Plötzliche Traurigkeit wegen Vergangenheit

Ana-Isabela

Mitglied
Ich weiß selbst nicht so recht wie ich meine Gefühle einsortieren oder das hier schreiben soll damit es verständlich ist. Ich nutze das jetzt hier um mir alles aus der Seele zu schreiben und wer weiß vielleicht versteht mich jemand hier.

Also..ich bin jetzt 18 und jetzt gerade verläuft mein Leben eigentlich ganz gut, ich hab es im Griff und mir geht es oft gut. Habe zu mir selbst wieder gefunden und habe vieles erreicht, schreibe jetzt an meinem eigenen Buch , Essstörung und weitere Probleme überwinden und bin jetzt wohl stärker als ich es jemals zuvor war. Wenn man mich sieht, wenn man sich mit mir trifft, mache ich wohl keinen traurigen Eindruck oder sehe so aus als hätte ich vieles erlebt, was mein Kopf lange nicht verarbeiten konnte.

Aber es kommt immer wieder, heute ist es wieder extrem. Also. Meiner Mutter geht es momentan nicht so gut, sie hatte es in der Vergangenheit nicht leicht, ihr ganzes Leben schon nicht, weswegen sie an Depressionen leidet aber mir die beste Kindheit ermöglicht hat die ich mir hätte wünschen können. Es ist wie ein Familienfluch. In meiner Kindheit waren wir viel bei Verwandtschaft, Tanten, Onkel, Großeltern..alles mütterlicherseits. Es ging immer um Oberflächlichkeit, in meiner Familie hat es an geld nie gemangelt und so würde ich schon als Kleinkind in den "Luxus" reingeboren. Ich sowie meine Schwester worden überschüttet mit Geschenken etc und da ich da ein Kind war konnte ich es einfach noch nicht richtig einordnen.

Meine Tanten, meine Oma haben immer viel wert darauf gelegt dass ich gut aussehe, sie haben sich sehr in die Erziehung meiner Eltern eingemischt und ich wurde schon früh in Diäten oder Sportübungen reingezogen, es ging von meiner Patentante aus, denn sie selbst hat auch viel wert darauf gelegt und mich wie eine Puppe behandelt. Meine Mama war nie so auf materielles. Sie hat mir so viel Liebe und Zuspruch gegeben genau wie mein Papa. Auch meine Tanten hin und wieder aber ich kann nicht sagen ob es ernst gemeint war. So. Meine Mutter aber wurde als sie ein Kind war sehr sehr schlecht behandelt von meinen Großeltern, ihren Geschwistern. Sie würde auch in der schule gekonnt da sie von Polen nach Deutschland kam wo sie in der Pubertät war. Kurz gesagt, es war ihre ganze Kindheit über ein verachtenes verhalten ihr gegenüber, sie hat auch Traumata bis heute davon getragen die Einzelheiten werde ich hier jetzt nicht sagen.

Als ich das erfahren habe, konnte ich es garnicht fassen und Weine sehr oft weil ich es überhaupt nicht kann wenn man jemanden ungerecht behandelt, mir kommen sehr schnell die Tränen wenn man andere schlecht behandelt und jetzt gerade lasse ich meinen Tränen auch freien Lauf.

Als ich 11 war ist die schöne Scheinwelt zerbrochen. Ich litt an einer Essstörung (Anorexie) und kam mit lebensbedrohlichem Gewicht ins KH, darauf folgt Kinder und Jugend Psychiatrie. Dort wurde ich das erste Mal in meinem Leben unwürdig behandelt und musste in Traumatherapie letztes Jahr erst. Mein Vater konnte sich damit garnicht abfinden. Er machte sich solche Sorgen . Und gleichzeitig muss er sich um seine Firma kümmern. Er war so verzweifelt dass er anfing Drogen zu nehmen.

2 Jahre vergingen und alles wurde schlimmer. Ich war krank an der Essstörung, ich würde kalt und es hat sich alles unwahr angefühlt. Als Kind war ich trotzdem glücklich ich war ein richtig lebensfrohes Kind. Das war weg. Genau wie der schöne Schein meiner kleinen und heilrn Welt.
Ich lernte ein Typen kennen ( ich war viel reifer mit 13 sah älter aus war da schon fast 14) und er war älter. Er hat mich irgendwann bedroht erpresst und schlecht behandelt. Nahm Drogen. Mein Vater arbeitet viel und hat sich durch die Drogen verändert. Er hat meine Mutter geschlagen mehrmals und es war auch noch der erste Advent an dem wir uns Frauenhaus mussten. Seitdem ging's bergab mit mir.

