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Psychologie studieren?

  • Starter*in Starter*in Fuchs24
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Hallo Fuchs,24. Du schreibst dass der Beruf deiner Vorstellung nach zu dir passen würde,
wobei deine kurze Beschreibung nicht erahnen lässt, inwieweit sich deine Vorstellungen mit der Realität des Berufs decken.

Zur Orientierung stelle ich deswegen die Frage in den Raum, ob denn das Studium ebenfalls zu dir passen würde.
Psychologie ist ein naturwissenschaftlich orientiertes und sehr hartes Studium bei dem du zusätzlich auch noch sehr gute Studienleistungen erbringen musst. Im Psychologiestudium reicht es nicht aus die Prüfungen nur irgendwie zu bestehen, denn für den anschließenden Master, der gewissermaßen Pflicht ist, wirst du einen sehr guten Notenschnitt brauchen.

Ich möchte dich nicht verunsichern, aber weil du deinen Abiturschnitt und Lernschwierigkeiten erwähnt hast, hinterfrage bitte kritisch, warum es in einem beträchtlich aufwendigeren Studium besser laufen würde.

Berechtigte Einwände, auf die ich gerne eingehen würde:
Ich hatte in der Oberstufe einige persönliche Probleme (Trauerfall); außerdem würde ich die Fähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum täglich 3 Stunden zum Lernen hinzusetzen, nicht unbedingt als „Lernschwierigkeiten“ bewerten.
Klar gibt es Leute, die mehr schaffen, aber es wird doch immer so jemanden geben
 
Hallo.

Bist du eine gelangweilte Arztehefrau, die sich verwirklichen will mit diesem Studium? Dann kann man schon an die 100 000 Euro verbraten für ein Studium und Ausbildung danach. In Deutschland wird das zudem auch nicht anerkannt sein.

Solltest du selbst verdienen müsen mal, ist es irre, sich überhaupt so etwas zu überlegen, so viel Geld in ein Studium zu stecken, wo du noch eine Ausbildung danach brauchst und dann immer noch nichts bist wahrscheinlich in Deutschland mit deinen Abschlüssen.

Gewagte Vermutung. Nein, ich bin keine gelangweilte Arztehefrau, sondern eine normale 19-jährige Abiturientin mit Berufswünschen.
Wenn es nichts wird mit der Psychotherapie gibt es ja noch viele andere tolle Berufe..-aber ich würde eben gerne möglichst viele Möglichkeiten ausschöpfen, bevor ich das aufgebe.
Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber als EU-Bürgerin darf ich in der EU leben und arbeiten und würde daher in Österreich bleiben, wenn ich da ein Studium abschließe
 
Gewagte Vermutung. Nein, ich bin keine gelangweilte Arztehefrau, sondern eine normale 19-jährige Abiturientin mit Berufswünschen.
Wenn es nichts wird mit der Psychotherapie gibt es ja noch viele andere tolle Berufe..-aber ich würde eben gerne möglichst viele Möglichkeiten ausschöpfen, bevor ich das aufgebe.
Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber als EU-Bürgerin darf ich in der EU leben und arbeiten und würde daher in Österreich bleiben, wenn ich da ein Studium abschließe
Ja gut, wenn du auch noch auswandern willst dazu.
Hast du denn soviel Geld? Oder willst du dich total verschulden für deinen Traumberuf?
Dass du das Geld nie mehr reinarbeitest, ist dir schon bewusst?
 
Ich würde dir definitiv dazu raten, die Prüfung zu schreiben. Besser als vor lauter Zweifel und Unsicherheit schon das Handtuch zu werfen.

Dennoch musst du auch überlegen ob das Studium für dich wirklich machbar ist vom Lernaufwand.

Alternativ kannst du nämlich auch z.B. Soziologie oder Soziale Arbeit als Bsc studieren, der schaltet dich dann, im nicht konsekutiven Master-Studium, auch frei für z.B. Psychologie im Msc an manchen Unis. Das Sozi-Studium ist nicht so anspruchsvoll bzw. hochgradig aufwendig wie das Psychologie-Studium, was dir im Nachhinein aber zum Nachteil werden kann, da dir manches fehlt als auch die Lernroutine. Dennoch wäre es bei gescheiterter Prüfung dann kein Aus für deinen Traumberuf.

