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Polyamorie / Eltern haben Kontakt abgebrochen

Ich finde, es ist elementarer Bestandteil von Beziehungen auszuhalten, dass andere Menschen anders sind als ich und andere Entscheidungen treffen, andere Bedürfnisse haben. Das heißt nicht, dass ich keine Grenzen haben darf, aber meine Grenzen enden dort, wo ich versuche, das Leben anderer Menschen zu kontrollieren und einzuschränken. Und wenn man als Elternteil den Kontakt abbricht, weil mir eine Entscheidung nicht passt, empfinde ich das als Versuch, die eigenen Wertevorstellungen mit aller Macht durchzusetzen.
Ich finde das selbst nicht immer leicht und musste und muss auch hart an mir arbeiten, denn ich bin selbst mit einer Mutter aufgewachsen, die alles an mir zutiefst abgelehnt hat, was nicht ihrem Weltbild entsprach und das war sehr viel.

Sehe ich nicht so. Sie üben keine Kontrolle aus und sie schränken nichts ein. Die Tochter lebt doch so, wie sie leben will. Sie wollen nur keinen Kontakt mehr. Das kannst du interpretieren, wie du magst.
 
Aber verstehst du nicht den Unterschied zwischen einem Kontaktabbruch, weil eine Person deine Grenzen nicht respektiert und überschreitet und einem Kontaktabbruch, weil ich die Beziehungskonstellation nicht gut finde, in der die eigene Tochter lebt? Ich finde, das sind komplett unterschiedliche Gründe. Man kann sicher so argumentieren, das hinter beidem Selbstschutz steckt, aber ich finde in der Situation von @Elode s Eltern hätte es ganz andere Möglichkeiten gegeben, sich abzugrenzen (zB zu vereinbaren, wie detailliert über die Beziehungen gesprochen wird usw).
Die Interpretation des Motivs ist doch immer subjektiv.
Dass Eltern strafen oder erpressen wollen ist theoretisch genauso möglich wie - etwas wohlwollender - Selbstschutz. Hier wurde allerdings auch schon verschiedentlich geäußert, dass es pure Hilflosigkeit gewesen sein könnte. Jeder für sich überlegt dann, was er für wahrscheinlich hält. Da fließen Grundsatzhaltungen ein oder eben auch eigene Erfahrungen. Was letztlich zutrifft wissen nur die Eltern und deshalb finde ich es auch anmaßend, ihnen ihre Liebe abzusprechen. Genauso anmaßend ist es, die eigene Interpretation zum Maß der Dinge zu erheben.

Und ja, es hätte andere Möglichkeiten als den Kontaktabbruch gegeben - und gibt sie ja GsD immer noch. Vielleicht war es in dem Moment aber für die Eltern die einzig Möglichkeit.
 
Mal ein andere Ansatz: Ich glaube, liebe Eltern wollen doch im Grunde nur, dass es ihren Kindern jetzt und in Zukunft gut geht, dass sie sich nicht in etwas verrennen, was irgendwann zu Problemen führen könnte.

@Elode
Kannst du deinen Eltern diese Angst nehmen?
Kannst du ihnen deine Zukunfspläne nennen?

Vielleicht ist das schon der Schlüssel zum Erfolg.
Irgendwo wurde hier die Idee mit dem Brief genannt. Gerade, wenn jetzt die Fronten schon so verhärtet sind, würde ich das als ein schönes Mittel sehen, solche Dinge ihnen darüber mitzuteilen.
Vielleicht löst sich dann irgendwann alles zum Positiven auf und ihr habt wieder Kontakt.
 
Sehe ich nicht so. Sie üben keine Kontrolle aus und sie schränken nichts ein. Die Tochter lebt doch so, wie sie leben will. Sie wollen nur keinen Kontakt mehr. Das kannst du interpretieren, wie du magst.
Sie üben keine Kontrolle aus, weil ihnen die Kontrolle entglitten ist. Aber der Kontaktabbruch ist der Versuch, die Kontrolle über den Lebensstil der Tochter zurückzuerlangen. Was sonst ?
 
