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Ohne Bachelor, Master heute gesellschaftlicher Abschaum?

  • Starter*in Starter*in Mitzgaff
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Genau so siehts doch aus ! Sprösslinge aus entsprechenden Familien werden schon darauf getrimmt auf jeden Fall zu studieren, was anderes käme ja auch gar nicht in Frage. Kenne ein Beispiel wo der Vater sogar ewartet hat dass der Sohnemann auf jedenfall das und das macht. Als er es nicht konnte oder wollte kam es zum Zerwürfnis. Gab ja auch mal ein Beispiel wo die Tochter lieber als Hippie ging als den Konzern der Eltern zu übernehmen. Und ich ärgere mich immer über solche die schon mit dem goldenen Löffel geboren wurden und für die der Grundstein schon gelegt wurde, grade solche erheben sich dann oft über andere weil sie ja so viel geleistet haben im Leben.

Und es geht nicht darum dass alle Akademiker arrogante Schnösel sind, aber mir kommt es in den meisten Fällen einfach generell so vor, dass die Leute ständig darüber sprechen müssen, wie eine Art Wettkampf wer mehr erreicht hat und wie toll jeder ist. Das nervt mich ungemein.
Ich kenne auch Beispiele bei denen die "Schicht" Altenpfleger und Co. sehr viel mehr arbeiten als der studierte Krawattenträger und vor denen ich höchsten Respekt habe.
 
Das Problem ist, dass in der Leistungsgesellschaft, die in Deutschland besteht, nur Status etwas wert ist, sei es beruflich oder materiell. Wer nicht über Statussymbole, akedemische Grade oder einen guten Ruf bzw. viele Beziehungen verfügt, wird gerne als faul oder Versager abgestempelt, weil er es in seinem Leben offensichtlich nicht zu mehr gebracht hat. Es ist speziell hier in Deutschland eine Art Gruppenzwang, allen anderen mit solchen Dingen beweisen zu müssen, dass man ein besserer Mensch ist. Und dem Nachbarn bzw. Kollegen gönnt man nichts besseres, weil dann das eigene Ansehen gemindert wird. Dinge wie Zwischenmenschlichkeit, Mitgefühl und Empathie bleiben bei so einer Ellenbogengesellschaft eben auf der Strecke.

Dass nicht jeder Mensch zu einem Hochschulabschluss berufen ist und nicht jeder danach strebt, materielle Güter und Ansehen anzuhäufen, wird dabei einfach ignoriert. Schließlich soll man sich der allgemeinen Denkensweise anpassen. Wer allerdings etwas häufiger im Ausland unterwegs ist, der weiß, dass diese Sichtweise in anderen Ländern so nicht existiert, sondern eher einzigartig für Deutschland bzw. das reiche Mitteleuropa ist.

Das sind aber im Endeffekt nur meine eigenen Erfahrungswerte.
 
Wenn jemand den Bachelor/Master hat, ist das zwar schön für ihn, aber es sagt nichts darüber aus, ob er im Leben glücklich ist oder überhaupt im Leben zurecht kommen wird. Von daher: Nein, Leute "ohne" sind definitiv kein Abschaum 😉
Und noch was: Ich glaube sogar, dass manche auf Leute mit Bachelor oder Master hinabschauen. So nach dem Motto: "Oh Mann, totale Theoretiker, die überhaupt nicht anpacken können!"
 
Hi allerseits. Kann noch was dazu beisteuern, ich glaube das passt auf die letzten 2 Beiträge sehr gut.
Also meine aktuelle Freundin kommt aus nicht so ganz einfachen Verhältnissen, hat einen normalen Beruf und auch ihre Eltern arbeiten ganz "traditionell" (muss man schon sagen). Ergo ist dort nichts mit Eigenheim, Sportflitzer, Etepete und dergleichen. Es muss zu deutsch aufs Geld geschaut werden. Diese Menschen haben aber ein großes Herz.

Und jetzt die 180Grad-Drehung bei Cousin & Cousine:

Cousin = Abitur, Ingenieurstudium mit Auslandsaufenthalt in Singapur, sponsored by Eltern
Cousine = 1 Jahr Australien, danach Studium, sponsored by Eltern
Eltern = beide studiert, gutverdienend und VÖLLIG ARROGANT UND AUF MATERIELLES BEZOGEN

Wehe die Kinder studieren nicht, wehe man hat nicht das neuste I-Phone, Schicki-Micki hoch 10, und das werte ich deshalb ab, weil man das richtig unangenehm merkt, ohne neidisch zu sein. Und dann ist man so stolz auf seine Kinder , schaut mal her mit 18 schon ins Ausland usw....

