Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Pegida

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Hallo _Tsunami_,

schau mal hier: Pegida. Hier findest du vielleicht was du suchst.

So weit so gut: Nur stehen den vielleicht 5% echten Kriegsflüchtlingen 95% Wirtschaftflüchtlinge gegenüber.
Im Klartext: Ein Kriegsflüchtling muss aufgrund einer Übermacht von Scheinasylanten oft 1,5 jahre und länger auf seine Asylbewilligung warten, anstatt vielleicht 2-3 Monate.

Soso

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlag...lle-zahlen-zu-asyl.pdf?__blob=publicationFile

Da findet man eine PDF wo die Zahlen vom zuständigen Bundesministerium veröffentlicht wurden und nun schauen wir uns einmal die Zahlen etwas genauer an für 2014 (bis November) steht unter dem Punkt davon Ablehnungen (unbegründet ab gel. / offens . unb egr. abgel.):

38.306 33,7 %

zwischen angeblichen 95% und tatsächlichen 33% gibt es eine Lücke von 62% und wo kommen diese hinzufantasierten her?

(auf die vorangegangenen Jahre gehe ich mal nicht ein, weil hier ist auch nichts erkennbar, was irgendwie deinen Standpunkt widerspiegeln würde)

Auch der Umstand, dass es sich um Wirtschaftsflüchtlinge handeln soll, halte ich für mehr als nur fragwürdig, denn es dürfte wohl kaum anzunehmen sein, dass ein Asylbewerber irgendeinen Grund dafür angegeben hat, warum dieser ausgerechnet nach Deutschland gekommen ist, daher stellt sich die Frage:

Woher die Unterstellung, dass es sich um Wirtschaftsflüchtlinge handelt?

Und nun zum Lutz Bachmann. Zwischen deinem angegebenen nur vorhandenem Drogenhandel und diesem hier

Auf sein kriminelles Konto gehen unter anderem Einbrüche, schwerer Diebstahl, Fahren ohne Führerschein, Trunkenheit im Straßenverkehr, falsche Verdächtigung, Anstiftung zur Falschaussage. 1998 floh er vor einer knapp vierjährigen Gefängnisstrafe nach Südafrika.
Pegida: Bewegung gegen Islamisierung des Abendlandes

klafft ebenfalls eine sehr weite Lücke.

Aber so genau muss man es mit der Wahrheit nicht nehmen, oder?

Muss man ja auch nicht bei sovielen Lemmingen, die einem mit die Klippe runterspringen wollen, nicht wahr?

Und insgesamt muss sich PEGIDA und seine Anhänger tatsächlich die Frage gefallen lassen, woher kommen die anderen Zahlen? Es wird davon gesprochen, dass das "Abendland" überschwemmt werden würde, doch die dafür nötigen Fakten fehlen. Nimmt man alleine das statistische Bundesamt

http://www.statistik-portal.de/Statistik-Portal/de_jb01_jahrtab2.asp

Dann dauert es sehr sehr lange bis zur angeblichen Islamisierung des Abendlandes.

Und wenn wir einmal richtig anfangen von den deutschen "Werten" zu sprechen, wie wäre es mit der Religionsfreiheit? Hat nicht jeder Mensch das Recht in Deutschland und auch anders wo in der freien Welt, seine Religion frei zu wählen und wer sind wir, dass wir darüber bestimmen können, wer welche Religion haben darf?

Und soll ich noch mit den christlichen und jüdischen Werten hier weitermachen?

Nächstenliebe, wie wäre es damit?

http://de.wikipedia.org/wiki/Nächstenliebe

Aber gilt ja hier auch nicht, weil es nicht in das Konzept passt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist doch einfach Bullshit, Verarsche, um nicht zu sagen Idiotie. Wie bereits erwähnt, lebe ich mitten in Berlin-Kreuzberg, "klein Istanbul", wenn man so will. Die Leute hier sind keineswegs anders als die anderen Leute hier. Die meisten Vorurteile beruhen meines Erachtens darauf, dass man einfach keine Ahnung hat.

Teilweise wird es mir echt zu blöd hier.