Ich musste dann auch die schule wechseln und hatte das Pech in eine Klasse zu kommen die auf neue kein Bock hatte. Ich hatte eine Freundin dort und die restlichen ignorierten mich und paar Mädels sagten mir dann ich sei eher Konkurrenz als Freundin und erzählten Gerüchte. Mich hat's kalt gelassen. Seit 2016 wohne ich mit meiner Mutter und Schwester zusammen, es war komplett anders komplett. Der Kontakt zu restlichen Familie war weg, genau wie der Druck nachließ immer alles perfekt machen zu müssen. Auch das viele geld hatten wir nicht mehr so wie ich es sonst immer gewohnt war. Aber es war okay. Es gab gute Zeiten auch zu dritt, es war entspannt, ich gewann Freunde. Ich genoss die Zeit.

Dann in der 9 Klasse ging Mobbing los, ich hatte zwar Freunde aber nicht in der Klasse. Ich bekam Panik Attacken. Ich konnte nicht mehr und zudem wurde ich noch von meiner vermeidlich großen liebe schwer schwer verletzt, es war von 2016 bis Anfang dieses Jahres und ich wurde fallen gelassen, blockiert und ersetzt. In der Zeit hatte ich so eine Panik dass ich nicht mehr ausm haus gegangen bin. Dieses Jahr war absolute Hölle. Ich hatte im Februar auch ein Suizid Versuch. Und wurde in eine andere Klinik eingewiesen. Sie war besser. Ich lernte neue Leute kennen. Ich arbeitete an mir selbst. Im Sommer hatte ich wieder einen totalen Tiefpunkt.

Jetzt, seit Oktober kam ein großer Umschwung. Ich hab mein Selbstbewusstsein zurück ich habe gelernt mich zu lieben und die Vergangenheit verarbeitet, Therapie sei Dank. Ich mache jetzt mein FSJ. Bin oft glücklich. Unabhängig. Und lebe mein Leben. Neue Freundinnen von mir sie wissen das alles nicht. Sagen sogsr sowas wie "ich beneide dich, du bist so intelligent, interessant und ich wünschte ich würde so aussehen wie du" da denk ich mir immer, ich wünschte mir ich hätte eine normales langweiliges leben wie ihr... Aber jetzt, ich hab mich abgefunden.

Jetzt ist es so, dass ich über all das nachdenke und dann eine extreme Traurigkeit spüre. Obwohl jetzt alles okay ist. Ich mache mir auch Sorgen um meine Mutter wenn es ihr nicht gut geht. Und Weihnachten kann ich seit dem wir zu der Zeit ins Frauenhaus gingen 0 genießen. Dieses Jahr aber geht's wieder ein bisschen.

Vielleicht liegt es auch einfach an der Weihnachtszeit dass ich so emotional bin. Es reicht eine Kleinigkeit und ich Weine. Ich werde auch schnell agressiv. Bin so oder so sehr temperamentvoll. Ich Steiger mich dann so in die Traurigkeit rein dass ich schwer davon loskomme für den restlichen Tag.

Danke an alle die sich das vielleicht bis zum Schluss durchgelesen haben. Ich musste mir einfach Mal alles aus der Seele schreiben

Hat jemand Tipps oder so wie man sich von so einem Trip ablenken kann, sich was Gutes tun kann und sich in die "über emotionalen " Gedanken nicht reinsteigern?

Achja, habe Hashimoto also habe immer entweder zu viele oder zu wenige Hormone in der Schilddrüse und Wette dass es darauf abspielt. Werde auch immer wieder anders dosiert mit l tyroxin.
 

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Schroti

Namhaftes Mitglied
Wenn die dunklen Geister der Vergangenheit aufploppen, dann hilft es, sich auf die Schulter zu klopfen und sich zu sagen:"Ja, das war hart und schwer und ich habe mich erfolgreich da rausgekämpft! Darauf bin ich stolz! Und ab jetzt ist alles leichter!"

Deine leidvollen Erfahrungen haben dir die Gabe geschenkt, in deinem Leben die Probleme anderer intuitiv erkennen und begreifen zu können. Das ist eine Gabe, die dir noch helfen wird künftig.

Schreibe weiter an dem Buch, schenke deine Erfahrungen anderen in ähnlichen Situationen.

Ihr seid jetzt nicht mehr im Frauenhaus, ihr könnt ein wunderschönes Weihnachtsfest feiern. Du kannst die Vergangenheit hinter dir lassen wie eine Schlange ihre alte Haut.

Alles Gute! :blume:
 

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