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praktikum schlecht gelaufen, jetzt problem wegen zeugnis

iandor

Mitglied
ich habe in den semesterferien ein freiwilliges praktikum absolviert, das leider sehr schlecht verlaufen ist. die ersten tage waren sehr gut und ich bekam vom chef ausschließlich positive rückmeldung und lob. dann habe ich einen fehler gemacht und die restlichen vier wochen waren der reinste horror.
ich kann nicht gut einschätzen, ob das verhalten mir gegenüber gerechtfertigt war, jedenfalls ging es über professionelle kritik hinaus. ich wurde regelmäßig vor anderen angestellten regelrecht angebrüllt und beleidigt. ich habe das nur weiter durchgezogen, damit ich ein praktikumszeugnis bekomme und bei späteren bewerbungen etwas vorzuweisen habe.
am ende des praktikums hieß es, ich würde das zeugnis dann bald bekommen. das war anfang september. vor ein paar tagen habe ich deshalb eine email hingeschickt mit der bitte, mir das zeugnis zeitnah zukommen zu lassen. ich habe auch eine antwort bekommen, die lautete, dass ich doch bitte persönlich vorbeikommen solle. man würde das dort so handhaben, dass man das zeugnis noch persönlich besprechen würde.
das will ich aber nicht. oder genau genommen kann ich es nicht. ich muss nur an das praktikum zurückdenken und habe das gefühl, dass ich keine luft bekomme. ich will da auf keinen fall nochmal hin, aber ich möchte auch nicht, dass ich diesen monat umsonst durchgestanden habe und dann am ende nicht mal einen nachweis über das praktikum habe. jetzt habe ich überlegt, dass ich sage, ich wäre kurzfristig umgezogen und könne nicht vorbeikommen. aber dann würde es bestimmt heißen, dann machen wir die besprechung telefonisch. andererseits ist das zeugnis bestimmt sowieso schlecht und somit für spätere bewerbungen nicht verwertbar.
wäre es sehr dumm von mir, es auf sich beruhen zu lassen und das zeugnis nicht abzuholen?
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Eigentlich darf es kein "schlechtes" Zeugnis geben. Ein Zeugnis muss "wohlwollend" ausgestellt sein, so dass es bei der künftigen Jobsuche unterstützt.

Du kannst ein Praktikumszeugnis bei späteren Bewerbungen mit abgeben, musst es aber nicht. Also musst du es auch nicht abholen, wenn du das wirklich nicht willst, keiner zwingt dich. Aber es wäre schon schade, wenn du jetzt auf das Zeugnis verzichtest, zumal du ja extra dafür durchgehalten hast.
Du müsstest da nur noch einmal hingehen und dann nie wieder.

Grundsätzlich sind diese Besprechungen nicht schlimm und dauern auch nicht lange. Würde das Gespräch mit dem Chef stattfinden, der dich anfangs gelobt hat?
Wer hat dich danach angebrüllt und beleidigt? Der Chef oder andere Mitarbeiter?

Niemand will dir bei so einem Gespräch etwas Böses. Wenn bei mir Praktikanten waren führte ich auch ein abschließendes Gespräch, bei dem es dann das Zeugnis gab. Sicher macht das jeder anders, aber der Praktikant will ja eigentlich auch eine Rückmeldung haben. In einem Praktikum muss nicht alles gut laufen und du musst auch nicht alles richtig machen. Du warst ja als Praktikant dort, nicht als ausgebildeter Mitarbeiter, da gehören Fehler einfach dazu.

Anbrüllen und beleidigen darf einfach nicht sein, es tut mir leid, dass du das erleben musstest.
 

iandor

Mitglied
Würde das Gespräch mit dem Chef stattfinden, der dich anfangs gelobt hat?
Wer hat dich danach angebrüllt und beleidigt? Der Chef oder andere Mitarbeiter?
das gespräch wäre mit dem chef. das ist der, der mich erst gelobt und dann systematisch fertig gemacht hat.
ich denke einerseits, ich muss das durchziehen und mich der situation stellen. andererseits habe ich keine lust mehr, mich der willkür von leuten auszusetzen, die es für normal und vertretbar halten, praktikanten anzubrüllen.
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
das gespräch wäre mit dem chef. das ist der, der mich erst gelobt und dann systematisch fertig gemacht hat.
ich denke einerseits, ich muss das durchziehen und mich der situation stellen. andererseits habe ich keine lust mehr, mich der willkür von leuten auszusetzen, die es für normal und vertretbar halten, praktikanten anzubrüllen.
Ich würde auch nicht hin wollen an deiner Stelle, aber es ist nur noch ein einziges Mal und dann kannst du das abhaken und musst diesen Chef und dieses Unternehmen nie wieder sehen.
 

miasma

Aktives Mitglied
Du hast es echt geschafft diese miese Behandlung ganze 4 Wochen durchzuziehen?
Na alle Achtung!

Aber dann schaffst du jetzt diesen einen Termin auch noch... sonst wäre alles umsonst gewesen.
Komm... was soll passieren!?
Ein richtig schlechtes dürfen sie nicht ausstellen und es wäre echt unnötig deine ganzen Bemühungen zunichte zu machen.
 
