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Polyamorie / Eltern haben Kontakt abgebrochen

Wenn Kinder zu den Eltern den Kontakt abbrechen, verstehen die meisten, dass es wohl nicht mehr anders ging, die Verzweiflung groß ist, zu viele Grenzen überschritten wurden etc. pp. Die Eltern werden sich "schuldig" gemacht haben, dass dieser Schritt nötig war/ist.
Und - die Eltern haben das zu akzeptieren.
Das ist nach meiner Erfahrung so der allgemeine Tenor.

Warum ist ein Kontaktabbruch andersherum so gar nicht akzeptabel?
Warum spricht man Eltern ggf. gleiche oder ähnliche Gefühle ab?
Warum ist die Frage, was genau die Eltern denn so sehr belastet, in diesem Fall egal?
 
Wenn Kinder zu den Eltern den Kontakt abbrechen, verstehen die meisten, dass es wohl nicht mehr anders ging, die Verzweiflung groß ist, zu viele Grenzen überschritten wurden etc. pp. Die Eltern werden sich "schuldig" gemacht haben, dass dieser Schritt nötig war/ist.
Und - die Eltern haben das zu akzeptieren.
Das ist nach meiner Erfahrung so der allgemeine Tenor.

Warum ist ein Kontaktabbruch andersherum so gar nicht akzeptabel?
Warum spricht man Eltern ggf. gleiche oder ähnliche Gefühle ab?
Warum ist die Frage, was genau die Eltern denn so sehr belastet, in diesem Fall egal?

Weil es ein Unterschied ist, ob jemand jemand anderen schlägt, manipuliert, misshandelt oder vernachlässigt oder ob jemand eine Beziehung hat, die der eigenen Moral widerspricht. Deshalb.
 
Wer soll da Erwachsen sein, bei so einer Abhängigkeit von den Eltern.
Da gibt es nichts allgemein gültiges, das entscheidet jeder für sich.
Was die Eltern belastet ist wohl niemand egal.
Solche Verallgemeinerungen helfen niemand.

Aber auch wie die Kinder zu leben haben entscheiden diese doch wohl selbst.
Erfahrungen sagen nichts aus, man kann auch 30 Jahre was falsch machen, ( in Augen anderer ) ohne es zu merken.
Nur wenn mir das nicht schadet, warum es ändern, weil jmd. meinst das wäre nicht das was er tun würde.
Wer bleibt da wohl auf der Strecke und landet dann hier im Forum?
 
Ich komme immer wieder darauf zurück, was ich anfangs geschrieben habe, nämlich dass ich weiter das Gespräch mit meinen Eltern suchen würde. Warum?
Um nochmal zu verdeutlichen, dass ich mit der partnerschaftlichen Situation glücklich bin, um Bedenken zu zerstreuen und auch um die Argumente mines Gegenübers besser verstehen zu können.

Geklärt ist hier gar nichts, und die Gründe der Eltern bleiben im Nebel verborgen.
Was wir hier mutmaßen ist Spekulatius.

Wenn die Intoleranz tatsächlich aus der Angst heraus resultiert, dass sich die eigene Tochter ins Unglück manövriert, und man dabei nicht zugucken kann, dann wäre es umso wichtiger diese Ängste zu beruhigen. Wenn die Gründe relativ lapidar wären, zum Beispiel engstirnige Vorurteile, Scham vor gleichaltrigen Freunden und "dem Gerede der Leute", dann würde es mir bei einem Beharren auch leichter fallen den Kontaktabbruch zu akzeptieren, weil mir das zu dümmlich wäre.

So oder so würde ich jedoch die genauen Gründe erfahren wollen. 🙂
 
Letztlich ist es auch völlig egal, wie wir das Verhalten der Eltern einschätzen. Aus meiner Sicht wird das weder erpresst noch manipuliert noch sonst was. Dann wird eben mal das eigene Leben mit den eigenen Vorstellungen gelebt. Es gibt hier keine Täter oder Opfer.
 
