Es gab bei Stiftung Finanztest vor geraumer Zeit (1-2 Jahre?) einen sehr übersichtlichen,umfangreichen Artikel zu allen
gesetzlichen,finanziellen und sonstigen Aspekten einer
Fachpflege zu Hause durch osteuropäisches Pflegepersonal.
Ich finde jetzt nur das ,hatte es aber anders in Erinnerung... :
http://www.test.de/themen/gesundhei...raefte-aus-Osteuropa/1685933/1685933/1686150/
Der Gedanke: die Kombination einer personengebundenen (direkte Vorauswahl) Versorgung mit höchstmöglichem noch bezahlbarem (?) Pflegestandard und sozusagen einer familiären Note.
Bei Beachtung der vorgeschriebenen MINDESTVERGÜTUNG /da muß man beachten: keine HAUSHALTSHILFE-vermischung...oder wohl NUR offiziell "Haushaltshilfe" und NICHT Pflegerin....), dem unbedingt einzuhaltenden Bürokratie-Weg (Anforderung über glaub ich das Arbeitsamt im Nachbarland,die Pflegerin muß dort schon ARBEITSSUCHEND gemeldet sein etc.), den sonstigen Auflagen
(da war noch was zu Wohnmöglichkeit,Versicherungen etc.Steuern...) wurde dies als
preiswerteste legale Möglichkeit einer soliden Zuhause-Pflege genannt.
Bei Beachtung der Pflegesätze blieb unterm Strich ...immer noch eine riesige finanzielle private Belastung -- so meine subjektive Einschätzung.
(Genannt wurden dort gesetzl.vorgeschriebene Mindestbeträge ,die eine "Normalrente" mehrfach übersteigen ,braucht man also einkommenstarke ZAHLUNGSWILLIGE Kinder als z.B. Pflegefall-Opi.)
Das kann ein Gutverdiener oder eine große Familie (wo sich Angehörige reinteilen z.B.) ganz anders einschätzen.
Deshalb würde ich mal empfehlen,sich dort reinzulesen.
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Wenn jemand die Zusatzeinstufung "Erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz" erhält (zur Pflegestufe II z.B.) ,können
auch Leistungen in Anspruch genommen werden ,die "den Alltag verbessern"---also Spazierdienste,Vorleser...Bastelgruppen....
Das Problem:
Angehörige,die das mit leisten ,gehen komplett leer aus...da sie "kein Pflegedienst /kein Verein..." sind und nicht
"Rechnung legen "können.
Ein menschenscheuer Pflegling,der nur die Angehörigen akzeptiert
(und noch vernehmlich NEIN sagen kann zu vielem
😉 )...wird dann durch diese gratis " alltagsverbessert" - auch diese Hilfen sind im Realfall oft nur Makulatur wegen der Durchführungsbestimmungen.
Möglich hier:
Freunde,die helfen wollen,melden sich beim Freiwilligenverein und lassen sich über diesen dem zu Pflegenden zuordnen.
Das muß gehen...theoretisch zumindest.
😉
Die vorherigen Sätze (jährlich 460 Euro) sind erhöht worden!
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Für Schwerstpflegefälle kann man auch versuchen, einen o.mehrere (Schichtdienst) Zivis zu beantragen.
Als bewilligt kenn ich das für körperbehinderte Jugendliche mit Ausbildung ---Begleiter zur Schule/Nachtversorgung.
Könnte aber sein,daß halt nur Kinder/Jugendliche Anspruch haben.
Für Leute,die noch irgendwie arbeitsfähig sind (PC- Spezialjob) ,müßte theoretisch das Integrationsamt (Eingliederungshilfen in die Arbeitswelt) ein Ansprechpartner sein---dort beantragt man "Schaffung vom Spezialarbeitsplätzen" mit allem drum und dran.
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Wenn es genug hilfewillige Leute gibt ,wäre auch an das Schaffen einer "Mini-Pflegestation" zu denken---eine Wohngruppe z.B. für 3-4 Leute in einer Großwohnung mit Zimmer für den/die Pfleger.
Dort muß man aber wieder die Vorschriften der Heimbauordnung beachten etc.---da für die Pflegekassen diese Variante immer noch billiger ist als ein Vollstationsheimplatz -- könnte man sich ja mal einen Gesprächstermin bei der Pflegekasse holen.
Fakt ist: wegen der garantierten Mindesteinnahme des Pflegesatzes je Pflegling (noch dazu ,wenn "handverlesen" durch privat) gibt es
für diese Projekte mit gutem Konzept immer interessierte Großbanken als Rekodarlehensgeber.
Das Ausfallrisiko ist auf diesem Sektor niedrig.
Bedingung:
Eigenkapital /Betreiber(den die Pflegekasse anerkennt!)/ Fachumbaufirma müssen vorhanden sein.
Diese Variante kenne ich auch,machen oft ambulante Pflegedienste als "Zusatzgeschäft" .
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