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Partner verlangt totale Gütertrennung und Miete für Wohnungskauf

*ironieon* Ein Fahrtenbuch für das Auto musst Du aber nicht schreiben, oder? *ironieoff*
Kurz gesagt: Mit einem Mann, der so tickt, würde ich weder Eigentum noch Kinder wollen.
 
Diese junge Mann hat deefinitiv ein seltsames Verständnis von Ehe und Familie.
Kann es sein, dass ihm seine Eltern da so einen Floh ins Ohr gesetzt haben? Vielleicht machen die ihm druck?

ich bin ja generell für eine Gütertrennung, jedoch ist das was Deinem Partner da vorschwebt extrem schräg. man soll ruhig seinen Besitz absichern- aber so wie das hier klingt, reicht ihm das ja nicht: Er will nicht nur Absicherung, er will auch noch Profit mit Dir machen.
Klar: Man teilt sich die Kosten, man teilt sich die Miete, aber wenn ein notarieller Besitz erworben werden soll, dann müssen die Besitzverhältnisse auch ganz klar geregelt werden. Wer zahlt, steht mit ihm Grundbuch! basta!

Er hätte dann gerne auch noch Miete von mir. Immerhin nicht die Hälfte, aber immer noch 30% der Kosten, die er für Kredit usw hat. Plus Hälfte der Nebenkosten versteht sich.
NEIN! Ganz einfach: NEIN! Das wäre meine Antwort! Das ist schlicht und ergreifend Beschiss: Du hast das ganz recht gesehen: du würdest dann mit Deiner Miete seinen Kredit mitfinanzieren und hättest letztendlich nichts davon.
NÖ:WENN Du Dich an den Kosten für den kredit beteiligst, dann willst Du mit ins Grundbuch. Wenn du nicht im Grundbuch stehst, dann gibt es von Dir keine Kohle!
Dann wohnt ihr eben beide weiterhin zur Miete: Auf so einen deal würde ich mich keinesfalls einlassen!
Große Rede, kurzer Sinn: War sein Vorschlag mit der Eigentumswohnung und der Miete völlig okay und ich habe total überreagiert oder kann man meine Ablehnung dem Vorschlag gegenüber nachvollziehen?
Du siehst das absolut richtig und ehrlich gesagt würde ich unter solchen Bedingungen auch garnicht mit mir handeln lassen. Dann müsst ihr eben beide zur Miete wohnen bleiben.
Entweder ihr erwerbt beide Besitz, oder er erwirbt ihn alleine: Aber über den Tisch ziehen lassen und SEINEN Besitz mitfinanzieren: Lass Dich darauf nicht ein.
Es wäre zB Ok, wenn man die laufenden Kosten (wasser/Strom usw) teilt solange Du keine Kinder hast und verdienst. DAS ist fair! Aber darüber hinaus: NEIN!

Bitte überlege Dir das, wenn Du mit so einem mann Kinder bekommst: Er denkt offenbar NUR an seinen finanziellen Vorteilt: Er sieht das ganze wie einen geschäftlichen Abschluss.
Du könntest ihm ja mal damit kommen: Wenn Du ein Kind hast, kannst du sagen wir mal ein Jahr garnicht arbeiten und dann nur teilzeit und erst nach drei Jahren voll zurück: In der Zeit hast Du Nachteile eingefahren, die sich ja lebenslang auswirken: Wird er Dir diesen Nachteil auszahlen? Rechne doch mal aus, was das in Zahlen wäre (kann man ja machen) ich bin sicher, dann wird ziemlich schnell klar, dass der finanzielle Nachteil, den DU durch ein Kind (oder sogar zwei) einfährst deutlich hoher ist, als diese angebliche "Miete" die er von Dir will. Kannst ihm ja sagen: "Ok, Pro Kind bekomme ich dann soundso viel Nachteilszahlung von Dir (da sind dann Lohnausfall, Erziehungszeit, Berufliche Nachteile, Rentennachteiel, Schmerzensgeld für die Geburt, Überstunden und Nachtzuschlag usw bereits mit eingerechnet)- willst Du es in einem Betrag zahlen, oder in Raten?😀"

Ernsthaft: Wer SO eine Familie plant, der hat doch vieles nicht verstanden. Wenn man eine Familie gründet, gehen beide Partner immer Risiken ein: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: So ist das einfach. Als Frau trägst Du im Fall das Kinder da sind eh schon meist den Löwenanteil. Da soll er sich jetzt nicht in die hosen machen, wenn es darum geht ne Eigetnumswohnung zu finanzieren.

