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Projekt: Persönliche Weiterentwicklung

Und was, wenn man ein fauler, disziplinloser, chaotischer, kindischer, ....Mensch ist?
Ja, gute Frage. Faul, disziplinlos, chaotisch und kindisch sind zunächst einmal mentale Bewertungen des Verstandes, während das Selbst frei von diesen "Eigenschaften" ist. Wenn jemand in den Augen der Gesellschaft aktiv, diszipliniert, ordentlich und erwachsen erscheint, hört sich das auf den ersten Blick vorbildlich und lobenswert an. Trotzdem könnte jemand, der diese "positiven" Merkmale verkörpert, zutiefst unglücklich und verzweifelt sein, weil er seine wahre Natur nicht kennt. Es gibt Menschen, die scheinbar alles erreicht haben und trotzdem unter Selbstzweifeln leiden. Warum wohl? Weil ihr ganzes Auftreten mehr Schein als Sein ist. In dem Begriff "Selbstzweifel" steckt schon die entscheidende Bedeutung: man ist regelrecht vom Selbst "ent-zweit". Auf der einen Seite das wahre Selbst, auf der anderen Seite die scheinbare Persönlichkeit - als würden zwei Herzen um Oberhand kämpfen. Yoga, die Vereinigung mit dem Selbst, macht dieser Illusion der Trennung ein Ende.

Wer im Leben noch nichts "erreicht" hat, kann sich zumindest noch an die Vorstellung klammern, es eines Tages zu "schaffen" - was auch immer damit gemeint ist. Viele Menschen möchten endlich "ankommen", aber was bedeutet das? Aus meiner Sicht gibt es nur ein Ankommen: das Ankommen zu sich selbst.
Dem einen Selbst! Das ist das Ende der Suche. Jetzt gibt es bei vielen nur ein kleines Problem: Genau das, was den Menschen wirklich helfen könnte, ist genau das, was viele als Blödsinn betrachten und sich von vornherein noch nicht einmal anschauen, weil es ja "spirituell" oder "religiös" angehaucht ist. Und das ist natürlich alles Pfui! Das ist so, als würde man unter starken Zahnschmerzen leiden und zum Arzt sagen: Bitte befreien Sie mich nicht von meinen Schmerzen, weil ich nicht "medizinisch" bin 😉

Braucht man dann auch keine Veränderung und sollte aufhören sich zu verbiegen und aus sich etwas machen zu wollen, was man nicht ist?
Es wird eine Veränderung stattfinden, aber nicht auf der Ebene des Verstandes, also im Sinne von:
Früher war ich unsportlich. Heute treibe ich viel Sport und habe meine Persönlichkeit zum Positiven verändert. Oder: Früher war ich ungebildet. Heute habe ich mir viel Wissen angeeignet.

Wahre Veränderung findet auf der Ebene des Bewusstseins statt.
Plötzlich kommt ein Weiser und verkündet die frohe Botschaft, dass man nicht das ist, was man zu sein glaubt. Dann stellt man sich zum ersten Mal in seinem Leben die Frage: Wer oder was bin ich wirklich?
Das ist der Anfang einer spannenden Suche nach der Wahrheit. Die Rückkehr des verlorenen Sohnes zum Vater. Oder: Die Auflösung der scheinbaren Persönlichkeit, die zum Selbst führt. Erst dann erkennt man, dass wir alle "eins" sind. Je näher man dem Selbst kommt, desto mehr Veränderungen wird es auch äußerlich geben. Wenn jemand vorher unfreundlich und faul war, wird er automatisch nett und hilfsbereit, denn: Alles, was man anderen gibt, gibt man nur sich selbst. Und alles, was man anderen zufügt, fügt man nur sich selbst zu. Das ist die Bedeutung des Teilens. "Wer gibt, dem wird gegeben."

Auf der physischen Ebene wird der Körper das tun, was für ihn vorbestimmt ist.
Albert Einstein hätte kein Bodybuilder und Arnold Schwarzenegger kein Physiker werden können.
Aus dem Grund sollte man sich nicht verbiegen und das erkennen, was man im Hier und Jetzt bereits ist.

"Sei was du bist. Gib was du hast."
"Für immer bleibt, was einmal war."
"Mit allen Kreaturen bin ich in schönster Seelenharmonie. Wir sind verwandt, ich fühle es innig, und eben darum liebe ich sie."

Deine Signatur 😉
 
Lieber Andreas,

zunächst möchte ich mich Beihempels anschließen. Wie so oft, hat sie Recht. Du bist ein sehr netter Mensch. Freundlich und rücksichtsvoll. Einfach ganz ok und lieb.

Ich kenne Deine Lebensgeschichte aus früheren Beiträgen. Mich hat das immer schon sehr berührt. Ich finde dieses Grundgefühl von Unsicherheit und Wertlosigkeit, daß Dich leider in Deinem Leben begleitet, vollkommen nachvollziehbar. Du hast allen Grund, daß sich dieses Bild von Dir eingeprägt hat. So falsch es auch ist.

Ich glaube nicht, daß Du dieses Dilemma mit dem Verstand lösen kannst. Sonst wäre Dir das ja längst gelungen, denn Du hast ja einen sehr klaren Verstand.

Der Weg ist das fühlen. Das fühlen des großen Kummers und Unrechts, das Dir als Kind angetan wurde. Denn da wurde der Grundstein gelegt für das heutige Gefühl des Mangels.

Das ist kein leichter Weg. Bücher helfen da nur bedingt. Dann, wenn sie nicht nur den Kopf beschäftigen, sondern das Herz berühren. Sonst passiert genau das, was Du beschreibst, es ist interessant, aber nicht nachhaltig.