Alternativ wäre sowieso Soziale Arbeit ebenso lohnenwert wie Psychologie, Nachteil davon ist natürlich, dass du schlechter bezahlt wirst. Du kriegst damit aber höhere Chancen auf einen Arbeitsplatz. Denn ein Psychologe im Master ist teurer als einer der Soziale Arbeit auf Bsc studiert hat. Viele Vereine und Verbände nehmen daher aus Kostengründen eher den Sozialarbeiter als den teureren Psychologen. Denn eine eigene Praxis klingt zwar toll, ist aber auch sehr schwierig und langwierig in der Umsetzung und kann einige Jahre scheitern bis es dann klappt. Bis dahin brauch man eine Stelle. Als Sozialarbeiter hättest du damit also höhere Chancen, falls du dann noch Psycho im Msc studierst, bis dahin noch arbeiten zu können bzw. eine Stelle als Werkstudent zu ergattern. (Bis dahin solltest du auch nicht aus der Kirche austreten 😀)

Es gibt aber auch noch sehr viele andere Studiengänge, mit denen man nicht konsekutiv Psychologie studieren kann.

Eine noch weitere Alternative wäre die FernUni Hagen mit Psychologie. Die haben keinen NC, sind aber eine Fernuniversität, d.h. du müsstest 99% (bis auf einige Seminartage) vollständig selbstständig lernen und erarbeiten. Das ist nichts für jeden und benötigt viel Disziplin. Man bekommt aber dennoch Bafög was einem das ganze wiederum etwas erleichtert. Inkl. Stelle als Werkstudent lässt sich das also auch zeitlich und finanziell sehr gut meistern. Es gibt aber hier auch gemischte Meinungen. Viele finden es toll, genauso viele können entweder nichts damit anfangen oder finden es schlimm/unorganisert/etc. Ich denke es kommt schlussendlich darauf an was man daraus macht und welche Kapazitäten man hat. Für jemanden, der ohne Anleitung oder Anweisung sich verzettelt oder überfordert wird wäre das z.B. nichts. Wenn man aber den großen Traum hat, dann wird man auch das denke ich noch hinkriegen.

Du siehst - viele Wege führen nach Rom.
 
Ja gut, wenn du auch noch auswandern willst dazu.
Hast du denn soviel Geld? Oder willst du dich total verschulden für deinen Traumberuf?
Dass du das Geld nie mehr reinarbeitest, ist dir schon bewusst?

Ich habe mir überlegt, ob sich das lohnen würde, mich dafür zu verschulden. Ich persönlich fände Schulden für Bildung sinnvoller als zum Beispiel Schulden für ein Eigenheim.
Aber würde ich das echt machen? Wahrscheinlich nicht
 
Ich würde dir definitiv dazu raten, die Prüfung zu schreiben. Besser als vor lauter Zweifel und Unsicherheit schon das Handtuch zu werfen.

Dennoch musst du auch überlegen ob das Studium für dich wirklich machbar ist vom Lernaufwand.

Alternativ kannst du nämlich auch z.B. Soziologie oder Soziale Arbeit als Bsc studieren, der schaltet dich dann, im nicht konsekutiven Master-Studium, auch frei für z.B. Psychologie im Msc an manchen Unis. Das Sozi-Studium ist nicht so anspruchsvoll bzw. hochgradig aufwendig wie das Psychologie-Studium, was dir im Nachhinein aber zum Nachteil werden kann, da dir manches fehlt als auch die Lernroutine. Dennoch wäre es bei gescheiterter Prüfung dann kein Aus für deinen Traumberuf.

Alternativ wäre sowieso Soziale Arbeit ebenso lohnenwert wie Psychologie, Nachteil davon ist natürlich, dass du schlechter bezahlt wirst. Du kriegst damit aber höhere Chancen auf einen Arbeitsplatz. Denn ein Psychologe im Master ist teurer als einer der Soziale Arbeit auf Bsc studiert hat. Viele Vereine und Verbände nehmen daher aus Kostengründen eher den Sozialarbeiter als den teureren Psychologen. Denn eine eigene Praxis klingt zwar toll, ist aber auch sehr schwierig und langwierig in der Umsetzung und kann einige Jahre scheitern bis es dann klappt. Bis dahin brauch man eine Stelle. Als Sozialarbeiter hättest du damit also höhere Chancen, falls du dann noch Psycho im Msc studierst, bis dahin noch arbeiten zu können bzw. eine Stelle als Werkstudent zu ergattern. (Bis dahin solltest du auch nicht aus der Kirche austreten 😀)

Es gibt aber auch noch sehr viele andere Studiengänge, mit denen man nicht konsekutiv Psychologie studieren kann.

