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Pornographie/Prostitution - Pro/Contra

Status
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Das ist völliger Unsinn. Denkst du, dass unter den Augen der Polizei und Staatsanwaltschaft 400 000 Frauen zur Prostitution gezwungen werden, ohne dass einer einschreitet?
Nicht alles, was die Polizei zuläßt, geschieht freiwillig, zB finanzielle Not und die sich aus ihr ergebende Prostitution.

Es verhungern auch Menschen in den Altenheimen ohne dass die Polizei einschreitet.

Es geschieht überhaupt eine Menge Unrecht in diesem Land, ohne dass die Polizei einschreitet.

Das ist doch überhaupt kein Argument, Herr Springer!
 
Nicht alles, was die Polizei zuläßt, geschieht freiwillig, zB finanzielle Not

Die allermeisten Menschen arbeiten nicht aus Spaß an der Freude, sondern weil sie sonst in finanzielle Not kämen.

Wieso diskriminierst du hier Menschen, die eine Arbeit verrichten, die viele Menschen dringend brauchen und sie damit glücklich machen?
 
Nicht alles, was die Polizei zuläßt, geschieht freiwillig, zB finanzielle Not und die sich aus ihr ergebende Prostitution.

Es verhungern auch Menschen in den Altenheimen ohne dass die Polizei einschreitet.

Es geschieht überhaupt eine Menge Unrecht in diesem Land, ohne dass die Polizei einschreitet.

Das ist doch überhaupt kein Argument, Herr Springer!

Furchtbar dass ich schon wieder widersprechen muss.🙄

Die Polizei ist von Amtswegen verpflichtet bei Straftaten oder gemeiner Not und Gefahr einzuschreiten. Wenn sie also etwas zulässt, also ausdrücklich etwas sieht und nicht einschreitet, dann ist es auch kein Unrecht. Also jetzt irgendetwas auf die Polizei zu projezieren ist falsch und kein Argument
Herr EuFrank!
 
Ich schätze vorsichtig, dass weltweit mindestens 98% aller Prostituierten dieser Tätigkeit aus einer Not oder Zwangslage heraus nachgehen.

Es dürften meist Nöte sein, die sich mit dem geläufigsten Tauschmittel, dem Geld, (teilweise) beheben oder lindern lassen.

Das kann Drogensucht, allgemeine Armut, die Finanzierung einer schweren Operation und vieles andere sein.

Wer Sex wirklich nur aus Liebhaberei betreibt, der kann das leicht ausserhalb der Prostitution machen. Das geht relativ leicht im Privatleben (wenn man es will) oder man geht in eine Kneipe oder in einen Swingerclub. Aber wer unterwirft sich schon diesem ganzen ZuhälterKram und dem Rotlichtmilieu freiwillig? Kein klar denkender Mensch, der nicht unter einer anderen gewissen Not leidet! Ich denke, man versteht, was ich sagen will.

Und wer es nicht versteht, will es wohl - aus welchen Gründen auch immer - nicht verstehen.

 
Ich schätze vorsichtig, dass weltweit mindestens 98% aller Prostituierten dieser Tätigkeit aus einer Not oder Zwangslage heraus nachgehen.


Jo, und ich schätze, du benutzt dein Gehirn nur zu höchstens 20 Prozent zum Denken. Und, lieg ich damit richtig? Wahrscheinlich genauso richtig, wie du mit deinen geschätzten 20 Prozent. Beweisen können wir es beide nicht. Oder?


Wer Sex wirklich nur aus Liebhaberei betreibt, der kann das leicht ausserhalb der Prostitution machen. Das geht relativ leicht im Privatleben (wenn man es will) oder man geht in eine Kneipe oder in einen Swingerclub. Aber wer unterwirft sich schon diesem ganzen ZuhälterKram und dem Rotlichtmilieu freiwillig? Kein klar denkender Mensch, der nicht unter einer anderen gewissen Not leidet! Ich denke, man versteht, was ich sagen will.

*lach*

Wie wäre es mal mit einem Update? Die große Zeit der Zuhälter ist vorbei. Google mal nach Felizitas und Legalisierung der Prostitution.

Wie soll man sich mit dir überhaupt ernsthaft auseinandersetzen, wenn du so klar aufzeigst, dass du nicht die geringste Ahnung hast, worüber du sprichst?