V

von: Bodenschatz

Gast
Hallo Iandor.

An Deiner Stelle würde ich einen drauf setzen und hier und da in anderen Betrieben etwas Probearbeit absolvieren.
Du hast durch den ersten Reinfall jetzt bereits Antennen entwickelt, was für Dich gar nicht geht.
Bei ein paar anderen Betrieben kommen andere Dinge dazu. Vielleicht Arbeitsdruck, vielleicht linker gegen rechter Flur, vielleicht Rumgetratsche, Konkurrenzdenken, Ignoranz Deiner Bestleistungen, Mobbing, etc.

Derartige Erfahrungen zu machen ist wertvoll, weil sie Dich später davor behüten, einen Job blauäugig anzutreten, den Du nicht durch hältst.

Du solltest Dir, weil vieles in Vergessenheit gerät, die Mühe machen, eine umfangreiche Gedankennotiz zu verfassen. Die heftest Du hinter die Beurteilung.
Diese und andere Notizen bieten Dir später eine fundierte Grundlage für Argumente bei einem Einstellungsgespräch, bei dem Du so begründen kannst, warum Du weisst, dass Du eine Dir angebotene perfekte Stelle schätzt und begehrst.
 

_cloudy_

Urgestein
das gespräch wäre mit dem chef. das ist der, der mich erst gelobt und dann systematisch fertig gemacht hat.
ich denke einerseits, ich muss das durchziehen und mich der situation stellen. andererseits habe ich keine lust mehr, mich der willkür von leuten auszusetzen, die es für normal und vertretbar halten, praktikanten anzubrüllen.
Hallo.

Ich verstehe dich gut. Darauf hätte ich auch keine Lust.

Ich würde dir raten, nochmal eine Mail zu schreiben, dass du es bedauerst, aber zeitlich nicht schaffst, das Zeugnis persönlich abzuholen.

Wenn ich mir nur vorstelle, das Zeugnis ist nicht besnders gut, und dann soll man sich das auch noch anhören.. Das ist ein Praktikum, zur Not kannst du es auch unter den Tisch fallen lassen wenn das Zeugnis nicht gut ausfällt.

Aber du hast ein Recht darauf auch ohne dort hinzugehen.
 

günni

Mitglied
Eigentlich darf es kein "schlechtes" Zeugnis geben. Ein Zeugnis muss "wohlwollend" ausgestellt sein, so dass es bei der künftigen Jobsuche unterstützt.

Du kannst ein Praktikumszeugnis bei späteren Bewerbungen mit abgeben, musst es aber nicht. Also musst du es auch nicht abholen, wenn du das wirklich nicht willst, keiner zwingt dich. Aber es wäre schon schade, wenn du jetzt auf das Zeugnis verzichtest, zumal du ja extra dafür durchgehalten hast.
Du müsstest da nur noch einmal hingehen und dann nie wieder.

Grundsätzlich sind diese Besprechungen nicht schlimm und dauern auch nicht lange. Würde das Gespräch mit dem Chef stattfinden, der dich anfangs gelobt hat?
Wer hat dich danach angebrüllt und beleidigt? Der Chef oder andere Mitarbeiter?

Niemand will dir bei so einem Gespräch etwas Böses. Wenn bei mir Praktikanten waren führte ich auch ein abschließendes Gespräch, bei dem es dann das Zeugnis gab. Sicher macht das jeder anders, aber der Praktikant will ja eigentlich auch eine Rückmeldung haben. In einem Praktikum muss nicht alles gut laufen und du musst auch nicht alles richtig machen. Du warst ja als Praktikant dort, nicht als ausgebildeter Mitarbeiter, da gehören Fehler einfach dazu.

Anbrüllen und beleidigen darf einfach nicht sein, es tut mir leid, dass du das erleben musstest.
Ein Zeugnis darf so ausgestellt werden wie die Leistung des Praktikanten war. Selbst wenn es nur "wohlwollend" ist ist es schlecht da jeder Arbeitgeber die Formulierungen übersetzen kann. Also ist ein wohlwollendes Zeugnis ein schlechtes Zeugnis.
Das wäre in der Schule dasselbe wenn ich auf eine Prüfung nicht lerne und eine 6 bekomme kann der Lehrer auch nicht im Zeugnis eine 3 geben weil es wohlwollender ist.
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Ein Zeugnis darf so ausgestellt werden wie die Leistung des Praktikanten war. Selbst wenn es nur "wohlwollend" ist ist es schlecht da jeder Arbeitgeber die Formulierungen übersetzen kann. Also ist ein wohlwollendes Zeugnis ein schlechtes Zeugnis.
Das wäre in der Schule dasselbe wenn ich auf eine Prüfung nicht lerne und eine 6 bekomme kann der Lehrer auch nicht im Zeugnis eine 3 geben weil es wohlwollender ist.
Stimmt schon so, ja, aber tatsächlich habe ich noch nie ein Zeugnis gesehen, dass schlechter als eine 3 ist.
 

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