Persönliche Kontakte, Bezugspersonen, Freunde, Therapeuten und Lehrer helfen da schon besser auf dem Weg. Ein guter erfahrener Lehrer kann einem sehr helfen. Das muß kein Therapeut sein. Es gibt auch in anderen Bereichen lebenserfahrene Menschen, die bereit sind, sich einzulassen und zu begleiten. Das ist ganz seltsam, was da passieren kann im persönlichen Kontakt. Wenn einem immer wieder gespiegelt wird, daß man ok und liebenswert ist. Irgendwann übernimmt man dieses Bild auf sich selbst und beginnt daran zu glauben. Dann wird das aufgefüllt und ausgeglichen, was am Anfang des Lebens fehlte. Das Gefühl, nicht gewollt zu sein und daraus abgeleitet, nicht gut genug, nichts wert zu sein. Das kann sich dadurch wandeln.

Vielleicht ist es aber auch schon hilfreich, wenn Du als Erwachsener Andreas mal hinschaust, was früher war. Vielleicht kannst Du dann erkennen, daß all das nichts mit Dir zu tun hatte. Und vielleicht kannst Du den kleinen Andreas sehen und erkennen, wie liebenswert er ist. Was für ein netter kleiner Junge. Und vielleicht kannst Du dann tief in Dir die Liebe zu ihm fühlen.

Denn so wie ich Dich hier erlebe, bin ich ganz sicher, daß das ein lieber sensibler Junge ist. Eben einer, der vollkommen ok ist. Und den man völlig zu Unrecht allein gelassen hat.
 
Hallo Andreas,

es geht mir teilweise ähnlich wie dir, daher ein paar Anregungen von meiner Seite.

Ich bin immer darauf aus, dass mich jeder mag. Soziale Kontakte machen mir eher Angst. Ich lächel aus Verlegenheit und bin blitzschnell gestresst, bereits bei alltäglichen Dingen mit Bekannten und Kollegen. Negative Erlebnisse trage ich oft wochenlang gedanklich vor mich her, träume davon, ärger mich.

Du lächelst aus Verlegenheit. Warum bist du verlegen? Wohl, weil du dich für etwas schämst. Wofür schämst du dich? Wohl für dich selbst. Für das Bild, das du abgibst.

Warum ist es dir so wichtig, dass dich jeder mag oder dass es keine negativen Rückmeldungen gibt? Weil negative Reaktionen dir bestätigen, dass es stimmt, was du befürchtest: dass du nicht okay bist, nicht liebenswert, kein guter Mensch oder kein angenehmer Zeitgenosse.


Generell habe ich (...) ein Problem zu meiner Meinung zu stehen. Ich rudere hin und her.

Du fürchtest den Konflikt, die Konfrontation. Warum? Weil du verletzbar bist. Dein Gegenüber könnte was Böses sagen und das würde dich treffen. Warum könnte dich das verletzen? Eben weil es dir wieder bestätigen würde, dass du nicht okay bist.

D.h. letztlich ist das alles eine Sache des niedrigen Selbstwertgefühls.

Wie gelangst du zu dem Gefühl eines hohen bzw. guten Selbstwerts?

Es ist das Bild, das du dir selbst von dir machst. Was du von dir selber denkst und hälst.

Wie kannst du es zu einem besseren, schöneren Bild machen?

Erstens, indem du dir bewusst machst, was dir an dir selber nicht gefällt. Was du an dir kritisierst, von was du denkst, dass es anderen an dir nicht gefällt oder dass es den Umgang mit dir schwer macht. Zweitens, indem du diese Dinge überprüfst. Manches sehen andere an dir vielleicht gar nicht so negativ wie du selbst. Drittens, indem du Dinge, die nicht so toll an dir sind, zu ändern versuchst.

Das hört sich vielleicht zu einfach oder banal an. Vielleicht sagst du, du kannst dich schon ganz gut selber einschätzen. Aber ich glaube, dass es gar nicht so einfach ist. Oft fühlen wir uns im Alltag schlecht, weil wir in einer ganz konkreten Situation denken, dass etwas von dem, was wir denken, sagen oder tun (v.a. gegenüber anderen) nicht gut ist. Das geschieht oft nicht bewusst, weil es so schnell geht. Außerdem sehen wir die Dinge oft nur mit unseren Augen. Wir sind aber meist in einem Trott, in unseren (Denk-) Gewohnheiten. Also z.B. wenn du einen bestimmten Modegeschmack hast, der z.B. ein bisschen langweilig ist, dann denkst du vielleicht so was wie: Ist vielleicht jetzt nicht toll, aber okay, und das passt auch zu mir, denn ich bin ja kein Supermann oder toller Hecht, also gibt es auch keinen Grund, daran was zu ändern. Gleichzeitig kann es aber sein, dass du jedes Mal, wenn du über Kleidung nachdenkst (z.B. wenn ein cooler gekleideter Mann anwesend ist), dich das in deinen Minderwertigkeitsgefühlen bestätigt. Oder dass deine Kolleginnen denken: Der ist nicht nur ein bisschen langweilig, kriegt den Mund nicht auf, sondern zieht sich auch so an. D.h. es kann sich durchaus lohnen, in diesem Punkt Veränderungen anzustreben, nur im Alltag fällt dir das gar nicht so auf. Das war jetzt nur EIN Beispiel, und ich weiss nicht, ob es für dich das passende war.