@Springer: dein Argument, dass quasi die Frauen Schuld daran sind oder verantwortlich dafür, wenn ihre Partner zu Huren gehen da sie bei ihren eigenen Frauen was vermissen, ist sehr frauenfeindlich.. Fakt ist dass es einfach oft eben Kerle gibt, die einfach gerne rumhuren und sich dadurch nen Kick verschaffen und dabei oft auch ihre eigenen Frauen mit netten Geschenken wie Geschlechtskrankheiten mit beehren.

Mal wieder ein grandioser Beitrag, Tyra, der in all seiner Länge vor allem eins aufzeigt: deine Männerfeindlichkeit.

Schon klar, es ist frauenfeindlich zu behaupten, Frauen seien selbst schuld, wenn die Männer zu Huren gehen, weil ... es weiß doch jeder, dass alle Männer Schweine sind.

Der Brüller des Abends!


Tuesday
 
Nun ja die Nutzer dieser Genre scheinen offenbar eine ganz eigene Interpretation zu haben, die meiner Ansicht nach an der Realität vorbeigeht.

Die Zeiten der Zuhälter sind natürlich nicht vorbei und nach wie vor ist die Mehrheit der Prostituierten abhängig von Zuhältern. Das einzige was sich geändert hat ist die Bezeichnung in "Manager" z.B. aber die generelle Ausbeutungsstruktur ist nach wie vor in den meisten Fällen gegeben.
Klar gibt es auch einige wenige Edelhuren denen es ganz gut geht, aber die Mehrheit des globalen Sexmarktes stinkt nach wie vor zum Himmel.

Man mag sich das aus einem Bedürfnis oder Bedürftigkeit noch so sehr schön reden, Prostitution also das Geschäft Sex gegen Geld ist und bleibt ein in meinen Augen zweifelhaftes Geschäft. Ich denke es sollte Grenzen geben im Handel und die Vermarktung von Menschenkörpern finde ich von meinem inneren Gewissensgefühl her unpassend.

Was die Legalisierung von Prostitution angeht heißt das ja noch lange nicht dass sie dadurch besser wird...sondern nur dass der Staat an einem Geschäft mit verdient also auch an der Vermarktung von Körpern.
Was den gewünschten Entkriminalisierungseffekt durch Legalisierung angeht und der damit erhoffte Verbesserung für die Lage der Sexarbeiter/innen, so hat sich diese Hoffnung bis dato noch nicht erfüllt. Es gibt teilweise eher beim Großteil der Sexarbeiter/innen Verschlechterungen und Lohneinschnitte da nun auch Steuern anfallen und Zusatzkosten für die Luden/Zuhälter oder Sexdienstleistungsmanager oder wie auch immer man sie nennen mag.

@Springer: an sich hat niemand Prostitution nötig, es gibt ja Alternativen. Wer dringlich Sex mit Prostituierten braucht, bzw sich einredet dass er ohne nicht kann und das ggf. dauerhaft dürfte psychisch ein Problem haben. Das meine ich jetzt allgemein und nicht auf dich gemünzt.
Allgemein hast du natürlich Recht dass Prostitution in der Geschichte der Menschheit ein Dauerphänomen war und immer noch ist....allerdings fragt sich ob dieses Phänomen allein durch sein Dasein und seine Existenz bereits dadurch ne Aufwertung oder Toleranz verdient hat.

@Tuesday: du interpretierst mal wieder stark schwarz oder weiss und machst es dir ein wenig zu einfach damit. Ich habe nirgendwo geschrieben dass alle Männer Schweine sind. Ich gehe hier eher von einer bestimmten Anzahl aus. Ich gebe zu: ich mag Männer, aber nicht alle Männer und das finde ich auch ganz in Ordnung so. Die Spreu vom Weizen zu trennen ist immer ganz sinnvoll.
Und ich verbleibe der Meinung, dass die Argumentation, dass jemand sagt, dass die Partnerin Schuld daran ist bzw mitverantwortlich oder hauptverantwortlich, wenn er zu einer H*** geht sehr sehr dürftig ist. Sowas ist kinderkram und Buhmannspiel, denn Fakt ist, dass jeder Mensch voll verantwortlich ist für sein Denken und Handeln und ein Mann, der sich entschließt aus Sexfrust seine Partnerin mit einer H***, und das in der Regel auch noch klammheimlich zu hintergehen, ganz allein die Verantwortung für diese Entscheidung trägt. Ich für meinen Teil mag unreife Männer, die zu Buhmannspielchen neigen, also ihr eigenes unmoralisches Handeln (das hier eher im Hintergehen und nicht im Sex mit einer Prostituierten liegt) durch das Verhalten anderer Personen versuchen zu legitimieren nicht besonders.

