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Kommt ja auch drauf an, was man als überzogen ansieht.
Früher war ich kurz vor oder am ersten Tag der Regel manchmal ziemlich weinerlich, da konnte ich sogar verstehen, wenn der Freund oder andere Leute genervt waren.
Kennt ihr das auch so?

Wer braucht schon einen Partner, der solche hormonell bedingten Stimmungsschwankungen nicht handlen kann.
Gereizt, empfindlicher, auch mehr zu Tränen neigend und extrem horny.
Armer Mann. 😅
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin sehr konservativ und verklemmt erzogen worden, das auch noch in einer ausgesprochen ländlichen Gegend.
Mich von dieser Prägung zu lösen, war und ist nicht leicht.
Ich weine selten, nie aus Frust oder Wut.
In der Öffentlichkeit praktisch nie.
Wenn ich weine, sind es hochemotionale Momente, häufig in Verbindung mit Tieren.
Als ich vor vielen Jahren meine Stute nach einem Weideunfall töten lassen musste, habe ich auf dem Nachhauseweg aus der Klinik dermaßen heftig geweint, dass ich auf der Autobahn angehalten habe, ich konnte nicht mehr fahren.
Meine Partnerin war dabei, sie hat mich in die Arme genommen und getröstet.
Bin ich alleine und denke daran, steigen mir noch heute Tränen in die Augen.

Ich schäme mich meiner Tränen nicht, aber es ist mir immer noch unangenehm, in der Öffentlichkeit zu weinen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Frauen sind emotionaler als Männer.
Und auch das überzogene ist nun mal fact.
du meinst vermutlich, dass frauen lauter oder offener mit ihren emotionen sind als männer, aber emotionen zeigen =/= emotionen haben, das stimmt so schon eher.
interessante statistik: männer begehen öfters suizid, frauen versuchen es aber öfters.

ich denke wenn frauen sich einen emotonalen mann wünschen, dann wird meistens schon an jmd. gedacht bei dem schon anziehung da ist. das lustige ist dabei, der mann kann der emotionalste und reflektierste mann der welt sein, wenn kein verlangen da ist, dann wird das zeigen der emotionen die anziehung nicht erhöhen, sogar eher abstoßen, das gleiche mit romantik oder humor usw. - ich sage, nicht dass es unwichtig ist, es muss halt nur eine pallette von merkmalen vorhanden sein um überhaupt in den luxus zu kommen seine emotionen zu zeigen.
 
Ich schäme mich meiner Tränen nicht, aber es ist mir immer noch unangenehm, in der Öffentlichkeit zu weinen.
Ich kann gut verstehen, dass es sehr schwer ist, sich von solch einer Prägung zu lösen. Ich selbst habe meinen Vater öfter weinen sehen, als meine Mutter. Meine Mutter ist eine sehr harte Frau, früher hatte ich selbst auch nicht viel für weinende Menschen übrig, wollte es mir selbst in meiner frühen Jugendzeit auch abtrainieren, zum Glück fühle ich dazu inzwischen anders.
Dass Weinen in der Öffentlichkeit so tabuisiert ist, finde ich oft schade. Wenn es mir schlecht geht, gehe ich oft weinend spazieren, es hilft mir einfach, weil ich beim Laufen besser verarbeitet kann. In Berlin sehe ich öfter auch mal andere Menschen in der Öffentlichkeit weinen. Traurigkeit gehört doch genauso ins Leben wie Freude. Ich glaube, es würde vielen Menschen gut tun, wenn Trauer sichtbarer wäre, dann merkt man, man ist nicht so alleine mit solchen Gefühlen.
 

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