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Prostituierte statt Ehesex

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Naja, zum Glück hat die Entscheidung der Kirche diesbezüglich keinen Rechtscharakter ^^.

Katrinchen meinte damit wohl eher, dass die Ehepartner diesen Punkt für sich klären können - ohne Einmischung von äußeren Vorschriften.
Und das ist doch grundsätzlich eine gute Sache.
Natürlich hat sie das!
Darum ging es auch nicht in erster Linie.
Ich sprach über eine geltende Rechtsnorm des BGB!
Das Zerrüttungsprinzip als Vorbedingung einer Scheidung.

Demnach werden Scheidungen von der Katholischen Kirche grundsätzlich nicht anerkannt, in diesem Falle schon.
Aber sorry, wenn ich euch überforderte?🙂
 
Ich freue mich - wenn ich das mal so sagen darf - daß hier schon etliche gute und präzise Vorschläge bzw. Konsequenzen "beigetragen"🙂 wurden.

Ich möchte mal ein posiven, praktischen Handhabungs-Erfolgsbericht liefern, (obwohl ich mich ungern freimache😱).

Es war ein Prozeß, ehe ich mir klar wurde, daß ich selber wissen muß, was ich mit einem Gespräch erreichen will und, ob es mir das wert ist, daß und ob ich die eventuell möglichen unangenehmen Folgen tragen will, die ein sehr offenes Gespräch bewirken könnte.

Dieser Erkennnis-Prozeß verlief sehr umständlich, ich habe mich nach ein/zwei Jahren und als es mir dann klar war, was mir fehlt - nach Monaten unter seelischen Schmerzen bekannt, meinem Gatten unser Problem eindeutig dargelegt, auch wie es dazu kommen konnte
(habe also meine Verantwortung, meine "Schuld" nicht ausgelassen)
und
als er dann e n d l i c h meinen guten Willen erkannt hatte,

was auch ein Prozeß über Wochen war, der wirklich haarscharf an der Grenze war, [. . . .]

bis wir dann an dem Punkt waren, daß wir einander sagten, daß wir gemeinsam was ändern wollen.

Da habe ich die unmöglichesten Varianten (auch mit anderen Frauen/Männern) gebracht: von denen haben wir so gut wie nichts praktizierten, weil er meinte, er schafft das.
Wir sind dem Problem richtig auf die Spur gekommen und wir haben es ohne Medikamente geschafft: er ist ein guter sehr ausdauernder Liebhaber geworden. Das sage ich, wobei ich ein schwieriger Fall bin/war, auch, weil ich sehr lange brauche.

Bei dem Allen habe ich mich selber grundlegend geändert. Habe mich selber kennengelernt und habe beim-Einstellen-auf-ihn gelernt, teilweise anders zu empfinden.

Es war für beide ein Kopfsache.

Ich will keine Wertung, welcher Sex besser ist, es geht so und so, ich konnte mich umstellen und habe erkannt, daß es anders geht und kann so erleben, was ich nicht in meinem Leben missen möchte - eine gänzlich andere Form des Orgasmuses, wo ich ( für mich) bei der praktischen Handhabe sage: es liegt am Mann, ob er seine Frau zu einer Sex-Diva (für sich) machen kann.

Wenn du spezielle Fragen hast, frag. Jede Geschichte hat einen anderen Verlauf andere Ursachen. Trotzdem: man muß als Betroffner wissen, was man will, was man erreichen will und kann dann erst die logischen Konzequenzen über die Problemlösungswege ziehen, wobei man auch Risiken eingehen muß.

Gelinda
 
Wie gesagt, ich bin auch der Meinung, dass das jeder für sich entscheiden muss, aber wenn man denn offiziell eine Ehe eingeht, dann muss man das auch Wollen, sonst lässt mans lieber, und vor allem diesen Entschluss dem Partner mitteilen, wenn die Einstellung alles über den Haufen wirft, was man normalerweise erwarten würde. Wenn beide einig darüber sind, ist es natürlich was anderes, denn was hinter verschlossenen Ehetüren passiert, geht natürlich keinen Außenstehenden etwas an.
Dass das keine festgeschriebene Regel ist, sehe ich auch anders. Mag sein, dass heutzutage es einige Menschen (komischerweise mehrheitlich Frauen) nicht mehr so sehen, aber es gehört nunmal essentiell zur Ehe dazu. Ohne Sex ist eine Ehe keine Ehe, sondern "nur" mehr oder weniger intensive Freundschaft.