Aber: eine andere Sache ist es, wenn man in einer Partnerschaft offen damit umgeht und Arrangements (z.b auch zusammen mit einer freischaffenden Prostituierten) trifft...sowas fände ich reifer und in Ordnung.
Das wiederhole ich hier noch einmal allgemein, und auch für dich, da du aus meinem Statement einiges überlesen zu haben scheinst.
Freut mich, dass du dich amüsiert hast..allerdings mal wieder eher aus einem selbst arrangierten Scherz der gar nicht vorhanden war 😉 Nuja die subjektive Wahrnehmung halt, nicht wahr....

Und erneut: ich habe generell nichts gegen Prostitution aber das WIE ist halt entscheidend und das WIE ist halt immer noch in der Regel u.a.S...also unter aller Sau. Da hilft auch die krampfhafte Schönrednerei nix.

@EuFrank: ich stimme zu, dass Prostitution mehrfach mit Drogenmissbrauch einhergeht. Viele Prostituierte sind um den Job zu ertragen drogenabhängig.


Hier allgemein noch was zu den Fakten:
Prostitution

unter dem Punkt soziokulturelle 'Aspekte und auch weiter unten steht ja einiges.
Nach wie vor ist dieser Berufsstand niedrig bewertet und auch das dürfte seinen Grund und eine gewisse Berechtigung haben...genauso wie das Phänomen dass Prostitution überhaupt immer existiert hat. Sie bleibt anrüchig und damit die Sexarbeiter/innen auch weiter gefährdet schlecht behandelt zu werden.
Prostituierte gelten wie im 'Artikel steht als Hochrisikogruppe für psychische Störungen.

Es gibt halt unterm Strich derzeit immer noch eher Contra-Gründe würde ich urteilen.
Das hier einige eher das Pro betonen, kann ich aus deren Lage heraus natürlich nachvollziehen, also aus menschlicher Sicht verstehen, habe aber als Mensch mit lebendigem Gewissen eher kein Verständnis für eine stark ichzentrierte oder auf die eigenen Sexbedürfnisse bezogene Beurteilung. Das ist dann oft eher mit dem privaten Schwanzbedürfnis gedacht und interpretiert und zu wenig auch aus der Lage der Sexarbeiterinnen allgemein und vermutlich auch speziell. Klar hat jeder Mensch Bedürfnisse aber diese um jeden Preis, auch unter Aufgabe bestimmter mitmenschlicher Aspekte stets erfüllen? Ich sehe da eher Grenzen die man sich manchmal selbst setzen sollte. Dazu nochmal der gute alte Platon mit der Seelenkutsche:

http://www.eule2003.de/gbereich/g-Ethik/Eth12-1/plato-tug.pdf

tja und was macht den Menschen zum Menschen und unterscheidet ihn vom Tier? Ich denke seine Fähigkeit seine Affekte (sprich auch Triebbedürfnisse) durch Tugenden zügeln zu können. So etwas verstehen stärker ichgeprägte und narzistisch um ihre Triebe kreisende Menschen natürlich nicht so gut. Menschen sind da halt manchmal verschieden und für mich ist es wichtig da eine Art Mitte zu finden aus der heraus ich Dinge beurteile.

Allgemein gibt es glaube ich sone Art gesellschaftliche Grundlage die aussagt: wer mit nieder bewerteten Gesellschaftsmitgliedern verkehrt und das sogar auf intime Weise, darf halt nicht erwarten dafür hohes Ansehen oder Toleranz zu erwarten. Das ist eine ganz allgemeine Regel, die ich nicht aufgestellt habe auf die ich nur hinweise auch auf die Gefahr hin dass ich als bote schlechter Nachrichten von einigen dafür geköpft werde....

