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Projekt: Persönliche Weiterentwicklung

Andreas900

Sehr aktives Mitglied
Hallo liebe Community,

die Frage klingt abstrakt, soll es aber nicht bleiben:
Wie kann man sich persönlich weiterentwickeln?

Wir alle kennen Schlagworte wie Selbstbewusstsein, Resilienz, Stressfreiheit, innere Stärke aber wie erlangt man solch positive Merkmale?

Ich habe im Verlauf meines Lebens Volkshochschulkurse besucht, Bücher gelesen und Youtube Beiträge dazu gesehen. Auch wenn vieles logisch klingt, kann ich es nur bedingt umsetzen bzw. verinnerlichen.

Es gibt zb den schönen Satz "es muss dich nicht jeder mögen" oder in der Fussnote von Rose steht so schön "Ich werde lieber für das gehasst was ich bin, als für das geliebt was ich nicht bin". Ich kann das aber nicht verinnerlichen. Ich bin immer darauf aus, dass mich jeder mag. Soziale Kontakte machen mir eher Angst. Ich lächel aus Verlegenheit und bin blitzschnell gestresst, bereits bei alltäglichen Dingen mit Bekannten und Kollegen. Negative Erlebnisse trage ich oft wochenlang gedanklich vor mich her, träume davon, ärger mich.

Ich habe zb derzeit wieder einen Konflikt mit einer Kollegin, die sauer ist, weil sie mich in meinem Urlaub vertreten musste. Ihre Ansicht ist, dass ich meinen Urlaub hätte verschieben müssen. Hintergrund ist allerdings, dass ich meinem Urlaub sowieso schon als letzter nehme, weil ich auf alle Rücksicht nehme. Natürlich kann trotzdem immer unerwartet Arbeit in meinem Urlaub anfallen. Diese Kollegin hat im Kollegenkreis bei jeder Gelegenheit sowas gesagt wie "der verpisst sich, jetzt wo Arbeit anfällt".

Dieser Konflikt wird sich durch die Zeit erledigen. Ich sage nichts, gehe ihr aus dem Weg und irgendwann hat sie sich beruhigt, wie immer. Generell habe ich aber ein Problem zu meiner Meinung zu stehen. Ich rudere hin und her.

Was ich sagen will: "Ich habe mich für X entschieden, lass mich in Ruhe"
Was ich dann wirklich sage: "Äh ja ich möchte X machen, weil ..... "
Oft suche ich dann Ausreden und gerate in endlose Nachfragen, weil ich das Gefühl habe alles begründen zu müssen.
"Nein sagen" lernen ist deswegen so ein Punkt einer persönlichen Weiterentwicklung.

Ein weiterer Punkt ist es, zu sich selber zu stehen.
Ich bin sicherlich kein 08/15 Mensch. Alles, was mich von der Norm abhebt, ist mir als Thema aber oft unangenehm. Bei Gruppengesprächen merke ich oft wie Menschen über ihre Hobbies sprechen. Da spricht Person A über ihre Haustiere, B über ihren Urlaub, C über Pflanzen und D über ihr Pferd. Ich stehe schweigend daneben und überlege, welche Themen ich habe, die andere interessieren könnten. Ich könnte über die Wirtschaft sprechen, Politik, über Geldanlagen ... nein zu heikle Themen. Vielleicht über die neusten Netflix Serien? Nein, ich habe zuletzt auf Netflix hauptsächlich Animes geschaut, damit wirke ich zu kindisch. Computerspiele scheiden folglich auch aus. Wie wäre es mit meinem Garten? Ne lieber nicht. Den habe ich naturnah angelegt und damit kann keiner was anfangen oder mitreden.
Wenn dann noch Alkohol getrunken wird, ist für mich eh alles vorbei, weil ich nicht trinke. Irgendwann ist das Gespräch vorbei und ich bin einfach nur froh, dass ich der Situation entkomme.