Nochmal zurück zu dem Selbstbild, der Selbsteinschätzung und dem Ändern von Dingen. Wenn du den Eindruck hast, einer bestimmten Person in einem bestimmten Punkt haushoch überlegen zu sein, dann wirst du dich - zumindest in diesem einen Punkt - auch nicht als nicht okay empfinden. D.h. je mehr Schwachstellen du bei dir beseitigst, desto seltener kommst du in diese Situationen, wo du dich unzulänglich fühlst. Natürlich wäre es toll, sich auch MIT seinen Schwächen okay zu finden. Ich hab nur gemerkt, dass das bei mir nicht so richtig funktioniert. Denn du kannst dich ja nicht selber täuschen: Wenn dein Bild von dir ist, dass du nicht so toll bist, dann kannst du dir auch nicht einreden, dass du toll seiest. Von außen können das wohl Menschen. Wenn du Milliardär, König oder Popstar wärst und dir ständig jeder signalisiert, wie toll du bist, dann ginge das wohl. Aber in der Lage sind wir ja nicht.

An der Stelle mal ein Feedback von mir, um deine (neue) Selbsteinschätzung voranzutreiben:

Positiv: Ich schätze deine Intelligenz, dein Wissen, deine Interessen (Politik, Geldanlage), deine sachkundigen Beiträge, deine nette Art.

Neutral: Mit Games und Nerd-Dingen kann ich nicht viel anfangen. Kommt mir tatsächlich ein wenig kindisch vor.

Negativ: Du wirkst - ganz Beamter - ein bisschen langweilig. Du schreibst gute, sachliche Beiträge, aber mehr als Fakten und Meinung kommt auch nicht. Es fehlt ein bisschen die Emotion, der Pep, vielleicht auch mal ein bisschen Zähne zeigen. Vielleicht kontrollierst du dich selber stark. Könnte das sein? Selbstbeherrschung als weiterer Weg, der Konfrontation oder der Kritik aus dem Weg zu gehen? In deiner Kontaktanzeige hast du mal anders geschrieben, hast deinen Humor rausgelassen, und auch wenn nicht jeder Gag gezündet hat, war das mal erfrischend anders und sympathischer. (Und selbst in den meisten Hollywood-Komödien zündet nur ein kleiner Teil der Gags.)

Ich schreibe das nicht aus einer überheblichen Position, denn das meiste von dem, was ich schreibe, trifft vermutlich bis zu einem gewissen Grad auf mich selbst zu. (Mir hat man auch schon gesagt, dass ich am Telefon viel lockerer wirke als in meinen Beiträgen.)


Ich denke, dass du ein einigen Dingen dein Licht unter einen Scheffel stellst:

Ich bin sicherlich kein 08/15 Mensch. Alles, was mich von der Norm abhebt, ist mir als Thema aber oft unangenehm.

Faktisch fühle ich mich aber vermutlich weniger Wert, weniger erfolgreich und vor allem anders. Ich sehe oft in eine Runde und denke "ich bin der einzige hier, der ..... nicht hat".

Es gibt immer zwei Wege, wie man Menschen beurteilen kann, die anders sind als die Mehrheit:

"Der ist doch nicht normal."
"Der ist was Besonderes."

Kommt halt drauf an, ob man Armin Meiwes oder Karl Lagerfeld ist.

Was deine Themen und Interessen angeht,

Da spricht Person A über ihre Haustiere, B über ihren Urlaub, C über Pflanzen und D über ihr Pferd. Ich stehe schweigend daneben und überlege, welche Themen ich habe, die andere interessieren könnten. Ich könnte über die Wirtschaft sprechen, Politik, über Geldanlagen ... nein zu heikle Themen. (...) Wie wäre es mit meinem Garten? Ne lieber nicht. Den habe ich naturnah angelegt und damit kann keiner was anfangen oder mitreden.

so finde ich sie weit interessanter als die der erwähnten Leute (evtl. mit Ausnahme des Urlaubs, wenn es dabei um ein interessantes Land geht, das auch wirklich erlebt wurde). Politik, Wirtschaft und Geldanlage finde ich weitaus spannender als das meiste banale Zeug, das die Leute so reden. Wenn du mal analysierst, was die Leute so reden, stellst du fest, dass der Großteil der Gespräche sich um Konsum und um Lästern über Dritte dreht. Oder, endlos, die Kinder, das Haus, das Auto, der Verein, das Dorfgespräch. Gähn. Da sind deine Themen doch viel interessanter. Dein Problem ist vielleicht, dass du irgendwo sitzt, wo du wenig Gleichgesinnte findest. In einer Großstadt hättest du evtl. mehr Leute, die so ticken wie du.

Ich finde einen naturnahen Garten (oder eine Permakultur) auch viel spannender als einen normalen. Warum soll das nicht interessant sein? Ein Garten, der gleichzeitig ökologisch vorteilhaft ist, wenig Pflege braucht und gut aussieht, so was fände ich hochspannend.

Das, was alle machen, ist doch meistens nicht interessant, sondern langweilig, weil es eben so stinknormal ist. Und vieles, was die Leute tun, weil man es schon immer so getan hat (also anders gesagt, weil die Leute zu denkfaul sind, Dinge mal infrage zu stellen oder was Neues auszuprobieren), ist doch ziemlich bescheuert.

Und schau dir an, was viele tun, was aber eigentlich auch total bescheuert ist, aber als normal gilt: dieses wöchentliche Mitfiebern mit einem Fußballclub, mit dem man eigentlich überhaupt nichts zu tun hat. Ähnlich Formel Eins. Beklopptes Fernsehprogramm, womit Millionen Menschen ihre Zeit verschwenden. Usw.


Wenn dann noch Alkohol getrunken wird, ist für mich eh alles vorbei, weil ich nicht trinke. Irgendwann ist das Gespräch vorbei und ich bin einfach nur froh, dass ich der Situation entkomme.

