Danke für eure schnellen Antworten. Ich hatte langsam schon ein schlechtes Gewissen, ob ich überreagiert und unfair geworden bin, als ich dieses Modell mit seiner Eigentumswohnung vehement abgelehnt habe. Und auch dass ich ihm vorgeworfen habe, dass das eher nach der Gründung eines Unternehmens und nicht nach einer Partnerschaft klingt.
@Schroti Ja stimmt. Nein sagen ist das Stichwort. Die Möglichkeit habe ich natürlich und das sollte ich auch selbstbewusst nutzen.
@GrayBear, das sind eben auch meine Überlegungen! Er hatte irgendwann auch mal die grandiose Idee mir eine Art Gehalt für die Kindererziehung zu zahlen. Da war ich dann aber ziemlich sauer, weil ich das als verletzend und respektlos empfunden habe. Und vor allem wie viel sollte ich denn da verlangen und wie viele Stunden? Und überhaupt, wenn ich mich dafür bezahlen ließe, käme ich in ein Abhängigkeitsverhältnis, das ich nicht möchte. Denn dann könnte er glatt noch fordern, dass ich den vollständigen Haushalt zu schmeißen und pünktlich um 17 Uhr ein Essen auf den Tisch zu stellen habe. Das ist doch völlig absurd. Und wenn er einen Ehevertrag will, dann müsste ich das doch schon zu dem Zeitpunkt festlegen, dabei ist doch noch nicht einmal sicher wann oder theoretisch auch ob es mit Kindern klappt. Seine letzte Idee war mir in der Elternzeit die Differenz zu meinem normalen Gehalt zu zahlen. Also muss er ja schon davon ausgehen, dass sein Gehalt noch erheblich steigt. Ich möchte gerne so gut es geht Kinder und Karriere unter einen Hut bringen. Aber er ist so karriereversessen, dass er sicherlich nicht auf Überstunden verzichten oder gar in Teilzeit gehen würde. Ich möchte die Kinder aber auch nicht gleich Vollzeit betreuen lassen. Meine Eltern wären gerne bereit bei der Betreuung zu helfen, seine auch, wobei ich meine natürlich vorziehe. Mein Partner ist da aber auch wechselhaft, einmal hat er quasi verlangt, dass ich sofort nach dem Mutterschutz dann wieder arbeiten gehen soll, dann hat er mir wieder vorgeworfen, wie ich überhaupt auf die herzlose Idee kommen könnte nach 12 Monaten wieder mit 60-70% anfangen zu wollen. Aufstocken ist eher schwierig. Klar ich könnte sie den Großeltern geben, aber ich will mir nicht anhören müssen ich sei eine Rabenmutter oder gar dass mein Kind dann lieber zu meiner Schwiegermutter als zu mir mit Problemen geht, weil ich es da so oft abgeladen habe.
Ich finde das ganze jetzt auch richtig bescheiden. ich kann mich eigentlich voll auf ihn verlassen, liebe ihn sehr und er ist ein sehr liebenswerter Partner. Aber mit seinen Forderungen und Begründungen für diese Gütertrennung, hat er mich doch ganz schön erschüttert. ich meine eigentlich sollte ich mich freuen, dass wir endlich zusammenziehen, aber alles was ich gerdae tue ich darüber sinieren, wie er sich denn dieses und jenes Detail vorstellt und wie ich jetzt zum Anwalt rennen muss, dann direkt nach dem Heiratsantrag (soll ich da am besten "Bitte warten, das muss ich erst mit meinem Anwalt diskutieren" antworten?) und dann am besten noch mit dem positiven Schwangerschaftstest in ein paar Jahren dann auch? Wozu will er mich dann überhaupt noch heiraten? Ehegattensplitting mache ich so mit Sicherheit nicht. Dann soll er zumindest die gleiche Steuerklasse haben und nicht meinen, dass ich die schlechte nehme.
Ja stimmt, so abwegig wäre es gar nicht, wenn ich jetzt noch vorlegen müsste, dass ich gesund bin.
Ja genau. Er behauptet damit Streitigkeiten aus dem Weg gehen zu wollen, weil man dann in der Beziehung nicht streiten kann weil er viel in sein Auto investiert oder ich mir noch irgendwelche Klamotten kaufe. Aber ich habe das Gefühl, dass er genau das tut. Das Geld völlig überhöhen und überbewerten, sodass es das alles umfassende und entscheidene Thema wird. Und ganz ehrlich, ich bekomme jetzt schon Angst, wenn ich mir vorstelle, ich müsste mich vom ihm scheiden lassen. Da gibt es dann trotz der ganzen Regelungen einige Schlupflöcher und da wäre er wohl ganz vorne mit dabei, da dann noch um jeden Cent zu streiten.
Ich finde eben auch, dass die Ehe emotional, aber auch finanziell absichert und was man sich gemeinsam aufbaut, sollte auch beiden gehören. Selbst wenn einer (etwas) weniger beitragen kann. Und wenn es dann eben so ausgeht, dass man sich scheiden lässt, dann ist es doch klar, dass dann halbiert wird.
Danke auch @kasiopaja
@tonytomate
Er will dann getrennte Autos. Und jeder zahlt auch alle Kosten für sein eigenes Auto selbst. So sehr wie er sein Auto liebt, dürfte ich den sowieso nie fahren.