Rechts eingestellte Menschen mit Brandstiftern gleichzusetzen, ist ungefähr genauso produktiv, wie Muslime mit Islamisten gleichzusetzen.
 
Aus meiner Sicht lassen sich zwei Hauptlinien bei Pegida (einem im Grunde wohl bunten Haufen) ausmachen:

a) die Ansicht, dass die Politik nicht die Meinung des Bürgers vertritt

b) ein Unbehagen gegen Ausländer

Zu Punkt b). Ausländer aufgrund ihrer Nationalität abzulehnen, scheint mir nicht OK zu sein. Sinn macht nur der rechtliche Aspekt: Abzulehnen ist Kriminalität (deutsche, türkische, französische etc.) und nicht die nationale Herkunft eines Menschen. Und das gefällt mir an Pegida eben überhaupt nicht: dass Menschen aufgrund ihrer Nationalität abgelehnt werden statt lediglich darauf zu achten, ob sie sich ans Gesetz halten. Krasser formuliert: man hat Angst vor dem Schwarzen Mann obwohl man eigentlich Angst vor dem Kriminellen Mann (der auch weiß sein kann) haben sollte.

Es scheint mir mehr um Leitkultur, Angst vor Überfremdung, "deutsche Sitten" als um Rechtskultur zu gehen. Da hilft es auch nichts, Weihnachtslieder zu singen, um sich einen scheinbar friedlichen Anstrich zu geben. Die Ablehnung des Schwarzen Mannes (weil er schwarz ist) ist im Grunde aggressive Menschenfeindlichkeit gegenüber anderen Nationalitäten. Vielleicht halten sich sogar viele Pegida-Anhänger für friedlichlich. Objektiv sind sie es aber nicht.

Seht auf die Rechtskonformität statt auf Herkunft, Hautfarbe und kulturelle Prägung!
 
Jusehr,

Du schreibst:

"Da hilft es auch nichts, Weihnachtslieder zu singen, um sich einen scheinbar friedlichen Anstrich zu geben. Die Ablehnung des Schwarzen Mannes (weil er schwarz ist) ist im Grunde aggressive Menschenfeindlichkeit gegenüber anderen Nationalitäten. Vielleicht halten sich sogar viele Pegida-Anhänger für friedlichlich. Objektiv sind sie es aber nicht."

Deine Anmerkung im Bezug auf die Weihnachtslieder erinnert mich an ein Verhalten in meiner Kirchengemeinde.
Unser Pfarrer hatte es sich offenbar zur Aufgabe gemacht, Migranten, die aus dem muslimischen Teil der Welt kamen, zu missionieren.
Eine Zeit lang taufte er muslimische Konvertiten. Dabei nahm er keine Rücksicht darauf, dass es für eine Reihe von ihnen durchaus mit Gefahr für Leib und Leben verbunden sein könnte, würden sie hier nicht als Asylanten anerkannt und demzufolge wieder in ihre muslimischen Heimatländer abgeschoben.
Ich kümmerte mich in jener Zeit um einen jungen Moslem, der aus einem asiatischen Land zu uns gekommen war, hier ohne Familie lebte. Er sprach neben seiner Muttersprache ein sehr gebrochenes Englisch und mühte sich, unsere Sprache zu erlernen. Da er aber in einer Asylanten-Unterkunft lebte, hatte er wenig Gelegenheiten, unsere Sprache zu erlernen und zu trainieren.
Ich habe ihn daher über einen längeren Zeitraum eingeladen und mit ihm unsere Sprache trainiert. Zugleich appellierte ich an meine Mitchristen in der Gemeinde, den jungen Mann mal zu sich einzuladen, ihm die Gelegenheit zu geben, mit ihnen ein Wochenende zu verbringen. Es gab etliche Gemeindemitglieder mit Söhnen und Töchtern in seinem Alter, und so erhoffte ich mir, dass er durch solche familiären Kontakte einmal Anschluss fände und zudem seine Sprachfertigkeit trainiert werde.
Das Echo jedoch war gleich null. Er kam in die Gemeinde, besuchte die Gottesdienste, um danach wieder in seine Asylanten-Unterkunft zu marschieren. Da habe ich mal Klartext gesprochen und eine Verantwortung unserer kirchlichen Gemeinschaft eingefordert.
Vielleicht kannst Du dir denken, wie entsetzt ich war, als ich Verantwortliche aus der Gemeinde sagen hörte, es sei seine Entscheidung gewesen, in unser Land zu kommen, wie es sein Entschluss gewesen sei, zum Christentum zu konvertieren. Und wenn ich dann im Falle einer Abschiebung in sein Heimatland größeres Ungemach drohe, trügen wir dafür keine Verantwortung.
Seither ist mein Verhältnis zur Gemeinde nachhaltig gestört. Reden ist das Eine, Handeln das Andere.
Ich wundere mich schon länger, dass es zwar einzelne Stellungnahmen kirchlicher Instanzen gibt, kein lautes und deutliches Wort aber der Deutschen Bischofskonferenz oder der EKiD.
Und dazu meine sehr persönliche Vermutung: Unseren beiden großen Kirchen strömen die Menschen ja nicht gerade zu, und es werden eher weniger, denn mehr Menschen, die sich in den Gemeinden engagieren.
Und genau diese will man offenbar nicht brüskieren und nimmt Rücksicht.
"Kirchendiplomatie" ist nicht nur eine Haltung, die nach außen wirkt, sie wirkt auch im Inneren.