Na ja, wenn alle angeheitert sind, passt man als Nüchterner da nicht mehr richtig rein. Entweder mittrinken oder rechtzeitig gehen.

Aber generell gilt: Wenn dein Schwachpunkt ist, dass du in Gesellschaft nichts zu sagen hast, dann überleg dir, was du in Zukunft sagen könntest oder wie du mit der Situation umgehen könntest. Small Talk und Gesprächsführung (-lenkung) kann man lernen. Du kannst auch mit Leuten, die nicht so sind wie du, Interessantes erfahren, und sei es nur, dass du testest, wie die Leute auf bestimmte Reize (z.B. eine steile These von dir, eine Provokation) reagieren.

In Rollenspielen kann man lernen, seine Position zu verteidigen. Wenn du nichts zu erzählen hast, weil dein Leben so langweilig und einsam ist, nun, dann unternimm halt mal was Interessantes, Verrücktes. Eine Reise in ein exotisches Land, ein Bungee-Jump, ein Fallschirmsprung.

Wenn du dich für Politik interessierst, du das als Thema aber unpassend findest, dann wandele es ein wenig ab zu Zeitgeschehen, Dinge, die gerade passiert sind (wie z.B. die Passauer Armbrust-Morde oder der Mord mittels Straßenbahn).

So kannst du an jedem Punkt arbeiten. Zu jedem Punkt an dir arbeiten.

Du hast einen großen Vorteil: Du bist gesund (soweit ich weiss), du hast Geld und du kannst somit Dinge gegen deine Misere unternehmen. Ich denke da z.B. an

- Psychotherapie (als Begleitung auf deinem Weg, zur Besprechung von Schritten u. Erfahrungen)
- Seminare wie Schlagfertigkeitstraining, Rhetoriktraining, Schauspieltraining oder Verkäuferschulung (irgendwas, wo dein Auftreten mit Video analysiert wird z.B.), Modeberatung etc.
- Bücher über Selbstwertgefühl ("Leben kann auch einfach sein", "Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls" etc.), Freunde finden (Dale Carnegie), Small Talk, Sympathie usw.
- Kampfsport
- Reisen (du lernst dich neu kennen, erlebst Neues und hast was zu erzählen; wenn du ein Sabbatical machen kannst, mach eine Weltreise oder geh den Jakobsweg, und du kommst als anderer Mensch zurück)
- soziale Kontakte (es gibt unzählige Threads in diesem Forum, wo gesagt wird, wo man auf Leute treffen kann), auch zur Übung. Es gibt überall (v.a. in Städten) wöchentliche Stammtische/Treffen zu verschiedenen Themen, auch Theaterübungen usw. Solange du zulässt, dass die Angst all das verhindert, wirst du nichts verändern. Du bist ja auch einsam, und das dürfte einen großen Teil der Leere und Unzufriedenheit in deinem Leben ausmachen. Also versuche, daran etwas zu ändern. Hier im Forum eine Partnerin zu suchen, ist ja schon ein guter Schritt. Aber du schaffst es auch, ein oder zwei mal pro Woche zu einem Stammtisch (z.B. Sprachen) oder Training zu gehen, das schaffen andere Berufstätige ja auch.

Wenn du zu wenig Zeit hast, schau mal, ob du nicht die Arbeitszeit verkürzen kannst. Es gibt Leute, die arbeiten auf dem Amt nur vier Tage die Woche. Nimm dir für den Urlaub immer was vor, ein Projekt. Das kann eine Reise sein (auch ein Städtetrip an einem langen Wochenende), eine neue Erfahrung, ein Seminar, eine Wanderung usw.

Dieses An-sich-arbeiten ist nur EIN Weg, andere Wege wurden schon vorgeschlagen. Entscheide selber, was zu dir passt.

Ich wünsch dir viel Erfolg, und halt uns auf dem Laufenden.
 
Wie kann man sich persönlich weiterentwickeln?....."Nein sagen" lernen ist deswegen so ein Punkt einer persönlichen Weiterentwicklung.....Ein weiterer Punkt ist es, zu sich selber zu stehen......Ich möchte mich weiterentwickeln, glücklicher werden, aber wie?

Du hast sicher einen Grund dafür, dass genau diese Sätze in dicker Schrift auftauchen.

Du kannst und wirst dich schon mal weiter entwickeln, weil du den Wunsch oder Drang hast. Vielleicht nicht gleich sichtbar in den Themen, die dir offensichtlich erscheinen und doch gewinnst du immer weiter an.... Persönlichkeit.

Glücklicher werden.... Was macht glücklich sein für dich aus? Wie bist du, wenn du glücklich bist?

Zu sich selber stehen.... Wer bist du jetzt? Was hast du bis jetzt bewältigt in deinem Leben - großes, wie auch kleines? Nimm doch ein leeres Blatt, vielleicht eine Stunde Zeit, Ruhe um dich herum und fülle das Blatt mit Gedanken, die kommen - Wer bin ich?

Mir hat mal über einen langen Zeitraum geholfen aufzuschreiben: Ich bin dankbar für... Das hat meinen Blick auf Menschen und Situationen eine Stufe feiner gemacht.

"Nein" sagen ist ein "Ja" zu sich. Nimm dich wichtiger!!! Du bist wer. Das hat nichts mit dem Egoismus zu tun, der zerstört.

Und du hast sicher einen guten Riecher, dass du gut tust ein soziales Umfeld zu haben. Und sei es, dass du einmal die Woche regelmässig eine "Gruppe" besuchst, ein Hobby...