Eine noch weitere Alternative wäre die FernUni Hagen mit Psychologie. Die haben keinen NC, sind aber eine Fernuniversität, d.h. du müsstest 99% (bis auf einige Seminartage) vollständig selbstständig lernen und erarbeiten. Das ist nichts für jeden und benötigt viel Disziplin. Man bekommt aber dennoch Bafög was einem das ganze wiederum etwas erleichtert. Inkl. Stelle als Werkstudent lässt sich das also auch zeitlich und finanziell sehr gut meistern. Es gibt aber hier auch gemischte Meinungen. Viele finden es toll, genauso viele können entweder nichts damit anfangen oder finden es schlimm/unorganisert/etc. Ich denke es kommt schlussendlich darauf an was man daraus macht und welche Kapazitäten man hat. Für jemanden, der ohne Anleitung oder Anweisung sich verzettelt oder überfordert wird wäre das z.B. nichts. Wenn man aber den großen Traum hat, dann wird man auch das denke ich noch hinkriegen.

Du siehst - viele Wege führen nach Rom.

Danke für die ausführliche Antwort.
Hat Soziologie nicht auch nen hohen NC? Ich werde mich da wohl mal genauer informieren
 
Ich bin zum Studium nach Österreich. Und auch hier geblieben. Es gibt Bafög auch fürs Studium in Österreich. Mit einer günstigen WG und einem kleinen Job kommt man damit hin. Schaffen zig andere Studenten ja auch.

Ich würde es an der Hauptuni versuchen.
 
Du hast eine seltsame Vorstellung vom dem Berufsbild.
Psychotherapeuten die von vom Klientel gern gehabt werden , Oh weh.
Viele glauben, dass dieses zu außergewöhnlichen Leistungen führe.
Das ist ein Trugschluss, denn es bedeutet in fast allen Fällen Mittelmaß
.
Ein allgemein beliebter Mensch hat mittelmäßige Tugenden und mittelmäßige Laster.
Die Qualität der Anforderungen wird durch den Anspruch der Mehrheit definiert.
Möchtest du Psychotherapeut werden und Patienten psychotherapeutisch behandeln?
Dann solltest du wissen, dass ein Psychologie Studium dazu nicht ausreicht.
Es gibt eine staatlich anerkannte Ausbildung zum Psychotherapeuten, die du nach dem Masterstudium absolvieren musst.
 
Studierende arbeiten durchschnittlich 28 h pro Woche für das Studium (Nebenjob inklusive). Viel mehr muss man nicht machen. Die große Frage ist der NC. Ich konnte ungefähr mit diesem Stundenpesum mein Bachelorstudium innerhalb von 3 Jahren beenden. Die meiste Zeit ist man in Vorlesungen - muss also nicht zuhause aktiv lernen.
 
Hallo Fuchs24. Du hattest im OP von mangelnder Konzentration berichtet und dass du konzentriert nur drei Stunden schaffst. Deswegen sprach ich von Lernschwierigkeiten. Im Studium bist du mehrere Stunden an der Uni und begibst dich anschließend noch für eine Weile in die Bibliothek oder bereitest den Stoff noch zu Hause nach. Und in der Prüfungsphase beschäftigt man sich noch mehr mit dem Studium, als o weit über 3 Stunden täglich. Es mag Studienrichtungen geben, bei denen man wie in der Schule einfach im Unterricht aufpasst und eine Woche vor der Klausur ein paar Stündchem pro Tag lernt und trotzdem besteht. Bei Psychologie führt diese Vorstellung für die meisten zum Abbruch.

Berechtigte Einwände, auf die ich gerne eingehen würde:
Ich hatte in der Oberstufe einige persönliche Probleme (Trauerfall); außerdem würde ich die Fähigkeit, sich über einen längeren Zeitraum täglich 3 Stunden zum Lernen hinzusetzen, nicht unbedingt als „Lernschwierigkeiten“ bewerten.
Klar gibt es Leute, die mehr schaffen, aber es wird doch immer so jemanden geben

Das kann ich so nicht bestätigen und ich würde auch niemandem empfehlen ein Studium mit der Einstellung anzugehen.

Studierende arbeiten durchschnittlich 28 h pro Woche für das Studium (Nebenjob inklusive). Viel mehr muss man nicht machen. Die große Frage ist der NC. Ich konnte ungefähr mit diesem Stundenpesum mein Bachelorstudium innerhalb von 3 Jahren beenden. Die meiste Zeit ist man in Vorlesungen - muss also nicht zuhause aktiv lernen.
 
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