Was meinst du mit "rechtlicher Betreuung im Krankenhaus"?
Ich kenne jemanden, dem ein Gang zum Anwalt fast zum Verhängnis wurde. Er wollte beim Anwalt Unterstützung gegen das Sozialamt suchen und tätigte dummerweise die Aussage, dass er "Betreuung" brauche, da sein "Betreuer" beim Amt ihm nicht weiterhelfe. Die Anwältin (die daneben schon 15 andere Betreuungsfälle "hatte"), versuchte, ihn unter ihre Fuchtel zu kriegen, da er psychisch erkrankt und auch früher obdachlos gewesen war. Als sich zeigte, dass er noch zu fit im Kopf war und nichts unterschreiben wollte, wurde sie ausfällig und hat ihn rausgeschmissen. Wenn er ihre Hilfe nicht wolle, solle er sich woanders rechtlichen Beistand suchen.
Ich hab auch erlebt, dass eine Entscheidung darüber, ob man ein PEG legen lässt und wo es gelegt werden soll (dh welche Institution dafür abkassiert) zum Politikum mutieren kann und dass da mit harten Bandagen gekämpft wird. Da werden Angehörige unter Druck gesetzt und manipuliert. Das ist Realität.
Vor dem Hintergrund finde ich es schwierig, dass sogar die Patientenverfügung eine "Situationsadäquanzklausel" hat - das heißt: Der Betreuer prüft, ob die Patientenverfügung noch aktuell ist und dem Willen des Betroffenen entspricht :S Das erörtert er dann mit dem Arzt. Super, wenn Lieschen Müller, 85, vom Arzt dann hört: "Sie wollen Ihren Mann doch nicht sterben lassen, Frau Müller?!"