@ JanaTürlich
Ja, das Gefühl habe ich auch. Dabei gibt es dazu keinen Anlass.
Das will er damit gewissermaßen umgehen. So was wie Schulhefte wären sicherlich vom gemeinsamen Geld, aber trotzdem. Also wenn man beim Schulheft diskutieren muss, dann ist es wahrlich vorbei
@Jord
Das sind die ganzen Fragen, die ich mir auch stelle. Was wäre wenn? Das kann man nicht planen und am Ende bin ich die benachteiligte, weil ich die Kinder mehr möchte und auch bereitwillig zurückgesteckt habe.
@_cloudy_
Also das Haus wäre dann schon anteilig meins, die Wohnung dagegen nicht. Allerdings fälllt mir gerade auf, dass ich nur eine Immobilie mit ihm finanzieren würde, wenn ich auch 50% habe.
@Uri
Das klingt gut, aber das würde er nie machen. Hälftig das gemeinsame Haus finanzieren ja, aber für Kinder zurückstecken? Das würde er nicht machen. Höchstens die ein, zwei Monate Elternzeit, die zusätzlich gezahlt werden, wenn bei Partner nehmen, aber länger? Oder gar auf seine Vollzeitstelle und Überstunden verzichten? Dann lässt er sich eher unfruchtbar machen. Schließlich bin ich es ja auch, die Kinder will. Wegen ihm müsste das ja nicht unbedingt sein.
@Schattenwölfin
Eigentlich nicht! Er ist super herzlich, hilfsbereit, mitfühlend, macht sich viele Gedanken, ist romantisch, durchaus großzügig. Bisher hatte ich wirklich wenig Anlass mich zu beschweren oder unglücklich zu sein. Eigentlich ist er recht nahe an perfekt, da ich seine sonstigen Eigenheiten gut tolerieren kann.
Sollte ich in Geldnot kommen, sorgt er selbstverständlich für mich. Außer ich verlasse ihn/er mich, dann natürlich kein Cent, denn dann bin ich ja nicht mehr seine und damit habe ich meinen Anspruch auf sein Geld verwirkt.
ich habe mich mit der Miete gefragt, ob ich überreagiert habe, denn einem normalen Vermieter zahlt man ja auch und dadurch, dass ich da wohne spare ich natürlich auch Geld, aber in einer Partnerschaft - auch wenn unsere noch nicht so alt ist- finde ich die Forderung nicht okay. Vor allem wenn er es offen eins zu eins für die Tilgung nutzen will.
Ja genau! Mein/unser Plan war bis zu der Schnapsidee wir mieten was einigermaßen günstiges, schauen, ob wir zusammen passen, sparen und kaufen dann ein Haus in zehn Jahren oder wie lange das Sparen dauert.
@Angua Ja, gerade klingt das echt nicht so prickelnd alles. Zum Glück aber steht jetzt erst einmal Zusammenziehen an. Ehe und Kinder sind erst in einigen Jahren ein Thema. Gerade überlege ich auch zu warten bis ich etwas angespart habe, bevor wir zusammenziehen, damit ich dann auch was in der Hand habe, wenn Anschaffungen sind. In eine Abhängigkeit will ich nicht.
@Violetta Valerie
Ja, die haben da mit Sicherheit ihre Finger im Spiel. In der Vergangenheit gab es wohl eine Scheidung in der Familie, wo einer dem anderen noch eine ganze Stange Geld zahlen will, was er (mein Partner) als ungerechtfertigt empfindet, weil der Zahlende ja auch mehr verdient hat und jetzt dafür bestraft wurde. Das will er um jeden Preis verhindern, wenn wir uns trennen.
nein, denn ich wollte ja die Kinder. Solange wir zusammen sind, soll es mir gut gehen und er zahlt gern den Verlust, denn ich gerade durch die Erziehung habe, aber wenn wir uns trennen, dann kommt er für den Schaden selbstverständlich nicht auf. Selbst schuld, wenn ich gehe. Soll ich halt wieder mehr arbeiten gehen. Scheidung ist Scheidung und ab dem Moment ist er nicht bereit einen Cent zu zahlen. Außer natürlich Unterhalt für die Kinder, wenn es dann minderjährige gibt. Aber für mich? Nein.
Stimmt, das könnte ich ihn tatsächlich fragen. Vor allem ist ein (Unter)Mieter gestellt. Der hätte wenigstens eine Kündigungsfrist
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Also zusammenfassend danke, dass ihr mich und meinen Standpunkt so umfassend unterstützt. Ich werde mir das mit dem Zusammenziehen durch den Kopf gehen lassen und nichts überstürzen. Ich werde mit ihm nur in Miete ziehen. Wenn er mit der Hilfe seiner Eltern kaufen möchte, schön, ich komme ihn dort gern besuchen, aber ich ziehe da nicht ein. Diese Abhängigkeit tue ich mir nicht an.
Wenn wir in einigen Jahren feststellen, dass es passt, können wir auch mal über Heiraten und ein gemeinsamen Haus (dann aber auch nur wenn beide die Hälfte finanzieren und es auch zur Hälfte besitzen) reden.
Zumindest weiß ich jetzt woran ich bei ihm bin. Jetzt schauen wir auch erst einmal, ob er das wirklich so umsetzen möchte. Vielleicht war es auch nur eine fixe Idee, das wäre nicht das erste Mal bei ihm.