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Partner verlangt totale Gütertrennung und Miete für Wohnungskauf

Würde mich wundern, wenn er nicht auch versuchen würde den Versorgungsausgleich auszuschließen. Der ist ja auch nur in dem Fall wirklich relevant, dass wir uns trennen. Und die Rente seiner Ex will er mit Sicherheit nicht aufbessern.
Hallo Hannah.
Punkte vor einer Ehe zu klären, die nach einer Ehe klärungsbedüftig sind, ist nicht der verkehrte Weg sondern voraus schauend.
Man weiss dann gleich, woran man ist.
Die Schwierigkeit ist, alle Eventualitäten mit einzubeziehen und das ist schlichtweg unmöglich.

Ich hätte dazu zwei Beispiele.
Wenn ihr heiratet, wird sich die Frage stellen, welche Rentenansprüche abhängig vom Verdienst entstehen.
Nun könnte man sagen, dass ein jeder seine Ansprüche für sich erwirbt. Vermutlich ist es aber so, dass eine Vereinbarung, in der er (wenn ein Kind kommt) nur eigene Ansprüche erwirbt, weil du in Teilzeit gehst, sittenwidrig und damit nichtig ist.
Ein Ausweg wäre daher, dass ihr aus dem gemeinsamen Verdienst heraus private Ansprüche in gleicher Höhe finanziert. Dann ergibt sich aber die Schwierigkeit, dass deine Ansprüche vertraglich fixiert sind, während seine Rentenanspüche über eine gesetzliche Anpassung absinken oder die Lebensarbeitszeit angehoben werden wird, was bereits schon geschieht.


Bezüglich eines Hauses ist es nicht zwingend so, dass es eine Wert(!)steigerung gibt.
Über die aktuelle Inflation, die sich nicht auf 40 Jahre planen lässt, wird das Haus im Verkauf dereinst mit Glück mehr Euro einbringen.
Jedoch werden die Güter sich verringern, die Du dann mit der Summe kaufen kannst. Es kann also sein, dass ihr jetzt 200k bezahlt und später 400k zurück bekommt, dass man aber später für ein Auto schon 80k bezahlen muss.

Dazu kommt meine private Ansicht, dass Immobilien im Wert sinken werden.

Aktuell sind sie überteuert.
Ich mache es daran fest, dass man vor 10 Jahren maximal das für ein Haus bezahlt hat, was man in rund 17 Jahren netto an Miete aufbringen musste. Aktuell werden Wohnungen in Düsseldorf bereits für einen Preis angeboten, der so hoch ist wie 30 Jahre Nettomiete. Bei einem Kauf bliebe demnach die Rendite aus, da man für eine kleine Anzahlung erst mal 30 Jahre alt werden muss, also mit 60 erst sein Geld wieder hat und in Überschuss geht. Mit 60 hat man dann aber eine 30 Jahre alte Hütte, und kann mit ersten Reparaturen oder energetischen Sanierungen rechnen.

Weiterhin tendiert der Markt dazu, dass die Reichen reicher werden und die Armen ärmer.
Das ist vollkommen logisch.
Wer einmal eine Industriehalle hat und vermietet, kann von dem Geld die zweite finanzieren und so weiter. So verdient der Investor nach 30 Jahren business mehr als er braucht. Irgend jemand muss die Miete aber bezahlen und das sind die Leute, die keine Halle kaufen (können), und die die Miete wiederum auf ihre Preise aufschlagen, die die Otto Normal Verbraucher bezahlen müssen. Es wird - salopp gesagt - immer auf den grössten Haufen gesch***.

Die Verbraucher=Arbeitnehmer nun sollen, da die Mieten steigen, weniger verdienen.
Daher werden zunehmend Mindestlohnverträge oder Arbeit auf Abruf oder Zeitverträge oder Leiharbeit vereinbart, was das Salz in der Suppe nicht einbringt und auch zu keiner Rentenversorgung taugt.

Von den Leuten gibt es eine ganze Menge!

Es gibt aber auch eine ganze Menge Babyboomer der 60er, deren Weltkriegseltern von einem massiven Wirtschaftsaufschwung jahrelang zu gutem Vermögen gekommen sind. 1960 betrug zB die MWSt genau: Null %!!

Die babyboomer sind nicht Generation Internet und haben eher dazu gewirtschaftet.

Deren Kinder - und die sind wohl in Deinem Alter - sind die Enkel der Kriegseltern.

Die babyboomer erben aktuell die Wk II Immobilienmasse und können die Geschwister auszahlen.

Deine Generation soll dann später die babyboomer beerben und wiederum die Geschwister auszahlen, was sie aber durch Mindestlohn etc nicht mehr können.
Es kommt massiv zu Immobilienverkäufen, auch unterstützt durch die demographische Entwicklung. Damit meine ich, dass weniger Wohnraum gebraucht wird.
So werden die Immobilien billiger und bringen wohl auf keinen Fall mehr das investierte Geld des heutigen Hochpreis-Niveaus zurück.

Kaufst Du dazu noch in einer Kommune ( Bayern?), die jetzt schon kein Geld mehr für InfraStruktur hat, so sind die letzten Dörfer in ein paar Jahren völlig vergreist und die Kinder wandern aus.
Ähnliches sagte eine Mutter einer Mitbewohnerin: Da, wo sie her kommt, kann man zwar eine Ausbildung machen. Etwas Geld verdient man aber höchstens als Verkäuferin oder als Förster. Es gibt nichts anderes, und die Betriebe sterben der Reihe nach, was sich auch dort auf die Immobilien-Ankaufpreise auswirkt, leider jedoch nicht auf deren Unterhaltskosten.