Auch vor unserer Ehe war meine Frau nicht gerade ein "Vamp", aber es war noch nicht so extrem.

Kann es sein, daß Ihr geheiratet habt, aus Deiner Sicht in Deiner Hoffnung, sie würde sexuell MEHR wollen, wenn es eine EHE ist? Wenn sie doch VOR der Ehe schon 'selten' wollte, da wird man doch hellhörig bzw spricht darüber. Ich verstehe das nicht. Allerdings sind ganze 28 Jahre ins Land gegangen, Euch muß doch noch anderes verbunden haben, das ist nie nur der Sex. ;-) Seit wann will sie SO selten? Ich habe nicht alles gelesen, deshalb frage ich.
 
Ja, das wollte ich sagen. :blume:
Man sollte dies sogar klären (was ja meistens auch nonverbal funktioniert 😉), um nicht irgendwann an den Punkt des TEs zu kommen, der sicher für beide Seiten ziemlich schmerzhaft ist.

Wobei ich hierzu noch anmerken möchte, dass es schon leicht hellseherischer Fähigkeiten bedarf, vor Eheschließung zu erahnen, dass es eventuell irgendwann in 10, 20, 30 Jahren zu solch einer Situation kommen könnte.

Grundsätzlich hätte ich es von meinem Mann aber auch fair gefunden, falls er eine solche Ansicht gehabt hätte, dass ich mit dem Ja-Wort für den Rest meines Lebens zum Sex mit ihm verpflichtet werde, wenn er mir dann diese Sichtweise vor der Ehe mitgeteilt hätte.

Aber da der TE das als "allgemeine Pflicht" ansieht, ging er sicher davon aus, dass seine Frau davon wußte. Mich würde interessieren, ob sie sich dieser Verpflichtung tatsächlich bewußt war.

Im Gegenzug fände ich es recht spannend, wie der Fall umgekehrt ausgesehen hätte. Sagen wir mal, der TE wäre aus irgendeinem Grund nicht in der Lage seinen ehelichen Pflichten nachzukommen und die Frau hätte sich hingestellt und ihm erklärt, dass das so nicht geht. Sie würde Sex wollen.

TE - was hättest du dann vorgeschlagen?
 
Ja, das wollte ich sagen. :blume:
Man sollte dies sogar klären (was ja meistens auch nonverbal funktioniert 😉), um nicht irgendwann an den Punkt des TEs zu kommen, der sicher für beide Seiten ziemlich schmerzhaft ist.

Das nonverbale funktioniert ja auf diesem Gebiet offensichtlich überhaupt nicht. Oder warum gehen so viele verheiratete Männer zu Prostituierten?? Sie bekommen sicher zu 99% zu Hause nicht genügend Sex. Das Märchen vom sexsüchtigen Ehemann, der nur deswegen zu Prostituierten geht, weil er mal wieder ne andere Frau vögeln will, halte ich für ein Märchen.
 
Solltest du verheiratet sein oder heiraten wollen, sieht die Sache natürlich ganz anders aus. Dann MÜSSTEST du deinem Partner vorher deine Vorstellungen sagen, die von dem abweichen, was normalerweise bei einer Eheschließung von beiden erwartet wird oder du heiratest besser erst gar nicht (wozu eigentlich dann auch? Glücklich zusammenleben kann man auch so).

Da ist etwas wahres dran. Verstehe deshalb auch nicht, warum du ein schlechtes Gewissen hast wenn du ins Bordell gehst. Es gab vorher keinen Ankreuzbogen in welchem du festlegen musstest, niemals fremdzugehen. Oder?😉

Wenn eine Heirat nun plötzlich von jedem frei definiert wird - wie wir hier gerade auf den letzten Seiten gelernt haben, kannst du dein Gewissen ja ebenso über Bord werfen und dich ins Getümmel stürzen! Es gibt keine PFLICHT welche lautet, du darfst nur mit dem Partner Sex haben.

Wenn für dich eine Lösung natürlich erst noch gebacken werden müsste, kann dir auch niemand helfen.
 