Übrigens: Das hier sagt Dir eine Frau, deren Partner schon viele Jahre für Umme in IHRER Eigentumswohnung wohnt. Ich käme garnicht auf die Idee von meinem Partner Miete zu verlangen. Er übernimmt die Nebenkosten, weil er mehr verdient als ich, aber aus seiner Anwesenheit Gewinn schlagen? NEIN! ich habe ihn hier bei mir in meiner Wohnung, weil ich ihn liebe, nicht weil ich Gewinn dadurch machen will oder weil ich einen guten Deal machen will!

Frage ihn mal, warum er Dich bei sich wohnen haben will: Weil es ein guter Deal wäre, oder weil er Dich liebt? ich finde es OK, seinen Besitz zu schützen- das ist eine Sache und das ist auch gut und richtig, aber aus einer Beziehung Gewinn schlagen zu wollen....Oje...

Er meinte dann, dass ich doch nicht allen Ernstes mein Geld lieber einem unbekannten Vermieter geben will als meinem Partner.
Gegenfrage: Will er lieber einen Untermieter oder eine Partnerin?
Ein Vermieter lässt Dich in seiner Wohnung wohnen, um gewinn zu machen: Klar- das ist der Deal. Ein Partner lässt Dich in seiner Wohnung wohnen, weil er Dich liebt. Will er Dein Vermieter sein oder Dein Partner?
 
Danke für eure schnellen Antworten. Ich hatte langsam schon ein schlechtes Gewissen, ob ich überreagiert und unfair geworden bin, als ich dieses Modell mit seiner Eigentumswohnung vehement abgelehnt habe. Und auch dass ich ihm vorgeworfen habe, dass das eher nach der Gründung eines Unternehmens und nicht nach einer Partnerschaft klingt.


@Schroti Ja stimmt. Nein sagen ist das Stichwort. Die Möglichkeit habe ich natürlich und das sollte ich auch selbstbewusst nutzen.


@GrayBear, das sind eben auch meine Überlegungen! Er hatte irgendwann auch mal die grandiose Idee mir eine Art Gehalt für die Kindererziehung zu zahlen. Da war ich dann aber ziemlich sauer, weil ich das als verletzend und respektlos empfunden habe. Und vor allem wie viel sollte ich denn da verlangen und wie viele Stunden? Und überhaupt, wenn ich mich dafür bezahlen ließe, käme ich in ein Abhängigkeitsverhältnis, das ich nicht möchte. Denn dann könnte er glatt noch fordern, dass ich den vollständigen Haushalt zu schmeißen und pünktlich um 17 Uhr ein Essen auf den Tisch zu stellen habe. Das ist doch völlig absurd. Und wenn er einen Ehevertrag will, dann müsste ich das doch schon zu dem Zeitpunkt festlegen, dabei ist doch noch nicht einmal sicher wann oder theoretisch auch ob es mit Kindern klappt. Seine letzte Idee war mir in der Elternzeit die Differenz zu meinem normalen Gehalt zu zahlen. Also muss er ja schon davon ausgehen, dass sein Gehalt noch erheblich steigt. Ich möchte gerne so gut es geht Kinder und Karriere unter einen Hut bringen. Aber er ist so karriereversessen, dass er sicherlich nicht auf Überstunden verzichten oder gar in Teilzeit gehen würde. Ich möchte die Kinder aber auch nicht gleich Vollzeit betreuen lassen. Meine Eltern wären gerne bereit bei der Betreuung zu helfen, seine auch, wobei ich meine natürlich vorziehe. Mein Partner ist da aber auch wechselhaft, einmal hat er quasi verlangt, dass ich sofort nach dem Mutterschutz dann wieder arbeiten gehen soll, dann hat er mir wieder vorgeworfen, wie ich überhaupt auf die herzlose Idee kommen könnte nach 12 Monaten wieder mit 60-70% anfangen zu wollen. Aufstocken ist eher schwierig. Klar ich könnte sie den Großeltern geben, aber ich will mir nicht anhören müssen ich sei eine Rabenmutter oder gar dass mein Kind dann lieber zu meiner Schwiegermutter als zu mir mit Problemen geht, weil ich es da so oft abgeladen habe.


