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Organspende

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Doch, das gilt auch für Touristen, die dort einen Unfall erleiden. Deshalb einen Ausweis mit "Nein" immer dabeihaben, und für den Fall daß man als Unfallopfer bestohlen wird - passiert auch immer wieder, plötzlich ist der Geldbeutel samt Spenderausweis weg, oder man wird ausgeraubt und erleidet dabei die schweren Verletzungen - sollte man das Nein auch an anderen Stellen, im Hotel zum Beispiel, dokumentieren. Und natürlich sollten auch Mitreisende Bescheid wissen.
 

Hallo Daoga,

schau mal hier: Organspende. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Es gibt gesundheitliche Gründe, die eine Spende untersagen. Chronische Erkrankungen wie Diabetes z.B
Auch Krebserkrankungen, wie etwa Leukämie, sind ein No-Go, dann sind nur die Teile verwertbar, die garantiert keine Krebszellen auf den Empfänger übertragen können, wie Augenhornhäute.

Bevor man Krebskranke - auch Leute, die scheinbar von Krebs geheilt wurden - generell als Spender von Lebern, Nieren, Herzen ausschloß, ist es nämlich mehrfach vorgekommen, daß die Krebserkrankung von einem Spender auf gleich mehrere Empfänger übertragen wurde, die dann alle "dank" unterdrücktem Immunsystem am Krebs des Spenders erkrankten.
Als besonders "übertragungsfreudig" gelten übrigens Leukämie und Hirn- und Lebertumore. Also auch wenn jemand als Kind Leukämie hatte, die (scheinbar) ausgeheilt ist, tragen seine Organe immer noch potentiell vermehrungsfähige Krebszellen in sich, die wieder wuchern können, sobald das Immunsystem geschwächt ist. Auch in den Empfängern der Organe.

Und erst vor kurzem gab es die Diskussion über Schwule als Blutspender und Organspender. Weil bei Schwulen nun mal das Risiko auf übertragbare Krankheiten, insbesondere Aids, aber auch Hepatitis, erhöht ist.
 
@kasio....

Du verstehst das nicht.
Ich habe den Fall eines Kindes im TV gesehen, das auf ein Organ wartet und das wohl sterben wird, wenn es keines bekommt. Daher hier meine Frage, wie man z.B. als Eltern dazu steht, wenn ein Organ angeboten werden würde.
Ablehnen oder annehmen, wenn man vielleicht auch die Quelle nicht kennt?

Wenn es um ein Herz geht - denn eine Niere oder einen Leberteil kann ein Elternteil als Lebendspende hergeben - dann muß dafür ein anderes Kind sterben. :wein: Das sollte man immer bedenken. Erwachsenenherzen sind zu groß für Kinder.

Und die Quelle ist im Regelfall nicht bekannt. Ist bei Fremdspenden vom System her nicht vorgesehen, um späteren Ansprüchen oder sonstwas entgegenzuwirken. ... Manchmal ermitteln allerdings die Angehörigen des "Spenders" (Kinder entscheiden ja noch nicht für sich selbst) bzw. die Angehörigen des empfangenden Kindes von sich aus, um sich gegenseitig Trost spenden zu können.
 
Keine Ahnung, wie ich darüber denken soll.

Mein Vater hatte eine Organtransplantation. Seine Leber war nicht mehr funktionsfähig. Er hat sich für eine Transplantation in eine Liste eingetragen.

Wir wurden eines Nachts angerufen, dass soeben ein männlicher Motorradfahrer ums Leben gekommen ist. Und so bekam mein Vater eine neue Leber.

Wenn dieser Mann nicht zugestimmt hätte, hätte er vielleicht gar keine neue Leber bekommen. Im schlimmsten Fall wäre er gestorben. Man kann nicht einfach irgendeine Leber transplantieren. Es muss z. B. dieselbe Blutgruppe haben, das ist schon mal ein Hindernis.

Auf der anderen Seite, fände ich das komisch, wenn jeder automatisch transplantieren müsste. Es würde auch eher dazu führen, dass man den Menschen, die auf der Kippe stehen, eher die Geräte abschalten würde.