Das nonverbale funktioniert ja auf diesem Gebiet offensichtlich überhaupt nicht. Oder warum gehen so viele verheiratete Männer zu Prostituierten?? Sie bekommen sicher zu 99% zu Hause nicht genügend Sex. Das Märchen vom sexsüchtigen Ehemann, der nur deswegen zu Prostituierten geht, weil er mal wieder ne andere Frau vögeln will, halte ich für ein Märchen.

Ich halte das ganz und gar nicht für ein Märchen.

Viele gehen zu Pros., weil sie mal wieder eine andere Haut spüren wollen, sich aber keine Affäre ans Bein binden wollen, es könnte ja sein, das Verliebtheit ins Spiel kommt, SO ist es anonymer ..
Ich war noch nie bei einer, will es auch nicht und meine Frau und ich verstehen uns auch gut auf körperlicher Ebene, mal ist es so, mal ist es SO. ;-)

Stefan
 
Natürlich hat sie das!
Darum ging es auch nicht in erster Linie.
Ich sprach über eine geltende Rechtsnorm des BGB!
Das Zerrüttungsprinzip als Vorbedingung einer Scheidung.

Demnach werden Scheidungen von der Katholischen Kirche grundsätzlich nicht anerkannt, in diesem Falle schon.
Aber sorry, wenn ich euch überforderte?🙂

Du schriebst von der Annulierung durch die Kirche.
Das Zerrüttungsprinzip bei Scheidung ist eine generelle Scheidungsbegründung.
Die Annulierung einer Ehe ist ein ganz anderes Kapitel.

Was soll das mit Überforderung zu tun haben?
 
Ich will keine Wertung, welcher Sex besser ist, es geht so und so, ich konnte mich umstellen und habe erkannt, daß es anders geht und kann so erleben, was ich nicht in meinem Leben missen möchte - eine gänzlich andere Form des Orgasmuses, wo ich ( für mich) bei der praktischen Handhabe sage: es liegt am Mann, ob er seine Frau zu einer Sex-Diva (für sich) machen kann.
Gelinda

Das mag bei dir so sein, Gelinda.
Meine Frau lässt mir aber im Grund gar keine Chance, ihr zu zeigen, wie erfüllender Sex sein kann (außerdem gibt sie mir zu verstehen, dass der Sex ja völlig in Ordnung sei und sie dabei voll befriedigt werde - ob sie mich anschwindelt kann ich nicht beurteilen, aber warum sollte ich ihr nicht vertrauen?). Neue Sextechniken lehnt sie ja grundsätzlich ab, sogar das Berühren ihrer erogenen Zonen ist ihr ja schon unangenehm.

Im Übrigen herzlichen Dank an dich, Gelinda, für deine sehr ausführlichen und hilfreichen, nachdenklich machenden Beiträge!
 
Grundsätzlich hätte ich es von meinem Mann aber auch fair gefunden, falls er eine solche Ansicht gehabt hätte, dass ich mit dem Ja-Wort für den Rest meines Lebens zum Sex mit ihm verpflichtet werde, wenn er mir dann diese Sichtweise vor der Ehe mitgeteilt hätte.
Aber da der TE das als "allgemeine Pflicht" ansieht, ging er sicher davon aus, dass seine Frau davon wußte. Mich würde interessieren, ob sie sich dieser Verpflichtung tatsächlich bewußt war.
TE - was hättest du dann vorgeschlagen?

Ich finde, fair ist hier zu schwach. Es ist eine VERPFLICHTUNG, alles andere wäre eigentlich Betrug. Dass ich meiner Frau jetzt NICHT Betrug vorwerfe, liegt in unserem Fall daran, dass sie ja auch vor der Ehe nicht so viel Lust auf Sex hatte und ich wohl der irrigen Hoffnung war, dass sich das in einer gesicherten Lebensgemeinschaft, wo sie auch keine Angst vor unerwünschter Schwangerschaft mehr haben würde, legen würde.

Dass die Eheschließung auch eine Geschlechtsgemeinschaft beinhaltet, ist wohl jedem bekannt. Ich denke nicht, dass man das dem Ehepartner vor der Eheschließung erklären muss. Das finde ich jetzt schon etwas sehr weit hergeholt und ich gehe auch zu 100% davon aus, dass dies auch meiner Frau bewusst ist. Sie ist ja kein Dummchen!
 
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