Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Pegida

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Gute Satire ist nie niveaulos. Dahinter steht außerdem die Frage, warum Pegida gerade nur in Dresden eine Anhängerschaft hat - im übrigen Bundesgebiet aber so gut wie bedeutungslos ist? Das hat mit "Ossies sind Idioten" gar nichts zu tun - denn es geht nur um Dresden. Das müßte selbst Dir klar sein.
 

Hallo mikenull,

schau mal hier: Pegida. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Übrigens kam meine "Bananen-Erklärung" aus einer Satire-Zeitung. Es gibt auch andere Versionen: Zum Beispiel diese, daß da wo am wenigsten Ausländer leben, die Furcht davor am größten ist. ( Habe ich aus dem TV )
 
Das Schlimmste rund um Pegida sind die Gegner, die gleich alle Teilnehmer als rassistisch, islamophob, ausländerfeindlich und rechtspopulistisch beschimpfen. Wie kann man mit diesen Begriffen nur so inflationär um sich schmeißen. Wenn jemand findet, dass zu viele Muslime in Deutschland leben und sich deswegen sorgt, nicht zuletzt wegen IS-Terrorismus, der irgendwann auch nach Deutschland getragen werden könnte, dann ist er erstmal besorgt und nicht von Hass und Verachtung erfüllt. Wenn da Teilnehmer über soziale Ungleichheit meckern, weil sie selbst nicht von ihrer Rente leben können, andere Menschen aber mehr bekommen, zeugt das erstmal davon, alles durcheinander zu werfen, vielleicht etwas Ahnungslosigkeit und viel Wut. Aber doch nicht von richtigem Hass und ausgemachter Ausländerfeindlichkeit?
Ist sich niemand bewusst, dass es da Unterschiede mit den Begrifflichkeiten gibt? Oder wäre eine differenzierte Betrachtung zu verwirrend und kompliziert? Immer muss alles abgestempelt werden, um sich nicht weiter damit zu beschäftigen. Sind ja alles nur rechte Rassisten.

Ich bin mir sicher, dass Pegida ein großes Potenzial hat. Auf Facebook werden sie schon von über 100.000 Leuten verfolgt und das in so kurzer Zeit. Viele denken wie die Teilnehmer, trauen sich ihrerseits nur nicht dazu zu stehen, weil man dann gleich ins gesellschaftliche Abseits gerät. Ich habe gehört, dass angeblich Aldi Mitarbeiter entlässt, die offen mit Pegida sympathisieren. Keine Ahnung ob das stimmt, aber denkbar ist es ohne Weiteres. Durch die ignorante Haltung der Politik wird sich ohnehin ein Teil radikalisieren, dann wird es sicher erst richtig spaßig. Sind einige dann aber auch selber Schuld.
 
@ weltenwanderin

"Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" -> Klingt das nicht islamophob?

Dann sollen sie sich "Bündnis gegen soziale Ungleichheit" nennen und keine ethnische Minderheiten ausgrenzen, so wie es jetzt der Fall ist.

Mag sein, dass nicht jeder der da mitläuft ein Rassist ist. Aber er läuft eben mit. Damals im dritten Reich waren ja angeblich auch alle "nur" Mitläufer...
 
Aber mit der Art mit Pegida umzugehen provoziert man erst ein neues Drittes Reich! Da tummeln sich alle möglichen Leute, der Haufen Wutbürger wird schneller radikalisiert, wenn man sie so behandelt wie jetzt.

Es kommt außerdem immer darauf an, was man unter Islamisierung versteht. Neutral betrachtet bedeutet das doch erstmal, dass sich der Islam ausbreitet und Pegida ist eben dagegen. Kann ich verstehen, ich bin auch dagegen, dass sich irgendwelche Religionen auf ungesunde Weise ausbreiten, meist geht das nämlich nur mit Mord und Totschlag. Aber das hat doch erstmal nichts mit feindlicher Gesinnung zu tun.
Ob die Angst vor einer Islamisierung berechtigt ist, steht ja auf einem anderen Blatt geschrieben. Viele Pegida-Anhänger kann man schon durch bloße Aufklärung besänftigen oder gerechte Behandlung. Ein Teil macht sich vielleicht auch berechtigte Sorgen, aber dann kann man mit denen doch mal reden und nicht gleich wieder verteufeln.

Gegen die Verbreitung einer Religion zu sein ist keinesfalls gleichzusetzen mit einer Verachtung dieser Religion und Hass auf ihre Mitglieder. Es ist eine Abneigung gegen einen Prozess, einen Verlauf, whatever. Um es mal allgemein auszudrücken. Schaut euch das Christentum an, deren Christianisierung zur Zeiten der Kolonisation würde heute auch keiner mehr gut heißen, oder? Hasst man jetzt gleich das Christentum?
 
@weltenwanderin

Der Grad von bloßer Abneigung hin zum Hass ist sehr schmal. Das hat der Antisemitismus in der Weimarer Republik im Übergang zum dritten Reich auf tragische Weise gezeigt.

Und Stand jetzt bewegen wir uns mit Pegida auf gleiche Weise in diese Richtung. Nicht umsonst wird in den Reihen der Pegida-Demonstranten genau dieser Hass bereits mindestens tolleriert. Warum sonst dürfen offen Rechtsradikale während der Demos ungestört ihre Hetzparolen zum besten geben? Oder gar die Wortführerschaft übernehmen (siehe Bonn)?

