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Polyamorie / Eltern haben Kontakt abgebrochen

Hi!

Ich habe dein Eingangsposting gelesen, allerdings nicht den ganzen Strang des Threads.

Es tut mir leid, dass deine Eltern so heftig reagieren und wünsche dir auch, dass sich das nochmal ändert. Letztlich sollte es für sie entscheidend sein, dass du happy bist. Und das scheinst du wie du es beschreibst, ja zu sein.

Das alleine sollte wichtig sein. Sie können es komisch finden, sie können sagen, es wäre nichts für sie. Aber direkt gleich den Kontakt abbrechen, finde ich extrem. Du hast keine Straftat begangen, du lebst einfach nur dein Leben.

Ich wünsche dir, dass deine Eltern das recht bald auch kapieren und einsehen können.

Alles Gute!
 
Es liegt wohl daran, dass mit manchen hier das Kopfkino durchgeht. Sie denken, dass ich den ganzen Tag vom einem Bett ins andere springe.
Ja. Kopfkino spielt bei Vielen hier im Forum anscheinend ne große Rolle. Kann ein Lied davon singen.
Ich kann Dich gut verstehen. Ich würde an Deiner Stelle auch einfach warten, ob Deine Eltern es sich nochmal anders überlegen und drücke Dir die Daumen, dass sie das tun und ihre Liebe zu Dir am Ende stärker ist als ihre Vorurteile.
Aus meiner Sicht hast Du nichts falsch gemacht.
 
Dass hier ganz vereinzelt jemand das Kopfkino anschmeißt kann man doch eher vernachlässigen. Die meisten kritischeren Stimmen versuchen sich an einer sachlichen Erklärung, warum deine Eltern so reagiert haben. Und da spielen nun einmal klassische Konventionen eine Rolle, eine sehr konservative eigene Erziehung, womöglich sogar der Glaube. Mehr sehe ich hier nicht und muss daher auch über eure Empörung schmunzeln, zumal die anrüchigen Kommentierungen von den üblichen Verdächtigen stammen und erwartbar waren. Ich finde es auch ein Stückweit vermessen einzufordern, dass man für alles Verständnis haben muss, nur weil die Zeit die Entwicklung mit sich gebracht hat. Absurd wird es dann, wenn dann daraus mangelnde Elternliebe abgeleitet wird. Das ist ähnlich einfältig und viel zu kurz gegriffen wie das Kopfkino, das das Motiv für die Beziehung in eine falsche Richtung lenkt.

Ich bin mir sehr sicher, dass auch deine Eltern sehr leiden. Dafür war euer Verhältnis zuvor einfach zu innig. Bist du eigentlich Einzelkind? Habe ja meine persönliche Geschichte dazu erzählt mit meinen Erfahrungen als ich damals ausgebrochen bin. Auch meine Eltern konnten das nicht akzeptieren und nicht über ihren Schatten springen. Als die Zeit reif war fanden wir wieder zueinander. Meinen Tipp mit dem Brief hatte ich dir gegeben, das würde ich jetzt anders machen - zu verlieren hast du doch nichts.
 
Die konservative Einstellung deiner Eltern hat viel mit ihrer eigenen Erziehung und Wertevorstellungen zu tun .
Viele Leute sind nicht tolerant.

Wären es keine doppelte sex. Beziehungen, dann hätten die Eltern damit vermutlich keine Probleme.

Deshalb hätte ich ihnen nur von einem sexuellen Partner und einer Beziehung berichtet.

Mit der doppelten Beziehung werden sich die Eltern überfordert fühlen.
Es passt nicht in ihr Weltbild und Wertesystem.
 
Zuletzt bearbeitet:
Absurd wird es dann, wenn dann daraus mangelnde Elternliebe abgeleitet wird.

