Schwieriges, aber sehr menschliches Thema. In Netzwerken zur Partnersuche wird leider oft dem- der anderen was vorgespielt, vorgemacht, das haben auch meine beiden Söhne zu spüren bekommen. Es gibt da zu viele nicht ganz ehrliche Leute. Welche Anforderungen haben Sie denn an mögliche Partner, welche Erwartungen, Hoffnungen? Wie kann Ihnen ein möglicher Partner am besten helfen, es geht ja auch um Verständnis, Einfühlungsvermögen, gegenseitige Achtung?
Am wichtigsten wäre mir jemand der mit meiner Introversion klar kommt. Jemand der ok damit ist, dass ich auch mal Pause machen muss. Ich glaube wenn diese Bedingung erfüllt ist, ist die halbe Miete schon gewonnen. Ein extravertierter Mensch glaube ich wäre nix, das würde an beiden Enden nicht funktionieren, der extravertierte Mensch brauch ja mehr Action um sich wohl zu fühlen.
Ein Mensch der vielleicht selber etwas introvertiert ist wäre gut, denke ich.
Ehrlichkeit und Offenheit sind mir sehr wichtig, jemand der auch über Gefühle sprechen kann und will (Ehrlichkeit ist ein Ausschlusskriterium, da das im Krankheitsfall tatsächlich schneller nach hinten losgehen kann wenn das nicht der Fall ist.)
Mir ist mein Beruf sehr wichtig. Das Thema Kinder hat sich bei mir zumindest biologisch schon fast erledigt müsste aber mit Beruf vereinbar sein. Von einem Partner erwarte ich, dass man sich in die Kindererziehung /Familienangelegenheiten reinteilt. (das ist aufgrund meiner Vergangenheit und der Erkrankung auch wichtig)
Ich glaube es tut einer Beziehung gut, Sachen gemeinsam zu unternehmen und langfristige Pläne gemeinsam zu schmieden, aber auch Zeit für sich haben ist wichtig. Also jeder hat seinen Freundeskreis wo auch Unternehmungen jeder für sich möglich sind. (Gemeinsame Freunde sind kein Ausschlusskriterium)
Einige Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede müssen sein.
Primär sollte es nicht um Hilfe für mich gehen, sondern dass es auf beiden Seiten passt. Wenn eine Beziehung wirklich funktioniert und ein Grundmaß an Empathie da ist, kann ich auch kommunizieren was mir im Krankheitsfall hilft. Und ich denke dann hab ich auch das soziale Umfeld und die eigenen Kapazität um den Partner nicht zu sehr zu belasten.