So gibt es viel zu philosophieren.
Ob man es richtig gemacht hat, erfährt man dann irgendwann später.
 
Mein Mann und ich haben nach 10 Jahren Ehe einen Ehevertrag gemacht, als die Ehe nach 25 Jahren auseinander ging, war kein Grund zum Streiten vorhanden, es war alles geregelt - wir mussten uns nicht mal scheiden lassen, sondern gingen einfach als Freunde auseinander. Er ist immer noch mein Papiermann. Glaubt mir, das verdanken wir dem Ehevertrag.
Es spricht auch nichts gegen einen Ehevertrag. Eine saubere Trennung der Besitzverhältnisse ist vernünftig. Was jedoch hier so sauer aufstößt, ist dass der Partner sich offenbar versucht an der TE zu bereichern. DAS ist der Punkt.
Wenn er zB sagen würde: OK, wir halten notariell fest, dass die Wohnung uns beiden gehört und wir zahlen 50-50 ein, wäre nichts dagegen einzuwenden. Oder auch wenn er sagen würde: ER kauft die Wohnung allein und dann gehört sie ihm auch allein: Auch dann ist nicht das geringste einzuwenden. Aber geld von der Partnerin einzusacken und dann aber trotzdem seine eigenen Schäfchen allein für sich behalten wollen, das ist einfach nicht fair.
Natürlich kostet eine Scheidung oft geld: JA, das tut sie, aber dabei wird leider oft vergessen, wieviele finanziellen Nachteile die frau bereits erworben hat, die zwar nicht als Zahl auf dem papier stehen, aber dennoch existieren.
Also ist es nur als egoistisch zu bezeichnen, wenn ein mann zwar die Vorteile einer Ehe mitnehmen will, aber im falle einer Trennung nicht auch die Nachteile riskieren will: Das ist nunmal der Deal. Es gibt eben nichts geschenkt und im grunde ist die bestehende regelung der Zugewinngemeinschaft auch mehr als fair: Sagt sie doch aus, dass jeder das behält, was er VORHER schon hatte, aber was gemeinsam erwirtschaftet wurde, wird gerecht geteilt. DAS ist doch nur fair!
Nur leider scheint der Mann der TE nicht anzuerkennen, dass es hier nicht nur um geld geht sondern auch um andere Dinge, die nicht mit Geld aufzuwiegen sind.
Eine Gütertrennung ist eine Sache: Den partner über den Tisch ziehen und sich an ihm zu bereichern eine andere!

Außerdem: Ein Familienleben mit strickter Trennung ALLER Finanzen ist nicht möglich: wie soll das klappen? Es wird immer Momente geben, wo einer mehr gibt als der andere. ZB wenn eben Kinder kommen, oder wenn einer krank ist. DAS ist eben so, wenn man zusammen lebt: man steht füreinander ein und wenn man bei jeder Rolle Klopapier festhalten muss, wer die bezahlt hat, wird es wohl stressig werden... da ist Ärger vorprogrammiert! Geiz macht viele Beziehungen kaputt. Vorsicht und Geiz sind nicht das selbe.
 
@darkside_now
Tja, das will ich mal nicht hoffen, dass es ihm darum geht. Bisher war durchaus nicht geizig, wenn wir etwas unternommen haben.
Er ist wohl einfach ein klassischer Mann und für ihn sind Finanzen besonders wichtig und ich vermute, dass seine Eltern da eine große Rolle spielen, die auch vermeiden wollen, dass Sohnemann im Falle einer Trennung blechen muss.
Ansonsten harmonieren unsere Vorstellungen vom Leben durchaus, weshalb ich wegen dieses Streits nicht gleich die Segel streichen und gehen möchte.

@gigi2
Danke für deine Ausführungen. Ja klar, in der Situation habe ich vor allem emotional reagiert. Das erste was ich mir bei seiner Ausführung dachte war, wie unfair es ist, dass seine Eltern sich schon wieder in unsere Beziehung einmischen müssen- denn diese haben ihm den Floh ins Ohr gesetzt, dass er jetzt unbedingt etwas kaufen müsse und sie gerne für ihn bürgen. Leider mischen die sich für meinen Geschmack zu viel ein und ich weiß auch nach der ganzen Zeit nicht so recht woran ich bei ihnen bin, weshalb es mir sehr sauer aufstößt, wenn er mal wieder etwas lieber mit ihnen unternimmt oder aussucht, obwohl ich die Partnerin bin.

Und ja klar, es ist wichtig und richtig jetzt auch über die Zeit der absoluten Verliebtheit hinaus zu denken und wenn ich mich in seine Lage versetze, dann sind seine Gedanken gar nicht mehr so unfair. Ich finde, dass mitgefangen mitgehangen, in guten wie in schlechten Zeiten gilt. Was man zusammen erwirtschaftet gehört beiden und im Falle der Trennung wird es geteilt. Seine Sicht ist das da im Grunde nicht so viel anders, jedoch will er im Falle einer Trennung nicht 50/50 teilen, wenn einer (höchstwahrscheinlich er) finanziell mehr beigetragen hat. Was man auch als fair empfinden kann, denn wer mehr leistet, soll daür auch belohnt werden.