Ich für meinen Teil bewerte Prostituierte nicht als minderwertig oder so...ich denke eher dass die meisten arme verwirrte Seelen sind, die diesen Job aus einer inneren und äußeren Not heraus verrichten und auch die Kunden es oft halt nicht besser wissen aus dem Rahmen ihrer Möglichkeiten heraus, was nicht heißt dass ich das Ganze gut heiße. Ich betrachte es eher möglichst nüchtern aber auch mit eigener Meinung dazu.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen (von akzeptablen Arbeitsbedingungen im Gewerbe) aber die sind halt nicht die Mehrheit sondern immer noch Ausnahmen und bestätigen eher die Regel dass Prostitution (hier und jetzt zum Zeitpunkt 28.12.10 und die gesamte Zeit vorher) immer noch kein empfehlenswerter Beruf ist. Ob sich das ändert ist offen, die Wahrscheinlichkeit dafür erachte ich jedoch als gering. Und bezogen darauf gilt es halt zu hinterfragen ob man jedes bestehende Geschäftsangebot nutzt um seine Bedürfnisse zu befriedigen.

Wenn man sich den wiki-Artikel mal durchliest können einige ggf verstehen warum ich so urteile.

Ganz intuitiv finde ich es schauderhaft und schlimm, dass diese Wundergebilde von Menschenkörpern, die an sich höchsten Respekt und fürsorgliche Behandlung verdienen auf dieser Welt so oft und so billig und auch grausam vermarktet werden und das sehr viele Sexarbeiter/innen ihren Körper gegen Geld verkaufen müssen um zu überleben. Dies dürfte eher eine Schattenseite der Menschheit sein. Sie steckt in jedem, kommt aber in jedem Menschen unterschiedlich stark zum Tragen.
Das Angebot wird natürlich stark durch die Nachfrage beeinflusst und eine starke Nachfrage nach unverbindlichem Sex gegen Geld oder auch klassischen Männerhardcorepornos die narzisstischer Punk sind stellt in meinen Augen nicht grad einen Pluspunkt der Menschheit dar bzw. in der Regel dem männlichen Teil der Menschheit dar. Das erschafft glaube ich unterm Strich der Bilanz eher mehr Leid als Freud.

Tyra

alle Gedanken ohne Anspruch auf Endgültigkeit...muss ich noch weiter durchdenken...
 
Zuletzt bearbeitet:
@Tuesday und Springer

wovon genau sprechen wir denn...nun mal bitte Tacheles von den Fachleuten als die ihr euch offenbar seht.

Ich hatte ja bereits Fragen an dich gestellt Springer in Sachen Dienstleistung, wo diese erbracht wurde (Wohnwagen, Autostrich, Bordell oder Callgirlservice) und wie hoch der Preis war.

Wieso nicht mal klare Fakten auf den Tisch?
Verklemmt oder was zu verbergen?

Zu deiner Frage ob tausende Polizisten nicht hingucken wenn tausende Prostituierte unfreiwillig zu Prostitution gezwungen werden: klar gucken tausende zu wenn Leid geschieht..tust du ja auch..du siehst ja täglich in den Nachrichten Leid und guckst zu. Es wird oft weggesehen, weil es oft nicht anders geht aber manchmal wenn man direkt betroffen ist geht es natürlich und man könnte was tun...allerdings tun sehr viele auch dann nix. Auch ne Schattenseite der Menschheit.
Du guckst garantiert auch nicht immer genau hin wenn du dir Sachen die nicht so schön sind schön redest. Jeder Mensch hat diesen Mechanismus an sich in sich eingebaut. Nur wenige Menschen gehen reflektiert und aktiv einwirkend mit ihrer Umwelt um...nach Stephen Hawkins nur sehr sehr wenige..der Rest lebt halt oft tierhaft (an die Kette seiner Bedürfnisse genagelt etc.) und läuft mit der Herde mit sozusagen.

In jeder dritten Familie passiert Gewalt und auch hier gucken viele weg.


Was ist mit dir? Was konkret sagt dir Platons Seelenwagen in Bezug auf dein Handeln in Sachen Sexualverhalten? Was bestimmt dein Handeln und Urteilen? Deine Triebe oder logistikon der Wagenlenker also die unter Anleitung gewisser Tugenden urteilende Vernunft?

Was genau sind die Pros und Contras für Pornografie und Prostitution für die gesamte Welt , für die Prostituierten selbst und nicht nur für dich...also mal ein wenig umfassender gucken und beurteilen.

Interessiert dich bei einer H*** auch der Mensch der in ihr drin steckt oder willst du an sich nix davon wissen und interessierst dich vorwiegend fürs Geschäft also ihren Körper den sie dir zur Sexdienstleistung gegen Bezahlung zur Verfügung stellt?