Ich finde das ganze jetzt auch richtig bescheiden. ich kann mich eigentlich voll auf ihn verlassen, liebe ihn sehr und er ist ein sehr liebenswerter Partner. Aber mit seinen Forderungen und Begründungen für diese Gütertrennung, hat er mich doch ganz schön erschüttert. ich meine eigentlich sollte ich mich freuen, dass wir endlich zusammenziehen, aber alles was ich gerdae tue ich darüber sinieren, wie er sich denn dieses und jenes Detail vorstellt und wie ich jetzt zum Anwalt rennen muss, dann direkt nach dem Heiratsantrag (soll ich da am besten "Bitte warten, das muss ich erst mit meinem Anwalt diskutieren" antworten?) und dann am besten noch mit dem positiven Schwangerschaftstest in ein paar Jahren dann auch? Wozu will er mich dann überhaupt noch heiraten? Ehegattensplitting mache ich so mit Sicherheit nicht. Dann soll er zumindest die gleiche Steuerklasse haben und nicht meinen, dass ich die schlechte nehme.


Ja stimmt, so abwegig wäre es gar nicht, wenn ich jetzt noch vorlegen müsste, dass ich gesund bin.


Ja genau. Er behauptet damit Streitigkeiten aus dem Weg gehen zu wollen, weil man dann in der Beziehung nicht streiten kann weil er viel in sein Auto investiert oder ich mir noch irgendwelche Klamotten kaufe. Aber ich habe das Gefühl, dass er genau das tut. Das Geld völlig überhöhen und überbewerten, sodass es das alles umfassende und entscheidene Thema wird. Und ganz ehrlich, ich bekomme jetzt schon Angst, wenn ich mir vorstelle, ich müsste mich vom ihm scheiden lassen. Da gibt es dann trotz der ganzen Regelungen einige Schlupflöcher und da wäre er wohl ganz vorne mit dabei, da dann noch um jeden Cent zu streiten.


Ich finde eben auch, dass die Ehe emotional, aber auch finanziell absichert und was man sich gemeinsam aufbaut, sollte auch beiden gehören. Selbst wenn einer (etwas) weniger beitragen kann. Und wenn es dann eben so ausgeht, dass man sich scheiden lässt, dann ist es doch klar, dass dann halbiert wird.


Danke auch @kasiopaja


@tonytomate
Er will dann getrennte Autos. Und jeder zahlt auch alle Kosten für sein eigenes Auto selbst. So sehr wie er sein Auto liebt, dürfte ich den sowieso nie fahren.


@ JanaTürlich
Ja, das Gefühl habe ich auch. Dabei gibt es dazu keinen Anlass.
Das will er damit gewissermaßen umgehen. So was wie Schulhefte wären sicherlich vom gemeinsamen Geld, aber trotzdem. Also wenn man beim Schulheft diskutieren muss, dann ist es wahrlich vorbei


@Jord
Das sind die ganzen Fragen, die ich mir auch stelle. Was wäre wenn? Das kann man nicht planen und am Ende bin ich die benachteiligte, weil ich die Kinder mehr möchte und auch bereitwillig zurückgesteckt habe.


@_cloudy_
Also das Haus wäre dann schon anteilig meins, die Wohnung dagegen nicht. Allerdings fälllt mir gerade auf, dass ich nur eine Immobilie mit ihm finanzieren würde, wenn ich auch 50% habe.


@Uri
Das klingt gut, aber das würde er nie machen. Hälftig das gemeinsame Haus finanzieren ja, aber für Kinder zurückstecken? Das würde er nicht machen. Höchstens die ein, zwei Monate Elternzeit, die zusätzlich gezahlt werden, wenn bei Partner nehmen, aber länger? Oder gar auf seine Vollzeitstelle und Überstunden verzichten? Dann lässt er sich eher unfruchtbar machen. Schließlich bin ich es ja auch, die Kinder will. Wegen ihm müsste das ja nicht unbedingt sein.


