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Orgasmusprobleme als Nebenwirkung?

KaffeeKatze

Aktives Mitglied
Hab jetzt wirklich schon seit Ewigkeiten gehadert, ob ich das Thema erstellen soll oder nicht...

Das Thema fällt mir nämlich echt schwer, aber es belastet mich einfach zunehmend.
Ich war jetzt nicht sicher ob das eher in den Bereich Sexualität... oder eher in Gesundheit gehört. Da ich nicht weiß ob es nicht auch ein körperliches Problem sein kann bzw. es auch um Medikamente dabei geht. Aber glaube hier passt es doch besser.

Und zwar hab ich seit 2015 Probleme mit dem Höhepunkt. Beim Sex selbst komm ich zu 99% gar nicht mehr dazu - und bei der SB auch nur nach längerer Ausdauer und auch nur, wenn ich dabei recht "grob" zur Sache gehe, weil sich alles irgendwie wie taub anfühlt und ich schon ziemlich grob sein muss, um überhaupt was zu spüren :(

Der Höhepunkt selbst ist dann auch nur sehr sehr kurz und abgeschwächt. Kein Vergleich zu vor 2015, es ist einfach total anders, früher ging auch mal mehrmals hintereinander - geht jetzt auch nicht mehr, weils nach dem ersten mal extrem unangenehm wird, fast schmerzhaft... kanns gar nicht gut beschreiben... aber immerhin klappt es überhaupt noch... wenn auch schwierig und abgeschwächt. Hatte nämlich lange auch Angst, dass gar nix mehr geht.

Hintergrund:

Ich hatte seit 2015 Citalopram (20mg) eingenommen. In den Nebenwirkungen stand auch was von Orgasmusschwierigkeiten. Ich dachte mir also zunächst nichts dabei. Dachte das geht dann ja auch irgendwann wieder weg... dann hab ich aber gelesen, dass der Zustand mitunter auch dauerhaft sein kann. Das - in Kombination mit mehreren anderen Nebenwirkungen - haben mich dann dazu gebracht Citalopram Ende 2016/Anfang 2017 auszuschleichen. Seitdem nehme ich es also nicht mehr... aber wirklich was gebessert hat sich nicht... es fühlt sich immer noch alles so anders an, wie taub.

Langsam belastet mich das... wenn es wenigstens noch von allgemeiner sexueller Unlust begleitet wäre, dann würde ich ja gar nicht so sehr was vermissen. Aber so ist es nicht... leider im Gegenteil. Hab eigentlich ständig Lust. Nur das Ergebnis ist dann immer halt ernüchternd und nicht wirklich befriedigend.

Kann das wirklich immer noch vom Citalopram kommen? Ich nehm das ja jetzt schon so lange nicht mehr. Hat das Jemand vielleicht auch schon erlebt nach Einnahme von Citalopram oder eines anderen Antidepressiva/Medikaments? Muss ich jetzt davon ausgehen, dass das für immer so bleibt? :( . Eventuell bin ich psychisch auch zu angespannt, weil ich das jetzt schon oft im Hinterkopt habe, dass es jetzt aber klappen "muss". Aber selbst dann, wenn ich eigentlich total entspannt bin ist es einfach nicht mehr wie früher.

Das Thema ist mir wirklich extrem unangenehm. Aber es belastet mich psychisch immer mehr und ich hoffe vielleicht auf Austausch mit Menschen, denen es ähnlich geht.

War auch am überlegen mal mit einem Arzt drüber zu sprechen, aber weiß nicht... ist mir so peinlich... und weiß auch nicht zu welchem Arzt man da am besten geht. :eek:

Vielleicht ists aber auch ein körperliches Problem... der Gedanke kommt einem ja irgendwann auch.
 

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Sil the evil Bitch

Namhaftes Mitglied
Ist schon möglich. Gerade bei Medikamenten, die man regelmäßig nimmt, ist die Wahrscheinlichkeit umso höher. Einer der Gründe, warum ich auf Bedarfsmedikation bestanden hab. Promathizin hat, so weit ich weiß, zwar die ähnliche Nebenwirkung, aber da ich es nicht täglich nehme, sondern bei Panikattacken oder Schlafprobleme ist das Risiko nur minimal.

Peinlich soll es dir nicht sein. Wende dich vielleicht an deine Frauenärztin.

Ein weiterer Tipp von mir: Arbeite nicht so verkrampft auf den Orgasmus hinaus. Denn wenn du die ganze Zeit denkst wo denn dein Höhepunkt bleibt, sperrt sich dein Körper umso mehr gegen die Reize und du versaut dir so ein Stück weit selbst den Orgasmus.
 

