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Profilierung durch Beruf -> Neid...und es macht micht kaputt

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Gast

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Hallo zusammen,

ich möchte mich gleich zu Beginn bedanke für die Zeit, die du dir nimmst um dir mein Problem durch zu lesen und mir vielleicht den entscheidenden tipp gibts um mein Leben wieder auf die richtige Bahn zu bekommen. Danke!

Wie fange ich am Besten an...aber ich glaube besser ist: WO fange ich an:
Meine Kindheit war eine tolle Zeit. Ich hatte tolle Eltern, eine tolle Familie und viele Freunde. Rundum ein sehr glückliches Leben ohne viele Sorgen.

Mit dem Ende der Realschule begann ich dann eine Ausbilung in einem sehr großen Konzern in Deutschland...mein größter Traum ist war geworden!
Zur gleichen Zeit trennten sich mein Eltern, die glückliche Familie von weiter oben.
Meine Ausbildung war dann nicht wirklich erfolgreich. Wohl mitten in der "Alles egal, ich weiß es besser "- Phase war mir alles wichtiger wie diese Ausbilung.
Wie zu erwarten war ich am Ende auch der einzige der NICHT übernommen wurde. Normalerweise werden alle Azubis übernommen...naja irgendwann muss ja mal jemand der erste sein.

War dann ein wenig Arbeitslos und habe dann ein dreiviertel Jahr im CallCenter gearbeitet.

Dann bekam ich die Kurve: Job gekündigt, wieder auf die Schule und Abi nachgemacht und ein Studienplatz ergattert.
Ich dachte: Wow, alles super. Meine Mutter (mein Vater hat uns verlassen) weinte an dem Tag an dem ich wegzog wegen des Studiums...super Start!
Bin in einem Wohnheim untergekommen direkt neber der Uni, perfekt. Bis dahin...

Leider hatte ich dann einem Tag etwas mit meinem Nacken/Rücken, dachte an Herzprobleme (hatte mal kurz was als Jugendlicher) und lieferte mich selbst ins Krankenhaus ein.
Seit diesem Tag hatte ich massive Panikstörungen bzw. Angststörungen und besuchte die Vorlesungen nur sehr wenig.
Aber das ging auch so einigermaßen vorbei, mal schlechter mal besser...
Studium habe ich trotzdem gut abgeschlossen und auch direkt einen Job gefunden.

So, sorry für die lange vorgschichte, aber ich denke das gehört evtl. zu meinem Problem dazu.

Mittlerweile bin ich bei meinem dritten Arbeitgeber (innerhalb von 4 Jahren) und komme einfach nicht zur ruhe.
Ich bin ständig nach kurzer Zeit unzufrieden mit meiner Arbeit oder bin der Meinung ich kann das alles nicht. Schlecht bezahlt noch oben drauf.
Der Grund ist, denke ich, dass ich nebenher noch sehe wie es den Leute bei meinem ehemaligen Großkonzern von weiter oben mittlerweile geht, welche nach der Ausbildung übernommen wurden: Doppeltes Gehalt, Firmenwage, etc...und ich krebse hier mit meinen paar Mücken und ohne Auto rum weil ich mir keins leisten kann.
Zusätzlich dann noch die Bekannten im Freundeskreis die genauso lange studiert haben oder ähnliches und auch das doppelte Verdienen und sich alles mögliche leisten können.

Was mich auch nervt: Meine Schwester. Irgend einen totalen Mist studiert den niemand braucht, aber ratzfatz durch Vitamin B in meiner Branche einen Job gefunden und verdient direkt nach dem Einstieg schon mehr wie ich nach 4 Jahren. Und dazu noch die Lobpreisungen aus der Familie: Wow Managerin mit Mitarbeiter unter dir, das ist ja toll. Und befördert auch direkt nach einem halben Jahr... aber keine Ahnung von dem ganzen Thema.

Oder die ganzen Leute die früher die größten Pfeifen waren und jetzt auch in tollen Positionen bei tollen Arbeitgeber sitzen. Ich rege mich so auf!


So, ich glaube jetzt habe ich mir alles von der Seele geschrieben. Sorry für manche Kraftausdrücke oder das ich auch ein wenig aggressiv geschrieben habe.
Aber ich weiß mittlerweile echt nicht mehr was ich mache soll bzw. was mir helfen kann.
Ich bin Neidisch und es macht micht kaputt. Dazu noch diese Ungewissheit wie es im Beruf weitergeht oder ob überhaupt...

Ich weiß nicht ob da draußen jemand ist der mich versteht oder ob es überhaupt eine "Lösung" für mein Problem gibt...aber ich bin für jede Hilfe oder jeden Tipp dankbar wie ich damit weiter umgehen soll.

Liebe grüße und danke
 

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Lenja

Gast
Ich bin Neidisch und es macht mich kaputt.
Überprüfe, ob es tatsächlich Neid ist, der dich so seelisch belastet oder vielleicht die Tatsache, dass du es (noch) nicht annehmen kannst, dass für dich in Wirklichkeit andere menschliche Werte und Ziele wichtiger sind, als die rein materielle ..?

Das Erlebnis von früher, bei dem du dein Leben als zerbrechlich und bedroht wahrnammst, konnte es dir bewusst gemacht haben. Und wenn es tatsächlich so wäre, fände ich es eigentlich gut und sinvoll, - wenn du aber darauf weniger mit Angst, sondern mehr mit der entschlossenen und bewussten Ausrichtung deines Lebens auf die tiefere, beständigere Werte reagieren würdest.

Alles Gute für dein Leben!
Lenja
 
G

Gast

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Hallo,

nein es ist wirklich auch Neid nach materiellen Dingen.

Mir fällt auf, dass ich einerseits neidisch bin auf das was die Leute erreicht haben und den damit verbundenen Luxus.

Ich sehe wie bekannte zwei Autos fahren, zig mal im Jahr in Urlaub gehen und sich das und jenes kaufen.
Das eine Pärchen kann sich das sogar leisten obwohl er "nur" in einem Baumarkt und sie halbtags arbeitet.

Ich weiß einfach nicht...

Vielleicht sollte ich lernen das man Glück nicht anhand Geld und materiellen Dingen bestimmt... aber das ist nicht so einfach. Vor allem in unserer Status geprägten Gesellschaft.

:(
 
W

Windlicht

Gast
Vielleicht sollte ich lernen das man Glück nicht anhand Geld und materiellen Dingen bestimmt... aber das ist nicht so einfach. Vor allem in unserer Status geprägten Gesellschaft.

:(
Da hast du recht: Einfach ist es nicht, gerade in jungen Jahren.
Aber mit dem Rest hast du auch recht. Glück resultiert nicht aus materiellen Dngen, Geld (und Macht).
 

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