@Schattenwölfin
Eigentlich nicht! Er ist super herzlich, hilfsbereit, mitfühlend, macht sich viele Gedanken, ist romantisch, durchaus großzügig. Bisher hatte ich wirklich wenig Anlass mich zu beschweren oder unglücklich zu sein. Eigentlich ist er recht nahe an perfekt, da ich seine sonstigen Eigenheiten gut tolerieren kann.


Sollte ich in Geldnot kommen, sorgt er selbstverständlich für mich. Außer ich verlasse ihn/er mich, dann natürlich kein Cent, denn dann bin ich ja nicht mehr seine und damit habe ich meinen Anspruch auf sein Geld verwirkt.


ich habe mich mit der Miete gefragt, ob ich überreagiert habe, denn einem normalen Vermieter zahlt man ja auch und dadurch, dass ich da wohne spare ich natürlich auch Geld, aber in einer Partnerschaft - auch wenn unsere noch nicht so alt ist- finde ich die Forderung nicht okay. Vor allem wenn er es offen eins zu eins für die Tilgung nutzen will.


Ja genau! Mein/unser Plan war bis zu der Schnapsidee wir mieten was einigermaßen günstiges, schauen, ob wir zusammen passen, sparen und kaufen dann ein Haus in zehn Jahren oder wie lange das Sparen dauert.


@Angua Ja, gerade klingt das echt nicht so prickelnd alles. Zum Glück aber steht jetzt erst einmal Zusammenziehen an. Ehe und Kinder sind erst in einigen Jahren ein Thema. Gerade überlege ich auch zu warten bis ich etwas angespart habe, bevor wir zusammenziehen, damit ich dann auch was in der Hand habe, wenn Anschaffungen sind. In eine Abhängigkeit will ich nicht.


@Violetta Valerie
Ja, die haben da mit Sicherheit ihre Finger im Spiel. In der Vergangenheit gab es wohl eine Scheidung in der Familie, wo einer dem anderen noch eine ganze Stange Geld zahlen will, was er (mein Partner) als ungerechtfertigt empfindet, weil der Zahlende ja auch mehr verdient hat und jetzt dafür bestraft wurde. Das will er um jeden Preis verhindern, wenn wir uns trennen.


nein, denn ich wollte ja die Kinder. Solange wir zusammen sind, soll es mir gut gehen und er zahlt gern den Verlust, denn ich gerade durch die Erziehung habe, aber wenn wir uns trennen, dann kommt er für den Schaden selbstverständlich nicht auf. Selbst schuld, wenn ich gehe. Soll ich halt wieder mehr arbeiten gehen. Scheidung ist Scheidung und ab dem Moment ist er nicht bereit einen Cent zu zahlen. Außer natürlich Unterhalt für die Kinder, wenn es dann minderjährige gibt. Aber für mich? Nein.


Stimmt, das könnte ich ihn tatsächlich fragen. Vor allem ist ein (Unter)Mieter gestellt. Der hätte wenigstens eine Kündigungsfrist


=
Also zusammenfassend danke, dass ihr mich und meinen Standpunkt so umfassend unterstützt. Ich werde mir das mit dem Zusammenziehen durch den Kopf gehen lassen und nichts überstürzen. Ich werde mit ihm nur in Miete ziehen. Wenn er mit der Hilfe seiner Eltern kaufen möchte, schön, ich komme ihn dort gern besuchen, aber ich ziehe da nicht ein. Diese Abhängigkeit tue ich mir nicht an.
Wenn wir in einigen Jahren feststellen, dass es passt, können wir auch mal über Heiraten und ein gemeinsamen Haus (dann aber auch nur wenn beide die Hälfte finanzieren und es auch zur Hälfte besitzen) reden.
Zumindest weiß ich jetzt woran ich bei ihm bin. Jetzt schauen wir auch erst einmal, ob er das wirklich so umsetzen möchte. Vielleicht war es auch nur eine fixe Idee, das wäre nicht das erste Mal bei ihm.
 
Hallo,
ich finde Du hast einen guten Entschluss gefällt.

Und vielen Dank, dass Du allen geantwortet hast. Das vermisst man manchmal hier 🙂

Was die Kinderangelegenheit betrifft,
kann ich Dir nur ans Herz legen, intensiv darüber nachzudenken.
Die Kinderfrage ist meistens eine Beziehungsentscheidung. Unterschiedliche Ziele sind nicht zu unterschätzen.
Beide sollten das gleiche wollen.
 