Burbacher
 
Bei uns haben die gestern auch demonstriert und ich war recht verwundert über die jungen Männer mit den Bombenjacken und Runentatoos, die gemeinsam mit rüstigen Rentnern Plakate trugen....Die verängstigten Normalos lassen sich vor einen ganz miesen Karren spannen.


Vielleicht hat so mancher "rüstiger Rentner" Sprüche anhören müssen: "scheiß deutsch-nazi...verrecke" (ist meinen 80 jährigen Nachbarn passiert - die Angst bekommen haben und sich BEDROHT fühlen IM EIGENEN LANDE ...) ------------------schon mal DARÜBER nachgedacht :mad:

Ja und die RÜSTIGEN laufen mit ....die "schwächeren- weil älter" können DAS nicht ..
 
Vielleicht hat so mancher "rüstiger Rentner" Sprüche anhören müssen: "scheiß deutsch-nazi...verrecke" (ist meinen 80 jährigen Nachbarn passiert - die Angst bekommen haben und sich BEDROHT fühlen IM EIGENEN LANDE ...) ------------------schon mal DARÜBER nachgedacht :mad:

Ja und die RÜSTIGEN laufen mit ....die "schwächeren- weil älter" können DAS nicht ..

Hach je. Das ist nicht schön. Ich selbst habe noch niemals jemandem gesagt: "Verrecke." Warum auch?

Vielleicht bekommt man in Vietnam solche Sachen nicht zu hören. Statistiken habe ich dazu keine.
 
Wisst ihr, ich war mal eine sehr lange Zeit mit dem Regionalvorsitzenden der NPD hier in meiner Region befreundet und er fand es auch schon immer Klasse, wie leicht man die Menschen dazu bewegen kann, wenn man diesen einen Brotkrummen hinschmeißt, so dass diese nicht merken, dass sie eigentlich Rechts unterstützen.


Geht nochmal zur Schule, drückt die Schulbank und bettelt mal darum, das Buch die Welle zu lesen und auch im Geschichtsunterricht die Ergreifung der Macht eines Hitlers durchzunehmen.



Hallelujah....Shalom...

gehts noch OBERLERERHAFT ???

wir brauchen Hier nicht "Die Welle" (amerikanische verfilmung ist besser) ---- denn wir haben TSUNAMI (sorry 😉 )
 
Der Grund war allerdings ein ganz Anderer. Schlechter Vergleich.

Ist es nicht. Denn wie soll man da differenzieren? Wie soll man der einen Frauengruppe etwas verbieten und der anderen nicht? Meine Oma läuft auch heute ab und zu noch mit Kopftuch rum und sie ist Christin. Es gibt Frauen, die tragen das als modisches Accessoire. Soll man denen das dann auch verbieten? Wie erkennt man, warum jemand ein Kopftuch trägt? Und warum zum Teufel ist sowas überhaupt wichtig?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben