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Online Dating, Liebe und Beziehungen, allgemeiner Erfahrungsaustausch Smalltalk Faden

Zum Videothema:

Wer kennt das nicht.
Die Verliebtheitsphase geht vorbei, der Alltag übernimmt.
Gewöhnung. Selbstverständlichkeit. Man sieht sich nicht mehr so bewusst.
Und verletzt sich.

Warum ist das eigentlich so schwierig, den Partner, die Beziehung zueinander, mehr zu priorisieren?
Ist er nicht das, der Mensch, den man unbedingt in seinem Leben haben wollte?
War einem das nicht wahnsinnig wichtig, wünschte man sich das nicht sehr?
Liebt man diesen Menschen nicht mehr als andere?
Weshalb achtet man dann oft so wenig darauf, ihm das weiterhin zu zeigen und dafür zu sorgen, dass es ihm in dieser Beziehung so gut geht, dass er da bleiben möchte?

So selbstverständlich wie man versucht im Job sein Bestes zu geben.
So selbstverständlich, wie man seinen Alltag organisiert, den Haushalt macht.
So selbstverständlich, wie man dafür Zeit und Energie einplant.
Warum ist es oft nicht ebenso selbstverständlich, Zeit und Energie für die Liebe einzuplanen?
Kurz innezuhalten im Alltag, den anderen bewusst anzusehen,bewusst wahrzunehmen, diesen Menschen, den man sich an seiner Seite wünschte.
Und ihm zu zeigen, was er einem bedeutet.

Durch eine aufmerksame Begrüßung, Verabschiedung und Gesten zwischendurch.
Durch liebevollen, respektvollen, achtsamen Umgang miteinander, Wertschätzung dessen, was er für einen tut.
Einfach so.
Aus Liebe.

Wieso verlieren wir das so leicht aus dem Blick, wo uns dieser Mensch, diese Beziehung doch so wichtig ist und wir selbst es auch genießen, GESEHEN zu werden statt als Selbstverständlichkeit hingenommen und achtlos, lieblos behandelt zu werden?

Gute Frage bzw. Fragen. Vielleicht könnten das eher diejenigen beantworten die in längeren Beziehungen / Ehen stecken.
 
Naja, das ist halt der Unterschied zwischen Freund und Partner. Wie heisst es doch so schön? Für eine Freundschaft muss man auch was tun, sonst kann es sein, dass der Freund plötzlich nicht mehr da ist wenn man sich mal wieder seiner besinnt. Ein Partner kommt abends trotzdem nach Hause, auch wenn man ihn wochenlang nicht mit dem A**** angeguckt hat. Oder mit anderen Worten...

Damit das nicht passiert müssen beide Partner ständig etwas für die Beziehung. tun.

Was tust du? Was tut ihr?
 
Wir kommunizieren ständig.
Wir unternehmen viel zusammen.
Wir respektieren uns.
Wir gehen auf den anderen ein.
Wir betrachten den anderen nicht als Accessoire , das man einmal die Woche abstaubt und ansonsten nicht beachtet.

Ähnlich.

Ist man zusammen, kurze Momente bewusster Aufmerksamkeit, immer, mehrfach täglich.
Sei es die etwas gehaltene Umarmung, der Kuss, der Blick, Flüstern, der Umgebung und den Möglichkeiten angepasst.

Massagen, reden, kuscheln.
 
Ist das nicht automatisch so , wenn man sich liebt und eine Partnerschaft führt ?

Ist es nicht eher so , dass man aktiv etwas dafür tun muss wie für eine Freundschaft wo die natürliche liebende Bindung nicht besteht wie sie bei einem Partner ist , den man liebt und deshalb mit ihm das Leben teilt ?

Habt ihr Euch etwas einen Plan machen müssen - no mindestens 3 Küsse am Tag oder sowas - damit die Liebe erfüllt wird ,ich denke eher nicht.

Also tut man das, was man mit dem Partner aus Interesse und aus Liebe tut doch ganz automatisch.....
und reden muss man dann auch nicht mehr viel , weil die Kommunikation über die alle Sinne abläuft.

Als ich mal eine Beziehung hatte , wo der Mensch leider aus dem Leben gerissen wurde , war es anders als in den anderen Beziehungen, sie wusste was ich dachte und fühlte und ich genauso- ein unbeschreibliches Gefühl von Liebe , ich glaube ich wäre heute noch mit ihr zusammen, aber hatte wirklich nur dieses eine Mal das Gefühl, bei diesem Menschen.

Aber das ist eine Seltenheit , denke ich , wie ein Sechser im Lotto oder sowas, man trifft jemanden und alles ist stimmig.
Es gibt kein "Verbergen" sondern Offenheit, keine falsche Höflichkeit, sondern Ehrlichkeit, keine Hintergedanken, die nur bei jedem auf der eigenen Begierde basieren, sondern die Freiheit und die Gewissheit und die innere Überzeugung, gemeinsam das zu tun, was beide wollen.

Es ergänzt sich das weibliche und das männliche als solches stehen da nicht gegeneinander wie als würden beide gewertet - sondern es findet keine Wertung statt- es gibt Wünsche und Fantasien, die wenn möglich umgesetzt werden, weil sie egal von wem kommend immer für beide gut sind ....
und das
nenne ich Liebe zwischen Mann und Frau
- wenn man sich dem anderen gegenseitig gibt, so als wäre er der Verantwortliche und genauso umgekehrt und weil man das, was man bekommt, so toll findet, das man festhält und klammert, wie nie zuvor im Leben, weil die Verbindung gut und liebevoll ist.

Und es ist dann auch kein Problem, wenn andere das neiden , weil alle Intrigen und alle Missgunst, die viele Menschen besitzen, die selbst unglücklich sind und deshalb auch den anderen das nicht gönnen, verpuffen , sie berühren den inneren Kern nicht.

Aber was die alle so als Liebe bezeichnen, also diese Konstrukte - das was sie schönreden , nämlich die eigenen Probleme, das was sie ablenkt , weil sie die Ablenkung brauchen, um das Desaster das sie leben zu ertragen, die Lebenslügen , die sie priorisieren anstatt der Realität, sind für mich bestenfalls nur Versuche
aber da erkenne ich keine Bereitschaft zu Liebe und zu dem was aus dem Ich wird , wenn man wirklich liebt , nämlich wir.

Ich freue mich immer wenn ich Menschen treffe , wo das nicht so ist , sondern die wirklich Liebe leben, da bin ich in sehr guter Gesellschaft , da werde ich automatisch respektiert und akzeptiert , weil ich mich mit der Liebe freue und sie niemandem neide, sondern jedem das Gefühl wünsche.

Deshalb sagte meine Bekannte , die eher abgeklärt durchs Leben rennt, das das nicht so einfach wird , weil ehrliche Menschen die sich das bewahrt haben, gibt es nicht so viele.
Da wird halt auch viel auf die anderen Attribute geschaut und nicht abgewartet, was die Liebe automatisch draus macht.

Da sind die Umgebungsfaktoren wichtiger, als das Gefühl der Liebe. Na und wenn das immer weniger wird , in so einer Gesellschaft, dann gibt es sogar die Hilflosigkeit laut zu hören
junge Menschen singen dann
" Wenn das Liebe ist , will ich sie nicht " und wissen nicht, was Liebe ist ....und viele klatschen Beifall und die Liebe dreht sich im Sarge um und sagt sich " Ihr könnt mich mal, schließlich habt ihr mich begraben " aus Selbstsucht und der Angst zu kurz zu kommen - aus dogmatisiertem Nachlaufen zur Schlechtigkeit hin - schon ein Trauerspiel ......

na und sowas ist halt nicht wenig anzutreffen, wie Liebe, sondern viel leichter zu finden. Deshalb ist es um so schwieriger, das zu selektieren.

