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Rauchverbot verfassungswidrig

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Die Industrie ist der größte Feinstaublieferant, dann kommen die Privat haushalte, dann der Straßenverkehr und dann noch vieles mehr. Was glaubst du, an welcher Stelle kommen die Raucher?
Kommt drauf an. Welcher PM interessiert dich denn?😉


Es gibt Stapelweise Untersuchungen, ja, aber man kann nicht genau definieren, welche Krankheiten auf Feinstaub zurück zuführen sind, da es keine saubere Kontrollgruppe gibt. Es sind doch alle damit belastet.:mad:
Aber es sind doch nicht alle Menschen gleich hohen Belastungen ausgesetzt, Cutty Sark.

Und man auch kann durchaus Erkrankungen erhöhten Feinstaubgehalten zuordnen. In USA hat man z.B. bemerkt, dass Feinstaubgehalte zeitlich mit Häufigkeiten von Herzinfarkten korrelieren. Man weiss zwar noch nicht warum, aber das es so ist, ist nicht neu.

Ich selbst mache seit 2003 Feinstaubmessungen. Interessant wurde das, als vor zwei Jahren Messgeräte rauskamen, die direkt vor Ort Gehalte anzeigen konnten. Man bekommt dabei eine Messkurve der Feinstaubbelastungen über den Tag. Es ist klar, dass man nicht dort misst, wo die Welt noch in Ordnung ist, sondern Hotspots überwacht. Also Industrieanlagen, Tagebaue, Altlasten, etc. Witzig war es, wenn die Techniker vergaßen, das Gerät über die Mittagspause auszuschalten und es mit in ihre Baubude nahmen. Die Geräte können ein Vielfaches des Feinstaubgrenzwertes plotten. Die Werte in der Mittagspause lagen aber jedesmal außerhalb der Skala. Es waren halt Raucher unter den Arbeitern.

Es ist darum recht egal, wer der Hauptemittent bei der Feinstoffproblematik ist, Cutty Sark. Wenn du eine normal verqualmte Kneipe besuchst, genehmigst du dir ein Vielfaches der Feinstaubpartikel ab, die du über die Aussenluft aufnehmen könntest.
 
Und weil hier immer wieder die Geschichte vom Finanzminister und der Tabaksteuer erwähnt wird: Die eingenommene Tabaksteuer beziffert sich auf 14 Milliarden im Jahr. Ganz schön. Aber die Kosten des Rauchens für den Steuerzahler belaufen sich auf jährlich mindestens 21 Milliarden Euro.

Ein alter Spruch der Raucher ist übrigens:
"Wir Raucher finanzieren mit unseren Steuern die BRD". Oder so ähnlich.
Da frage ich mich aber, warum Raucher sich dabei zusätzlich mit diesem schrecklichen Gestank, Rauch und der Gesundheitsgefahr belasten. Warum nicht einfach das Rauchen aufgeben, und das Geld für die Zigaretten nicht regelmäßig in einen Briefumschlag packen und beim nächsten Finanzamt einwerfen?
Na?
 
Dabei darfst du aber nicht das System vergessen. Wenn der Finanzminister keine Einnahmen mehr aus der Tabaksteuer hätte, weil alle aufhören zu rauchen, dann hätte er ein großes Loch in seiner Kasse. Er wäre der, der nicht haushalten kann, der Schulden aufnehmen muss.

Sicher sind die Kosten für das Rauchen insgesamt größer, aber er ist nicht insgesamt verantwortlich, sondern nur für seinen Haushalt. Die Kosten übernehmen dann die Krankenkassen, die über die Sozialabgaben finanziert werden. Doch damit hat er nichts zu tun.

Natürlich ist das rational völliger Schwachsinn. Deutschland hat nur ein BIP und ob man dieses belastet und jetzt Steuern nennt, oder Abgaben oder wie auch immer, es ist weg.

Aber die Verantwortlichkeiten sind anders.
 
