C
Catherine
Gast
Wenn aber im Gegenzug ein anderes Opfer dir gegenüber äußert, dass "Rübe runter" vollkommen indiskutabel, primitiv und menschenverachtend ist, dann hat dieses Opfer wohl auch jedes Recht zu dieser Äußerung, oder nicht?! Müssen die sich jetzt rechtfertigen, weshalb sie für Menschenrechte eintreten?
Vielleicht tun sie das, gerade weil sie Opfer geworden sind. Weil sie wissen, was Menschlichkeit bedeuten sollte.
Und wie gesagt... nicht alle Opfer fühlen sich von Mikes Äußerung getroffen. Denn nicht alle Opfer mutieren zum blutrünstigen Pöbel, es gibt auch solche, die sich ihre Menschlickeit bewahren.
Natürlich. Rübe runter, Rübe drauflassen......es darf Beides gesagt werden. Es muss sogar Beides gesagt werden und es muss Beides gedanklich geachtet werden. Auch wenn es einem im ersten Moment völlig widerstrebt.
Ganz wichtig, beide Seiten müssen dem jeweils Anderen das Recht zusprechen so denken zu dürfen. Keine Verurteilungen.
Gegenseitiger Respekt ist nicht nur wichtig, sondern auch notwendig und dabei spielt die Wortwahl eben auch eine Rolle.
Ohne diesen Respekt gibts es keine vernünftige Gesprächsgrundlage.
Ist das erstmal geklärt, du respektierst mich, ich respektiere dich in einem friedlichen Grundtenor.......DANN kann man anfangen nicht nur über Fakten zu sprechen, sondern auch um die Gefühle die damit verbunden sind.
Vielleicht hat der Eine oder Andere es selbst schon einmal erlebt - das Gefühl ungerecht behandelt worden zu sein ohne die Möglichkeit der Einsicht des Menschen der einen ungerecht behandelt hat. Genau dieser Mensch spricht einem das Recht überhaupt so zu fühlen ab. Wer kennt das Gefühl der Fassungslosigkeit, der Ohnmacht?
Gibt er Anderen einem allerdings die Möglichkeit so denken zu dürfen, dann siehts schon wieder ganz anders aus. Nur ein Satz wie: ok, du fühlst so, ich kann es nicht verstehen, aber wenn es so ist.......Das nimmt schon unheimlich viel Spannung aus der Situation.