Die Frage ist jetzt, macht es Sinn meine Freundin oder deren Eltern dafür zu verurteilen, dass sie nie studiert haben? Geht es nur noch um viel Geld und Status ? Warum gibts eigentlich überhaupt noch Leute die nicht studiert haben ?
 
@Michax

Das sind doch wieder nur typische gut-böse Klischees. Wer Geld hat und es wagt zu zeigen, seine Kinder ins Ausland schickt oder ein Studium finanziert, hat ganz sicher charakterliche Schwächen. 🙄






 
muss mich jetzt mal als angehender akademiker hier einmischen...
viele menschen vergessen, dass unser system mit einer maschine vergleichbar ist die aus vielen kleinen zahnrädchen besteht.
würde ein zahnrad wegfallen würde die ganze maschine nicht funktionieren, dabei ist es egal ob ein größeres zahnrad (akademiker) oder ein kleineres zahnrad (arbeiter) fehlen würde, die maschine würde nicht mehr laufen!
was wäre denn ein ingenieur oder ein arzt wenn es keine menschen geben würde die häuser, maschinen, autos,usw bauen, also herstellen und nicht nur planen? was wenn es keine müllmänner gäbe? keiner der kleidung,bücher,kabel,zubehör herstellt? die gesellschaft und die wirtschaft könnte nicht wie heute existieren! genau das gleiche gilt natürlich im umkehrschluss genauso! der mechaniker braucht einen arzt oder anwalt...bzw einen ingenieur der eine maschine entwickelt die der arbeiter dann bedient...

das heißt unterm strich ist jeder gleich wichtig! der klemptner genauso wie der arzt! leider sind es oft meine akademiker bzw studentenkollegen (kommilitonen) die das vergessen oder nicht wahrhaben wollen!
ich persönlich studiere, habe aber zuerst eine ausbildung absolviert und gearbeitet. das heißt ursprünglich komme ich auch aus der "unteren schicht"...ich behaupte jetzt nicht dass ein studium nur auswendiglernen ist und das jeder depp studieren könnte, denn so ist es nicht, aber mit ein wenig disziplin ist es für einen halbwegs intelligenten menschen auch kein hexenwerk! die persönlichen talente spielen dabei natürlich eine entscheidende rolle, jemand der zwar halbwegs intelligent ist, aber kein technisches verständnis hat, wird sich in einem ingenieursstudium natürlich wirklich schwer tun...in einer mechanikerlehre aber ebenso! ich persönlich finde jedenfalls, dass sich manche studenten als zu wichtig und zu schlau empfinden, da ihnen eine vergleichsmöglichkeit und auch irgendwo der bezug zur realität fehlt! die maschieren halt gleich nach dem abi oder der fachhochschulreife durch und leben wie in einer art seifenblase (die später auch gerne mal schmerzhaft platzt).

fakt ist das menschen dazu neigen sich über andere zu stellen und sich abzugrenzen, ebenso fakt ist das (empirisch belegt!!!) der soziale stand in deutschland erheblich darüber entscheidet ob jemand studieren gehen kann oder nicht!
unterm strich kochen wir alle nur mit wasser und wenn wir aufs klo gehen riecht es auch bei keinem nach blumen!
klar benötigt man bei dem einen job mehr kompetenz als bei dem anderen aber dies ist doch selbst innerhalb der gleichen berufsgruppen so! ein ingenieur ist auch nicht gleich ein ingenieur und ein mechaniker nicht gleich ein mechaniker...es kommt auf die individuelle leistung bzw auf die individuelle aufgabenstellung an! der eine ingenieur erfindet bahnbrechendes und bringt die welt buchstäblich vorran und der andere ingenieur schaut den ganzen tag nur auf ein messgerät und schaut ob irgendwelche werte stimmen. gleiches natürlich bei nichtakademischen berufsgruppen...

jedenfalls sind wir eine gesellschaft und wir brauchen uns gegenseitig! es ist allgemein erschreckend, dass der trend immer mehr in richtung egoismus und individualisierung bzw selbstverwirklichung-über-alles geht, denn eine gesellschaft kann mit solchen mitgliedern leider nur verlieren! nebenbei findet eine umversteilung des geldes von unten nach oben statt und die mittelschicht verschwindet langsam aber sicher. es gibt kein kollektivbewusstsein mehr, das volk empfindet sich nicht als einheit, jeder ist sich selbst der nächste und sogar familien (die stammzelle jeder gemeinschaft/gesellschaft) befinden sich auf dem rückzug! es ist keine schöne entwicklung die sich da vollzieht...
noch weniger schön ist es dann allerdings wenn akademiker, also menschen die aufgrund ihrer bildung ja auch ein gewisses maas an weitsicht und sozialkompetenz bzw verantwortungsgefühl mit auf den weg bekommen haben sollten, so handeln wie vom threadersteller erzählt! gerade akademiker sollten auf so einen stuß und so einen schwachsinn verzichten! so eine einstellung zeigt, dass dieser mensch wenig größe und eigentlich auch überhaupt keine führungskompetenz oder ähnliches besitzt! das traurige ist eigentlich dass er sich als akademiker aufspielt aber genau gegenteilig handelt, nämlich wie ein asozialer vollproll der sich an den schwächen anderer profiliert!
 