KaffeeKatze

Aktives Mitglied
Aber wenn es eine Nebenwirkung vom Citalopram ist, müsste sich das dann nicht langsam normalisieren? Nehme es ja schon seit 2016/2017 nicht mehr. Aber mit Pech ist es halt ein "Dauerschaden" :(

Ich hätte auch lieber Bedarfsmedikation, hab auch meine Psychiaterin und meinen Arzt schon angesprochen darauf... aber beide waren davon nicht so begeistert. Meine Psychiaterin meinte, wenn ich Citalopram schon nicht vertrage, vertrag ich alles andere erst recht nicht - weil das ja schon das verträglichste Medi wäre. Das macht ja auch Mut :rolleyes:

Ich versuche ja auch nicht so zu verkrampfen... aber der Gedanke schwingt inzwischen schon ständig unterschwellig mit. Aber selbst wenn ich mal total entspannt bin, wird es irgendwie nicht besser. Aber die Entspannung wird halt auch von mal zu mal irgendwie immer weniger... weil irgendwann ist man dann fast schon wütend und viel zu energisch bei der Sache. Ist halt wirklich suboptimal.
 

KaffeeKatze

Aktives Mitglied
Danke, irgendwie beruhigend zu lesen, dass es anderen auch so ergangen ist und man mit dem Problem nicht allein da steht... :eek:

Wie lange hat es bei dir denn ca. gedauert, bis es sich wieder normalisiert hatte?
 

Schatten2oo9

Aktives Mitglied
Ich habe auch Citalopram genommen. Erst hat es gewirkt wie Viagra, aber gleichzeitig war ein Orgasmus ein Ding der Unmöglichkeit. Vorher hätte man eher die Feuerwehr rufen müssen :D

Kann schon sein, dass das dauerhaft ist. Ich habe es nach paar Wochen komplett eingestellt und werde das Zeug im Allgemeinen auch nie wieder anfassen
 

KaffeeKatze

Aktives Mitglied
Hoffe nicht, dass es dauerhaft ist, werde sonst immer bereuen es überhaupt genommen zu haben.
Weil wirklich (lange) geholfen hat es mir nicht... sondern mir eigentlich nur Probleme bereitet.

Also klappen tut es ja zumindest noch... aber nur mühsam und dann auch nicht ansatzweise so intensiv wie früher.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sil the evil Bitch

Namhaftes Mitglied
Aber wenn es eine Nebenwirkung vom Citalopram ist, müsste sich das dann nicht langsam normalisieren? Nehme es ja schon seit 2016/2017 nicht mehr. Aber mit Pech ist es halt ein "Dauerschaden" :(

Ich hätte auch lieber Bedarfsmedikation, hab auch meine Psychiaterin und meinen Arzt schon angesprochen darauf... aber beide waren davon nicht so begeistert. Meine Psychiaterin meinte, wenn ich Citalopram schon nicht vertrage, vertrag ich alles andere erst recht nicht - weil das ja schon das verträglichste Medi wäre. Das macht ja auch Mut :rolleyes:

Ich versuche ja auch nicht so zu verkrampfen... aber der Gedanke schwingt inzwischen schon ständig unterschwellig mit. Aber selbst wenn ich mal total entspannt bin, wird es irgendwie nicht besser. Aber die Entspannung wird halt auch von mal zu mal irgendwie immer weniger... weil irgendwann ist man dann fast schon wütend und viel zu energisch bei der Sache. Ist halt wirklich suboptimal.

Klingt für mich so als hätte die Psychiaterin dir einfach das erstbeste Medikament aufgeschwatzt. Mein Psychiater war da verständnisvoller.
 

KaffeeKatze

Aktives Mitglied
Es ist ja wieder besser geworden... aber halt immer noch nicht so wie vor 2015.
Ich weiß jetzt auch nicht, ob es halt wirklich das Citalopram war. Oder vielleicht eher das Trauma 2015, weswegen ich überhaupt dann erst in prof. Hilfe war und das Citalopram bekommen hatte. Ich kann das halt nicht einschätzen... nur das es halt in dem Zeitraum angefangen hat. :(

@ Sil the evil Bitch

Glaube ich auch. Meine Psychiaterin hat Ende 2019 sowieso aufgehört und jetzt ist da ein neuer drin in der Praxis. Aber bei dem war ich noch nicht... tu mich immer so schwer mit neuen Ärzten. Aber vielleicht wäre er ja verständnisvoller und würde mir Alternativen vorschlagen.
 

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