Also wovon genau sprechen wir hier wenn du oder Tuesday sagt ihr wüsstet es besser..dann berichtet doch mal aus eurer Welt und euren persönlichen Erfahrungen im Bereich Pornografie und Prostitution!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde es unbeschreiblich befreiend wie Du, Tyra das Thema – es betrifft immerhin ca. 400.000 Frauen+ x in der Prostitution und uns alle: Männer wie Frauen – auf den Punkt bringst. Und ich bin sehr interessiert an Deinem „Weiter durch denken“.

Aus Streetworkersicht (Hospitation) habe ich die Szene ein wenig kennengelernt und ich bin entsetzt, welche Schattenseiten dieser Markt hat. Auch wundere ich mich, mit welcher Vehemenz und emotionaler Wucht bei diesem Thema um schwarz oder weiß, um pro oder contra gekämpft wird. Obwohl die Fakten so deutlich beschrieben sind s. Wikipedia, so dass doch eigentlich für die Idealisierung der Prostitution kein Anlass mehr besteht.

Meine Intuition sagt mir, dass da ganz still mitten unter uns, von uns geduldet mit einem großen Kapitalvolumen und kriminellen Interessen Menschenrechtsverletzungen im großen Stil passieren (zu Verschörungstheorien neige ich eigentllich weniger). Vielleicht wurde die Medienmacht, die ja auch eine Marktfrage ist, dazu erfolgreich eingekauft.

Starke Frauen in der Prostitution?
Was sollte ich gegen Prostitution haben, die von starken Frauen vielleicht auf Zeit ausgeübt wird, weil sie sich für einen risikoreichen Beruf – wie Stuntman/woman auch einer ist - entschieden haben.

Nein, wenn das so wäre gewiss nicht. Aber das ist doch eher der verschwindend kleinere Teil der Frauen wie an anderer Stelle schon beschrieben.

Im Ruhrgebiet sind die Preise im Bordell oder Laufhaus wie folgt: 20-30 € mit Kondom, ohne bis zu 50 €. Miete 90 – 120 € pro Nacht/Zimmer, Sex- und Gewerbesteuer ca. 12 €. Wieviel muß eine Frau mit wieviel Männern verdienen um ihre Fixkosten zu erwirtschaften … zusätzlich zur Zi Miete Whg.miete, Krankenversicherung, Essen, Kleidung, Hygiene, ... und wo bleiben Rücklagen? Oft wird für den Tag oder die Woche gelebt. Es gibt keine gesundheitlichen Untersuchungen mehr, die meisten sind in keiner Krankenversicherung, was viele Freier nicht wissen. Wie kann man sonst "ohne Kondom" verhandeln. Bei dem Konkurrenzdruck unter den Frauen wird die Anfrage "ohne" immer häufiger bedient, was nachzuvollziehen ist. In der Regel sind die Frauen 12 bis 16 Stunden bereit und warten auf Kunden. Kann es da noch ein Leben außerhalb geben?

Mir fällt auf, wenn bis zu 75 % der Prostituierten eine Erfahrung von sexuellem Missbrauch in ihrer Biografie haben vgl. auch wikipedia, dann sind sie diese Frauen ja quasi konditioniert für die Abschaltung von Gefühl und Körperwahrnehmung (Posttraumatisches Belastungssyndrom). Also wundert es doch nicht, dass immer mehr Frauen und Männer auf den Weg gebracht werden, die auch nichts dabei finden, die nicht aufschreien, die sich zu ihren Ungunsten managen lassen. Der Sumpf ist doch endlos.

Und zum Verdienst: Ein „Manager“ betreut vielleicht 4 -5 Frauen, kassiert… Der Bordellbetreiber vermietet an die Frauen pro Nacht – er kassiert. Der Staat treibt die Steuer für die Vermietung 19 % beim Bordellbetreiber ein, kassiert und für die gearbeitete Nacht bei der Prostituierten ca. 10-15 €... kassiert. Die Laufhausplätze der Städte kann man auf Bundesebene kalkulieren: Pascha in Köln und sehr viele andere.

Dann gibt es die Billigangebote für Männer, die noch mehr sparen wollen. Flatrate oder Clubangebote mit all inclusive. Ein Markt und es ist ja alles legal. Sogar die Frauen, die dort arbeiten, finden alles okay. Die Kritiker sind nur prüde Spielverderber, nicht aufgeklärt... die Propaganda greift.