Ich habe halt so meine Zweifel, ob ein Ehevertrag wirklich fair sein kann. Gerade als Frau habe ich da die große Befürchtung, dass ich benachteiligt werde. Dass man das gemeinsame Haus teilt ist logisch. Das hätte ich so oder so gewollt. Aber darüber hinaus? Aber ja, im Falle einer Scheidung geerade mit Kindern ist das dann wohl eleganter. Wenn es denn wirklich ein Ehevertrag ist, aus dem sich nicht dutzende neue Fragen und Streitpunkte ergeben.

Der Unterschied ist, dass ich aktuell nur unwesentlich weniger als er verdiene, mir also ebenso wie er etwas finanzieren könnte. Warum soll ich ihm dann mein Geld in Form von Miete zahlen anstatt selbst etwas zu kaufen? Wenn unser Gehalt deutlich unterschiedlich wäre, sodass ich mir nichts kaufen könnte, wäre es noch mal anders gelagert. Aber wie kann er verlangen, dass ich mich bei ihm einmiete, damit er etwas kaufen muss, weil es ihm zuwider ist sein Geld für Miete aus dem Fenter zu werfen? Was gibt ihm das Recht zu verlangen, dass ich aber mein Geld weiterhin aus dem Fenster werfe?
Wir sind verdammt jung und die Partnerschaft auch, aber abgesehen davon was wäre so schlimm daran, wenn ich anteilig Eigentum an der Wohnung erwerbe?
Als ich das vorgeschlagen habe, war er wenig angetan von der Idee. Seine Eltern geben ihm wohl nur dann Startkapital, wenn entweder nur er oder sie und er, aber auf keinen Fall ich im Grundbuch stehe.

Nebenkosten und Lebensmittel wollte er sowieso teilen. Alles andere wäre ja auch nicht praktikabel. Und ja, langsam sehe ich auch den Vorteil darin zu trennen, da ich dann über meine Ausgaben niemandem Rechenschaft schuldig bin und es keine Diskussionen geben kann, warum ich schon wieder Klamotten brauche oder dergleichen und ich nicht mit den Augen rollen muss, weil er sich zwei oder drei Autos einbildet.

Tja, ob er das machen würde? Aber ja, das wäre vielleicht eine Lösung. Er hatte ja schon angekündigt neu besprechen zu wollen wie es mit Kindern aussieht. Einen gemeinsamen Topf solange ich wegen der Kindererziehung zurückstecken muss, fände ich überaus fair. Das würde dann auch die Diskussion erübrigen, wie hoch denn mein Gehalt als Mutter sein soll.

Ja, der liebe Versorgungsausgleich. Meine Eltern haben mir da auch schon gedroht, dass sie mir die Hölle heißmachen, wenn ich mich bequatschen lasse den auszuschließen. Damit würde ich mir ja völlig unnötig einen Ausgleich für die Kindererziehung nehmen lassen.

Darf man fragen, was dann auf beide läuft überhaupt? Wenn sie schon das Haus alleine hat?
Ich finde es übrigens sehr löblich, dass du auch deinen Schwiegersohn im Blick hast und auch seine Interessen berücksichtigst.

Ich bin da insgesamt irgendwie auch froh, dass man dafür wohl zum Notar muss, da man da wohl deutlich höhere Chancen hat, dass es neutral und fair abläuft. Selbst gemacht oder mit einem - im schlimmsten Fall von nur einem der Partner ausgewählten - Anwalt hätte ich Sorge, dass dieser sich auf eine Seite schlägt und nicht so ganz fair berät

Insgesamt muss ich sagen, dass ich mich mit deinen Vorstellungen wohl arrangieren könnte. Das hat Hand und Fuß und scheint ja für beide Seiten auch durchdacht zu sein, wenngleich ich es immer noch wenig romantisch finde.

@Bodenschatz
Ja, die Rente ist ein Thema zu dem ich mir auch besonders Gedanken mache.
Das ist ein guter Punkt. ich habe mich auch schon gefragt, ob es nicht sowieso völlig hirnrissig ist bei den aktuellen Immobilienpreisen etwas zu kaufen, noch dazu völlig auf Pump und noch nicht einmal als endgültiges Eigenheim.

@Argon
Ja ich bin froh, dass ich von seinen Ansichten jetzt erfahren habe. Allerdings deswegen ihn gleich zu verlassen, ist mir zu drastisch.
Abgsehen von diesen Ansichten hat er sich nichts zu Schulden kommen lassen und so sehr mir diese auch widerstreben, muss es ja nicht unbedingt heißen, dass er es in böser Absicht geäußert hat. Letztendlich kann man ihn ja auch verstehen. Ich finde, dass mit der Scheidung nicht sämtliche Verantwortung endet, sondern beide gleichermaßen vom gemeinsam erreichten profitieren sollten und entsprechend auch bei Trennung geteilt werden sollte, während er seine Verantwortung und Fürsorgepflicht mit der Scheidung für beendet ansieht und genau so aufteilen möchte, wie investiert wurde. Beide Standpunkte kann man grundsätzlich als fair oder unfair empfinden, je nachdem ob man wohl eher sozial oder eher leistungsorientiert eingestellt ist und denkt

Gewisse Differenzen gehören letztendlich irgendwo wohl auch zu jeder Beziehung.
Ich bin jetzt auf jeden Fall sensibilisiert und werde alles drei Mal überdenken, was ich tue und erst Recht, wenn es dann an Verpflichtungen geht. Wenn sich aber eine zufriedenstellende Lösung finden lässt und er damit einverstanden ist, bin ich in jedem Fall bereit unsere Beziehung weiterzuführen und unser Glück zu probieren.

