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Obdachlosem nicht helfen - strafbar?

Ich würde ihm eine Decke spenden und vielleicht einen Tee anbieten aber nicht reinlassen, ist ja nicht deine Räumlichkeit über die du entscheiden kannst. Schick ihn anschließend zur Bahnhofsmission, wenn er nicht hingeht und draussen erfriert, kannst du ja nichts für.

Welche Bahnhofsmission?
Wenn überhaupt eine vorhanden ist, ist die um 21:00 Uhr dicht.
 
Hallo
In jedem Bahnhof gibts die Bahnpolizei die haben Adressen von Notunterkünften.
Genau wie jede Polizeidienststelle
Genau wie Krankenhäuser

Genauso sollte man bei diesen Minustempraturen auf Hilflose Personen achten
Parkbänke etc im Sommer wunderschön als Bett für so manchen, doch jetzt Lebensgefährliches Quartier.

ein Notruf kostet keinen Cent
Rettet aber Menschenleben .
Einmal mehr mit offenen Augen durch die Welt gehen.
 
Leider nicht OldCat.

Bahnpolizei gibt es lange nicht mehr, heißt nun Bundespolizei und hat zudem auch andere Aufgaben bekommen.

Das ist ja gerade das Problem, viele Bahnhöfe sind nicht mehr personell besetzt und werden in der Nacht verschlossen.

Ein Satz zu Notunterkünften:

Nicht die Polizei ist zuständig sondern die Kommunen.
Die Polizei hat daher ein weites Ermessen, ob sie überhaupt tätig wird.
Das wird sie aus fürsorglichen Gründen fast nie, sondern nur wenn sich Leute "belästigt" fühlen.

Dabei ist die Rechtsprechung eindeutig und verlangt geeignete Unterkünfte mit Privatsphäre.
Das ist allerdings Lichtjahre von der der Praxis entfernt, weil es gar keine Unterkünfte gibt und diese überbelegt sind. Nicht jeder erhält einen Platz. Und wer zu spät kommt, muss im Freien übernachten.

Armes Deutschland, wo nur Geld für Banken und Spekulanten verschleudert wird.

Eine Obdachlosigkeit und Nichtsessbarkeit wird offiziell gar nicht staatlich erfasst, doch weiß man durch Übernachtungen und Zählungen, dass das reiche Deutschland, es in der EU mit weitem Abstand auf den Spitzenplatz brachte. Etwa 490.700 Obdachlose gibt es wohl.

Und ein Notruf, wird auch nicht viel bringen. Wenn überhaupt jemand kommt, dann wird man sagen „hier können sie nicht schlafen“, den Obdachlosen vertreiben, Platzverbot erteilen und das ist es dann.
 
@Rhenus hier bei uns ist der Bahnhof immer offen und die Polizei präsent.
Bürger sind sogar aufgerufen bei den Minusthemeraturen Hilflose Personen der Polizei zu melden.

Auch gibts hier Wärmestuben und es werden warme Getränke &Decken an bekannten Aufenthaltsorten verteilt.


Schlimm das sowas nur in Grossstädten möglich zu sein scheint.
 
Ich würde auch sagen ,dasses rechtlich vlllt keine Konsequenzen hat, aber rein menschlich muss man da doch mal drüber nachdenken! ich hätte ihn reingelassen und wenn mein Chef so etwas nciht versteht, dann will ich bei so einen Menschen auch nicht als chef haben!
 
Wer selber schon einmal Obdachlos war weiß wie herablassend man behandelt wird, wie entwürdigend es ist.
Ich war sieben Monate Obdachlos 2010 (über den Winter) und nicht immer gab es einen Schlafplatz.
Einmal pro Monat fuhr ein RTW bestimmte Punkte an um Verletzungen oder Krankheiten zu behandeln, sie taten dies in ihrer Freizeit und ohne Vergütung.
Wer nichts hat fällt durch das allgemein gültige Muster der Gesellschaft, er wird systematisch ausgegrenzt.
Ein Bekannter von mir wurde überfallen und fast zu Tode geprügelt, er lag neun Monate in einer Klinik.

