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Probleme mit Babysitterkind

Du meinst, ich hätte ihr nicht sagen sollen, dass mich das traurig macht, wenn sie sowas sagt?
Oder was meinst du mit gefühle aufoktrieren?
Wie reagiere ich nächstes Mal besser auf sowas?
 
A

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Re: Probleme mit Babysitterkind
Es ist für uns oft schwer aushaltbar, wenn Kinder weinen. Aber das hat mit uns zu tun und unsren Gefühlen. Nicht gut genug zu sein. Abgelehnt zu werden. Oder es rührt auch an unsere eigene alte Kindertraurigkeit und wir wollen das so schnell wie möglich wegmachen und wieder Fröhlichkeit herstellen.

Warum ist es denn nicht ok, zu weinen und traurig zu sein, wenn man die Eltern vermißt? Warum sollte sie das denn unterdrücken und gleich wieder lachen? Es ist doch traurig, daß die Eltern nicht so viel Zeit haben.
Vielleicht vermißt sie auch ihre alte Babysitterin. Vielleicht will sie Dir auch wehtun, weil es in ihr weh tut. Dann sagen Kinder schon mal doofe Sachen.

Vielleicht versuchst Du Dich mal nicht innerlich unter Druck zu setzen, wenn sie weint und es als dein Job zu sehen, daß sie so schnell wie möglich damit aufhört.

Versuch mal zu schauen, was ihr Weinen mit Dir macht. Was bei Dir berührt wird, wenn sie sagt, sie will ihre alte Babysitterin zurück. Und dann sagst Du Dir innerlich, was meins ist, darum kümmere ich mich später. Und wendest dich ihr liebevoll zu und bist einfach aufnahmebereit da, wenn sie traurig ist.

Du machst das ja schon ganz toll, indem du ihr nichts aufzwingt.
 
Du meinst, ich hätte ihr nicht sagen sollen, dass mich das traurig macht, wenn sie sowas sagt?
Oder was meinst du mit gefühle aufoktrieren?
Wie reagiere ich nächstes Mal besser auf sowas?


Das ist völlig normal, dass Kinder in dem Alter weinen und quengelig sind und dann auch für unseres Verständnis in der Situation "Blödsinn" sagen, einen ablehnen usw. Bei mir war das manchmal so, ich hatte Urlaub und habe meine Nichte vom Kindergarten abgeholt, Essen gemacht, danach vorgelesen, dann kam Mama aus dem Geschäft, wo sie halbtags gearbeitet hat. Dann kam oft "Mama, geh weg!" Allerdings ohne Weinen, aber du verstehst schon, wie ich es meine.

Dass das Mädchen den ganzen Tag praktisch fremd-beschäftigt wird, weil die Eltern arbeiten, ist natürlich für sie doof und obwohl das Spielen mit dir Spaß macht, ist sie halt manchmal traurig. Du kannst natürlich sagen, "das ist aber schade", wenn wieder kommt, sie will ihre Mama oder ihre alte Babysitterin, aber persönlich nehmen würde ich das nicht, es sei denn, es gibt tatsächlich Anzeichen, dass sie dich ablehnt. Und mit ihr diskutieren, bringt nichts. Das ist dann halt in dem Moment ihre (verständliche) Gefühlslage!
 