Das Thema haben wir ja auch noch lange nicht ausdiskutiert. Vielleicht kann er als Mann, für den Karriere und Geld schon immer wichtiger waren als Familie meine Gedanken einfach auch noch nicht nachvollziehen, weil er da noch nie wirklich darüber nachgedacht hat. Wenn ich ihm meine Gefühle und Anliegen erkläre, gehe ich stark davon aus, dass er mir dann auch entgegen kommen wird.

@Violetta Valerie
Ja genau das war der Punkt. Es geht nicht darum, dass eine gewisse finanzielle Trennung in einer Partnerschaft/Ehe generell schlecht und böswillig ist. Viel mehr geht es darum eine faire Lösung zu finden.
Wenn ihm die klassische Variante im Sinne Ehe bedeutet gemeinsames Konto, gemeinsame Immobilie, gemeinsame Ersparnisse und bei einer Scheidung wird geteilt nicht recht ist, dann muss aber auch eine Lösung gefunden werden, die keinen übervorteilt.

Er hat gewisse Probleme diese Nachteile zu sehen bzw als relevant zu empfinden. In seinen Augen sind Kinder eher Frauensache. Er hat nichts gegen Kinder, aber wegen ihm bräuchte es keine. Also habe ich dann auch die Mehrheit der Erziehung zu tragen. Solange das innerhalb er Ehe passiert, ist er auch gewillt die Frau finanziell zu unterstützten.

Im Falle der Trennung ist sie gewissermaßen selbst schuld. Sie bekommt die Kinder bzw den Löwenanteil des Sorgerechts sowieso. Außerdem hat sie sich die Kinder ja eingebildet und ist doch nicht sein Problem, wenn sie es nicht gebacken bekommt danach wieder voll in den Job einzusteigen. Er ist nicht die Wohlfahrt und wer sich aufs Hausfrauendasein einlässt ist im Grunde selbst schuld. Und ebenso wenig möchte er dafür bestraft werden, wenn die Frau dann ewig in Teilzeit herumgammelt

Ich finde die Ansicht dagegen recht unfair und reichlich altmodisch, da Kindererziehung und Haushalt zwar finanziell nichts einbringen mögen, aber ebenfalls wichtig und anstrengend sind und man dem Partner damit den Rücken frei hält, damit dieser weiterhin arbeiten gehen kann. Daher finde ich es nur fair, wenn der Frau das dann auch in finanzieller Form gewissermaßen vergolten wird. Da ist auch eine Frage des Respekts. Und er finanzielle Schaden, den eine Frau durch Kinder erleidet ist nicht unerheblich und nicht mit der Elternzeit ausgestanden.

Ich finde die gesetzliche Regelung insgesamt auch gut. Wegen mir müssten wir da nicht abweichen. Wenn jeder die Hälfte dessen, was gemeinsam erwirtschaftet wurde, erhält, dann geht keiner leer aus und im Idealfall sind beide gut versorgt.

Also darüber haben wir auch schon gesprochen. Kinder sind selbstverständlich in seinem Verständnis der gemeinsamen Kosten enthalten. Also egal ob Kleidung, Nahrung, Schulzeug oder auch mal Taschengeld oder Unternehmungen. Die dürfte man pauschal über das gemeinsame Konto abwickeln. Ebenso wie Lebensmittel oder auch das Klopapier.

Tja da kommen wir an einen anderen Punkt. Gesundheitsfürsorge sieht er nicht als gemeinsame Aufgabe. Das soll jeder für sich selbst abwickeln. Nur im Notfall würde er für meine Behandlungskosten aufkommen wollen. Und ja, da musste ich auch schlucken, da ich einen erheblichen Unterschied zwischen der 56. Handtasche und einer medizinischen Behandlung sehe. Freiwillig lacht man sich ein zertrümmertes Bein oder einen Tumor ja wahrlich nicht an. Da war ich dann erst einmal heilfroh, dass wir in Deutschland und nicht in den USA leben, wo Geld häufig darüber entscheidet, ob man eine Therapie erhalten kann oder nicht. Ich vermute da allerdings, dass er schlichtweg keine Ahnung hat, dass die Krankenkasse nicht alles zahlt, sondern man auch selbst anteilig zahlen muss. In dem Sinn bin ich geneigt ihm das nachzusehen, wenn er dachte, dass man lediglich Extrawünsche wie Bachblütentee selbst bezahlen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Findest du sie denn irgendwo inkorrekt?