Ich würde gerne selbstbewusster sein. MEINE Themen auf den Tisch bringen. Ich würde gerne eine dicke Haut kriegen, damit es mir egal ist ob mich alle Menschen mögen oder nicht. Ich würde gerne zu mir stehen. Nein sagen können ohne mich zu einer Rechtfertigung genötigt zu fühlen.

Faktisch fühle ich mich aber vermutlich weniger Wert, weniger erfolgreich und vor allem anders. Ich sehe oft in eine Runde und denke "ich bin der einzige hier, der ..... nicht hat".

Ich möchte mich weiterentwickeln, glücklicher werden, aber wie?

LG
Andreas
 
Wie üblich...die netten haben die meisten Sekbstzweifel🙄

Dein Problem kenn ich nur zu gut.
Dass man allen Leuten gefallen und es allen recht machen will liegt m. M.nach daran, dass man eigentlich gar niemanden hat (oder das zumindest meint), der komme-was-wolle zu einem steht.

NenTip habe ich nicht für dich.
Aber ich werde interessiert hier mitlesen.
 
Also, dein Text hätte fast eins zu eins von mir sein können. Nur statt den Themen Wirtschaft und Weltpolitik hätte ich andere, die aber auch kaum zu interessieren scheinen.
Mit meinem naturnahen Garten konnte ich aber durchaus interessierte Zuhörer gewinnen.
Außerdem habe ich beobachtet, dass Menschen lieber erzählen als zuhören. Das macht die Sache für mich ein wenig einfacher. Immerhin freuen sie sich, wenn sie mich als Zuhörer haben. Das Bild, das ich hinterlasse, bleibt dann natürlich etwas blass.

Ich, für meinen Teil, gehe zu einer Selbsthilfegruppe, die sich EA nennt. Emotions anonymous. Das ist eine Zwölfschritte-Gruppe. Es geht darum, seinen Gefühlen weniger ausgeliefert zu sein. In dieser Gruppe ist alles geregelt, auch die Redezeit. Da ich mich ungern darum bemühen möchte, das Wort zu ergreifen, kommt mir diese Regelung entgegen. Ich komme da automatisch dazu, mich auch einmal über meine Befindlichkeiten zu äußern. Da meine Äußerungen nicht bewertet und nicht kommentiert werden (Gesprächsregel), kann ich auch sehr entspannt reden.

In solchen Gruppen wird häufig der Wunsch nach einer dickeren Haut geäußert. Wenn jemand ein persönliches Erfolgserlebnis auf diesem Gebiet hat, berichtet er davon. Ich höre also eineinhalb Stunden pro Woche, dass Menschen dieselben Probleme wie ich haben. Das Spiegeln in anderen Menschen beruhigt mich. Dann höre ich auch einige Lösungsansätze. Den einen oder anderen kann ich für mich übernehmen. Ich fühle mit den anderen Teilnehmern mit, sodass die Lösungsansätze nicht einfach nur logisch sind. Denn ich nehme die für mich verwertbaren Dinge eben auch mit dem emotionalen Teil meines Gehirns auf. Und während ich zuhöre, fühle ich mich mit den anderen verbunden. In diesem Cocon der Verbundenheit wirkt das Gesagte nocheinmal ganz anders auf mich.
 
Faktisch fühle ich mich aber vermutlich weniger Wert, weniger erfolgreich und vor allem anders. Ich sehe oft in eine Runde und denke "ich bin der einzige hier, der ..... nicht hat".
Zwar sind bei mir einige Details anders als bei dir, aber vom Grundprinzip geht es mir da oft ganz ähnlich. In geselligen Runden fühle ich mich fast immer fehl am Platz und denke mir häufig "ich bin der einzige hier, der nicht dazu passt bzw. nicht mitreden kann". Dazu kommt, dass auch viele meiner persönlichen Interessen und Hobbys eigentlich niemanden sonst interessieren, während mich wiederum die gängigen Themen der anderen Leute nicht interessieren und ich mich da auch gar nicht auskenne. So bleibe ich oft in einer gewissen Isolation verharrend, selbst wenn ich in Gesellschaft bin.

Ich überlege auch häufig, wie ich mich da weiterentwickeln könnte. Die Thematik besprechen wir auch häufig in meiner Psychotherapie. Aber zu einem echten Lösungsansatz bin ich noch nicht gekommen.
 
Selbstbewusstsein, Resilienz, Stressfreiheit, innere Stärke aber wie erlangt man solch positive Merkmale?


Weißt du denn überhaupt was diese Dinge bedingen bzw. was sie bedeuten? (Du liest ja viel). - Natürlich gehört dazu auch das anweden und als gewohn heit methoden zu übernehemn die das fördern. Lass mal hören was du dazu schon anwendbares verstanden hast.
 
Warum probierst Du nicht einfach mal aus , was passiert, wenn Du einfach das tust, was Du möchtest?

Try and Error.
 
Weißt du denn überhaupt was diese Dinge bedingen bzw. was sie bedeuten? (Du liest ja viel). - Natürlich gehört dazu auch das anweden und als gewohn heit methoden zu übernehemn die das fördern. Lass mal hören was du dazu schon anwendbares verstanden hast.

Naja.... da ich ja sage, dass ich wenig erfolgreich bin, bedingt dies ja offenbar, dass ich die Lehren nicht richtig anwende.

Ich versuche mir das richtige Mindset zu schaffen und ich bin definitiv weiter als ich vor 10 Jahren war.

Wichtig ist Kommunikation bzw. soziale Interaktion. Man kann nicht selbstbewusst werden, indem man sich zuhause verkriecht. Deswegen zwinge ich mich ja durchaus in soziale Situationen. Vor allem im beruflichen Umfeld mache ich jedes Treffen mit, jeden Betriebsausflug etc. Nichtsdestotrotz bin ich am Wochenende meist alleine.

Man muss sich Ziele setzen und gerade die Erfüllung von Zielen schafft auch Selbstbestätigung. Ich habe zb meine Finanzen in die Hand genommen, Haus und Garten neu gestaltet. Ich bin nicht mehr das "Mamma-Kind" welches ich mit 20 war.

Ich versuche bewusster zu leben. Insbesondere mich bewusster zu ernähren. Ich treibe seit einem halben Jahr regelmäßig Sport, definitiv ein riesen Erfolg für mich! ich gehe früher ins Bett und versuche besser und mehr zu schlafen.

Mein Problem ist, dass ich mich nicht frei fühle. Ich arbeite teils 10 Stunden pro Tag. Wenn ich dann noch Sport treibe, koche und co, besteht meine Freizeit aus maximal 2-3 Stunden Netflix/PC Spiele/Hilferuf Forum etc.
Urlaub und Freizeit hilft mir aber auch wenig. Ich kann schlecht abschalten, bin einsam und unruhig. Die traurige Erkenntnis ist, dass ich mich im "Hamsterrad Arbeit" sogar wohler fühle, weil ich über Arbeit soziale Kontakte, geregelte Tageszeiten, Beschäftigung und Bestätigung habe.

Vermutlich brauche ich Freunde um jenseits der Arbeit glücklich zu sein und Bestätigung für mein Ich zu bekommen. Deswegen freue ich mich auch wenn Menschen mich hier mögen. Wenn beihempelsuntermsofa mich als "nett" bezeichnet ist das genau das wonach ich mich sehne: Bestätigung

Aber dafür muss ich mich auch selber mögen und dafür muss ich much mehr in den Mittelpunkt rücken und es eben nicht mehr versuchen allen Recht zu machen. In der Theorie klingt das leicht....
 
...
Ich möchte mich weiterentwickeln, glücklicher werden, aber wie?
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Du solltest dir klar machen, dass deine Interessen, deine Entscheidungen im Vergleich zu anderen Menschen und ihren Interessen/Entscheidungen gleichwertig sind. Deine Interessen sind nicht minder Interessant wie die deiner Freunde, deine Entscheidungen sind begründet und verdienen Respekt. Wie andere darüber denken ist sekundär, primär ist wie und was es für dich bedeutet.

Deine Selbstreflektion geschieht durch fremde Augen (so entnehme ich es aus deinem Text oben), zu viele Gedanken wie dein Umfeld dich wahrnimmt. Rücksicht ist eine zweifelslos ehrenhafte Charaktereigenschaft, jedoch nicht wenn sie dir schadet.

Hier im Forum wirkst du auf mich gar nicht so wie du dich beschreibst, wahrscheinlich bist du privat anders. Hier bist du selbstbewusst, gut informiert, freundlich, du wirkst „gut sortiert“, womöglich geschützt durch die Anonymität. Was könnte dein Schutzschild im realen Leben werden?
 
Aber dafür muss ich mich auch selber mögen und dafür muss ich much mehr in den Mittelpunkt rücken und es eben nicht mehr versuchen allen Recht zu machen. In der Theorie klingt das leicht....


wird nur hinterher so verkauft. Welche Lehren kennst Du.



Resilenz ist einfach nur das wissen von umfeld ändern (negativen Kontakt vermeiden, z.B. nicht zuhören), herunterspielen (nicht vergleichen), ersetzen/verdrängen (fokus auf positivers lenken) - dabei hilft es die spiegelgesetzte zu kennen. Dazukommt dann noch der umgang mit den drei Geistesgiften Wut, Neid, gier, die du duch schamenenübungen oder meditation tilgen kannst. das sind alles prozess. das heißt rituale verstehen, aufbauen und leben. Im prinzip bewegst du dich dann wieder bei religionen (sehr kompliziert) und einfacher esotherik. Aber wie ein muskel trainiert man das.

Selbstbewußtsein, ist vorallem richtiges zielsetzen. Wenn du sport treibst, machst du das unterbewußt. Durch kontinuität, spaß an dem prozess 8nicht dem Ziel) merkst du irgendwann kleine erfolge, an denen du anknüpfst. Dazu kommt, das du dir halt bei einem großen ziele erstmal viele kleine setzt und lernst deinen schweinehund zu trainieren und dich motivierst. Ich denke das kensnt du ales schon. Erfolg kommt zu erfolg. Jesus sagte, der der da hat, dem wird gegeben. Der der da ncihts hant, wird auch das letzte noch genommen. Also in anderen worten, stillstand ist der tot. Ziellosigkeits führt nirgendwohin. Der weg ist das ziel. blub blub blub schaue wie du alles was du eigentlich kennst, einfach realisierst, integrierst. - natürlich gehört auch immer wieder dazu sich selbst und seine verhaltensmuster zu überprüfen. Dann bist du auf dem weg zum selbstentwickler. Aus eigener kraft. -> Selbstbewußt, aus erfahrung udn wissen wie es geht.


Streßfreiheit ist vorallem gutes Zeitmanagement. kriegst du überall erklärt. Wichtig ist das du einfach nur dir simple sachen raussuchst udn sie ein paar monate für dich testest. was gut ist, behälst du, was nciht Next. Da findest du viel bei projektplanungen.


Du musst einfach nur gezielter lesen/suchen was du gerade bei deinem entwicklungsstand brauchst. merkst ja wo du nciht vorankommst. finde Leute die auf dem ähnlichen tripp sind. schaukelt euch auf. Aber geht auch alleine.


War das schon hilfreich? Was weißt du, oder verstehst du bei was von dem was du zuletzt gezielt gelesen hast nicht so ganz, oder bist unsicher ob es eine gute Idee ist, oder wie du es auf deinen alltag anwenden könntest?
 
Ich hätte Dir 2 Bücher, die witzig und möglicherweise ganz hilfreich sind.

- Einen Scheiß muss ich! (Tommy Jaud)

- Am A**** vorbei geht auch ein Weg (Alexandra Reinwarth)
 

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