Ich glaube ich stehe hier auf nem anderen Standpunkt als viele andere.

In meinem Bekanntenkreis gibt es ein Paar wo Sie ein Haus abbezahlt und er bei ihr Wohnt und sich an der Rate beteiligt ohne im Grundbuch zu stehen. Die Situation ist nicht die selbe weil das Haus vor dem Partner da war. Aber es ist ähnlich und ich kann schon verstehen das es Situationen gibt wo man nicht sofort jemanden anderen im Grundbuch haben will.
Sowas lässt sich ja später noch ändern.

Auch einen Ehevertrag halte ich nicht für schlecht da er auch zugunsten der Frau formuliert werden kann z.B. das er für Sie in die Rentenkasse einzahlt in jedem JAhr was sie mit den Kindern zuhause bleibt.

Getrennte Konten sind mMn auch kein Problem und könne sogar gut sein wenn beide Partner nicht das selbe Ausgabeverhalten haben. Wenn er gerne ausgiebt und sie gerne spart wäre es blöd wenn er ds ganze gemeinsame Geld ausgeben könnte. Zudem sieht da der Partner auch nicht wofür wer welches Geld ausgegeben hat. Wenn ein Partner nicht arbeiten kann kann der andere Partner dann ja das gemeinschaftskonto alleine bedienen und auch etwas auf ein Privates Konto des nicht arbeitenden überweisen. Und keiner muss sich rechtfertigen wenn in einem Monat mal 300 € für das eigene Hobby raus gegangen sind.

Es ist halt ne Frage wie man das übermittelt und einen Partner vor vollendete Tatsachen zu stellen ist da nicht der Richtige weg.

Persönlich würde ich erstmal mit ihm zur Miete wohnen um mal auszuprobieren wie es läuft. Eigentum ist ja auch nicht ganz ohne von der Verantwortung. und dann müsst ihr halt reden.
Warum willst du das nicht, warum will er das.... und dann sind Kompromisse zu finden.
 
................das Wort Liebe scheint in seiner Vertragsgier keine Rolle zu spielen.
Das Wesen einer Ehe scheint ihm völlig unbekannt zu sein.
Er sucht keine Frau, sonderen eine Geschäftspartnerin mit Familienanschluß...zum an- und abheften.

Für ihn gibt es nur ein Geschäftsmodell - Shredder. (zumindest würde ich das so sehen)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Uri Danke für die Rückmeldung.
Ja, Kinder sind eh noch ziemlich Zukunftsmusik und auch nur dann relevant, wenn es wirklich passt.


@ohne Ja, da hast du Recht. Ich bin zwar ziemlich aus dem Konzept gebracht, aber wenn ich mir vorstelle er hätte mir einen Antrag gemacht, ich hätte betrunken vor Glück zugesagt und dann hätte er mir am Ende vielleicht gleich auch noch offenbart, wie er sich das vorstellt und vielleicht auch gleich den vorgefertigten Ehevertrag vorgelegt...


@Jolina87 Für mich ist das auch emotional irgendwie was anderes. Wenn er die Wohnung schon hätte und ich dann erst dazu komme, würde ich auch keinen Anteil verlangen. Das wäre dann seine Wohnung. Das war sie immer und das wird sie auch bleiben.


Aber dass er jetzt - noch dazu mit seinen Eltern- eine Wohnung kauft, die wir vielleicht sogar zusammen aussuchen für uns, für die ich etwas beisteuern soll ohne einen Anteil zu bekommen, obwohl ich doch auch genauso gut von Anfang an mit abzahlen und mir einen Anteil erwerben könnte, das finde ich nicht so toll.
Ich verlange ja auch nicht, dass er mich aushält. Wäre er an mich herangetreten und hätte gefragt, ob ich die Hälfte von Nebenkosten und Hausgeld zahlen kann, dann wäre das gar kein Problem gewesen.