Und Glücklichsein....was ist es, das dich unglücklich macht und du tief in dir drinnen zum Glücklichsein benötigst? 🙂
 
Also Andreas, wenn Du mal nach Berlin kommst sagst Du Bescheid und wir gehen mal ein Bierchen trinken 😉

Ich finde Dich sympathisch und damit bin ich nicht allein, ganz sicher nicht. Auch hier zeigst Du ja klare Kante. Fraglich warum das im realen Leben nicht klappt.

Ich habe keinen Leitfaden für Dich, aber evtl. kommst Du an einen Punkt an dem ich schon war. Ich wollte es auch allen Recht machen. Nicht anecken. Keine Konflikte. Aber es geht so im Leben nicht. Zudem wurde mir auch bewusst, dass mir die Meinung vieler Menschen wirklich egal ist. Gleich und gleich gesellt sich gern. Auch hier finden Menschen Deine Beiträge nicht toll oder auch andererseits absolut hilfreich. Und diese Menschen sind wichtig. Da kannst Du Freunde finden. Also nicht nur hier, sondern auch im realen Leben. Menschen die Dich nehmen, so wie Du bist.

Ich lese Deine Beiträge zum Thema Finanzen gern. Kannst Du da nicht in einen Club etc. und Dich austauschen? Ich habe einen Freund, mit dem kann ich mich stundenlang über Investments austauschen. Du bist also nicht allein 😉

Was hält Dich also ab Menschen nach Ihren Interessen auszusuchen? Woran liegt es eigentlich dass Du keine Freundin hast? Ich habe immer den Eindruck, dass Du auch Angst vor Zurückweisung hast. Dabei musst Du das gar nicht. Man muss nicht allen gefallen. Und Du bist schlau genug, in Diskussionen Deinen Standpunkt gut zu erläutern.

Also, lange Rede kurzer Sinn, geh raus in das Leben und such Dir Gleichgesinnte. Du hast nichts zu verlieren! Und, sorry, scheiss auf die Meinung anderer Menschen. Nur die Menschen, die Dich so nehmen wie Du bist. Die sind wichtig. Alles andere ist egal.

Nimm Dir mich als Beispiel, momentan quillt das Gesellschaftsforum mal wieder über von Weltrettern. Alles wird gerettet was bei drei nicht auf dem Baum ist. Und Du kennst mich ja, wenn mir jemand sagt ich muss ein schlechtes Gewissen haben weil ich keinen Hund in Timbuktu rette muss man auch mal ganz klar sagen: Einen Scheiss muss ich!

Mag am Anfang schwierig sein, Applaus bekommt man nicht. Aber der ein oder andere schreibt dann mal privat dass man die authentischen Nachrichten schätzt. Und genau das ist es, man braucht nicht die grosse Masse im Leben hinter sich, sondern einige Wenige, und die dann aber auch richtig! Und das klappt dann auch gut, weil man sich nicht verstellen muss. Ich hoffe Du weisst was ich meine! 🙂
 
Ein weiterer Punkt ist es, zu sich selber zu stehen.
Ich bin sicherlich kein 08/15 Mensch. Alles, was mich von der Norm abhebt, ist mir als Thema aber oft unangenehm. Bei Gruppengesprächen merke ich oft wie Menschen über ihre Hobbies sprechen. Da spricht Person A über ihre Haustiere, B über ihren Urlaub, C über Pflanzen und D über ihr Pferd. Ich stehe schweigend daneben und überlege, welche Themen ich habe, die andere interessieren könnten. Ich könnte über die Wirtschaft sprechen, Politik, über Geldanlagen ... nein zu heikle Themen. Vielleicht über die neusten Netflix Serien? Nein, ich habe zuletzt auf Netflix hauptsächlich Animes geschaut, damit wirke ich zu kindisch. Computerspiele scheiden folglich auch aus. Wie wäre es mit meinem Garten? Ne lieber nicht. Den habe ich naturnah angelegt und damit kann keiner was anfangen oder mitreden.
Wenn dann noch Alkohol getrunken wird, ist für mich eh alles vorbei, weil ich nicht trinke. Irgendwann ist das Gespräch vorbei und ich bin einfach nur froh, dass ich der Situation entkomme.

Eine Möglichkeit ist auch, Fragen zu stellen, auch wenn einen das Thema (Pferde, Haustiere, was-auch-immer) nicht übermäßig interessiert. Manchmal kann man auch überleiten: Von den Pferden zu den Zecken, von den Zecken zum Klimawandel.... Was-weiß-ich 😉
Ein Anime muss keinesfalls kindisch sein, auch wenn das Einige so empfinden, aber die wissen's nicht besser.
Gärteln ist bestimmt nicht aus der Welt, gerade heute in Zeiten von Bio und Urban Gardening.

Lange Rede, kurzer Sinn: Am Entscheidungsprozess, ob ein Thema öde ist, darfst Du ruhig Deine potenziellen Gesprächspartner mit beteiligen. 😉 🙂
 
Ich bin überwältigt von eurem Feedback - vor allem die Menge die ihr schreibt, also welch große Mühe ihr euch gebt, danke! 🙂

Ich versuche ein paar Gedanken aufzugreifen und dann fortzuführen.

Du fürchtest den Konflikt, die Konfrontation. Warum? Weil du verletzbar bist. Dein Gegenüber könnte was Böses sagen und das würde dich treffen. Warum könnte dich das verletzen? Eben weil es dir wieder bestätigen würde, dass du nicht okay bist.

D.h. letztlich ist das alles eine Sache des niedrigen Selbstwertgefühls.

Wie gelangst du zu dem Gefühl eines hohen bzw. guten Selbstwerts?

