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Reaktionen aus Deutschland
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig sagte der Tageszeitung "Die Welt" (Online-Ausgabe), es dürfe bei diesem Thema kein falsches Verständnis geben. "Jegliche Gewalt gegen Kinder ist vollkommen inakzeptabel." Grünen-Chefin Simone Peter kommentierte auf Twitter: "Völlig daneben: Ein 'Klaps' für Kinder sei in Ordnung." Alltägliche Gewalt gegen Kinder dürfe nicht verharmlost werden. Auf Twitter wird Franziskus inzwischen unter dem Hashtag #pruegelpapst heftig angegriffen.
Der Deutsche Kinderschutzbund nannte die Äußerungen "inakzeptabel". Es sei "sehr sehr schade", dass das Kirchenoberhaupt das Schlagen von Kindern als Strafe offenbar erlaube, sagte Bundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth. Jegliches Schlagen verletze die Würde des Kindes und demütige es. "Das war keine gute Aussage." Sie wünschte sich vom Papst eine "ganz klare Positionierung gegen körperliche Bestrafungen", sagte die Bundesgeschäftsführerin.
Auch der Vorsitzende der Deutschen Kinderhilfe, Rainer Becker, kritisierte den Papst.
"Es gibt kein würdevolles Schlagen eines anderen Menschen", erklärte er. Franziskus mache sich mitschuldig, wenn auch nur einem einzigen Kind unter Verweis auf seine Aussage Schmerzen zugefügt würden.
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Quelle:
Äußerungen des Papstes zu Kindererziehung | domradio.de