Zugegebenermaßen hält sich meine Begabung für solche finanziellen Rechnereien ja in Grenzen... aber ich sehe eigentlich nicht, wo dein Freund dich übervorteilen wollen würde, Hannah. Wenn er die Immobilie finanziert, ist es doch selbstverständlich auch sein gutes Recht, von den Bewohnern seines Eigentums Miete zu verlangen - egal, um wen es sich dabei handelt. Und nur deshalb, weil man (sogar noch eine reduzierte) Miete zahlt, kann man ja nicht einfach einen Eintrag ins Grundbuch verlangen. Wenn du Mitbesitzerin werden willst, müsstest du eben tatsächlich auch einen entsprechenden Teil des Kaufpreises finanzieren... d.h. einen gewissen Eigenanteil aufbringen, einen Kredit aufnehmen, dich entsprechend verschulden usw.. Und das ist eben doch etwas ganz anderes, als einfach nur monatlich ein bisschen Miete zu zahlen.

Wenn du jetzt das Zusammenziehen in eine von deinem Freund gekaufte Immobilie verweigerst, kannst du das natürlich machen. Dann könnte dein Freund aber stattdessen ein anderes Objekt kaufen und vermieten, und sich dadurch einen finanziellen Vorsprung vor dir verschaffen. Das ist eben so... wenn er von Haus aus besser gestellt ist als du, hat er in dieser Hinsicht einfach die besseren Karten. Deshalb ist er aber doch nicht unfair, oder?

Ok, sehr romantisch klingt die ganze Geschichte natürlich nicht - aber das ist ja wieder eine andere Ebene. Ob du damit klarkommst, dass dein Freund die finanziellen Aspekte eurer Beziehung so akribisch planen und regeln möchte, musst du selbst wissen. Falls du dich damit arrangieren kannst, würde ich dir auch auf alle Fälle raten, das alles noch mal von einem Notar durchrechnen und überprüfen zu lassen, damit du sicher sein kannst, dass deine Interessen angemessen berücksichtigt werden. Aber jedenfalls hört es sich für mich grundsätzlich erstmal nicht so an, als wolle dein Freund dich irgendwie über den Tisch ziehen.
 
Er hat gewisse Probleme diese Nachteile zu sehen bzw als relevant zu empfinden. In seinen Augen sind Kinder eher frauensache. Er hat nichts gegen Kinder, aber wegen ihm bräuchte es keine. Also habe ich dann auch die Mehrheit der Erziehung zu tragen. Solange das innerhalb er Ehe passiert, ist er auch gewillt die Frau finanziell zu unterstützten.


Im Falle der Trennung ist sie gewissermaßen selbst schuld.

ich finde, damit hast Du ein gutes Argument, dass Du ihm entgegenhalten kannst: Du willst Kinder- Er nicht so sehr: in seiner Welt bist Du sozusagen selber schuld und musst im Fall einer Trennung selber schauen ,wo Du bleibst und eben Nachteile die Dein Kinderwunsch gebracht hat mit sich bringen. OK, WENN man so denken will...aber umgekehrt dann bitte auch: ER will eine Immobilie: Du nicht unbedingt und wenn ER eine Immobilie will, solle ER auch die Kosten tragen und im Falle einer Trennung dann eben auch die damit einhergehenden Nachteile in Kauf nehmen.
Was dein Partner da macht ist ziemliche Rosinenpickerei.
Die Risiken eurer Beziehung (Kinder, Haus usw) sollst Du tragen, während er maximale Absicherung haben will: Er will ein Haus, aber kein Risiko, er will Kinder (vielleicht nicht so sehr wie Du aber doch auch) aber ohne Risiko. Du trägst die Risiken (dein Geld wäre weg und du hättest die Kinder) während er möglichst ungeschoren aus der Sache rausgehen würde. Nein: Fair ist was anderes.

Vielleicht sind es wirklich seine Eltern, die da spinnen?
Weißt Du, ich kann Dich total verstehen: ich habe auch solche "herzlichen" Schwiegereltern, die meinem Partner nicht oft genug sagen können, das ich nicht gut genug wäre und nur auf sein Geld scharf wäre: Dass ich auf eigenen Füßen stehe und mein Partner in MEINER Wohnung wohnt interessiert da relativ wenig: Hauptsache der Sohnemann ist vor allem geschützt- in deren Welt will jeder dem Sohn sein kostbares geld aus der tasche ziehen und jede Frau will nur ausnützen...
:mad:
Also lass Dich nicht einwickeln: Du machst einen sehr cleveren Eindruck und lässt Dich nicht über den Tisch ziehen.
Rede nochmal mit ihm und sag ihm, dass das so nicht geht: Auf so viel Misstrauen KANN man nichts aufbauen! Das geht einfach nicht. Alles was man im Leben anpackt, brigt auch Risiken: Man kann sich nicht gegen alles versichern: Man kann nur versuchen, im Hier und Jetzt zu leben: So fair man es eben nur kann.
Momentan will er einen Deal, der mehr als unfair ist. ich wäre da in meinem Vertrauen so sehr gekränkt, dass ich sogar die Partnerschaft anzweifeln würde.
Also sei auf jedne Fall vorsichtig. Du bist noch jung: Ich würde jetzt werde Kinder noch Immobilie anpeilen: Wohnt erstmal ein paar Jahre in einer Mietwohnung und dann schau mal weiter.
Wenn er wirklich so extrem drauf ist, könnte der Alltag eine echte Katastrophe werden. oder aber, es zeigt sich, dass all das nur Muffensausen war und er beim Zusammenleben in der Realität ankommt. Wichtig ist nur, dass Du jetzt erstmal keine Risiken eingehst.