Ich glaube, dass ich in der Tat ein niedriges Selbstwertgefühl habe. Das mag schon in meiner Kindheit begründet sein, da mich weder meine Mutter noch mein Vater aufgezogen haben. Ich hatte zwar eine superglückliche Kindheit bei meinen Großeltern, aber es ist doch ein "anderer" Start ins Leben und auch eine andere Erziehung, weil ich durch die Werte einer älteren Generation geprägt wurde. Letztlich wurde ich u.a. deswegen Beamter. Sicherheit war meinen Großeltern wichtiger als alles andere.

Selbstwertgefühl wird m.E. durch soziale Anerkennung erworben, die ich relativ wenig habe - auch weil ich soziale Kontakte eher meide. Ist natürlich auch ein Teufelskreis: Wenig Selbstwertgefühl -> Scheu vor sozialen Kontakten -> wenig Selbstbestätigung -> noch weniger Selbstwertgefühl

Negativ: Du wirkst - ganz Beamter - ein bisschen langweilig. Du schreibst gute, sachliche Beiträge, aber mehr als Fakten und Meinung kommt auch nicht. Es fehlt ein bisschen die Emotion, der Pep, vielleicht auch mal ein bisschen Zähne zeigen. Vielleicht kontrollierst du dich selber stark. Könnte das sein? Selbstbeherrschung als weiterer Weg, der Konfrontation oder der Kritik aus dem Weg zu gehen? In deiner Kontaktanzeige hast du mal anders geschrieben, hast deinen Humor rausgelassen, und auch wenn nicht jeder Gag gezündet hat, war das mal erfrischend anders und sympathischer. (Und selbst in den meisten Hollywood-Komödien zündet nur ein kleiner Teil der Gags.)

Ich habe im Leben recht überzeugend gelernt, Emotionen abzuschalten. Vermutlich um nicht verletzt zu werden. Ich gebe unheimlich ungern Emotionen preis und fresse alles in mich rein. Lasse ich Emotionen doch zu, wirken sie oft unkontrolliert bis agressiv.

Um die Überleitung zu Insta zu schaffen: Deswegen trinke ich auch ungern. Trinken bedeutet für mich die Gefahr die Kontrolle zu verlieren. Deswegen lieber Insta gebe ich dein Kompliment gerne zurück und vielleicht unternehmen wir eines Tages was gemeinsam in Berlin, aber eher auf einen Kaffee als auf ein Bier 😉

Also Andreas, wenn Du mal nach Berlin kommst sagst Du Bescheid und wir gehen mal ein Bierchen trinken 😉

Ich finde Dich sympathisch und damit bin ich nicht allein, ganz sicher nicht. Auch hier zeigst Du ja klare Kante. Fraglich warum das im realen Leben nicht klappt.

Ich habe keinen Leitfaden für Dich, aber evtl. kommst Du an einen Punkt an dem ich schon war. Ich wollte es auch allen Recht machen. Nicht anecken. Keine Konflikte. Aber es geht so im Leben nicht. Zudem wurde mir auch bewusst, dass mir die Meinung vieler Menschen wirklich egal ist. Gleich und gleich gesellt sich gern. Auch hier finden Menschen Deine Beiträge nicht toll oder auch andererseits absolut hilfreich. Und diese Menschen sind wichtig. Da kannst Du Freunde finden. Also nicht nur hier, sondern auch im realen Leben. Menschen die Dich nehmen, so wie Du bist.

Ich lese Deine Beiträge zum Thema Finanzen gern. Kannst Du da nicht in einen Club etc. und Dich austauschen? Ich habe einen Freund, mit dem kann ich mich stundenlang über Investments austauschen. Du bist also nicht allein

Ich bin aktiv in Finanzforen und das ist im Moment mein liebstes Hobby oder zumindest das Hobby, welches am produktivsten ist. Netflix Serien, Games und Youtube sind schön, aber weniger aktiv oder konstruktiv.

Vielleicht mag ich Geld deswegen weil es mir auch wieder ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Mein größter Traum in der Hinsicht wäre es finanziell unabhängig zu sein. Ich würde weiterhin zumindest Teilzeit arbeiten (allein der sozialen Kontakte wegen), aber es wäre ein gutes Gefühl nicht mehr arbeiten zu müssen.
______________________________________________________________________________________

Die Frage ist wo ich in meinem Leben hin will, WAS will ich?
Selbst wenn ich reiche wäre, wäre das kein "Lebensziel". Was nützt Geld alleine?
Mich hat Beate Sanders beeindruckt. Das ist eine Frau, die es mit Aktien zur Millionärin geschafft hat. Und nein, nicht die Million hat mich beeindruckt, sondern die Frau. Sie ist inzwischen 80, hat gegen den Rat von Freunden und Familie investiert, geht jeden Morgen ne Stunde ins Fittnesstudio und ist danach bis Abends mit ihrem Geld beschäftigt. Genau wie meine Oma noch mit 80 noch einen Gartenteich angelegt und bis Abends im Garten gearbeitet hat.
Menschen, die einfach ihr Ding durchziehen!

Wenn ich mir ein perfektes Leben wünschen könnte? (ohne klare Reihenfolge der genannten Dinge)
- finanzieller Reichtum
- eine Partnerin
- Zeit für mich selber
- eine Arbeit, die Konzepte entwickelt (also nicht Sachbearbeitung oder Verkauf sondern eher Lehre, Politik, Wissenschaft etc.)
- Gesundheit

Ich glaube diese großen Ziele halten mich aber von kleinen Schritten ab. Ich verkrampfe mich dabei. Z.B. hatte ich noch nie Erfolge bei der zwanghaften Partnersuche auf Singleportalen, wohl aber in Themenforen. Glück findet man nicht indem man es fokussiert, sondern indem man die richtigen Rahmenbedingungen für Glück schafft.

