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Positives Denken ist Quatsch !

Naja, wenn ich nicht positiv denke, dann eben negativ. Die Wahl hat jeder. Zu dieser Schwarzweisdenke kann der Mensch glücklicherweise auch noch lösungsorientiert denken. Wenn er will. Wenn nicht, dann eben nicht. Muß jeder selber wissen ob man Zeit seines Lebens als frustrierter Miesepeter durch das Leben geht. Was letztlich ziemlich einsam machen dürfte.

Sich etwas schönreden, dass ist doch etwas ganz anderes. Kann man gerne Selbstbetrug nennen.
Letztlich zählen die Fakten. (M)Eine Null bleibt so lange eine Null wie ich das will. Und zwar solange, bis sich umorientiert wurde. Da stellt sich doch die Frage was besser ist. Im Selbsmitleid ersticken oder doch lieber mittels Zweckoptimisus einen andern Weg gehen?
 
Ich verstehe unter positivem Denken: Hoffnung haben. Pläne machen. Pläne umsetzen, soweit irgend möglich.
 
Positives Denken ist Opium fürs Volk !

Das Denken an sich ist schon mal nicht Jedermann Sache .....

Das positive Denken im Speziellen, also der mentale, mit kraftvollen, liebevollen, beglückenden Gefühlen verknüpfte Aufbau einer konstruktiven Vision von einer wünschenswerten möglichen Wirklichkeit, fällt aber oftmals gerade jenen besonders schwer, die durchaus des Denkens mächtig und damit vertraut sind.

Doch ganz unabhängig davon wie Jemand denkt der vor einer Barriere steht die es zu beseitigen gilt .... Anpacken muss Jeder gleichermaßen.

Der Unterschied liegt lediglich darin dass es dem Einen gelingt sein Werk mit einer inneren Haltung zu vollbringen die ihn mit Heiterkeit und Zuversicht erfüllt, während sich der Andere einer inneren Haltung unterwirft, die ihn schwächt und sein Gemüt vergiftet.
 
Violetta hat das sehr treffend formuliert und die vielen Danke-Klicks sind absolut gerechtfertigt. 🙂 :blume: herz:

Das mit dem positiven Denken ist ein Lernprozess, der jahrelang vonstatten geht bzw. gehen muss. Viele Menschen, gerade mit Depressionen, sind nun mal in einem Teufelskreis aus "negativen Gedanken", "negativen Gefühlen", "Grübeleien", "Verzweiflungszuständen" und was weiß ich. Es müssen quasi neue Strukturen im Gehirn geschaffen werden, damit sich das "umbiegen" lässt, mittels Gesprächstherapie, anfänglicher Medikation, Meditation --- einer Änderung an der Einstellung zu sich und der Welt. 🙂 - ich bin selbst eine Ex-Negativdenkende und war auch lange Zeit in Behandlung. 😉 Es ist MÖGLICH, vieles zu verändern. Sicher, ich lande auch immer mal wieder im Loch, aber das gehört irgendwo dazu, gerade wenn alle Menschen um einen herum versterben oder was weiß ich. Da kann man auch von mir nicht erwarten, dass ich das immer alles positiv sehe. 😉 Aber es geht nicht nur um Schicksalsschläge.

Mein Therapeut hat mir damals gesagt, dass Depressive so was wie "Erfolgserlebnisse" innerhalb einer Therapie brauchen, damit sich diese Strukturen im Gehirn verändern. Damit diese Endlosschleife aus Negativität mal ein Ende hat. 🙂 Dass man eben positive Erlebnisse oder auch neutrale Erlebnisse anders attribuiert --- und auch, damit man nicht bei allem, was negativ läuft, immer direkt zusammenbricht. 😉
 
Erst einmal sollte man sich darüber klar werden, was man selbst unter Positivem Denken versteht. Was bedeutet es eigentlich, positiv zu denken? Welche Erwartung habe ich, wenn ich mich mit positivem Denken auseinandersetze? Sind diese Erwartungen realistisch?
Ich vergleiche das gerne mit dem berühmten halb vollen Glas. Welche Erwartung habe ich eigentlich? Ist das Glas nur noch halb voll und ich erwarte bald Durst zu leiden weil es bald leer sein könnte oder habe ich immer noch ein halb volles Glas und brauche keinen Mangel zu erwarten, weil ja noch ausreichend da ist? Die Ausgangsposition ist also die gleiche aber für mich ist das dazugehörige Gefühl jeweils ein anderes.
Bei ersterem habe ich Sorge um mich, meine Zukunft, meine Existenz etc. und diese lähmt mich. Ich kann nur in die eine Richtung denken, da ich ja nicht verdursten will. Das macht Stress und ich kann die schönen Dinge im Leben nicht mehr sehen.
Beim zweiten brauche ich mir um mich, meine Zukunft und um meine Existenz etc. (noch) keine Sorgen machen. Ich habe ausreichend und kann auch die guten, schönen Dinge sehen da ich nicht nur auf das halbvolle Glas fixiert bin, sondern auch Platz lasse für andere Dinge. Das heißt ja nicht, dass ich nicht weiß, dass das Glas irgendwann wieder gefüllt werden muss, wenn es leer ist. Aber Ich brauche nicht verbissen nach der Flasche suchen, weil ich weiß, dass ich ausreichend Zeit habe um nachzuschenken. Ich spare mir also den Stress und kann so freier leben und auch die schönen Dinge sehen.
Es gäbe auch noch eine dritte Möglichkeit, nämlich zu denken dass das halbvolle Glas niemals zu ende geht oder sich vielleicht sogar wieder von ganz alleine füllt. Das wäre in meinen Augen blauäugig und unrealistisch und der Untergang wäre vorhersehbar, auch wenn ich vielleicht sogar das Leben eine kurze Zeit genießen könnte, weil ich ja noch das halb volle Glas habe.