Die Angebote der Städte (Bahnhofsmission, Essensstellen usw. sind an den WE geschlossen und an den Werktagen auch nur von-bis geöffnet, zudem kostet eine Übernachtung Geld.
Übernachtung 0,50€, 1 Essen 2,00€, Geld das aber nicht jeder hat,leider, dann bleibt nur das Schalfen draußen irgendwo, in der Hoffnung nicht überfallen zu werden oder zu erfrieren.

Im Nachhinein rettete mich meine Krankheit, ich kam von der Klinik in Betreutes Wohnen (BeWo), erst mit dem Erreichen der Frühberentung konnte ich mir wieder eine eigene Wohnung leisten.
In der Zeit wo ich Obdachlos war starben vier Menschen an den Folger der Obdachlosigkeit durch erfrieren, einer wurde nach vier Wochen aus dem Rhein gefischt.
 
.....

Die Angebote der Städte (Bahnhofsmission, Essensstellen usw. sind an den WE geschlossen und an den Werktagen auch nur von-bis geöffnet, zudem kostet eine Übernachtung Geld.
Übernachtung 0,50€, 1 Essen 2,00€, Geld das aber nicht jeder hat,leider, dann bleibt nur das Schalfen draußen irgendwo, in der Hoffnung nicht überfallen zu werden oder zu erfrieren....

Wußte niemand der Obdachlosen,dass man in der BRD auch als Obdachloser einen Anspruch
auf Hilfe hat..Man sich das Geld täglich beim "Sozialamt" oder einer anderen auszahlenden Stelle abholen kann ?
Das ist schon seit Ewigkeiten so.

Hier wird es bei einer Tagesaufenthaltsstätte (auch Obdachlosenunterkunft mit wenigen Zimmern) ausgezahlt.
Das ist keine Gammelbude ,sondern ein Neubau.
Das Problem für viele Obdachlose. Alkohol wird nicht geduldet.....

Meine Eltern erzählten mir,als ich als Kind danach fragte wie das früher war,wo die Obdachlosen
in den Großstädten schliefen :

Hier brachte man sie im Seemansheim unter. Dort waren immer Zimmer frei.

Erzählung:
Es gab ganz früher besondere Nachtunterkünfte,die nur wenige Pfennige kosteten.
In Hamburg soll es bereits vor dem letzte Krieg das "Pik Ass" gegeben haben.

Da war ein Raum ,da gab es keine Betten. Die gab es im Hotel.

Es wurde ein ganz dickes Seil gespannt über das die Männer sich lehnen und stehend schlafen konnten.
(ohne zu erfrieren) Es mußten keine Obdachlosen sein,auch Seemänner oder Touristen ohne Geld für ein Bett, schliefen dort.
Am Morgen wurde das Seil einfach ausgeklinkt und man hatte´( bis zum Abend ) zu verschwinden.....

(Leider habe ich nirgendwo im Internet herausfinden können wie und ob es so war,wie man mir erzählte.
Es ist schon soooo lange her,dass ich es hörte.Bei den Eltern noch einmal nachfragen geht schon lange nicht mehr.
Allerdings haben meine Eltern mir nie dummes Zeug erzählt, wenn ich sie fragte.
Wenn man es selbst nicht wußte , hat man sich informiert ...
Gibt es hier zufällig Hamburger,die die Geschichte ihrer Stadt und diese Geschichte von dem "a l t e n Pik Ass" kennen ?)


Das die Polizei bei solchem Wetter wie hier fiktiv beschrieben nicht erscheint ,nicht an eine andere
Stelle weiterleitet die sich darum kümmert,das glaube ich nicht.
In dem Fall hätten sie sich selbst strafbar gemacht und einen Notruf "Mensch in Lebensgefahr" abgewiesen.

Hier kommt sogar die Feuerwehr,mit einem Kleinbus,wenn einem ein Hund zuläuft und man nicht die Möglichkeit
hat ihn ins Tierheim zu bringen.
Für einen notleidenden Menschen der bei Eiseskälte nicht weiß wo er bleiben soll ist niemand zuständig ?
Man läßt ihn auf der Bank erfrieren ?
DAS glaube ich nicht ! Es wird ein Schlafplatz gefunden werden "müssen".
 

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