Soll ich das wirklich ins Forum setzen, frage ich mich?
Meine innere Stimme sagt: „Ja, hier gehört es doch hin!“

Ich nehme eine Stille um das Thema in unserer Gesellschaft, in den Medien wahr, aber auch das laute Geschrei derer, die den Markt schützen wollen.

All das ist mir sehr, sehr unheimlich! Also ..


Gruß
G.
 
Hallo Globuline!

Danke für Deinen phantastisch guten Beitrag 🙂! Und herzlich Willkommen im Forum!

Ich wiederhole noch mal meinen persönlichen Höhepunkt:

da ganz still mitten unter uns, von uns geduldet mit einem großen Kapitalvolumen und kriminellen Interessen Menschenrechtsverletzungen im großen Stil passieren

Die Würde des Menschen ist in Deutschland vielerorts antastbar.
 
@Tuesday und Springer

wovon genau sprechen wir denn...nun mal bitte Tacheles von den Fachleuten als die ihr euch offenbar seht.

Ich hatte ja bereits Fragen an dich gestellt Springer in Sachen Dienstleistung, wo diese erbracht wurde (Wohnwagen, Autostrich, Bordell oder Callgirlservice) und wie hoch der Preis war.

Wieso nicht mal klare Fakten auf den Tisch?
Verklemmt oder was zu verbergen?

...

Also wovon genau sprechen wir hier wenn du oder Tuesday sagt ihr wüsstet es besser..dann berichtet doch mal aus eurer Welt und euren persönlichen Erfahrungen im Bereich Pornografie und Prostitution!

Was soll diese Frage? Ich schreibe seit Tagen, genau das, wonach du fragst:

Also die H***, mit der ich befreundet bin ist 34 Jahre alt und seit über 10 Jahren im Gewerbe.

Sie ist gelernte Kindergärtnerin und könnte jederzeit aussteigen, da Kindergärtnerinnen hier händeringend gesucht werden. Sie hat mir auch schon öfter angekündigt, aussteigen zu wollen, macht aber dann doch immer weiter.

Sie betreibt das Gewerbe völlig selbständig ohne Zuhälter. Den hat sie überhaupt nicht nötig, denn sie hat sich eine Wohnung gemietet, um dort ihre Gäste zu empfangen. Sie versteuert ihre Einnahmen wie jeder andere Freischaffende auch und lässt sich regelmäßig vonm Gesundheitsamt untersuchen. Wenn sie von so einem Typen unter Druck gesetzt würde, könnte sie sich sofort an die Polizei wenden und bekäme auch Hilfe.

Die Wohnung ist picobello sauber mit Bad und einem sehr gemütlich eingerichteten Zimmer, in dem sie die Gäste empfängt. Dort gibt es neben dem Bett auch Sessel, ein Sofa und einen Tisch.

Es ist selbstverständlich, dass jeder Gast zuerst ihre Dusche benutzt, ehe sie sich näher kommen.

Sie bietet Sex in den üblichen Stellungen an und zwar ausschließlich mit Schutz. Oralverkehr und Zungenküsse sind ebenfalls selbstverständlich. Jeder Gast erhält zur Begrüßung ein Getränk (Kaffe, Sekt, Wasser) angeboten und sie trinkt es mit ihm, sie unterhalten sich und dann kommen sie langsam zur Sache. Wobei viele Gäste ganz großen Wert auf ausgiebige Zärtlichkeiten vor dem GV legen. Das nennt man GFS (Girlfiedsex). In den einschlägigen Annoncen wird das von den allermeisten Frauen angeboten.

Am Ende gibt es noch einmal ein Gertänk und die Möglichkeit, die Dusche zu benutzen.

Für eine Stunde nimmt sie 130 € für eine halbe 80 €. Darunter macht sie es nicht. Jede weitere Stunde kostet 100 €. Sie empfängt maximal fünf Gäste am Tag, berichtet aber von einer ganz jungen Kollegin, die wesentlich mehr empfängt und riesen Spaß dabei hat.

Sie kennt einige ihrer Kolleginnen und berichtet mir, dass sie ganz ähnlich arbeiten.

Dass inzwischen in Deutschland der überwiegende Teil der Prostitution so abläuft, kann man in dem Buch "Lass dich verwöhnen - Prostitution in Deutschland" von Tamara Domentat nachlesen.
 
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