Ich kann auch nicht erzwingen, dass meine Aktien steigen. Aber wenn ich nicht investiere, kann ich nichts verdienen. Ich kann kein Selbstwertgefühl erzwingen, aber ich brauche soziale Kontakte um die Chance darauf zu kriegen.
Deswegen tun wir Foren (egal ob Hilferuf, Finanz- oder Gartenforen) gut. Ich schaffe nur den Sprung nicht zu Freunden und Kontakten im Offline-Leben. Vermutlich auch wieder deswegen weil Offline für mich Kontrollverlust bedeutet. Im Internet muss ich mich nicht verstellen und kann mich auch einfach ausloggen.
Ich habe schon oft überlegt, was für mich offline in Frage kommt, ein Club? eine politische Partei? Ein Berufswechsel? Oder vielleicht nur ein Youtube-blog? Hauptsache ich kommuniziere in irgendeiner Form.

Aber wie gesagt, hier will ich mich nicht auf große Schritte versteifen, sondern eher über meine Persönlichkeit nachdenken. Denn DIE ist der Rahmen. Daran muss ich arbeiten. Der Rahmen muss stimmen, damit die Ziele erfüllbar werden.
 
Um die Überleitung zu Insta zu schaffen: Deswegen trinke ich auch ungern. Trinken bedeutet für mich die Gefahr die Kontrolle zu verlieren. Deswegen lieber Insta gebe ich dein Kompliment gerne zurück und vielleicht unternehmen wir eines Tages was gemeinsam in Berlin, aber eher auf einen Kaffee als auf ein Bier 😉



Ich bin aktiv in Finanzforen und das ist im Moment mein liebstes Hobby oder zumindest das Hobby, welches am produktivsten ist. Netflix Serien, Games und Youtube sind schön, aber weniger aktiv oder konstruktiv.

Vielleicht mag ich Geld deswegen weil es mir auch wieder ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. Mein größter Traum in der Hinsicht wäre es finanziell unabhängig zu sein. Ich würde weiterhin zumindest Teilzeit arbeiten (allein der sozialen Kontakte wegen), aber es wäre ein gutes Gefühl nicht mehr arbeiten zu müssen.
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Die Frage ist wo ich in meinem Leben hin will, WAS will ich?
Selbst wenn ich reiche wäre, wäre das kein "Lebensziel". Was nützt Geld alleine?
Mich hat Beate Sanders beeindruckt. Das ist eine Frau, die es mit Aktien zur Millionärin geschafft hat. Und nein, nicht die Million hat mich beeindruckt, sondern die Frau. Sie ist inzwischen 80, hat gegen den Rat von Freunden und Familie investiert, geht jeden Morgen ne Stunde ins Fittnesstudio und ist danach bis Abends mit ihrem Geld beschäftigt. Genau wie meine Oma noch mit 80 noch einen Gartenteich angelegt und bis Abends im Garten gearbeitet hat.
Menschen, die einfach ihr Ding durchziehen!

Wenn ich mir ein perfektes Leben wünschen könnte? (ohne klare Reihenfolge der genannten Dinge)
- finanzieller Reichtum
- eine Partnerin
- Zeit für mich selber
- eine Arbeit, die Konzepte entwickelt (also nicht Sachbearbeitung oder Verkauf sondern eher Lehre, Politik, Wissenschaft etc.)
- Gesundheit

Ich glaube diese großen Ziele halten mich aber von kleinen Schritten ab. Ich verkrampfe mich dabei. Z.B. hatte ich noch nie Erfolge bei der zwanghaften Partnersuche auf Singleportalen, wohl aber in Themenforen. Glück findet man nicht indem man es fokussiert, sondern indem man die richtigen Rahmenbedingungen für Glück schafft.

Ok, das mit dem Kaffee geht klar 😉 Beate Sanders ist definitiv Kult in den entsprechenden Kreisen. Allein schon wenn Sie mit den englischen Begriffen fachsimpelt 😉

Meine Aktien kennen auch den Weg nach unten, keine Frage. Aber es ist Hobby für mich und dementsprechend kommt etwas bei rüber und es macht einfach Spass. Man lernt nie aus. Es gibt auch Frauen die Ihr Geld so anlegen, ich finde das ist immer ein gutes Thema unter Gleichgesinnten. Schau da mal ob Du offline was findest!

Ich kann mir Dich auch gut in der Politik vorstellen. Da wird es dann aber interessant. Denn da brauchst Du ein dickes Fell. Wahlkampf etc. ist nicht ohne. Und egal für welche Partei Du das machst, es gibt Leute, die Dich dumm anmaulen werden. Wäre auch eine gute Idee, dass Du ein dickeres Fell bekommst. Ob das zu Beginn für mehr Selbstbewusstsein sorgt stelle ich mal in Frage.

Finanzielle Unabhängigkeit ist auch mein Ziel. Was dann kommt, grosse Frage. Aber ich denke ich würde einfach weiter machen. Man lernt nie aus und kann das ganz entspannt betreiben. Oder Du nimmst es aus den Aktien und kaufst Immobilien und beschäftigst Dich damit. Du wirkst oft gut durchdacht und analytisch, das kann passen.
Mach einfach Schritt für Schritt.

Und eins noch, online hast Du keine Hemmschwelle vor anderen Menschen weil es ja online ist. Die Menschen die Dir aber hier sagen dass Du sympathisch bist, die werden es offline auch. Wir bleiben ja wohl alle die Gleichen. Nur das es halt live ist. Du machst Dir da einen zu grossen Kopf 😉
 
Ich habe im Leben recht überzeugend gelernt, Emotionen abzuschalten. Vermutlich um nicht verletzt zu werden. Ich gebe unheimlich ungern Emotionen preis und fresse alles in mich rein.

