Ich würde dir definitiv dazu raten, die Prüfung zu schreiben. Besser als vor lauter Zweifel und Unsicherheit schon das Handtuch zu werfen.
Dennoch musst du auch überlegen ob das Studium für dich wirklich machbar ist vom Lernaufwand.
Alternativ kannst du nämlich auch z.B. Soziologie oder Soziale Arbeit als Bsc studieren, der schaltet dich dann, im nicht konsekutiven Master-Studium, auch frei für z.B. Psychologie im Msc an manchen Unis. Das Sozi-Studium ist nicht so anspruchsvoll bzw. hochgradig aufwendig wie das Psychologie-Studium, was dir im Nachhinein aber zum Nachteil werden kann, da dir manches fehlt als auch die Lernroutine. Dennoch wäre es bei gescheiterter Prüfung dann kein Aus für deinen Traumberuf.
Alternativ wäre sowieso Soziale Arbeit ebenso lohnenwert wie Psychologie, Nachteil davon ist natürlich, dass du schlechter bezahlt wirst. Du kriegst damit aber höhere Chancen auf einen Arbeitsplatz. Denn ein Psychologe im Master ist teurer als einer der Soziale Arbeit auf Bsc studiert hat. Viele Vereine und Verbände nehmen daher aus Kostengründen eher den Sozialarbeiter als den teureren Psychologen. Denn eine eigene Praxis klingt zwar toll, ist aber auch sehr schwierig und langwierig in der Umsetzung und kann einige Jahre scheitern bis es dann klappt. Bis dahin brauch man eine Stelle. Als Sozialarbeiter hättest du damit also höhere Chancen, falls du dann noch Psycho im Msc studierst, bis dahin noch arbeiten zu können bzw. eine Stelle als Werkstudent zu ergattern. (Bis dahin solltest du auch nicht aus der Kirche austreten 😀)
Es gibt aber auch noch sehr viele andere Studiengänge, mit denen man nicht konsekutiv Psychologie studieren kann.
Eine noch weitere Alternative wäre die FernUni Hagen mit Psychologie. Die haben keinen NC, sind aber eine Fernuniversität, d.h. du müsstest 99% (bis auf einige Seminartage) vollständig selbstständig lernen und erarbeiten. Das ist nichts für jeden und benötigt viel Disziplin. Man bekommt aber dennoch Bafög was einem das ganze wiederum etwas erleichtert. Inkl. Stelle als Werkstudent lässt sich das also auch zeitlich und finanziell sehr gut meistern. Es gibt aber hier auch gemischte Meinungen. Viele finden es toll, genauso viele können entweder nichts damit anfangen oder finden es schlimm/unorganisert/etc. Ich denke es kommt schlussendlich darauf an was man daraus macht und welche Kapazitäten man hat. Für jemanden, der ohne Anleitung oder Anweisung sich verzettelt oder überfordert wird wäre das z.B. nichts. Wenn man aber den großen Traum hat, dann wird man auch das denke ich noch hinkriegen.
Du siehst - viele Wege führen nach Rom.