen eine Arbeit zu finden nicht erfüllt muss er mit Kürzungen rechnen. Abgesehen von Fallmanagern und dessen "Sonderfälle".
Ja das stimmt. Aber jeder, der auch nur ein bisschen was im Hirn hat, weiß, wie er die Kürzungen umgehen kann. Da wird das viel zu locker behandelt. Meine Mutter hat es über 10 Jahre lang geschafft nichts zu tun bis sie ausgewandert ist und das obwohl es so viele Stellen gegeben hätte. In den über 10 Jahren hat sie es nämlich geschafft so einige 1000€ auf die Seite zu schaffen. Alles nur eine Frage der Intelligenz und des Hinterlistig seins.

Müsste man vllt mal genau aufschlüsseln was man alles für "Zwangsausgaben" hat um am sozialen und arbeitsleben teilnehmen zu können. Aber das wäre dann nicht das Thema von diesem Thread.

Ich denke diese Zwangsausgaben aufzulisten wird nicht sonderlich einfach, selbst wenn man einen extra Thread machen würde. Es kommt extrem darauf an wo du wohnst.
Hab da jetzt einfach mal in Fett ein wenig rein geschrieben, damit ich nicht alles extra zitieren muss.
 
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Richtig, und dafür gibt es Entwicklungsprogramme die vom Bund und den Ländern finanziert werden.

Und es gibt bundesweit sogar ein einziges kommunal finanziertes Programm, das in 20 Stadtteilen Quartiersmanagement betreibt.
 
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