Mal ein andere Ansatz: Ich glaube, liebe Eltern ewollen doch im Grunde nur, dass es ihren Kindern jetzt und in Zukunft gut geht, dass sie sich nicht in etwas verrennen, was irgendwann zu Problemen führen könnte.

@Elode
Kannst du deinen Eltern diese Angst nehmen?
Kannst du ihnen deine Zukunfspläne nennen?

Vielleicht ist das schon der Schlüssel zum Erfolg.
Ich sehe es auch so, dass Eltern möchten, dass es ihren Kindern gut geht. Sie müssen aber eben auch lernen, dass zum einen dieses Gute sehr individuell ist und nicht für alle Parteien gleich ist. Viel wichtiger finde ich aber noch, dass man sich doch nie sicher sein kann, dass eine Entscheidung auch genau zu diesem Ziel führt. Weder Elode noch irgendein anderes Kind kann seinen Eltern solche Ängste nehmen und das zu versuchen fände ich zuviel verlangt und ehrlich gesagt auch sinnbefreit. Und Zukunftspläne.. naja.. dass sich Pläne gerne mal ändern, auch unfreiwillig, das dürfte doch so ziemlich jedem Erwachsenen bekannt sein. Da könnte Elode jetzt das Märchenbuch rausholen - das kann man sich doch aber sparen.
 
Sie üben keine Kontrolle aus, weil ihnen die Kontrolle entglitten ist. Aber der Kontaktabbruch ist der Versuch, die Kontrolle über den Lebensstil der Tochter zurückzuerlangen. Was sonst ?

Muss nicht sein. Du interpretierst da auch sehr viel rein. Kontrolle wäre, wenn sie die Tochter finanziell unterstützen und die Unterstützung wegen dem Lebenswandel einstellen. Kontaktabbruch ist aus meiner Sicht erst mal weder Kontrolle noch Erpressung.
 
Muss nicht sein. Du interpretierst da auch sehr viel rein. Kontrolle wäre, wenn sie die Tochter finanziell unterstützen und die Unterstützung wegen dem Lebenswandel einstellen. Kontaktabbruch ist aus meiner Sicht erst mal weder Kontrolle noch Erpressung.
Was denkst Du denn, was das Ziel der Eltern sonst sein könnte, das sie mit dem Kontaktabbruch verfolgen ?
 
Ich sehe es auch so, dass Eltern möchten, dass es ihren Kindern gut geht. Sie müssen aber eben auch lernen, dass zum einen dieses Gute sehr individuell ist und nicht für alle Parteien gleich ist. Viel wichtiger finde ich aber noch, dass man sich doch nie sicher sein kann, dass eine Entscheidung auch genau zu diesem Ziel führt. Weder Elode noch irgendein anderes Kind kann seinen Eltern solche Ängste nehmen und das zu versuchen fände ich zuviel verlangt und ehrlich gesagt auch sinnbefreit. Und Zukunftspläne.. naja.. dass sich Pläne gerne mal ändern, auch unfreiwillig, das dürfte doch so ziemlich jedem Erwachsenen bekannt sein. Da könnte Elode jetzt das Märchenbuch rausholen - das kann man sich doch aber sparen.
Klar. Kann natürlich auch sein, dass jetzt einfach mal eine zeitlang so zu belassen und nichts zu versuchen, den Kontakt wieder herzustellen die bessere Wahl sein könnte.
Es braucht sicher Zeit. Ist ein Lernprozess sowohl für die Eltern, als auch für @Elode

Wie heißt es so schön: "Die Zeit heilt Wunden!"
Darauf kann man natürlich immer setzen und hoffen.
 
Es ist nunmal auch so: Wer "die wohlbekannten und ausgetretene Pfade verlässt", der hat oft auch weniger Gleichgesinnte um sich rum.

Das ist nicht nur in der Businesswelt so.

Und damit muss man halt auch bereit sein, notfalls alleine oder mit den nur wenigen Gleichgesinnten leben zu können und zu wollen.
 

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