Ach so, du kennst also jegliche Gründe für Kontaktabbrüche der Kinder zu den Eltern. Da wurde immer geschlagen, misshandelt usw.
Alles klar *gähn*

Nö, du. Strick da jetzt nix allgemeines draus. Aber zum Beispiel das Forum ist VOLL von solchen Fällen und nicht von denen, die ihre Eltern absägen, weil die eine monogame Beziehung führen. Das passiert sicherlich öfter als andersherum. Ich habe nicht gesagt, es betrifft alle. Das machst du jetzt draus.
 
Dass hier ganz vereinzelt jemand das Kopfkino anschmeißt kann man doch eher vernachlässigen. Die meisten kritischeren Stimmen versuchen sich an einer sachlichen Erklärung, warum deine Eltern so reagiert haben. Und da spielen nun einmal klassische Konventionen eine Rolle, eine sehr konservative eigene Erziehung, womöglich sogar der Glaube. Mehr sehe ich hier nicht und muss daher auch über eure Empörung schmunzeln, zumal die anrüchigen Kommentierungen von den üblichen Verdächtigen stammen und erwartbar waren. Ich finde es auch ein Stückweit vermessen einzufordern, dass man für alles Verständnis haben muss, nur weil die Zeit die Entwicklung mit sich gebracht hat. Absurd wird es dann, wenn dann daraus mangelnde Elternliebe abgeleitet wird. Das ist ähnlich einfältig und viel zu kurz gegriffen wie das Kopfkino, das das Motiv für die Beziehung in eine falsche Richtung lenkt.

Ich bin mir sehr sicher, dass auch deine Eltern sehr leiden. Dafür war euer Verhältnis zuvor einfach zu innig. Bist du eigentlich Einzelkind? Habe ja meine persönliche Geschichte dazu erzählt mit meinen Erfahrungen als ich damals ausgebrochen bin. Auch meine Eltern konnten das nicht akzeptieren und nicht über ihren Schatten springen. Als die Zeit reif war fanden wir wieder zueinander. Meinen Tipp mit dem Brief hatte ich dir gegeben, das würde ich jetzt anders machen - zu verlieren hast du doch nichts.
Die konservative Einstellung deiner Eltern hat viel mit ihrer eigenen Erziehung und Wertevorstellungen zu tun .
Viele Leute sind nicht tolerant.

Wären es keine doppelte sex. Beziehungen, dann hätten die Eltern damit vermutlich keine Probleme.

Deshalb hätte ich ihnen nur von einem sexuellen Partner und einer Beziehung berichtet.

Mit der doppelten Beziehung werden sich die Eltern überfordert fühlen.
Es passt nicht in ihr Weltbild und Wertesystem.
Ich glaube, dass die Reaktion der Eltern purer Hilflosigkeit und Überforderung geschuldet ist, die Forderung nach Kontaktabbruch womöglich sogar eine Übersprungshandlung war. Da gibt ein Wort das andere, man schaukelt sich hoch, wird wütend und dann fallen Worte im Affekt.

Wir wissen nicht, wie Elode aufgewachsen ist und auch nicht, wie die Rollen zu Hause verteilt waren, kennen weder Hintergrund/Erziehung der Eltern noch deren charakterliches Strickmuster. Das kann schon sehr verfestigt sein; man schafft es nicht aus seiner Haut. Ganz extrem kennt man so etwas ja von Ehrenmorden. Und so verharrt jeder in seiner Position und leidet für sich, niemand ist glücklich. So würde ich es vermuten.

Dass es nicht ideal gelaufen ist sehe ich auch. Grundsätzlich sehe ich auch nicht, dass Elode eine Fehler macht, an ihrer partnerschaftlichen Entscheidung festhalten zu wollen,

Am einfachsten wäre es wohl, einfach erst einmal abzuwarten. Ich halte es aber für gut vorstellbar, dass man sich dann doch weiter voneinander entfernt. Schon jetzt lässt die Situation dich @Elode ja nicht kalt. Dramatisch wird es dann, wenn plötzlich etwas Schlimmes passiert, z. B. ein Elternteil schwer erkrankt oder gar verstirbt. Sich dann nicht vorher ausgesprochen zu haben wiegt schwer - daher auch mein Tipp nochmal mit einem Brief auf die Eltern zuzugehen und die eigene Gefühlslage zu schildern, einen Kompromiss zu suchen, ohne dass die Gefahr des Hochschaukelns besteht. Ich finde, es ist ein Ausdruck von Größe und Stärke, solch einen Schritt zu gehen, wenn die Eltern es schon nicht schaffen. Außerdem kannst du dann sagen, alles versucht zu haben und dir trotzdem treu geblieben zu sein. Du könntest auch Weihnachten abwarten, vielleicht schaffen es deine Eltern ja doch noch, über ihren Schatten zu springen.