Aber es sind doch nicht alle Menschen gleich hohen Belastungen ausgesetzt, Cutty Sark.
Es reagiert auch nicht jeder gleich stark auf Feinstaub. Tut mir leid, aber das Argument ist ein wenig dürftig.

Und man auch kann durchaus Erkrankungen erhöhten Feinstaubgehalten zuordnen. In USA hat man z.B. bemerkt, dass Feinstaubgehalte zeitlich mit Häufigkeiten von Herzinfarkten korrelieren. Man weiss zwar noch nicht warum, aber das es so ist, ist nicht neu.
Solange es keine Feinstaubfreie Kontrollgruppe gibt, kann man es nicht beweisen und es bleiben Vermutungen.

Witzig war es, wenn die Techniker vergaßen, das Gerät über die Mittagspause auszuschalten und es mit in ihre Baubude nahmen. Die Geräte können ein Vielfaches des Feinstaubgrenzwertes plotten. Die Werte in der Mittagspause lagen aber jedesmal außerhalb der Skala. Es waren halt Raucher unter den Arbeitern.
Wäre es vielleicht auch denkbar, dass die Feinstaubbelastung in dieser Baubude auch ohne Raucher sehr hoch gewesen wäre? Sie stand ja an einem sogenannten Hotspot und hatte vermutlich schon einiges drin, wenn dann noch Menschen dazu kommen auf engstem Raum, die auch das Zeug an ihren Klamotten haben, wäre es da nicht möglich auch hier eine hohe Belastung zu messen, ohne rauchen? Mit solchen Vermutungen, oder Halbweissheiten wäre ich doch vorsichtig.
 
Diese Kosten des Rauchens übernehmen nicht die Krankenkassen - die zahlen für die Kosten des Rauchens weit mehr als die 21 Milliarden, finsnzieren sich aber über die Beiträge.
Wir bzw. ich spreche von den Kosten die das Rauchen volkswirtschaftlich verursacht.

Ich geb Dir mal n Beispiel, House, weil es ja nun wirklich nicht einfach begreifbar scheint, äh, ist:

Ein Raucher hat zum Beispiel eine statistsiche "Lebenswenigererwartung" wie ein Nichtraucher von drei Jahren. In diesen drei Jahren fällt er als Steuerzahler aus. ( es sei denn es würde ihn erst als Renter erwischen - dann spart die Rentenkasse etwas ein ) Na ja, und dieses Geld fehlt dem Staat dann eben auch.
Als Beispiel!
Sowas fällt unter volkswirtschaftliche Kosten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich meine nicht, dass die Zahlen nicht da sind, die sind da, sondern das nach ihnen nicht gehandelt wird, weil keiner gesamtvolkswirtschaftlich verantwortlich ist. Die gesamtvolkswirtschaftlichen Kosten und Nutzen werden auf verschiedene Systeme verteilt.
 
Wenn nicht dagegen gehandelt werden würde, gäbe es keine Werbeverbote, Aufkleber auf den Packungen, Warnhinweise etc.

Ich lese das Buthan als erstes Land ein komplettes Rauchverbot eingeführt hat.
 
Wenn man wirklich dagegen hätten handeln wollen, dann hätte sie den Zigarettenpreis drastisch erhöht. Viel mehr, als es ohnehin schon der Fall war. Ulla Schmidt sagte ja mal, man hat die Erhöhung der Tabaksteuer in zwei Schritten vollzogen, weil es sonst einen drastischen Einbruch gegeben hätte.

All die Werbeverbote, Warnhinweise auf Packungen usw. sind nur eine öffentliche Show. Ein halbherziger Versuch der Öffentlichkeit zu zeigen, dass man sich wirklich kümmert.

Und wie ich im Ökologismus-Thread schon gesagt habe: Der Mensch denkt nicht an Morgen, oder nur sehr begrenzt. Heute braucht der Finanzminister die Einnahmen der Tabaksteuer. Ob es Morgen insgesamt mehr kostet, ist ihm doch völlig egal. Morgen ist er in Rente, die Probleme hat dann ein anderer.
 
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