Tja, so wie ihr sich zuletzt geäußert hat, wäre der Ehevertrag sehr stark zu meinen Ungunsten.
Und für mich Rente einzahlen käme ihm glaube ich nicht in den Sinn. Wenn ich gehe, würde ich dann ja noch was von seinem Geld bekommen, obwohl ich weg bin. Und genau das stinkt ihm ja. Solange ich bei ihm bin, will er gern großzügig sein, aber sollte ich gehen oder er mich vor die Tür setzen, soll ich nichts, aber auch wirklich nichts bekommen, was er verdient hat oder ihm gehört.


Würde mich wundern, wenn er nicht auch versuchen würde den Versorgungsausgleich auszuschließen. Der ist ja auch nur in dem Fall wirklich relevant, dass wir uns trennen. Und die Rente seiner Ex will er mit Sicherheit nicht aufbessern.


Ja, langsam sehe ich das auch etwas anders. Ich bin noch recht handzahm was Klamotten oder so angeht, aber er rollt jetzt manchmal schon die Augen, wenn ich wieder mal was neues habe. Da hatte ich schon etwas Bammel, ob er mich darauf ansprechen würde, wenn wir ein gemeinsames Konto hätten. Mit der Lösung kann es mir natürlich wirklich egal sein. Solange ich nicht über meine Möglichkeiten lebe, kann ich mir so viele Schuhe und Handtaschen kaufen wie ich will, so viele Hobbys und Kurse wie ich will und muss auch sonst nie diskutieren. Das hat in jedem Fall einen Vorteil. Wobei ich das aus dem Umfeld auch nicht kenne, dass es so ein Problem wäre, wenn sie mal Klamotten kauft oder er Werkzeug oder was fürs Auto.


Ja, ich glaube der Ton/die Formulierung war da ein wichtiger Punkt. So wie du das formulierst finde ich die Kontentrennung nicht so herzlos wie es bei ihm geklungen hat.


@Petra Das ist gut formuliert 🙂 Aber schauen wir mal wie sich alles entwickelt.


=
Er hat mich damit in jedem Fall zum Nachdenken gebracht und ihr mich ebenfalls. Ich kann das jetzt langsam differenzierter sehen. Ich muss heute keine Nägel mit Köpfen machen. Ich werde ihm erst einmal unterbreiten, dass wir doch eine nette Mietwohnung suchen sollten und erst einmal schauen, wie es miteinander passt, ob es so ist wie wir es uns vorgestellt haben und dann weiter denken.
Wenn er sich von seinen Eltern breit schlagen lässt, dass es doch so eine geniale Idee sei, sich unbedingt gleich jetzt eine Immobilie anzuschaffen, dann werde ich ihm sagen, dass ich nicht bereit bin ihm diese ohne einen Anteil daran zu erhalten zu finanzieren. Nebenkosten und Hausgeld zur Hälfte können wir drüber reden, mehr nicht. Sonst kann ich mir genauso gut auch was eigenes mieten.
Und mal sehen, wenn wir zusammenwohnen spielen seine Eltern vielleicht auch nicht mehr ganz die große Rolle und er kommt von dem Trip runter alles so krass trennen zu wollen und gleich heute alles übers Knie brechen zu müssen.
Er ist alles andere als ein Unmensch und von dem her kann ich mir durchaus vorstellen, dass wir eine weniger drastische und faire Lösung finden. Jetzt habe ich ja auch einiges an Input bekommen, wie das aussehen könnte und worauf ich achten sollte.
Danke euch
 
Hallo Hannah,

jetzt wird ein Shitstorm über mich zusammenbrechen, aber ich bin halt auch ein vorsichtiger und vernünftiger Mensch.
Ihr macht den Fehler, dass es jetzt zu emotional wird und das überstehen die wenigsten Beziehungen.
Im Grunde ist es aber heutzutage sehr wichtig alles zu regeln.

Bis das der Tod euch scheidet - Leute, wir werden zu alt. Da scheidet uns vorher der Richter, aber nicht der Tod.
Ende vom Lied: Derjenige der verlassen wird, wetzt die Messer und fightet um jeden Pfennig.

Mein Mann und ich haben nach 10 Jahren Ehe einen Ehevertrag gemacht, als die Ehe nach 25 Jahren auseinander ging, war kein Grund zum Streiten vorhanden, es war alles geregelt - wir mussten uns nicht mal scheiden lassen, sondern gingen einfach als Freunde auseinander. Er ist immer noch mein Papiermann. Glaubt mir, das verdanken wir dem Ehevertrag.