Ich selber war damals auch superenttäuscht von meinen Eltern, streckenweise einfach nur wütend. Mittlerweile habe ich ja selber ein Kind, kann mich da etwas besser auch in die andere Seite einfühlen, die mir vorher komplett verschlossen war. Ich selber würde auch definitiv versuchen es anders zu machen, sollte meine Tochter sich mal für eine besonderen Lebensweg entscheiden. Es gibt ja noch weit extremere Ausprägungen und ganz sicher würde ich an irgendeiner Stelle auch an meine Grenzen stoßen. Wo die lägen könnte ich jetzt gar nicht sagen, wäre aber auch nicht traurig drum, wenn ich das gar nicht erst herausfinden müsste.
In diesem Fall würde ich den Kontaktabbruch als Strafe sehen.

Ich würde den Eltern mitteilen, dass ich nur mit einem Zwilling zusammen bin und der andere Zwilling lebt mit im Haushalt.

So haben beide Seiten ihren Frieden.

Mein ehrliches Sexleben geht die Eltern nix an.

Ehrliche Gespräche über das ehrliche Beziehungsleben werden mit diesen Eltern sinnlos sein.
@Elode, viele Meinungen, teils sehr kontrovers, wer hat recht, wer nicht, haben alle recht, liegen alle falsch.
Ganz einfach, wir wissen es nicht.

Ich selbst habe viele Jahre ein recht eingefahrenes Bild von meiner Gefühlswelt und deren Bedeutung auf meine Umwelt gehabt.
Erst durch intensiven Austausch mit Menschen, die anders denken und leben, habe ich erkannt, wie falsch, teilweise borniert mein Denken war.
Ich habe schon erwähnt, dass ich Deine Art zu leben nicht nachvollziehen kann, allerdings akzeptiere ich, dass Deine Gefühlswelt vollkommen anders aussieht als meine, und das ist absolut in Ordnung.

Haben Deine Eltern ein sehr festgefahrenes Weltbild, haben sie sich niemals damit auseinandergesetzt, dass ihr Weltbild nicht allgemeingültig ist, wie sollen sie dann mit der Situation zurechtkommen?
Sie werden hoffnungslos überfordert sein, ihre Weltsicht liegt in Scherben, ihre geliebte Tochter hat sie zerstört.
Es steht außer Frage, dass sie damit einen riesengroßen Fehler machen, aber wie sollen sie das erkennen?
Selbstverständlich sind das nur meine Gedanken und Mutmaßungen.

Ich hoffe sehr, dass Deine Eltern nach einer Zeit der Besinnung die Einsicht finden, wieder mit Dir in Kontakt zu treten.

Ich wünsche Euch allen alles Gute.
Aber verstehst du nicht den Unterschied zwischen einem Kontaktabbruch, weil eine Person deine Grenzen nicht respektiert und überschreitet und einem Kontaktabbruch, weil ich die Beziehungskonstellation nicht gut finde, in der die eigene Tochter lebt? Ich finde, das sind komplett unterschiedliche Gründe. Man kann sicher so argumentieren, das hinter beidem Selbstschutz steckt, aber ich finde in der Situation von @Elode s Eltern hätte es ganz andere Möglichkeiten gegeben, sich abzugrenzen (zB zu vereinbaren, wie detailliert über die Beziehungen gesprochen wird usw).

@Elode ist es für dich okay, wenn darüber diskutiert wird oder fühlst du dich mit den Diskussionen eher unwohl?
Mal ein andere Ansatz: Ich glaube, liebe Eltern wollen doch im Grunde nur, dass es ihren Kindern jetzt und in Zukunft gut geht, dass sie sich nicht in etwas verrennen, was irgendwann zu Problemen führen könnte.