Tja da kommen wir an einen anderen Punkt. Gesundheitsfürsorge sieht er nicht als gemeinsame Aufgabe. Das soll jeder für sich selbst abwickeln. Nur im Notfall würde er für meine Behandlungskosten aufkommen wollen.

DAS finde ich allerdings auch bedenklich: Also die Tatsache, dass er DAs so formuliert finde ich ziemlich krass. Ich meine: In unserem Land gibt es eine Versicherungspflicht, jeder hat seine Versicherung und der Fall, dass ER für Deine Gesundheit aufkommen müsste ist eh total unwahrscheinlich: Aber sogar DA sagt er sofort: Nö mache ich nicht!
DAS finde ich ziemlich krass und verletzend.
Also etweder steht er wirklich extrem unter der Fuchtel seiner Eltern oder er "hat wirklich nicht mehr alle". Sorry, dass ich das so sage, aber das hat ja schon was Zwanghaftes. Wie gesagt. Absicherung ist gut, aber das ist definitiv übertrieben. Versuche ihn doch mal dazu anzuhalten, sich von seinen Eltern zu lösen.
In meiner Partnerschaft ist das auch noch in vollem Gange: Er muss sich lösen und je mehr er sich löst, desto besser klappt es zwischen uns. Ihr seid noch jung: Insofern sehe ich da noch viel Potential. Wäre er jetzt 45 würde ich sagen: OK, suche Dir vielleicht besser nen anderen, aber hier passeirt sicher noch was.
Also alles gute und bleib wachsam!


PS: Frag ihn doch mal, wie Du das denn abrechnen darfst, wenn er mal pfelegebedürftig wird. Rein rechnerisch, wirst Du länger leben und eher für IHN sorgen müssen als umgekehrt: Du gehst also ein risiko ein, hohe Kosten und Mühen für seine Pflege im Alter auf Dich zu satteln und wenn er möchte, dass ihr auch Gesundheitsfragen trennt: Frag ihn, doch mal, wie ihr das jetzt schon absichern könntet: Er könnte ja monatlich einen Risikozuschlag zahlen. Schließlich halst Du Dir mit einem Mann ein Risikoobjekt an (Männer sterben früher, haben häufiger Unfälle usw), und am Ende musst Du ihn mal pflegen: Also eine Pflegekraft kostet XYEuro pro Monat: kann er gleich mal beiseite legen. Vielleicht merkt er dann, wie absurd sein Gerede ist...
 
@Winnetou
Na ja, der Punkt ist, dass ich ihm 1/3 der monatlichen Kreditkosten zahlen sollte. Er also das Geld eins zu eins nimmt und damit die Wohnung abbezahlt. Ein Miteigentum meinerseits wollte er ganz explizit nicht.
Er wollte mir explizit nicht die Möglichkeit einräumen, dass ich einen Kredit aufnehme oder meine Eltern um Geld bitte und mich an der Finanzierung der Wohnung beteilige.


Wie gesagt finanziell sind wir ähnlich aufgestellt. Unser Einkommen ist ähnlich hoch, er hat den Vorteil, dass seine Eltern viel Geld haben und ihm etwas zuschießen/für ihn bürgen wollen und können. Eigenes Vermögen haben wir beide praktisch keins.
Er müsste also genauso wie ich einen Kredit aufnehmen. Jetzt ist der Punkt warum darf er sich eine Wohnung kaufen und von mir Miete verlangen? Warum darf ich nicht stattdessen mit dem Geld selbst Eigentum erwerben? Warum darf ich nicht wenn ich schon 1/3 der Kosten trage, auch 1/3 der Wohnung erwerben? Oder mir von dem Geld selbst was eigenes abzahlen?
Da reitet er darauf herum, dass keiner darunter leiden darf, wenn einer ein teureres Auto fahren oder sich einer regelmäßig eine Maniküre gönnt, aber wenn er sich eine Immobilie kauft, soll ich auf einmal auf eine Gegenleistung verzichten?
Wenn er sich was eigenes kauft, okay, darf er gern machen. Aber zu verlangen, dass ich in seine Wohnung einziehe, einen erheblichen Anteil des Kredits monatlich abzahle, aber kein Eigentum erwerbe ist in meinen Augen schon etwas anderes.
Meine Eltern haben mittleweile auch angeboten, dass sie mir etwas leihen, sodass ich zum Beispiel 1/3 der Kaufsumme aufnehmen könnte. Was ist da jetzt fair? Wenn ich 1/3 aufnehme und 1/3 der Wohnung erhalte oder wenn ich die Möglichkeit hätte etwas eigenes zu finanzieren bzw Miteigentümerin der Wohnung zu werden, dann aber darauf verzichte, damit mein Freund sich die Immobilie alleine kaufen kann? Ohne meine Mietzahlung kann er das nämlich nicht. Ich finde das verdammt unfair.
Um es noch mal klarzustellen: Angenommen ich hätte nur ein sehr kleines Einkommen und keine Möglichkeit in absehbarer Zeit etwas eigenes zu finanzieren oder auch nur Miteigentümerin zu werden, dann wäre ich auch völlig damit einverstanden die laufenden Kosten (Hausgeld, Nebenkosten) zur Hälfte zu tragen, da ich mir so ja die Miete für eine eigene Mietwohnung spare. Das ist fair. Aber zu verlangen, dass ich ihm Miete zahle, obwohl ich für die Summe einen relevanten Anteil der Immobilie finanziere, aber keinerlei Anspruch darauf bekomme, ist nicht fair.
 