Das kenne ich übrigens von mir auch. Ich erinnere mich, dass ich ein sehr emotionales Kind gewesen bin, das viel geweint hat, sich aber auch enthusiastisch freuen konnte. Das ist mir aber damals sowohl von meinen Eltern, als auch von vielen anderen Leuten angekreidet worden. Jahrelang ist mir Emotionslosigkeit als erstrebenswertes Ideal verkauft worden, und im Lauf der Zeit habe ich mir sozusagen meine Emotionen abtrainiert. Dementsprechend bin ich heutzutage ebenso eher jemand mit nüchterner bis kühler Außenwirkung.

Das haben wir in letzter Zeit auch ein paarmal in der Therapie thematisiert. Bezüglicher mancher Erlebnisse hatte mich der Therapeut gefragt "Was fühlen Sie, wenn Sie daran denken?", und ich musste dann antworten: "Hm, nichts besonderes."
 
Ich glaube, dass ich in der Tat ein niedriges Selbstwertgefühl habe. Das mag schon in meiner Kindheit begründet sein

Ja. Ist es ja in der Regel.



Selbstwertgefühl wird m.E. durch soziale Anerkennung erworben, die ich relativ wenig habe - auch weil ich soziale Kontakte eher meide. Ist natürlich auch ein Teufelskreis: Wenig Selbstwertgefühl -> Scheu vor sozialen Kontakten -> wenig Selbstbestätigung -> noch weniger Selbstwertgefühl

Erstens, ein Teufelskreis bietet an jeder Stelle einen Angriffspunkt.

Zweitens, es ist m.E. zu einfach, zu sagen, Selbstwertgefühl wird durch soziale Anerkennung erworben. Wie gesagt, es geht um das Bild, das du von dir selbst hast. Das wird nicht durch ein paar (positive/negative) Kontakte grundlegend geändert. Ich sag's mal so: Wenn du Angst hast, nicht gut genug zu sein, hast du folgende Möglichkeiten:

- dieses Bild überprüfen (vielleicht bist du ja besser, als du denkst - Feedback einholen, systematisch vergleichen)
- besser werden
- die Ansprüche senken, was "gut genug" ist

Und nochmal: das Unbewusste sich bewusst machen. Damit meine ich: in dich hineinhorchen, warum du dich dieser Person gegenüber oder in jener Situation minderwertig oder unsicher fühlst. Überlegen: Wer ginge besser mit dieser Situation/Person um? Wie? Wie könntest du es besser machen? Ich merke an mir selbst, dass einem vieles, was man fühlt oder denkt, nicht so wirklich bewusst ist. Mit der Zeit und Erfahrung kommt erst die Klarheit. Zum Beispiel, WARUM man sich jemand unterlegen fühlt.

Und nochmal: Je besser du eine Situation beherrschst (souverän bist, weil du ein Meister der Kommunikation, Körpersprache, der Kleidung und des Auftretens, des Wissens und der Weltläufigkeit, der Schlagfertigkeit und des Witzes geworden bist), je eher du die Situation, die Beteiligten und ihre Motive durchschaust, desto weniger unsicher wirst du sein. Es ist wie mit allem: Je besser man es beherrscht, je mehr man darüber weiss, je mehr Erfahrung man damit hat und je besser man es kann, desto sicherer fühlt man sich.

Ich habe im Leben recht überzeugend gelernt, Emotionen abzuschalten. Vermutlich um nicht verletzt zu werden. Ich gebe unheimlich ungern Emotionen preis und fresse alles in mich rein. Lasse ich Emotionen doch zu, wirken sie oft unkontrolliert bis agressiv.

Würdest du sagen, dass du sie auch nicht gut spürst? Oder zeigst du sie nur nicht?


Trinken bedeutet für mich die Gefahr die Kontrolle zu verlieren.

Vielleicht mal einen trinken mit jemand, bei dem es nicht drauf ankommt? Mit irgendeinem Saufbruder, der jemand zum Zuhören braucht?

Ich glaube diese großen Ziele halten mich aber von kleinen Schritten ab. Ich verkrampfe mich dabei.

Du weisst vermutlich, dass überall steht: große Ziele in (realistische) Teilschritte unterteilen.

weil Offline für mich Kontrollverlust bedeutet. Im Internet muss ich mich nicht verstellen und kann mich auch einfach ausloggen.

Letztlich musst du dich der Angst stellen. Ich weiss, das ist nicht einfach. Aber nur so kann sie nach und nach verschwinden. Vielleicht brauchst du einen, der dich anfangs begleitet.



Ich habe schon oft überlegt, was für mich offline in Frage kommt, ein Club? eine politische Partei? Ein Berufswechsel?

weil ich durch die Werte einer älteren Generation geprägt wurde. Letztlich wurde ich u.a. deswegen Beamter.

- eine Arbeit, die Konzepte entwickelt (also nicht Sachbearbeitung oder Verkauf sondern eher Lehre, Politik, Wissenschaft etc.)

Ich bin aktiv in Finanzforen und das ist im Moment mein liebstes Hobby oder zumindest das Hobby, welches am produktivsten ist.

Wie wäre es denn, schrittweise in die Richtung zu gehen? Ein Fernstudium vielleicht? BWL, VWL oder so was? Ausbildung zum Finanzberater? Oder Richtung VWL und dich dann engagieren bei attac o.ä.? Oder die Finanzen bei einem Verein / einer pol. Initiative machen, dessen Werte du teilst? Wieviel Zeit hast du denn zur Verfügung?
 

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