Es kommt schlussendlich darauf an, wie man Liebe definiert. Ich denke auch, dass @Elode von ihren Eltern geliebt wurde und geliebt wird. Ich gehe sogar dabei mit, dass ich auch denke, dass ihre Eltern unter dem Zustand sehr leiden. Aber es entspricht nicht meinem Bild von Liebe, wenn eine Entscheidung, die nicht ins eigene Weltbild passt, zu einem Bruch führt. Liebevoll fände ich, wenn die Eltern ihren Schmerz, ihre Irritation, ihre Wut wahrnehmen (was alles da sein darf), reflektieren und einen Umgang damit finden (evtl Mithilfe von Therapie) der weiterhin eine gute Beziehung ermöglicht. Es wurde hier so oft geschrieben, dass Verständnis für die Situation der Eltern da ist, also dass die Situation nicht leicht ist. Aber ihr Umgang damit ist nicht richtig. Sie strafen ihre Tochter für ihr Unvermögen, einen Umgang mit ihren eigenen Gefühlen zu finden. Und ja, ich empfinde es als strafen. Anders wäre es, hätten sie kommuniziert, dass sie erstmal Zeit brauchen, mit der Situation umzugehen, alles für sich zu ordnen. Dann gibt es eine Aussicht und Perspektive und @Elode weiß, dass der Zustand vorübergehend ist. So wie es jetzt gehandhabt wurde, ist alles völlig offen.
Ich denke nicht, dass Eltern perfekt sein müssen. Ich habe auch Verständnis, wenn die erste Reaktion erstmal nicht besonders nett ausfällt, weil man überrumpelt ist und Selbst erstmal verarbeiten muss. Aber für solch ein Vorgehen, wie es jetzt gewählt wurde, habe ich kein Verständnis und ich finde, die Eltern werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Der Verantwortung zu akzeptieren, dass ihre Tochter ein eigenständiger Mensch ist. Und der Verantwortung, ihre Tochter nicht für ihre eigene Überforderung abzustrafen. Der Verantwortung, einen Umgang mit den eigenen Gefühlen zu finden.
Ich schreibe es nochmal: @Elode schadet niemandem. Sie führt einfach nur eine Beziehung, die nicht in das Weltbild der Eltern passt.

Ich finde auch sehr falsch, wie deine Eltern damals reagiert haben @Pfefferminzdrops . Es tut mir ehrlich leid, dass du das erleben musstest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, dass die Reaktion der Eltern purer Hilflosigkeit und Überforderung geschuldet ist, die Forderung nach Kontaktabbruch womöglich sogar eine Übersprungshandlung war. Da gibt ein Wort das andere, man schaukelt sich hoch, wird wütend und dann fallen Worte im Affekt.

Wir wissen nicht, wie Elode aufgewachsen ist und auch nicht, wie die Rollen zu Hause verteilt waren, kennen weder Hintergrund/Erziehung der Eltern noch deren charakterliches Strickmuster. Das kann schon sehr verfestigt sein; man schafft es nicht aus seiner Haut. Ganz extrem kennt man so etwas ja von Ehrenmorden. Und so verharrt jeder in seiner Position und leidet für sich, niemand ist glücklich. So würde ich es vermuten.

Dass es nicht ideal gelaufen ist sehe ich auch. Grundsätzlich sehe ich auch nicht, dass Elode eine Fehler macht, an ihrer partnerschaftlichen Entscheidung festhalten zu wollen,

Am einfachsten wäre es wohl, einfach erst einmal abzuwarten. Ich halte es aber für gut vorstellbar, dass man sich dann doch weiter voneinander entfernt. Schon jetzt lässt die Situation dich @Elode ja nicht kalt. Dramatisch wird es dann, wenn plötzlich etwas Schlimmes passiert, z. B. ein Elternteil schwer erkrankt oder gar verstirbt. Sich dann nicht vorher ausgesprochen zu haben wiegt schwer - daher auch mein Tipp nochmal mit einem Brief auf die Eltern zuzugehen und die eigene Gefühlslage zu schildern, einen Kompromiss zu suchen, ohne dass die Gefahr des Hochschaukelns besteht. Ich finde, es ist ein Ausdruck von Größe und Stärke, solch einen Schritt zu gehen, wenn die Eltern es schon nicht schaffen. Außerdem kannst du dann sagen, alles versucht zu haben und dir trotzdem treu geblieben zu sein. Du könntest auch Weihnachten abwarten, vielleicht schaffen es deine Eltern ja doch noch, über ihren Schatten zu springen.

Ich selber war damals auch superenttäuscht von meinen Eltern, streckenweise einfach nur wütend. Mittlerweile habe ich ja selber ein Kind, kann mich da etwas besser auch in die andere Seite einfühlen, die mir vorher komplett verschlossen war. Ich selber würde auch definitiv versuchen es anders zu machen, sollte meine Tochter sich mal für eine besonderen Lebensweg entscheiden. Es gibt ja noch weit extremere Ausprägungen und ganz sicher würde ich an irgendeiner Stelle auch an meine Grenzen stoßen. Wo die lägen könnte ich jetzt gar nicht sagen, wäre aber auch nicht traurig drum, wenn ich das gar nicht erst herausfinden müsste.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Eltern so konservativ denken wäre ich nicht komplett ehrlich zu ihnen gewesen.

Ich hätte ihnen einen Brief geschrieben und versucht mich mit ihnen wieder zu vertragen.
Und ihnen in Zukunft möglichst nicht viel über mein Beziehungsleben berichtet.

In das Beziehungsleben meiner erwachsenen Pflegekinder mische ich mich auch nicht ein.
 

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