Um es noch mal klarzustellen: Angenommen ich hätte nur ein sehr kleines Einkommen und keine Möglichkeit in absehbarer Zeit etwas eigenes zu finanzieren oder auch nur Miteigentümerin zu werden, dann wäre ich auch völlig damit einverstanden die laufenden Kosten (Hausgeld, Nebenkosten) zur Hälfte zu tragen, da ich mir so ja die Miete für eine eigene Mietwohnung spare. Das ist fair. Aber zu verlangen, dass ich ihm Miete zahle, obwohl ich für die Summe einen relevanten Anteil der Immobilie finanziere, aber keinerlei Anspruch darauf bekomme, ist nicht fair.
Genauso isses! Und mal ehrlich: Was für ein Risiko würde er denn eingehen, wenn ihr beide im Grundbuch stehen würdet? Dann müsstet ihr halt die Wohnung verkaufen und jeder hätte wieder seine Kohle, die er jeweils eingezahlt hat (auch das könnte man ja notariell festlegen): Also würde er ja keinen Verlust machen. Aber es geht hier offenbar nicht darum, keinen Verlsut zu machen: Der Gute will GEWINN machen!
 
Danke liebe Violetta Valerie


Ja, da hast du absolut recht.


Das glaube ich nämlich auch sehr stark. Mit solchen Ideen kommt er immer dann um die Ecke, wenn er zu viel Zeit mit seinen Eltern verbracht hat.
Sie sind ausgsprochen dominant und versuchen sich immer wieder auch bei uns einzumischen. Zudem haben sie teilweise recht extreme Ansichten, die ihm von Kindesbeinen an auch eingetrichtert wurden.
Allerdings ist er auch nicht dumm und mit freundlichem Zureden habe ich ihn auch schon dazu gebracht so manches zu überdenken.


Ja, genau so ging und irgendwo geht es mir auch. ich fühle mich zurückgedrängt und gekränkt. Gleichzeitig merke ich aber auch, dass ich dennoch auf unsere Partnerschaft baue und daran glaube.
Und eben, ich bin jung genug um im Zweifelsfall auch noch gehen zu können, wenn es doch nicht past.


Ja, das dachte ich auch. Dass ich mir meine Friseurtermine und so was wie Klamotten oder das Fitnesstudio selber zahlen soll, geschenkt. Damit kann ich durchaus leben. Aber das hat mich sprachlos gemacht und schockiert. Nachdem er aber nun wirklich kein herzloser Mensch ist, gehe ich stark davon aus, dass er sich mit Krankenkassen und Krankheit noch nie auseinandersetzen musste und daher schlicht nichts davon weiß, dass man da durchaus dazu zahlen muss. Außerdem muss es da ja gar nicht um Krebs gehen. Ich hätte von meinem Partner schon erwartet, dass es kein Thema ist, wenn wir meinen Besuch beim Physio gemeinsam zahlen, wenn ich mir einen Bänderriss oder so was geholt habe oder irgendwas anderes banales. Und natürlich auch umgekehrt, wenn er krank ist. Aber wie gesagt, wir sind jung und zum Glück noch nie ernsthaft krank gewesen. Das wird er einfach noch nicht überblicken können.


Jetzt schauen wir mal. Schnappsideen hatte jeder schon mal und seine Beweggründe sind grundsätzlich nachvollziehbar und an der Umsetzung können wir noch arbeiten. Vor allem wenn der Immobilienkauf erst einmal abgewendet ist, haben wir ja wirklich genug Zeit, das in Ruhe zu überdenken und zu besprechen
 
Das glaube ich nämlich auch sehr stark. Mit solchen Ideen kommt er immer dann um die Ecke, wenn er zu viel Zeit mit seinen Eltern verbracht hat.

Oh Mann, wie ich das kenne... IMMER wenn mein Partner allein bei seinen Eltern war, kommt eine neue Schnapsidee um die Ecke und ich brauche Wochen, bis ich sie ihm wieder ausgetrieben habe.
Mein PArtner merkt zum Glück immer mehr, dass seine Eltern nicht sein Wohl im Sinne haben, sondern sein geld. ich meine: Was nützt die Kohle, wenn die Beziehung dafür im Eimer ist oder zumindest Schaden nimmt?
Ich hoffe, Dein PArtner lernt auch, dass er mit Dir etwas hat, das nicht mit Geld aufzuwiegen ist und das die Liebe in einer festen beziehung so viel mehr wert ist als alles Geld der Welt.
Vielleicht hat er wirklich noch nie ernsthaft was erleiden müssen- so wie meiner- dann würde er die Welt anders sehen.
Wer einmal wirklich sich um einen anderne Menschen kümmern musste oder einen schweren Verlust erleben musste, der weiß, dass das ganze Geld nur einen Dreck wert ist, gegen dads, was familie und Beziehung eigentlich auszeichnet.
 
