Ich kann verstehen, dass manche Menschen lieber unter ihresgleichen bleiben. Was hilft es, wenn man von den anderen nämlich gar nicht akzeptiert, sondern ausgegrenzt wird? Ich als Autistin finde so gut wie keinen Anschluss an andere Menschen. Die kommen meistens nicht mit meiner autistischen Art klar, meinen, ich würde mich nur anstellen und grenzen mich dann aus. Ich bin auch lieber unter anderen Autisten, weil ich da sein kann, wie ich bin und mir da niemand sagt, ich würde mich anstellen.
Die Gesellschaft hat nunmal gewisse Erwartungen, wie ein Mensch zu sein hat, ansonsten wird er leider sehr schnell ausgegrenzt. Das sieht man doch auch immer wieder an den abwertenden und beleidigenden Kommentare im Internet, wenn jemand nicht der Norm entspricht. Jemand ist übergewichtig? Pfui, was für eine fette Sau! Jemand findet Aromatherapie gut? Was für ein Esotherik-Spinner! Jemand trägt nur schwarze Klamotten? Ganz klar ein katzenmordender Satanist! Von Toleranz und Akzeptanz sind wir leider immer noch meilenweit entfernt. Da wundert es mich kein bisschen, dass Menschen, die sowas erleben mussten, sich lieber unter ihresgleichen bewegen, wo sie sein können, wie sie sind und man sie nicht ausgrenzt oder gar abwertet oder beleidigt.