Ich habe es eigentlich nie persönlich genommen, wenn sie geweint hat, weil sie zu ihren Eltern will und sie dann ablehnend zu mir war.
Dieses eine Mal war es einfach anders... zum einen, weil es von ihr einfach aus dem Nichts kam. Es ist vorher nichts geschehen, sie hatte gute Laune und ich habe nicht mir ihr geschimpft oder ähnliches.
Und es hat mich gewundert, dass sie geweint hat, weil sie angeblich ihre alte Babysitterin vermisst. Das hab ich dann zuerst gar nicht damit in Verbindung gebracht, dass sie eigentlich ihre Eltern gerade vermisst. Weil sonst kann sie sich wunderbar ausdrücken und ganz deutlich sagen, dass sie jetzt zu Mama und Papa will und dann kann sie auch ablehnend zu mir sein und ich nehme es nicht persönlich, weil es ja logisch ist, dass ich gehen muss, wenn Mama und Papa kommen sollen, weil anders kennt sie es ja nicht - entweder ich bin da oder ihre Eltern. Aber wenn ihre alte Babysitterin da ist, sind ihre Eltern ja auch nicht da... deswegen hab ich mir das sehr zu Herzen genommen und überlegt, ob es an mir liegt. Ob ich etwas falsch mache oder sie mich wirklich einfach nicht so sehr mag. Mit ein bisschen Abstand betrachtet, macht das echt nicht so viel Sinn, weil sonst ist die Bindung zwischen uns laut meinem Gefühl echt gut und wie gesagt, wir haben echt Spaß zusammen. Nur im ersten Moment ist so eine Aussage von ihr einfach verletzend, weil ich eben dachte es läuft alles gut zwischen uns und ich mich auch sehr anstrenge, dass es so ist und so bleibt.
Werde auf jeden Fall eure Ratschläge annehmen und mich bemühen, sie umzusetzen.
 
Hallo Eisblume,

wie hier auch schon von Anderen geschrieben wurde, finde ich es wichtig, dass das Kind seine Gefühle äußern darf und es verstanden wird. Als ich dieses Prinzip bei meinem kleinen Sohn das erste Mal so richtig bewusst angewandt habe, war ich echt verblüfft. Statt wie bisher Sätze wie "hör auf mit Weinen... das ist doch nicht so schlimm..." zu sagen, hab ich ihn einfach in den Arm genommen und sowas gesagt wie "ich sehe, du bist wirklich sehr traurig/wütend/verärgert". Ich konnte es gar nicht glauben, als er sofort aufgehört hat mit Weinen. Davor war kein Rankommen an ihn und er hat bei jedem Wort mehr getobt.
Das trifft zwar jetzt nicht so ganz das Thema, aber vielleicht hilft es euch insgesamt ein wenig.

Als wir bei unserem Großen (damals Kleinen) eine Babysitternin hatten, haben wir immer versucht, sie in die Familie zu integrieren. Sie ist dann zum Beispiel noch geblieben, wenn ich von der Arbeit kam. Oder sie kam schon eine Stunde eher, wenn wir abends mal ins Kino gehen wollten. Oder wir haben sie einfach mal besucht auf einen Kaffee. Ich wollte nicht, dass mein Sohn das Gefühl hat "immer wenn SIE da ist, sind Mama und Papa weg" und auf diese Weise haben wir es glaube ich ganz gut hinbekommen.

Alles Gute! LG, Anne
 
Zuletzt bearbeitet:
Darauf sie ernst zu nehmen, achte ich schon immer sehr. Also wenn sie weint, dann sage ich eigentlich nie, dass es nicht schlimm ist, sondern sage ihr, dass ich verstehen kann, dass sie wütend oder traurig ist.
Aber wenn sie verletzend wird, habe ich bisher meistens versucht ihr klar zu machen, dass mich das traurig macht. Würde sie sonst nicht lernen, dass sie andere Leute verletzen darf, wenn sie traurig oder wütend ist?
 