Ich puzzle das mal ein bisschen auseinander.
Angenommen, ihr wärt nicht in einer Parnerschaft, sondern nur Freunde. Dann wäre es so, dass er eine Wohnung kauft. Die Wohnung ist dann in seinem Besitz und wenn er Dich zusätzlich darin wohnen läßt, dann musst Du Miete zahlen. Ich finde, das klingt soweit logisch.
ABER!
Ihr seit in einer Partnerschaft. Und ja, er kann immer noch den oben genannten Sachverhalt aufführen. Er bewirkt damit aber genau das Gegenteil von dem, was er bezweckt. Er möchte ja, dass die Wohnung im Fall einer Trennung ihm gehört. Jetzt gibt es aber die sogenannte 'Zugewinngemeinschaft'. Das besagt, dass alles, was in der (normalerweise Ehe, kann aber auch in fester Partnerschaft veranschlagt werden) angeschafft wird, beiden gehört. Denn es wird bei festen Parnern rechtlich immer das gesamte Einkommen auf beide aufgeteilt, weil davon ausgegangen wird (traditionell), dass einer arbeitet, der andere den Haushalt/die Kinder versorgt.
So, jetzt kauft er die Wohnung. Damit gehört sie rechtlich sowieso Euch beiden. Und wenn Du dann auch noch Miete zahlst (ist das falsche Wort, eigentlich zahlst du damit einen Anteil am Kaufpreis), dann ist definitv klar, dass die Wohnung beiden gehört. Einen Mietvertrag unter Partnern bekommt er übrigens bei keinem Notar durch.... das hält nicht stand.

Was ich sagen will... wenn er darauf besteht, dass Du Dich beteiligst, dann kannst Du Dich ja gern an den Raten beteiligen. Miete macht keinen Sinn. Und wenn er weiter darauf besteht, dass du ihm Miete zahlst, dann weise ich auch darauf hin, dass er dann bitte von dem, was Du ihm zahlst, 19% Mehrwertsteuer abführt.. Mieteinnahmen sind steuerpflichtig. Vielleicht wird ihm dann die Sinnlosigkeit klar.

Soviel zur rechtlichen Situation. Jetzt die Menschliche... Warum bist Du mit so einem Finanzhai eigentlich noch zusammen? Gefühle kann man niemals mit Geld kaufen. Und wer Geld über Gefühle stellt, dessen Gefühle würde ich automatisch in Frage stellen. Ihr seid in einer Partnerschaft. Und ja, manchmal kann ein Ehevertrag auch Sinn manchen, wenn einer der beiden sehr viel reicher ist als der andere, einfach um sich zu 'schützen'. Aber das ist ja bei Euch nicht mal der Fall. Ich sehe für einen Ehevertrag gar keine Grundlage. Ich sehe für diese ganze Diskussion über Geld gar keine Grundlage.

Ich würde hier an Deiner Stelle evtl. mal eine Paarberatung in betracht ziehen.. Das Problem solltet ihr angehen, denn es ist in der Dimension definitiv nicht normal. Es wird vollkommen überreglementiert, wer wie viel von wem bekommt. Wie sieht denn das bei Anschaffungen aus? Wenn ihr mal ein neues Sofa braucht.. einen Tisch. Oder auch nur einen Kochtopf? Wird das alles ehrlich geteilt, oder klebt ihr ein Schildschen drauf, wem es gehört?
Stress ist hier vorprogrammiert.

Ich habe das schöne Gefühl auch erst lernen müssen, dass Menschen viel wichtiger sind als Geld. Beispiel: ich habe letztens eine Freundin ein paar Mal zum Essen eingeladen.. ich weiß, dass sie weniger Geld zur Verfügung hat als ich, mit jedem Cent rechnet und sich das Essen gehen eigentlich gar nicht leisten möchte. Ich frage sie jedesmal, ob ich sie einladen darf und - auch wenn es ihr manchmal etwas unangenehm ist - sie willigt ein. Und ich weiß, dass sie darüber erleichtert ist. Kann man mit Geld etwas schöneres tun, als einen Menschen glücklich zu machen? Wenn man damit einem Menschen das Leben leichter machen kann oder jemandem helfen kann... das Gefühl ist tatsächlich wunderschön.

Bei Euch bewirkt es genau das Gegenteil. Jeder Ausgabe wird ja zur Qual. Jede Einnahme ein Rechenakt. Ich glaube, ich würde an Deiner Stelle schon Lotto spielen, nur in der Hoffnung zu gewinnen und dann abzuwarten, wie plötzlich seine Regeln 'aufweichen' um an Deinen Millionen teilhaben zu dürfen.... Denn Eheverträge haben immer zwei Seiten....

Überleg Dir gut, ob Du Dich darauf einlassen möchtest. Es sind seine Regeln. Versuch einfach mal 'Nein' dazu zu sagen und schau, wie er reagiert. Was soll er machen? Zwingen kann er Dich nicht. Ihr müsst Euch einigen. Damit miene ich nicht seine Regeln zu akzeptieren oder sie abzulehnen, sondern einen Weg zu finden, wie ihr gemeinsam mit dem Problem 'Finanzen' klar kommt. Ein Beispiel wäre, dass ihr alles in einen Topf werft und jeder eine Art 'Taschengeld' bekommt, über das nur er/sie verfügen kann. Wäre gar nicht so unüblich. Aber ihr müsst beide damit einverstanden sein... sonst wird einer von Euch unglücklich werden.. und ich fürchte im Moment würdest das Du sein....
 

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Z mein Gehalt reicht nirgends hin + knausriger, gutverdienender Partner Finanzen 115

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