Hi allerseits. Kann noch was dazu beisteuern, ich glaube das passt auf die letzten 2 Beiträge sehr gut.
Also meine aktuelle Freundin kommt aus nicht so ganz einfachen Verhältnissen, hat einen normalen Beruf und auch ihre Eltern arbeiten ganz "traditionell" (muss man schon sagen). Ergo ist dort nichts mit Eigenheim, Sportflitzer, Etepete und dergleichen. Es muss zu deutsch aufs Geld geschaut werden. Diese Menschen haben aber ein großes Herz.

Und jetzt die 180Grad-Drehung bei Cousin & Cousine:

Cousin = Abitur, Ingenieurstudium mit Auslandsaufenthalt in Singapur, sponsored by Eltern
Cousine = 1 Jahr Australien, danach Studium, sponsored by Eltern
Eltern = beide studiert, gutverdienend und VÖLLIG ARROGANT UND AUF MATERIELLES BEZOGEN

Wehe die Kinder studieren nicht, wehe man hat nicht das neuste I-Phone, Schicki-Micki hoch 10, und das werte ich deshalb ab, weil man das richtig unangenehm merkt, ohne neidisch zu sein. Und dann ist man so stolz auf seine Kinder , schaut mal her mit 18 schon ins Ausland usw....

Die Frage ist jetzt, macht es Sinn meine Freundin oder deren Eltern dafür zu verurteilen, dass sie nie studiert haben? Geht es nur noch um viel Geld und Status ? Warum gibts eigentlich überhaupt noch Leute die nicht studiert haben ?

gibt aber auch Menschen wie mich, die all das, was du nennst alleine hinbekommen. 😉 Obwohl ich arme Eltern habe.

Zwar mit Verschuldung: aber das werde ich ja abbezahlen können irgendwann.
Ich habe ab nächstem Mon. meinen ersten akadem. Grad. --- nach meiner Herkunft zu urteilen dürfte ich ja nicht mal Realschule haben. 😉

Ich liege prakt. nur der Bank auf der Tasche... und gehe halt 15-20h die Woche arbeiten... lebe nicht bei der Family. Habe mein eigenes teures Handy. 😀
 
Ich finde die Einstellung einiger Menschen mit abgeschlossenem Studium wirklich lustig einige haben doch studiert, bis sie Mitte 30 waren und dann erst begonnen zu arbeiten mit Mitte 30 habe aber viele die nicht studiert haben schon ein Haus eine Familie usw.

Eine Freundin von mir arbeitet zb.  bei der Post sie sortiert dort Pakete und will dieses Jahr eine Ausbildung anfangen dort bei der Post ist eine Frau, die erzählt wohl ewig das Sie studiert hat und das man ja ohne Latinum gar nicht durchs Leben kommen kann, bis die Freundin von mir mal Ihr gegenüber erwähnt hat, das sie das komisch findet sie ist ja erst 18 und darf schon dieselbe Arbeit verrichten wie eine studierte jetzt redet die Frau nicht mehr mit der Freundin von mir.

Und dann mein Pa er hat nicht studiert verdient aber sicher mehr als die meisten mit Studium ist er trotzdem gesellschaftlicher Abschaum? Sozusagen Abschaum der mit nem A8 rumfährt ?

Oder die Tochter eines Nachbarn hat 1 Abgebrochenes und ein abgeschlossenes Studium sie ist Ärztin die hat noch nie gearbeitet aber kriegt nun 1 Kind nach dem anderen wozu dann ein Studium?
 
Krips darf ich das als Ironie verstehen ?
Nein.
Ich finde die Einstellung einiger Menschen mit abgeschlossenem Studium wirklich lustig einige haben doch studiert, bis sie Mitte 30 waren und dann erst begonnen zu arbeiten mit Mitte 30 habe aber viele die nicht studiert haben schon ein Haus eine Familie usw.
Das ist doch eigentlich ganz einfach, ein Studium dauert eben etwas länger als eine 3-jährige Ausbildung und entsprechend sind Akademiker oft etwas später dran bei der Familienplanung. Tine, was ist daran "lustig" und warum muss man es überhaupt bewerten?
 
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