Konkretes Beispiel aus meinem derzeitigen Leben:
Ich kann nur noch wenige Schritte laufen, da ich die Knie und die Fußgelenke kaput habe. Ich habe daraufhin beim Versorgungsamt ein bestimmtes Fahrrad beantragt, dass die Funktionen "normales Radfahren", "Radfahren mit Tretunterstützung" und "Scooter" vereinigt. Damit kann ich meine Muskulatur trainieren, die natürlich mangels Bewegung stark abgebaut hat, überhaupt selbständig das Haus verlassen und auch weitere Strecken mit Tretunterstützung zurücklegen und wenn vor schmerzen mal gar nichts mehr geht, mit der "Scooterfunktion" mich einfach wieder nach hause kutschieren lassen. Das Versorgungsamt hat abgelehnt, woraufhin ich in den sauren Apfel gebissen habe und es mir selbst gekauft habe.
Ich könnte jetzt negativ denken , dass ich armes Geschöpf nicht mehr laufen kann, arbeitsunfähig bin, auf so ein "scheiß" Behindertenfahrrad angewiesen bin, sowieso nix mehr geregelt bekomme und mir jetzt auch noch die ganze Welt nachsieht, wenn ich mit dem Gefährt unterwegs bin. Und dass ich dann auch noch das alles selbst bezahlen muss, obwohl das alles nachgewiesene Schädigungsfolgen von Gewalttaten sind, die ich doch gar nicht zu Verantworten habe etc.pp
Mach ich aber nicht. Ich bin froh, dass ich mir das Teil selbst finanzieren konnte und genieße die Freiheiten, die es mir wiedergegeben hat, auch wenn ich es ziemlich doof finde, dass ich das selber zahlen musste. Aber alleine in die Apotheke? Yes, I can! Mit meiner Enkelin auf den Spielplatz? Jawoll, ich komme mit! Eine Radtour mit meiner Frau? Hihi, muss sie jetzt aufpassen, dass ich ihr nicht wegfahre😀! Ich habe durch mein Fahrrad soooo viel gewonnen, da ist es mir egal, ob andere komisch gucken. Und ich sehe auf das, was ich jetzt wieder kann. Zwar kann ich (noch) nicht alleine einkaufen gehen, weil ich das Fahrrad nicht mit ins Geschäft nehmen kann, aber ich kann alleine schwimmen gehen, denn den Weg bis ins Becken schaffe ich. Mein Fahrrad gibt mir eine Lebensqualität zurück, die ich jahrelang entbehrt habe, auch wenn ich immer noch viele Einschränkungen habe.

Das verstehe ich unter positivem Denken. Eine "Ist-Situation" nehmen und die Vorteile daraus annehmen und die weiter bestehenden Nachteile als Herausforderung sehen, diese auch noch etwas zu verbessern. Das hat nichts mit Glauben oder Nichtglauben zu tun sondern mit Handeln oder Nichthandeln.

Lieben Gruß
Silan
 
Auch ich stehe - ähnlich wie der TE -dem Positiven Denken äußerst skeptisch gegenüber .

Denn beim Positiven Denken geht es wirklich da drum , dass man sein Leben als rein Positiv bewertet , aber das ist doch Quatsch .
Das Leben hat doch tolle Seiten , aber auch sehr harte . Wenn ich nun davon ausgehe , dass das Leben (rein) positiv ist , müsste ich mich auch gut füllen , wenn ich eine heftige Grippe habe . Das ist aber Quatsch , da eine Krankheit eine negative Sache ist . Die Menschen kriegen aber eingetrichtert , dass alles positiv ist - und dann fangen sie an zu verzweifeln , denn nach dieser Logik müssten sie auch ihrer Erkrankung etwas Positives abgewinnen . Das ist Humbug Hochzehn , entspricht aber der Logik dieser Ideologie des Positiven Denkens .
 
Na ja, positives Denken trägt auch zur physischen Gesundheit bei. Du hast ein stärkeres Immunsystem und genest selbst bei schweren Krankheiten schneller. Eine zu negative Denke bewirkt eher das Gegenteil. Wenn schon nichts anderes, vielleicht ist das eine Überlegung für dich wert.
 
Na ja, positives Denken trägt auch zur physischen Gesundheit bei. Du hast ein stärkeres Immunsystem und genest selbst bei schweren Krankheiten schneller. Eine zu negative Denke bewirkt eher das Gegenteil. Wenn schon nichts anderes, vielleicht ist das eine Überlegung für dich wert.

Ich kipp hier gleich vom Stuhl : Wo hast du diesen Unfug her ?
 
Ich kipp hier gleich vom Stuhl : Wo hast du diesen Unfug her ?

Is kein Unfug: Is bewiesen und auch logisch: Negative Gedangen= Körper ist im Streß= es werden verstärkt Stresshormone ausgeschüttet. Das hat zur Folge, dass das Immunsystem runterfährt, Wundheilung verlangsamt wird, die Verdauung runterfährt und so weiter.
 

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