Wenn Du erstmal jemandem erklären musst , dass das was er für Liebe hält , Selbstsucht ist, dann naja macht es die Sache nicht einfacher.

Ich denke nach wie vor so viele kann es nicht geben, mit Ehrlichkeit im Herzen, deshalb , da muss es doch auch sowas geben wie Gruppenbildung .......das wäre auch ein Ansatz.

Ich muss da noch oft drüber nachdenken , denke ich , weil es wirklich nicht einfach ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beziehungen sind doch wie eigene Inseln mit eigenen internen Gesetzen.
Für Außenstehende schwer zu beurteilen .

Es gibt auch gute Sexbeziehungen, welche trotzdem schnell zerbrechen.
Eine Beziehung ist sehr vielschichtig.
 
Da hast Du vollkommen Recht, viele Beziehungsgefüge haben eigene Gesetze es ist aber auch so, das es Beziehungen gibt , die sich nach schon vorhandenen Gesetzen richten.

Denke nicht das die Mehrheit der Menschen das selbst bestimmt, sondern denke das die Mehrheit der Menschen sich an dem orientiert, was dort wo die Menschen sind, an Gesetzen vorherrscht - sie passen sich sozusagen dem vorhandenen System, in dem sie leben an.

Nicht alle - aber eben sehr, sehr viele.

Das verringert aber wieder die Menge ,der potentiellen Partnerinnen , da die rausfallen, die sich nicht nach dem Gefühl der Liebe richten, so wie oben beschrieben, sondern eher eine Systemkonforme Beziehung führen möchten, nur das wäre halt nix für mich.

Es ist auch nicht so, dass ich andere Leute da zu kritisieren gedenke, es entscheidet doch jeder selbst, wie weit er sich da anpasst oder sich eben davon abgrenzt.
Beispiel Fußballsport - ich kann dem nichts , absolut nichts abgewinnen, außer zu spielen , wenn ich Bock drauf hab, aber das ganze Drumherum - das Spiel im TV schauen , ins Stadion gehen, Alkohol trinken und wie soll ich es sagen, dem militärischen Drill mit Trommeln folgen , als würde man in die Schlacht ziehen, sie spielen Krieg -
für mich nicht nachvollziehbar
weder geistig noch wirtschaftlich , das ist für mich eine Art "Brot und Spiele Industrie" die mich regelrecht ankotzt , wenn ich mir darüber Gedanken mache.
Also bleibt ja nur die Abwendung, wenn ich auch keinen Sinn darin sehe, diese Industrie wieder abzuschaffen, schließlich hat sie Berechtigung zu existieren, vielen Menschen ist ihre Beziehung zum Fußball sehr wichtig, mir bleibt also da nur die Absonderung , meine Entscheidung , damit will ich nichts zu tun haben, weil es mir gegen den inneren Strich geht.

Andere Beziehungsmodelle - die nur Sex Beziehung , die nur ...Beziehung , die es wohl gibt , weil das Gefühl der Liebe nicht die Grundlage ist, suche ich nicht für eine Partnerschaft.

Na und die Frage, ob ich lieber alleine bleibe oder nicht doch besser einen Kompromiss schließe, wo ich meine Absonderung aufgebe, was diese, für mich, sinnlosen Konstrukte angeht, das entscheide doch zum Glück nur ich alleine.
 
Liebe ist doch keine Gleichschaltung.
Wir sind alle verschieden und so kann man doch damit leben, wenn der Partner zum Beispiel für Fußball brennt, man selbst aber nicht.
Anders wäre es, würde der Partner einem das aufzwingen wollen oder hätte es Ausmaße, die das ganze Leben des Partners vereinnahmen, sodass man gar nicht drum herum kommt mitzuschwimmen.
 

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