Meiner Tochter empfahl ich deshalb vor 4 Jahren auch einen Ehevertrag. Es ist alles genau geregelt. So bin ich mir sicher, wenn die Beiden auseinander gehen, wird nicht großartig gestritten. Sie können als Eltern immer noch gemeinsam für die Kids da sein, ohne "Verletztheiten" übers Geld auszutragen.

Ich kann also deinen Freund schon verstehen, sein Gedankengang:
Du müsstest doch auch einem Fremden Miete zahlen - warum nicht ihm, in die eigene Tasche ? Wo bitte schön ist der Unterschied?
Genauso war bzw ist es bei meiner Tochter.
Sie baut ein Haus - sie steht im Grundbuch, das Geld kam von uns.
Ursprünglich war vereinbart, dass mein Schwiegersohn Miete zahlen soll. Mittlerweile bin ich aber davon abgekommen, da ich der Meinung bin, meine Tochter hat es nicht nötig. Sie bekommt später noch genug vererbt um gut leben zu können.
Ich kann auch dich ein wenig verstehen, du könntest mit deiner Miete eigentlich auch Eigentum schaffen. Von daher schlag doch vor:
Übernimm 1/3 der Kosten, dein Freund, der Geld hat, soll 2/3 der Kosten bezahlen.
Genauso steht ihr im Grundbuch, anteilig nach euren Prozenten der Geldeinbringung. 100 000 € kannst du locker aufnehmen - bei den wenigen Zinsen heutzutage.

Miete, weil ihm mehr gehört, sollte er dann nicht unbedingt noch von dir verlangen - das wäre schon etwas suspekt.
Alle Nebenkosten teilt ihr euch, die Lebenshaltungskosten werden am Monatsende geteilt. Für die persönlichen Bedürfnisse ist jeder selbst zuständig. Dann gibt es auch keinen Streit, wenn mal dein Pulli teurer ist, oder sein Hobby ihm mehr Geld kostet.

Ihr könnt dann von eurem eigenen übrigen Geld, euren persönlichen Schuldenberg tilgen.
Wenn Kinder kommen, wird das verdiente Geld zusammen in einem Topf geworfen und geteilt, bis beide wieder voll verdienen. (meine Kids verdienen als Lehrer gleich viel - also kein Problem)

Sollte die Ehe schief gehen, gibt es keinen Unterhalt und das Sorgerecht wird geteilt.
Einzig und allein der Versorgungsausgleich wird bei einer Scheidung geteilt (da sonst derjenige, der ein paar Jahre nicht verdient, der Dumme wäre)
Meine Kinder regelten das im modifiziertem Ehevertrag so. Zusätzlich: alles was auf den Namen meiner Tochter lautet gehört ihr allein, genauso verhält es sich beim Schwiegersohn. Was auf den Namen von beiden läuft gehört beiden gemeinsam.
Hätten wir das Haus aber nicht finanziert und meine Tochter hätte Schulden machen müssen, hätte mein Schwiegersohn auch Miete gezahlt.

Wichtig ist ohne Emotionen zu diskutieren, einen vernünftigen Moderator zu haben, der eure beiden Bedürfnisse sieht, keinen übervorteilt auf Kosten des Anderen.
Ich habe den Ehevertrag meiner Tochter entworfen, aber auch das Wohl meines Schwiegersohnes im Auge gehabt.
Der Notar, der diesen Vertrag am Ende zu Papier gebracht hat war erfreut, wie ausgeglichen und fair hier umgegangen wurde. Genauso jemanden brauchst du, Beide solltet ihr mit einem fairen Kompromiss leben können ohne euer zukünftiges Leben zu belasten.
Ein Anwalt kostet nur unnötig Geld. Macht euch selbst Gedanken, geht zu einem Notar. Auch er berät, aber er berät neutral und kostet nichts.
Geht ihr zum Anwalt, kostet der und am Ende zahlt ihr den Notar auch noch!!!
Den Fehler habe ich leider damals selbst gemacht, ich dachte das kann alles der Anwalt. Außer dass er meine Kohle gekostet hat, hat er uns nur geschadet.
Viel Glück auf deinem Lebensweg.
 

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