Oh man Leute, ich bin heute wieder so hilflos gewesen. Sie wollte alleine an der Straße laufen, weil sie ja schon groß ist und weiß wie das geht. Ich habe ihr erklärt dass es zu gefährlich sei, ich ihr zwar glaube dass sie weiß wie das geht, aber die autos so schnell sind, dass manchmal auch erwachsene Unfälle haben. Sie hat mich dann abgebrüllt: "ich bin keine erwachsene!!" Ich habe ihr dann gesagt, dass ich sehe, dass sie wütend ist und sie trotzdem nicht so schreien soll, sondern besser mit dem Fuß stampfen.
Daraufhin hat sie mich wieder so angeschrien, dass ich "verdammt" sei...
Sie hat dann angefangen zu weinen und nach Mama und Papa gerufen. Ich habe ihr dann gesagt dass ich verstehe dass sie traurig ist und Mama und Papa vermisst und ihr angeboten sie zu trösten, aber das wollte sie nicht. Am Anfang hab ich sie weinen lassen und traurig sein lassen, was mir ja auch hier geraten wurde. Aber nach 20min hab ich es nicht mehr ausgehalten, weil ihr weinen so stark wurde, dass ich Angst hatte, dass sie sich gleich übergibt. Nach 30min wollte sie endlich auf meinen Schoß und hat sich dann beruhigt. Ich weiß in solchen Momenten echt nicht was ich machen soll...
 
Es tut einem Leid, was du schon so mitmachst in der Entwicklung der Kleinen, man fühlt sich hilflos und würde gern helfen, wenn es ginge...:wein:
Es sind grad Ferien und unser Enkel ist da, solche Situationen sollte man geduldig abwarten, auch wenn es einem schwer fällt, es etwas dauert und das Weinen nicht gleich aufhört...Mann sollte selbst ruhig bleiben, nicht mit vielen Fragen bohren(nerven), ein paar Streicheleinheiten ohne Worte können auch helfen oder aber ein gutes Ablenkungsmanöver, eine Fingerpuppe/Handpuppe oder ein kleiner Kasper sind Möglichkeiten. so bekommen wir das hin.

Es gibt z.B. auch kleine "Sorgenpüppchen" zu kaufen, kann man auch selbst basteln, denen man dann seine Wehwehchen erzählen lassen kann (findet man auch Netz).
Man sollte kreativ sein und jede Möglichkeit zur Ablenkung nutzen, wenn es mal wieder so schlimm ausufert.

Ich verurteile hier nicht die Eltern, wir waren selbst in solchen beruflichen Situationen,
es ist schon toll wenn sie eine Betreuung organisieren, manche Eltern lassen die Kinder einfach allein zu Haus und erledigen ihre Dinge/Arbeit...
Vorwürfe, oder sich anmaßen, die Eltern als Rabeneltern darzustellen, kann hier nicht die Lösung sein.
Nicht alle Familie haben so viel Geld und Möglichkeiten, alles "im Sinne der Öffentlichkeit oder Gesellschaft" recht zu machen.
Sie werden auf ihre eigene familiäre Entwicklung irgendwann mal zurückschauen und ihre Erfahrungen machen...
Man lernt aus Fehlern, andere Blickwinkel zu erkennen, später im Alter auch aus anderen Perspektiven und Sichtweisen, ihre Erfahrungen zu machen, die sie dann einmal weitergeben können, so ist der Lebensverlauf.

Toll, wie du dich einbringst und deine Kenntnisse schilderst, das ist auch für viele junge Mütter ein gutes Beispiel dafür, das man die Probleme auch von kleinen Kindern schon ernst nehmen sollte...🙂 MfG
 
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Es tut einem Leid, was du schon so mitmachst in der Entwicklung der Kleinen, man fühlt sich hillos und würde gern helfen, wenn es ginge...:wein:
Es sind grad Ferien und unser Enkel ist da, solche Situationen sollte man geduldig abwarten, auch wenn es einem schwer fällt, es etwas dauert und das Weinen nicht gleich aufhört...Mann sollte selbst ruhig bleiben, nicht mit vielen Fragen bohren(nerven), ein paar Streicheleinheiten ohne Worte können auch helfen oder aber ein gutes Ablenkungsmanöver, eine Fingerpuppe/Handpuppe oder ein kleiner Kasper sind Möglichkeiten. so bekommen wir das hin.

Es gibt z.B. auch kleine "Sorgenpüppchen" zu kaufen, kann man auch selbst basteln, denen man dann seine Wehwehchen erzählen lassen kann (findet man auch Netz).
Man sollte kreativ sein und jede Möglichkeit zur Ablenkung nutzen, wenn es mal wieder so schlimm ausufert.

Ich verurteile hier nicht die Eltern, wir waren selbst in solchen beruflichen Situationen,
es ist schon toll wenn sie eine Betreuung organisieren, manche Eltern lassen die Kinder einfach allein zu Haus und erledigen ihre Dinge/Arbeit...
Vorwürfe, oder sich anmaßen, die Eltern als Rabeneltern darzustellen, kann hier nicht die Lösung sein.
Nicht alle Familie haben so viel Geld und Möglichkeiten, alles "im Sinne der Öffentlichkeit oder Gesellschaft" recht zu machen.
Sie werden auf ihre eigene familiäre Entwicklung irgendwann mal zurückschauen und ihre Erfahrungen machen...
Man lernt aus Fehlern, andere Blickwinkel zu erkennen, später im Alter auch aus anderen Perspektiven und Sichtweisen, ihre Erfahrungen zu machen, die sie dann einmal weitergeben können, so ist der Lebensverlauf.

Toll, wie du dich einbringst und deine Kenntnisse schilderst, das ist auch für viele junge Mütter ein gutes Beispiel dafür, das man die Probleme auch von kleinen Kindern schon ernst nehmen sollte...🙂 MfG

Krank , wenn man so ein Verhallten der Eltern auch noch in irgendeiner Form als richtig darstellen will!

Wenn ich kein Geld oder keine Zeit für Kinder habe, dann sollte ich das VORHER bedenken. Wenn ich als PAAR ( und wir reden hier nicht von Alleinerziehenden ) eine Knderbetreuung durch ein Elternteil nicht hinbekomme, läuft dort etwas gewaltig schief. Ein Kind kann halbtags in die Kita gehen, das ist ok. Aber den ganzen Tag fremdbetreut ??? Das ist verantwortungslos und zeigt jetzt schon an den Reaktionen des Kindes, dass ein Schaden angerichtet ist.

Ich würde eventuell mal beim Jugendamt anfragen, ob man etwas tun könnte und die Stelle kündigen, da ich so etwas nicht mit mit meiner Einstellung zu Erziehungsmethoden vereinbaren lässt.

Liegt aber vermutlich auch daran, dass ich in einem vernünftigen Elternhaus aufgewachsen bin und auch meinem Kind so etwas niemals zumuten würde!

Maya
 
Hallo Maya,
danke für deine Meinung, ich habe nicht das Verhalten der Eltern nicht als < r i c h t i g dargestellt, sondern so, das es uns nicht zusteht über ihre Art und Weise der Familienplanung zu urteilen..
Es ist auch keine Entschuldigung dafür...

Du selbst kannst dich wirklich sehr glücklich schätzen, das du nicht so aufwachsen musstes und deine Kinder es nicht müssen. 🙂

Millionen Menschen müssen hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten gehen, sehr oft auch beide Partner, da sind viele Kinderseelen nicht mit einverstanden, Angehörige nicht und die Eltern selbst meist auch nicht...
aber diese Kinder werden nicht mißhandelt, verwahrlosen nicht, verdrecken nicht oder werden gar vernachlässigt....

Ich selbst freue mich über jede Familie, die ihren Kindern so ein unbeschwertes Leben ermöglichen können/konnten - DAMALS und HEUTE...
Leider ist das in den meisten Fällen in den Familien die Regel, egal ob ein oder 2 Verdiener da sind...

Ich kann und möchte nicht beurteilen, ob du schon mal einen Kontakt mit dem JUGENDAMT
diesbezüglich hattest,
die MA können sehr wohl unterscheiden(die meisten), wann ein Kind gefährdet ist und wann nicht...MfG
 
Zuletzt bearbeitet:

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