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Probleme mit sozialen Situationen

arsvivendi

Mitglied
Hallo,

auf der Suche nach Erkentniss und Verstehen schreibe ich nochmal hier ins Forum. Ich bin zwar in einer Therapie, aber habe das Gefühl der Therapeut hilft mir nicht richtig bzw. geht nicht adäquat auf meine Themen ein. Obwohl es tiefenpsychologisch ist, wurde kaum an den dahinterliegenden Mechanismen gearbeitet und jetzt bin ich in einer Gruppentherapie.

Mein Problem ist es, mit Menschen in Kontakt zu treten und jahrelang habe ich mir eingeredet, ich sei "unsozial". Dass das nicht stimmt, wird mir immer mehr bewusst, aber es löst das Grundproblem noch nicht. Auf der einen Seite fühle ich mich einsam und sehne mich nach neuen Kontakten, auf der anderen strengt es mich an, mich mit nicht so vertrauten Menschen zu treffen.
Vor allem in Gruppensituationen fällt es mir total schwer mich zu integrieren. Auch wenn sich alle am Anfang nicht kennen und neu sind in einer Gruppe, schaffe ich es nicht wie die meisten anderen mich in die Gruppe zu integrieren. In meinem Kopf sind dann ganz viele Gedanken: "Wie wirke ich? Wirke ich komisch?" aber auch: "Die anderen sind ganz anders als ich."(ich bewerte schnell jeden, oft negativ. Vl zum Selbstschutz?) , "Die scheinen sich ja schon gut zu verstehen und zu kennen, da kann ich ja nicht einfach mitreden.", "Los, geh auf die Leute zu. Rede mit ihnen. Sonst stehst du wieder allein da.", usw. usw. In mir entsteht dann ein riesen Druck und das Übel nimmt seinen Lauf. Vermutlich ist es dann auch meine Ausstrahlung und das in-mir-zurückgezogen sein, das andere und mich davon abhält Kontakte zu knüpfen.
Wenn ich dann mal was mit Leuten unternehme, ist es oft so, dass ich benommen werde bzw. mich selbst nicht mehr ganz spüre. Das macht mich auch total fertig und ich weiß nicht was ich dagegen tun kann.

Die Frage, die mir auf der Seele brennt ist: Was ist los mit mir? Warum fallen mir solche Situationen so schwer und warum bin ich so benommen? Wie komme ich da raus?
Mein Therapeut geht leider nicht darauf ein und hat mich nur damit abgespeist, dass ich "Depressionen" habe. Diese Probleme mit den Schwierigkeiten dazuzugehören habe ich aber schon seit der Schulzeit und ich denke es ist eher die Ursache, als die Folge von Depressionen und Angststörung.

Ich bin für jeden Kommentar dankbar.

Lg :)
 

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zensai196

Mitglied
Hallo du,

was du schreibst erinnert mich uneingeschränkt an mich. Deutlicher ausgedrückt passt es auf mich wie A.. auf Eimer.
Deshalb kurz gefasst folgende Empfehlungen:

1. Ein Therapeut der nicht auf dich eingeht bzw. nicht mehr oder bei bestimmten Themen nicht, taugt für die eigene Situation nichts. Daher bietet sich folgendes an:
1.a sei vernünftig und sprich mit ihm drüber, wenn dass nichts bringt such weiter
1.b sei unvernünftig und lass die Finger von ambulanten Therapien oder stationären Therapien (meine Projektion :))

2. Bezüglich der ambivalenz zum Thema Anstrengung und Sehnsucht bzgl. sozialer Kontakte hab ich extrem aufgehorcht. Deshalb empfehle ich dir folgende Frage für dich selbst. Bin ich hochsensibel ? hochsensitiv? hochbegabt?
Es gibt dazu aktuell eine extrem wachsende Anzahl von Buchautoren, Coaches, Youtubechannel etc..Ich persönlich finde mich in Büchern von Luca Rohleder sehr stark wieder.

Ich bin hochsensibel. Dieses Etikett klebt mittlerweile so fest an mir dass der Kleber desselbigen mit meiner Haut verwachsen ist wenn du verstehst. Das nur um evtl. Gedanken vorwegzunehmen. Depressiv ist auch so ein Etikett genau wie Krank oder unnormal aussätzig blablabla

Bis dann
 

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