Auf der anderen Seite sind die Kollegen von Pegida doch selbst Schuld an ihrem schlechten Image. Zu ernsthaften Gesprächen mit den sogenannten "Gutmenschen" oder der "Lügenpresse" ist da ja niemand bereit.
 
Es laufen fast immer irgendwo ein paar Rechtsradikale mit, das heißt nicht automatisch, dass der Kern der Bewegung rechts ist. Bist du denn mal dort gewesen und hast dir die Leute dort angesehen? Hast du mit welchen gesprochen? Oder woher weißt du das so gut? Sag bitte nicht, weil das in den Medien geschildert wurde. Man muss die nicht als Lügenpresse bezeichnen, um bei der Berichterstattung aufzuhorchen.

Ich war noch nicht dort, aber in den Medien wird immer ein relativ gemischtes Bild geschildert. Angeblich sind in Dresden Anhänger und Gegner sogar plötzlich zusammen gelaufen, wie ist das jetzt zu erklären?
Hast du mal geguckt, wie viele Spinner auch unter den Gegnern sind? Ich weigere mich einfach alle in einen Topf zu werfen, das ist einfach zu simpel gedacht. Und nur weil da eine Frau in Bonn in ihrer pubertären Phase ein Nazi war, heißt es ja nicht, dass sie dieser Phase auch mal entwachsen ist. Ich wohne in Bonn, ich werde mir das nächste Woche mal anhören.

Ich bleibe dabei: da läuft ein bunter Haufen mit, von dem nur die Gefahr einer Extremisierung ausgeht, wenn man alles, was sie sagen tabuisiert und sie als gefährliche Rechtsradikale bezeichnet.
 
Ich war dort! Wenn auch nur kurz als Zaungast. Was ich da beobachtet habe, habe ich in Beitrag 434

http://www.hilferuf.de/forum/gesellschaft/201343-pegida-87.html#post2906406


beschrieben.

Wer hier mitdiskutiert sollte sich vielleicht erst einmal die Forderungen von Pegida durchlesen. Die Hauptforderungen stehen im Eröffnungsbeitrag.

Außerdem ist auf der Pegida-Seite folgendes zu finden:
Zitat:
Wir möchten. dass alle Kinder in einem friedlichem und weltoffenem Deutschland und Europa aufwachsen können!
Wir sind nicht "politisch korrekt"...!
Wir beugen uns NICHT dem medialen Mainstream und somit auch nicht den "Gutmenschen"!
Wir nehmen unser verfassungsgemäßes Recht auf freie Meinungsäußerung wahr.
JEDER Mensch, gleich welcher Nationalität oder Religion ist uns willkommen !!!
Wir wollen einfach KEINE GEWALT auf unseren Straßen wie z.B. in Hamburg oder Celle!!!
Unsere Städte, Dörfer und Gemeinden sind KEINE Orte zum Austragen von Stellvertreter- oder Glaubenskriegen!!!
Wir akzeptieren KEINE HETZE von irgendwelchen Salafisten gegen "Ungläubige" oder Andersgläubige...
Wir akzeptieren in Europa keinerlei "Tätigkeiten" von IS, PKK, al Kaida oder wie sie alle heißen!
Unser freies Denken, unsere freie und offene Lebensweise wollen wir für ALLE in Europa lebenden Menschen erhalten!
Wir fordern von UNSERER Justiz ein Ausschöpfen ALLER rechtlichen Mittel gegenüber selbsternannten "Gotteskriegern" und Hasspredigern !
Die Trennung von Staat und Kirche war und ist ein Erfolg in Europa.
Der "Vater der Türken", Mustafa Kemal Atatürk, führte die Türkei, nach der Trennung von Staat und Religion, mit Erfolg in die Moderne und hat damit bewiesen, dass dazu auch ein muslimisch geprägtes Land in der Lage ist!
Zitat Ende.


Wer gegen diese Forderungen ist, der werfe den ersten Stein. Ich nicht!
 
@TobiasXY
Ja, und das ist die eigentliche Gefahr dabei. Wie immer sind einige in ihrer realitätsfremden, dafür aber politisch korrekten Welt gefangen und haben die Fähigkeit eingebüßt, sich neutral in andere Menschen hineinzuversetzen und Dinge aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Immer dieser panische Aufschrei.

Wie viele Menschen denken ähnlich wie Pegida, trauen sich aber das nicht offen zuzugeben? Das können unabsehbar viele sein. Aber man darf gewisse Dinge eben immer noch nicht aussprechen. Da ähnelt unsere Gesellschaft dem Dritten Reich eher als Teilnehmer dieser Demos.
 
Wie immer sind einige in ihrer realitätsfremden, dafür aber politisch korrekten Welt gefangen und haben die Fähigkeit eingebüßt, sich neutral in andere Menschen hineinzuversetzen und Dinge aus anderen Blickwinkeln zu betrachten. Immer dieser panische Aufschrei.

Dabei gäbe es tatsächlich hinreichend Entwicklungsimpulse aus der "politisch korrekten" Ebene, die einen panischen Aufschrei rechtfertigen würden, wie etwa TTIP, TISA oder CETA oder das sogenannte "Toleranzpapier", in dem sehr genau beschrieben wird was der EU - Bürger zu Meinen hat und wie er sich äußern darf:
EU-Plan: Umerziehungslager für Andersdenkende | PRAVDA TV
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben