Die ganze "Väter-Diskussion" zeigt doch nur genau den Grund, weshalb die Monogamie in unserer Gesellschaft sich etabliert hat. Nämlich damit das mit dem Nachwuchs geregelt ist und der Mann weiss, welches seine Kinder sind. Und wer dann den Besitz erbt, oder was immer...
Das alles hat in der Entwicklung unserer Gesellschaft durchaus einen Sinn gemacht, und macht es noch heute. Denn die Familie, d.h. die Ehe mit den daraus entstehenden Kindern ist der kleinste Baustein unseres gesamten sozialen Systems, wie wir es kennen. Und ich finde das auch wichtig.
Aber in den letzten Jahrzehnten haben wir uns in Richtung individual Gesellschaft weiterentwickelt, weil unser hoher Lebensstandart dies erlaubt. Frauen sind wirtschaftlich nicht mehr von Männern abhängig und somit haben sie mehr Freiheit und das alte Familienmodell hält ja in sehr vielen Fällen nicht mehr. Deshalb können wir uns heute leisten aus Liebe zu heiraten. Oder auch sonst ein individuelles Lebensmodell zu wählen.
Für mich persönlich, und ich weiss, dass das durchaus etwas egoistisch ist, macht es überhaupt kein Sinn, einen festen Partner zu haben. Da ich keinen brauche. Weder für meine sozialen, noch finanziellen, noch sonstigen Bedürfnisse.
Auf der anderen Seite bin ich gerade deshalb, für viel Menschen da. Weil ich die Kapazitäten dazu habe. Mein Herz ist gross.
Und mit mehrere Partner zu haben, möchte ich nicht auf Sex reduziert haben, wie sich das einige hier vorstellen. Nein... man unternimmt ja auch alles mögliche andere.
Ich bin aber doch positiv überrascht, wie viele Menschen hier in diesem Thread das ähnlich sehen. Neben denjenigen, die das nicht nachvollziehen können, was ich durchaus total akzeptiere. Jeder soll so leben, wie es ihm gefällt. Und da ist ja doch nach meinem Empfinden der Grundtenor von den meisten Beiträgen.