@Elode
Kannst du deinen Eltern diese Angst nehmen?
Kannst du ihnen deine Zukunfspläne nennen?

Vielleicht ist das schon der Schlüssel zum Erfolg.
Irgendwo wurde hier die Idee mit dem Brief genannt. Gerade, wenn jetzt die Fronten schon so verhärtet sind, würde ich das als ein schönes Mittel sehen, solche Dinge ihnen darüber mitzuteilen.
Vielleicht löst sich dann irgendwann alles zum Positiven auf und ihr habt wieder Kontakt.
Es ist nunmal auch so: Wer "die wohlbekannten und ausgetretene Pfade verlässt", der hat oft auch weniger Gleichgesinnte um sich rum.

Das ist nicht nur in der Businesswelt so.

Und damit muss man halt auch bereit sein, notfalls alleine oder mit den nur wenigen Gleichgesinnten leben zu können und zu wollen.

Ich war heute Vormittag beschäftigt, und in der Zeit wurde einiges geschrieben. Ich habe jetzt mal ein bisschen was zitiert und schreibe zusammengefasst etwas dazu. Es ist für mich auch generell in Ordnung, dass hier diskutiert wird. Ich hätte sonst den Beitrag nicht eröffnet.

Ich bin Einzelkind, und es mag sein, dass meine Eltern ihre Sorgen und Bedenken deswegen sehr auf mich projizieren. Meine Eltern müssten aber aus allem, was ich bisher so gemacht habe, auch ihre Schlüsse ziehen können. Ich habe nie etwas schlimmes gemacht, aber sicherlich schon Sachen, bei den meine Eltern bedenken hatten. Auslandsjahr, Auslandssemester, mein gewähltes Studium auswandern usw. Es ist aber immer alles gut gegangen. Ich habe immer alles gemeistert. Ich bin nie am Ende des Tages heulend bei meinen Eltern gelandet, und sie mussten es richten.


Es war für mich absolute keine Option, meinen Eltern nur einen vorzustellen. Sie haben meine Freunde bisher immer kennengelernt. Es gab gemeinsame Besuche usw. Wie hätte das dann ablaufen sollen? Ich stelle Zwilling A meinen Eltern vor. Wenn meine Eltern mich besuchen, dann finden gemeinsame Treffen und Aktivitäten statt. Zwilling B darf dann nicht mit, und wenn, muss er daneben sitzen und so tun, als hätte er damit nichts zu tun. Das hätte ich niemals gemacht, weil ich so direkt meine Beziehung zerstört hätte.

Ich weiß nicht, ob es an meinem Umfeld oder generell an meiner Generation liegt, aber niemand hatte ein Problem damit. Wir haben es mitgeteilt, es wurde aufgenommen und fertig. Es war so, als hätten wir erzählt, dass wir in Urlaub fliegen oder eine neue Küche kaufen. Es war einfach nur eine Information. Es gab natürlich auch ein paar Fragen, aber niemand hat negativ reagiert oder sich deswegen abgewendet.
 
Ich würde das ja so machen. Ich würde meinen Eltern nichts vorenthalten. Wenn dann die Zwillinge vorstellen, was soll so ein heimliches Getue. Wenn sie den Kontakt abbrechen wegen der Konstellation, dann ist das eben so. ich denke, du kannst gar nichts machen, denn du willst ja die beiden für deine Eltern nicht aufgeben.
 
Du liest aber auch nur das, was du willst, oder? Wo hindern die Eltern sie daran? Genau, überhaupt nicht. Also hör auf, mich zu zitieren, wenn du sowieso nicht kapierst, was ich schreibe.
Nö. Hab ich tatsächlich nicht kapiert. Welche Erwartungshaltung meinst Du denn sonst ? Außer der Erwartungshaltung der Tochter (dass sie ihr eigenes, selbstbestimntes Leben führen können will und trotzdem ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern haben will) gibt es noch die der Eltern, dass die Tochter so leben soll, dass sie nicht gegen die Moralvorstellung der Eltern verstößt. Die Erwartungshaltung ist tatsächlich sehr hoch.In meinen Augen zu hoch.
 

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