Irgendwie creepy, wenn ich weiß, dass alle Menschen auf jeden Fall Organe spenden können.

Ich fände es auch befremdlich, wenn mein Kind sterben und man einfach alles mögliche aus ihm herausnehmen würde, wie in einem Supermarkt. Wer will sein Kind ohne Herz und Leber begraben? Auch, wenn ein anderer davon profitieren könnte... naja schwierig.
 
Es gibt doch Patientenverfügungen. Da wird geklärt, ab welchem Zeitpunkt sollen lebenserhaltenden Geräte abgeschaltet werden.

Wenn du hirntot bist, dann ist da oben nichts mehr. Ich kenne einen, der hatte mit 49 einen Schlaganfall, lag länger in der Wohnung (er war sehr übergewichtig) und man hat ihn dann mit dem Kran aus seiner Wohnung bringen müssen. Er war faktisch nicht fähig, irgendwas zu tun, war ein gutes Jahr noch ein Pflegefall und ist immer mehr verfallen, lag nur benommen und bewusstlos rum, war ab und zu wach, am Ende gar nicht mehr, hat auch vorher niemanden mehr erkannt, bis dann der Bruder irgendwann entschieden hat, dass man die Geräte abstellen soll.

Wäre es besser gewesen, wenn man ihn am Leben erhalten hätte? Ich würde das nicht wollen. Was will man dann mit seiner hohlen Schale, also seinem Körper noch, wenn im Hirn nichts mehr ist? Lieber noch ein Leben retten. Klar ist das irgendwie morbid, aber ich glaube nicht, dass ich dann meinen Körper noch brauche.
 
Wenn bei einem so oder so nichts mehr los ist, weil die gesamten Defekte zu schwer sind, täte ich mich auch leicht mit einem Ja zur Organentnahme.
Nur ist die Diagnose Hirntod eben nicht so sicher wie man glaubt. Hat sich hier doch auch mal jemand gemeldet, der nach Alkoholexzess mit Kollaps für hirntot erklärt wurde. War aber offensichtlich nicht wahr, außer hier hat ein Zombie aus dem Grab mitgeschrieben. 🙄
In einem anderen Fall den ich mitbekam, war jemand zur Zeit der ärztlichen Diagnose unterkühlt und wurde deshalb für hirntot erklärt. Ist dann aber zu seinem Glück ebenfalls rechtzeitig aufgewacht, als er wieder aufgewärmt war. Eigentlich dürfen Diagnosen bei Unterkühlung nicht gemacht werden, die betreffenden Ärzte hat das aber anscheinend nicht gejuckt.
So einfach ist schon eine Fehldiagnose zu haben, ein bissel Unterkühlung reicht. :mad:
Wer dieses Risiko für sich selber eingehen will - gerne. Nix für mich.
 
Ja, ich sage ja, bei meinem Bekannten war nichts mehr da. Also ziemlich eindeutig. Ein bisschen muss man den Ärzten schon vertrauen denke ich. Man kann natürlich die gruseligen Beispiele als Abschreckung sehen. Das bleibt jedem zum Glück überlassen.
 
...mir fehlen viele Informationen ...wieviele Menschen in den Ländern mit der Widerspruchslösung warten auf Organe?

Da dürfte es doch gar keine Wartelisten geben, Oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei "frischen" Unfallopfern - und das ist der größte Teil der Spender - würde ich auf jeden Fall erst mal ein paar Wochen abwarten, ob die Diagnose aufrechterhalten werden kann, da sie an den Maschinen hängen, kann sich ja nichts "verschlechtern", nur verbessern - wenn nämlich die Diagnose falsch war und die Heilung einsetzt.
Wenn man sich durch Organspende-kritische Webseiten durchliest, findet man dafür immer wieder Beispiele. Ärzte sind nämlich sehr unwillig, eine fehlerhafte Diagnose Hirntod zu widerrufen, selbst wenn der "Hirntote" schon definitiv wieder Lebenszeichen zeigt. Ist halt einfach peinlich, sowas, und was nicht sein darf, kann auch nicht sein. :mad:
 
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